Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 28.06.2014           21      Teilen:   |

Diebstahl aus Homophobie

Regenbogenfahnen in Boizenburg und Wismar geklaut

Artikelbild
Am Dienstag gehisst, wehte die Regenbogenfahne nur kurz am Hafen in Boizenburg (Bild: CSD Schwerin e.V.)

Unbekannte ersetzten in der westlichsten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns die Pride-Flagge durch eine Deutschlandfahne auf Halbmast.

Der von CDU-Innenminister Lorenz Caffier ausgelöste Regenbogenfahnen-Streit in Mecklenburg-Vorpommern hat offensichtlich auch den homophoben Mob mobilisiert. Wie der CSD Schwerin e.V. mitteilte, wurden sowohl in Boizenburg als auch in Wismar die anlässlich der CSD-Kulturtage in Westmecklenburg gehissten Pride-Flaggen von Unbekannten gestohlen.

In Boizenburg an der Elbe, der westlichsten Stadt des Bundeslandes, wurde die am vergangenen Dienstag gehisste Regenbogenfahne in der Nacht zum Mittwoch entwendet und durch eine Deutschlandfahne auf Halbmast ersetzt. "Dies zeigt, dass Teile der Bevölkerung noch immer in der Akzeptanz von Vielfalt, von Lesben und Schwulen die absurde Gefahr des Unterganges von Deutschland sehen", kommentierte der LSVD-Landesvorsitzende Sascha Priebe den Vorfall.

In Wismar wurde die am 20. Juni gemeinsam von Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) und Vertretern der lesbisch-schwulen Vereine Westmecklenburgs gehisste Regenbogenfahne ebenfalls von Unbekannten entwendet. Nähere Einzelheiten zum Diebstahl wurden nicht bekannt. Die gestohlene Flagge wurde am Freitag durch eine neue ersetzt.

Fortsetzung nach Anzeige


Den Feldzug gegen Regenbogenfahnen begann der Innenminister

Den vermutlich homophoben Vorfällen im Nordosten der Bundesrepublik ging ein politischer Streit auf Landesebene voraus: Per Erlass hatte es Mecklenburgs-Vorpommers Innenminister Lorenz Caffier (CDU) den Städten und Kommunen verboten, Regenbogen- und andere "Flaggen privater Organisationen" an öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern zu hissen (queer.de berichtete). In seiner Anordnung kurz vor dem CSD Schwerin berief er sich formal auf die Flaggenverordnung.

Während Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Die Linke) den Erlass einfach ignorierte und die bunte Fahne in der vergangenen Woche trotzdem direkt am Rathaus aufzog (queer.de berichtete), hielten sich Boizenburgs Bürgervorsteherin Heidrun Dräger (SPD) und Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) an die Anordnung: Beyer hatte die Fahne an einem Mast auf dem Marktplatz angebracht – in ausreichendem Abstand zum Rathaus. Dräger wiederum hisste die Flagge am Hafen "als farbenfroher Gruß für die Gäste, die die Elbestadt auf dem Wasserweg erreichen", wie das "Hagenower Kreisblatt" schrieb.

Höhepunkt der CSD-Kulturtage in Westmecklenburg ist die Parade am Samstag, den 5. Juli in der Landeshauptstadt Schwerin. Sie startet um 14 Uhr am Südufer des Pfaffenteichs und zieht durch die Innenstadt. Im Anschluss findet ein politisches Straßenfest mit Live-Musik, Reden und Diskussionsrunden statt. (cw)

Links zum Thema:
» Homepage des CSD Schwerin
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 21 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 131             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: boizenburg, schwerin, wismar, mecklenburg-vorpommern, regenbogenfahne
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Regenbogenfahnen in Boizenburg und Wismar geklaut"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
28.06.2014
18:37:27


(+7, 9 Votes)

Von Kokolemle
Aus Herschweiler
Mitglied seit 02.12.2009


Deshalb müssen diese homophoben Arschlochparteien schleunigst abgewählt werden und am besten wie die FDP in der Versenkung verschwinden. UND DAS FÜR IMMER. Sonst bekommen wir niemals Ordung in diesen politischen Saustall in Berlin.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
28.06.2014
19:11:36
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von myystery


Mal ganz nüchtern und logisch gedacht: Caffier ist Hauptverdächtiger.

