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  • 25.06.2014           21      Teilen:   |

Andreas Wolter

Köln erhält schwulen Bürgermeister

Artikelbild
Andreas Wolter setzt sich für eine Verbesserung der Diversitypolitik in Köln ein (Bild: Grüne Köln)

Nach zehn Jahren im Stadtrat steigt der Grünenpolitiker Andreas Wolter auf.

Das Kölner Stadtparlament hat am Dienstag den schwulen Politiker Andreas Wolter (Grüne) zu einem von vier Bürgermeistern gewählt, die OB Jürgen Roters (SPD) bei repräsentativen Aufgaben unterstützen. Der 49-jährige Wolter ist verpartnert und Vater zwei Töchter im Alter von 17 und 19 Jahren. Er arbeitet als Diplom-Betriebswirt im Controlling eines Dienstleistungsunternehmens. Seit 1983 ist er Mitglied der Grünen und seit 2004 im Rat der Stadt Köln vertreten.

Er hatte sich Anfang des Monats in einer Kampfabstimmung in der Fraktion mit neun zu acht Stimmen gegen seine türkeistämmige Parteifreundin Berivan Aymaz durchgesetzt. Wolter wird Nachfolger der grünen Bürgermeisterin Angela Spizig, die nicht mehr zur Wahl angetreten ist.

In der vergangenen Jahren hatte sich Wolter immer wieder für LGBT-Rechte eingesetzt. So ist er Mitglied in der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender, beim CSD-Veranstalter KLuST sowie beim schwul-lesbischen Sportclub SC Janus Köln. Vor der Ratswahl Ende Mai hatte Wolter erklärt, dass er die Vielfalt von Köln als Chance begreife: "Durch eine gute Diversitypolitik möchte ich diese Potenziale weiter fördern, um Köln als kreative und in jeder Hinsicht kulturell und wirtschaftlich interessante Stadt voran zu bringen".

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Scho-Antwerpes wiedergewählt

Elfi Scho-Antwerpes (SPD) - Quelle: Schwusos
Elfi Scho-Antwerpes (SPD) (Bild: Schwusos)

Neben Wolter wählte der Rat auch Elfi Scho-Antwerpes (SPD) erneut zur Bürgermeisterin. Die 61-Jährige hat dieses Amt bereits seit 2004 inne und gilt als sozialdemokratisches Aushängeschild für LGBT-Rechte. So hatte sie sich insbesondere dafür engagiert, dass die Gay Games 2010 nach Köln vergeben worden sind. Sie ist wie Wolter Mitglied der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender und außerdem im Vorstand der Kölner Aids-Hilfe. Für ihren Einsatz wurde sie 2012 mit dem Tolerantia-Preis ausgezeichnet (queer.de berichtete).

Neben Wolter und Scho-Antwerpes wurde auch der 65-jährige CDU-Politiker Hans-Werner Bartsch (CDU) zum Bürgermeister gewählt. Den Kandidaten für den vierten Stellvertreterposten wird die SPD voraussichtlich im Laufe des Mittwochs bekannt geben. (dk)

Links zum Thema:
» Andreas Wolter (Website der Grünen Köln)
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Tags: andreas wolter, elfi schon-antwerpes, köln
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Reaktionen zu "Köln erhält schwulen Bürgermeister"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
25.06.2014
16:00:50


(-12, 18 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Herzlichen Glückwunsch Herr Wolter aus der Bezirksvertretung Köln-Rodenkirchen. Auf gute Zusammenarbeit über die Fraktionsgrenzen hinweg.


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#2
25.06.2014
16:07:35


(-7, 11 Votes)

Von Marius4711


Vielleicht sollte man erwähnen, dass das Amt des Bürgermeisters in einer Großstadt wie Köln lediglich eine geringe Repräsentanz mit sich bringt und von mehreren Menschen bekleidet wird, damit (fast) jede Fraktion etwas zum Posen hat. Die Verwaltung leitet der Oberbürgermeister. Die Bürgermeister sind nichtmals Stellvertreter des Oberbürgermeisters in diesem Sinne. Für die Visitenkarte ist das natürlich zierend.

Wir werden ja sehen, was Herr Wolter am Ende seiner Amtszeit so alles für die Menschen in Köln getan hat.

Und zu der SPD-Scho: Was ich gar nicht leiden kann, sind vermeintliche PFLAGs, die eine Bevölkerungsgruppe brauchen, um die sie sich "kümmern" dürfen. Vom Gutmenschentum haben Schwule und Lesben die Nase voll.


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#3
25.06.2014
16:10:18


(+7, 11 Votes)

Von Marius4711
Antwort zu Kommentar #1 von Torsten_Ilg


Ach Herr Ilg, erst FDP-Mitglied, nun auf dem AfD-Ticket rechtsaußen in die Bezirksvertretung gekommen. Glückwünsch, die Strategie ist ja voll aufgegangen!


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#4
25.06.2014
17:44:24


(-3, 5 Votes)
 
#5
25.06.2014
20:58:09


(-1, 7 Votes)

Von martin st


Einen Bürgermeister mit so schönen Zähnen hatte Köln schon lange nicht mehr.


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#6
25.06.2014
21:13:16


(+2, 8 Votes)
 
#7
26.06.2014
02:55:14


(+7, 9 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #1 von Torsten_Ilg


Das wollen wir doch nicht hoffen, dass die SPD zu einer guten Zusammenarbeit mit Ihrer Partei bereit ist. Das Geschwafel und damit der weitere Versuch einer kostenlosen Parteiwerbung hier, war wohl nicht zu vermeiden, was? Das geht hoffentlich los in die richtige Richtung: nach hinten!


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#8
26.06.2014
04:22:32


(+4, 6 Votes)

Von Fred i Bkk
Antwort zu Kommentar #5 von martin st


...Dummchen, der Mann ist 49 Jahre alt, seine Zaehne auch,denk mal was die schon geleistet haben ...

Meine Zaehne schlafen inzwischen von mir getrennt im Wasserglas ....

mein Partner natuerlich nicht ....
weder "getrennt " und schon garnicht im Wasserglas..
das haben wir die letzten 37 Jahre so gehalten ...

Gruss aus dem Reisfeld


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#9
26.06.2014
08:20:29


(-2, 6 Votes)

Von martin st


Natürlich, gepflegt und schön wird seine Politik. Sowie seine Zähne.


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#10
26.06.2014
08:59:08


(-9, 11 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Miguel53de


Also in der Bezirksvertretung habe ich bislang noch keine Anfeindungen erlebt. Weder von der SPD, noch von den GRÜNEN, noch von dem Vertreter der Linken. Mag sein dass das vielleicht noch etwas naiv gedacht ist, aber ich gehe offen und fair in den Ring. Es geht um konstruktive Arbeit im Sinne der Bürger vor Ort. Die Euro-Krise lösen wir nicht in Köln, das ist jedem Kommunalpolitiker klar.


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