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Am Sonntag ließ sich Tim Cook (Mitte) beim CSD San Francisco fröhlich im "Apple Pride"-Shirt mit Mitarbeitern ablichten (Bild: Allhaisaul/Instagram)

Im US-Fernsehen war ein Nachrichtenmoderator peinlich berührt, als er aus Versehen den Apple-Chef outete – dabei ist die sexuelle Orientierung Cooks ein offenes Geheimnis.

Tim Cook ist am Freitag in einer Live-Sendung des US-Fernsehsenders CNBC von einem Moderator geoutet worden. In der Wirtschaftsnachrichten-Sendung "Squawk on the Street" fragte Co-Moderator Simon Hobbs bei einem Gespräch über homosexuelle Manager: "Ich denke, Apple-Chef Tim Cook geht offen mit der Tatsache um, dass er schwul ist, oder?" – und sagte schließlich: "Ach du liebe Zeit! War das ein Fehler?"

Sein Mitmoderator wollte Cook zwar noch unterstützen, der Gast Jim Stewart von der "New York Times" erklärte aber schlicht: "Ich will hier niemanden outen".

Die sexuelle Orientierung des Apple-Chef war bereits seit 2011 Thema in der Presse, als er als Nachfolger von Steve Jobs auserkoren wurde, allerdings eher in kleineren Publikationen: So hatte das Klatschmagazin "Gawker" Cook damals als "mächtigsten Schwulen im Silicon Valley" bezeichnet (queer.de berichtete). Das Schwulenmagazin "Out" hatte Cook im gleichen Jahr auf Platz eins des "Power 50 Index" gesetzt, eine Rangliste der mächtigsten Schwulen und Lesben der Welt.

Direktlink | Gerade hat die CNBC-Runde noch fröhlich über den offen schwulen Ex-BP-Chef John Browne gesprochen, dann wird es nach dem "Outing" erst einmal ruhig...

Soll man berichten oder nicht?

"Reuters"-Wirtschaftsjournalist Felix Salmon rief bereits vor drei Jahren die Mainstream-Medien auf, über die sexuelle Orientierung von Cook zu berichten ("Don't ignore Tim Cook's Sexuality"). Cook könne als Vorbild agieren, weil er ein "extrem intelligenter und nicht weiblich agierender Mann ist, der zeigt, dass Schwulsein kein Hindernis auf dem Weg nach Oben" sei. Die sexuelle Orientierung zu ignorieren sei dagegen ein Relikt aus alten Zeiten, in denen die gesellschaftliche Homophobie ein Coming-out unmöglich machte. Allerdings folgten CNN und Co. diesem Aufruf nicht.

Cook hat den Kurs von Apple als einer der LGBT-freundlichsten Firmen in den USA beibehalten. Im Corporate Equality Index der LGBT-Gruppe Human Rights Campaign erhält die Firma seit Jahren die Wertung "100 Prozent". Am Sonntag, zwei Tage nach dem "Outing", besuchte Cook sogar als einziger CEO eines großen Unternehmens den CSD in San Francisco und ließ sich dort mit begeisterten Apple-Mitarbeitern fotografieren. (dk)



#1 goddamn liberalAnonym
#2 FinnAnonym
  • 30.06.2014, 18:38h
  • "Cook hat den Kurs von Apple als einer der LGBT-freundlichsten Firmen in den USA beibehalten."

    Und wieso zensiert Apple dann regelmäßig entsprechende Apps, etc.?

    Z.B. wurde mal eine App der AIDS-Hilfe aus dem App-Store entfernt, weil sie erklärt, wie man ein Kondom richtig benutzt! Das Geld, was in die Entwicklung geflossen ist, war vergeudet - damit hätte man viel anderes machen können.

    Umgekehrt bleiben Apps evangelikaler Vereine, wo diese z.B. Homo-Heilung propagieren, im App-Store.
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#3 sperlingAnonym
  • 30.06.2014, 19:01h
  • >"Cook könne als Vorbild agieren, weil er ein "extrem intelligenter und nicht weiblich agierender Mann ist, der zeigt, dass Schwulsein kein Hindernis auf dem Weg nach Oben" "

    diese idiotische angst vor vermeintlicher weiblichkeit hat ja oft wirklich groteske züge. könnte jemand, der intelligent und erfolgreich ist, aber "weiblich" agiert, also KEIN vorbild sein? brauchen nur "butche" schwule vorbilder? oder brauchen etwa die "weiblich" agierenden schwulen "butche" schwule als vorbilder?