Zumindest befragen könnte ihn die Polizei schon mal. Naja, wovon träume ich....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
28.06.2014
19:52:03


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Bisschen zurückgeblieben, die Beteiligten was?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
28.06.2014
20:58:57


(+6, 8 Votes)

Von Robin


"Den Feldzug gegen Regenbogenfahnen begann der Innenminister"

Tja, wenn die CDU andauernd Hass sät, sind solche Verbrechen halt die Folge.

Glücklicherweise war es diesmal nur ein Verbrechen mit Sachschaden. Aber immer öfter kommen auch Menschen zu Schaden...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
28.06.2014
20:59:48


(+6, 8 Votes)

Von Yannick


Es wird höchste Zeit, dass solche Delikte, die eindeutig einen Hass-Hintergrund haben, nochmal stärker bestraft werden!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
28.06.2014
21:13:28


(+6, 8 Votes)

Von Peer


Dann muss diese Flagge eben schnellstmöglich ersetzt werden!!

So teuer sind Regenbogen-Flaggen doch nicht! Und wenn man irgendwann mal den oder die Täter schnappt, müssen die neben dem Ersatz auch noch eine Geldbuße an Homo-Projekte spenden....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
28.06.2014
21:27:55


(+5, 7 Votes)

Von Gerrit
Antwort zu Kommentar #4 von Robin


Und die CDU nimmt solche Ausschreitungen und auch Personenschäden nicht nur billigend in Kauf, sondern genau das ist das angestrebte Ziel!

Die wollen wir in Frankreich eine Eskalation, so dass sie dann sagen können "Schaut, was Homo-Rechte für Unfrieden bringen."

Das ist eine ganz perverse Strategie, auf die viele Leute leider reinfallen...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
28.06.2014
21:59:11


(+4, 6 Votes)

Von Carsten AC


Ein Armutszeugnis für Deutschland, wenn freie Rede (in Form von Flaggen) nicht mehr akzeptiert wird...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
28.06.2014
22:25:55


(+10, 12 Votes)

Von ehemaligem User paren57


Eigentlich müsste auch der ganze CSD verboten werden, stellt er doch eine Gefahr für Sicherheit und Ordnung dar. Jeder aufrechte Deutsche muss sich doch in seinem tiefsten Innern ob dieser Unmoral und sittlichen Verwahrlosung provoziert fühlen und kann diesem ganzen perversen Treiben nicht einfach tatenlos zusehen. Der aufrechte deutsch Mann muss da einfach tätig werden. Und hinterher heißt es dann wieder, rechter Schläger hätten Schwule zusammengedroschen. Das muss doch im Vorfeld verhindert werden. Oder denkt der CDU-Innenminister etwa nicht so? Provokateure in Schutzhaft, damit stolze Deutsche stolz marschieren können.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
28.06.2014
22:47:33


(+10, 12 Votes)

Von WM 2014


Nationalismus und Homophobie, Rassismus, Sexismus gehen Hand in Hand.

Siehe auch den Freibrief der FIFA für Schwulenhass, um die Milliardengeschäfte bloß nicht zu stören.

Und Schwule sind anscheinend nicht mehr fähig und/oder willens, ihn zu stören!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 Ort: Boizenburg


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Wahlniederlage für Homo-Hasser Yahya Jammeh Studie: Genitaloperationen an intergeschlechtlichen Kindern weit verbreitet Chef der "Schwedendemokraten" muss aus Homo-Club fliehen Matteo Renzi tritt ab
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt