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Präsident Yahya Jammeh bezeichnet Schwule und Lesben schon mal gerne als "Ungeziefer" und würde das Gesetz zweifellos unterschreiben

Der westafrikanische Staat will wie Nigeria und Uganda härter gegen Homosexuelle und Menschenrechtsaktivisten vorgehen, die sich für LGBT-Rechte einsetzen.

Die Regierung von Gambia will die Verfolgung Homosexueller verschärfen. Das kündigte Momodou Sabally, der Minister für präsidiale Angelegenheiten, am Wochenende an. "Gambia wird nicht die westliche Kultur als Ausgleich für Entwicklungshilfe importieren", erklärte Sabally in einer Pressemitteilung.

Bereits jetzt steht auf Homosexualität eine Haftstrafe von 14 Jahren. Dieses Gesetz basiert noch auf altem britischen Kolonialrecht, das Gambia nach seiner Unabhängigkeit im Jahre 1965 übernommen hatte. Während Großbritannien das Gesetz zur Verfolgung von Homosexuellen im Jahr 1968 abschaffte, blieb es in Gambia gültig.

Nun sollen nach dem Willen der gambischen Regierung neue Straftatbestände eingeführt werden. Allen voran soll "Propaganda" für Homosexualität, ebenso wie für Drogenmissbrauch und andere "Straftaten", künftig mit Gefängnisstrafen geahndet werden. Weitere Einzelheiten werden derzeit noch mit Regierungschefs der Regionen beraten, sagte Sabally.

Gambia folgt damit einen Trend in Afrika unter ehemaligen britischen Kolonien: In den letzten Monaten hatten bereits Nigeria und Uganda die Lage für Homosexuelle durch Gesetzesverschärfungen und homophobe Rhetorik erheblich verschärft. Zuletzt debattierte sogar die ehemalige französische Kolonie Kongo darüber, homosexuelle Handlungen zu verbieten.

Gambia sieht Homosexuelle als größte Gefahr für Menschheit an

Die Ankündigung in Gambia ist keine Überraschung, weil Präsident Yahya Jammeh zuletzt die verbalen Attacken auf Schwule und Lesben verschärft hatte. So bezeichnete er Homosexuelle im Februar in einer Fernsehansprache als "Ungeziefer", das wie Malaria-Mücken bekämpft werden müsse (queer.de berichtete). Wenige Monate zuvor hatte der Staatschef sogar behauptet, Homosexualität sei die größte Gefahr der Menschheit (queer.de berichtete).

Der mehrheitlich muslimische westafrikanische Staat Gambia hat rund zwei Millionen Einwohner und zählt mit einem Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt von zirka 500 US-Dollar zu den ärmsten Ländern der Welt – es steht in dieser Liste sogar noch hinter Krisenstaaten wie Afghanistan, Haiti oder Simbabwe. Im vergangenen Jahr erhielt der Staat 73 Millionen Euro Entwicklungshilfe von der Europäischen Union. Die EU hat aber – ebenso wie die USA – in den letzten Staaten Entwicklungshilfe vorenthalten, wenn Länder die Verfolgung von Homosexuellen verschärft haben. Zuletzt sagte US-Vizepräsident Joe Biden, LGBT-Rechte seien ein allgemein gültiges Menschenrecht und kein Ausdruck einer anderen "Kultur" (queer.de berichtete). (dk)



#1 biankaAnonym
  • 25.06.2014, 13:48h

  • Ja einer macht es vor andere Länder machen es nach Vergewaltigung ist Ok in dieses Ländern Geld von der EU ist super.. Ich würde solchen Ländern keine Hilfe mehr geben,, denn das westliche ist ja schlecht dann brauchen sie ja auch nicht unser.Geld PS da sind auch spendengelder von homos drinnen,,, Vorsicht ansteckend
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#2 hypathiaProfil
  • 25.06.2014, 13:56hBaden
  • Dort, wo die Religion (egal welche!) sehr stark ist, ist "Menschenrechte" ein Fremdwort.
    Religionen sind und bleiben das größte Übel dieser Welt!!!!
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#3 userer
#4 MenschAnonym
#5 Oliver43Anonym
  • 25.06.2014, 14:26h
  • Ganz klar: die Entwicklungshilfe an Gambia gehört seitens der EU und Nordamerikas gestrichen.

    Geld sollte nur dort vor Ort an LGBT-freundliche Organisationen gegeben werden, die auf Reformen drängen. Aber an die Regierung dort sollte kein Geld gehen.
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#6 m123Anonym
#7 mx5972Profil
  • 25.06.2014, 15:45hKerpen
  • Was haben die eigentlich mit der Entwicklungshilfe gemacht??? In die Bildung ist es jedenfalls nicht geflossen!!!
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#8 YannickAnonym
  • 25.06.2014, 15:56h
  • Dann dürfen die eben keinen einzigen Cent mehr bekommen!

    Homo-Verfolgung darf nicht auch noch finanziert werden...

    Es zeigt sich ja immer wieder, dass nur finanzielle Sanktionen etwas bewirken. Noch dazu sehr schnell.
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#9 seb1983
  • 25.06.2014, 16:13h
  • Antwort auf #7 von mx5972
  • Im Zweifelsfall immer in die eigene Tasche, die der Familie, Sippe, Stamm, Partei.
    Dann wird auf allen Verwaltungsebenen, und davon gibts dort ne Menge, weiter fleißig abgezwackt, Schulleiter und Bauunternehmen wollen auch ihren Teil abhaben, und am Ende bleiben vielleicht noch ein paar Dollar übrig.
    Parallel fließt noch Geld von allerlei religiösen Vereinigungen und natürlich Unternehmen und Staaten die Rohstoffe raus schaffen wollen.

    Auf höheren Ebenen ist das pure Bereicherung, hier besteht auch absolut kein Interesse etwas an den Verhältnissen zu ändern, selbst die Vergabe wichtiger Posten in Verwaltung und Wirtschaft wird völlig inkompetenten Idioten als Gefälligkeit anvertraut.
    Auf unteren Ebenen geht es oft nicht anders, wer kaum oder monatelang gar keinen Lohn bekommt und sich und seine Familie nicht ernähren kann versucht eben aus den Befugnissen die er hat Geld zu machen. Und das ist auch völlig anerkannt.

    Das sind griechische Verhältnisse millionenfach potenziert.
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