    das alles ergibt so oder so keinen sinn. es sei denn, man akzeptiert die annahme als eine tatsache, dass "weiblichkeit" einen mann zu einem minderwertigen menschen mache. und wie sollte man eine solche annahme nennen? richtig: unverhohlenen, dummen, menschenverachtenden sexismus!
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#4 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 30.06.2014, 20:58h
  • Sicher nicht gut, aber bestimmt nur eine "Verzweiflungstat" eines einzelnen Mitarbeiters. Es sind eben viele nicht auf LGBT-Linie. Warum soll er keine andere Meinung haben. Meinungsfreiheit ist doch gut. Jemanden seine Meinung aufzwingen, nur weil man meint, man ist der Messias, warum? Im Kommunismus ist das so. Aber Apple, Google MS und wie sie alle heißen, sind sicher überwiegend "schwulenfreundlich". Davon bin ich überzeugt.
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#5 DavidJacobEhemaliges Profil
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 Martin28a
  • 01.07.2014, 18:07h

  • Es geht um ein Unternehmen, man darf nicht den Fehler machen, dass Privatleben des CEO gleichzusetzen mit der Firma Apple, dass eine hat mit dem anderen nichts zu tun, da ein Unternehmen den Gesetzen und seinen Aktionären verpflichtet ist.
    Cook hat ein Recht auf sein Privatleben und ein Hetero CEO wird ja auch nicht geoutet und mit seinen Freundinnen gezeigt
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#8 TheDadProfil
  • 01.07.2014, 18:36hHannover
  • Antwort auf #7 von Martin28a
  • ""und ein Hetero CEO wird ja auch nicht geoutet und mit seinen Freundinnen gezeigt""..

    Und Du kannst nun sicher auch Dutzende Fälle benennen wo das nicht der Fall war ?

    Die PR-Maschinerie läuft munter mit wenn Leute wie Ex-Telekom-Chef Ron Sommer dem Stern ein rühriges Interview gibt :
    Stern :
    ""Was haben Sie in den vergangenen 20 Monaten gemacht?
    Sommer :
    Also, ich habe mich nicht aufs Pensionärsdasein vorbereitet, wenn Sie das meinen.
    Dazu fühle ich mich zu jung. Meine Batterien sind gut geladen.
    In den ersten Monaten habe ich mich vor allem gefreut, mehr Zeit für meine Familie zu haben.

    Stern :
    Ihre Frau und Ihre zwei Söhne waren das gar nicht mehr gewohnt.
    (Diese Frage war nicht einmal als Frage gestellt, sondern ein Statement des Interviewers, deshalb ohne Fragzeichen !)
    Sommer :
    Die hatten sogar ein bisschen Angst davor.
    Mein jüngster Sohn hat gesagt: Was machen wir mit dem Papa den ganzen Tag zu Hause?""..

    Was machen eigentlich ganz durchschnittliche arbeitslos gewordene LGBTTIQ`s ohne diesen Rückhalt durch die liebe Frau und die 2 Söhne ?
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#9 Oliver43Anonym
  • 02.07.2014, 11:28h
  • Längst bekannt...

    Tim Cook war bereits vorletztes Jahr unter den bedeutendsten LGBT Prominenten in der Zeitschrift "Out".
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#10 jhgkAnonym
  • 02.07.2014, 21:21h
  • Interessiert mich nicht! Er hat niemals das Leid, eines Schwulen vom Land oder von normal bürgerlichen Verhältnissen aushalten müssen. Wer so lange ,nur wegen des Geld schweigt ,leidet nicht wirklich.Insgeheim hat er doch gehofft, dass er nicht geoutet wird, weil er so mehr Geld erzielt. Jetzt wo alle wissen ,dass schwul ist,werden viele alternativ Marken kaufen. Er hat sich gedacht,manchmal ist es besser ruhig zu sein. Hat er ja auch recht,aber das als heldentat zu feiern,dass er geoutet wurde,ist dann auch Quark. Ich kenne auch jmd. der Einzelunternehmer ist. Was wäre,wenn der sich outen würde oder groß die Regenbogen-Flagge als Symbol einblenden würde auf seinem Ebay-Shop oder Alltagsartikel und Artikel für gays verkaufen würde?Er hätte sicherlich ein paar Kunden weniger, wegen den Artikeln für Schwule .Leider!
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