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  • 01.07.2014           67      Teilen:   |

Aufforderung an Kirchen

Elton John: Jesus wäre für die Ehe-Öffnung

Artikelbild
Elton John philosophiert wieder mal über Jesus Christus (Bild: David Shankbone / flickr / cc by 2.0)

Der britische Sänger appelliert an die Kirchen, auch gleichgeschlechtliche Ehen zu akzeptieren – und beruft sich dabei auf niemand geringeren als den Gottessohn persönlich.

Elton John hat am Sonntag in einem Interview mit dem britischen Nachrichtensender "Sky News" erklärt, dass der biblische Jesus für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht eingetreten wäre. Die biblische Figur würde auch verheiratete homosexuelle Pfarrer akzeptieren: "Wenn Jesus Christus heute leben würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass er [die Gleichbehandlung] für unmöglich hält, wenn man sieht, was für ein christlicher und großer Mensch er war", sagte John in einer Sendung, die zum Londoner CSD-Wochenende am Sonntag ausgestrahlt wurde. "[Jesus] bestand nur aus Liebe und Mitgefühl und Vergebung und hat versucht, die Menschen zusammen zu bringen", so der 67-Jährige. Er wünsche sich, dass die Kirche sich mehr daran orientiere.

Zwar teilen die großen Amtskirchen derartige Ansichten gegenwärtig nicht, allerdings lobte John, dass sich insbesondere in der katholischen Kirche in den letzten Jahren viel bewegt habe. Besonders Franziskus hat es dem Sänger angetan: "Der neue Papst hat mich sehr begeistert wegen seiner Menschlichkeit", so John. "Bei ihm geht alles um Liebe und darum, alle mitzunehmen. Das muss auch in der Church of England gefördert werden". In der britischen anglikanischen Kirche gibt es wegen der Ehe-Öffnung in England und Wales derzeit Auseinandersetzungen, da die Kirchenführung gleichgeschlechtliche Hochzeiten immer noch ablehnt – und homosexuellen Pfarrer, die trotzdem heiraten wollen, mit der Entlassung droht.

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Jesus ein "superintelligenter Schwuler"?

Bereits in der Vergangenheit hatte John gerne Jesus-Vergleiche angeführt. Zu Kontroversen führte seine Aussage im Jahr 2010, dass der Gottessohn aus dem Neuen Testament ein "mitfühlender, superintelligenter Schwuler" sei (queer.de berichtete). Das führte dazu, dass der britische Sänger in Ägypten ein Auftrittsverbot erhielt, weil Jesus auch eine Figur im Koran ist (queer.de berichtete).

Im "Sky News"-Interview erklärte John auch, dass er sich in Russland für LGBT-Rechte einsetzen wolle: "Ich gehe im November nach Russland und werde versuchen, Putin zu treffen, um mit ihm zu reden. Ich weiß nicht, ob das was bringt".

Außerdem sagte der Sänger, dass er seinen Partner David Furnish im kommenden Jahr ohne großes Brimborium heiraten werde. Alles werde "sehr ruhig und spontan ablaufen". Denn: "Unsere große Party hatten wir bereits, als wir unsere Lebenspartnerschaft eintragen ließen". Furnish und John hatten sich kurz vor Weihnachten 2005 in London das Ja-Wort gegeben. (dk)

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Tags: elton john, bibel, katholische kirche, anglikaner, großbritannien
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Reaktionen zu "Elton John: Jesus wäre für die Ehe-Öffnung"


 67 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
01.07.2014
13:03:59
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von Linu86
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 20.09.2008


Aha, und das ist also der Grund, warum man für gleichgeschlechtliche Ehen sein sollte!? Nicht etwa weil es hier um Grundrechte geht, sondern weil irgendeine religiöse Autoritätsfigur das auch so gesehen hätte?!

Jesus wäre also dafür gewesen? Who gives a shit!!


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#2
01.07.2014
13:19:21


(0, 10 Votes)

Von Thorin


Jesus wäre dafür gewesen, dass Elton John mal die Klappe hält und nicht so einen Bullshit von sich gibt.


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#3
01.07.2014
13:31:21


(+8, 10 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #1 von Linu86


das sehe ich auch so. wer allen ernstes die meinung unterstützt, für unsere heutige gesetzgebung sollten wilde spekulationen darüber eine rolle spielen, was ein populärer wanderprediger der antike möglicherweise gedacht haben könnte (hätte er gar nicht in der antike gelebt, sondern heute, und wäre er auch noch der gewesen, als den man ihn sich in seinen subjektiven träumen gerne zusammenphantasiert) - der muss sich nicht wundern, wenn dieser gedankenlos hingeschleuderte bumerang ihm irgendwann an den kopf knallt.

innerhalb einer ideologie, die unhinterfragbare autoritäten (gott, jesus, bibel, papst) zur grundlage ethischer und sogar politischer haltungen macht, gibt es keine emanzipation. eine solche argumentation ist sogar im gegenteil durch und durch anti-emanzipatorisch.

es gibt REALE argumente für die gleichberechtigung aller menschen, und auf die sollten wir uns hier berufen.

aber wenn wir schon dabei sind, über die meinungen von popstars zu reden:

>"I dont want to be married. Im very happy with a civil partnership. If gay people want to get married, or get together, they should have a civil partnership. The word marriage, I think, puts a lot of people off. You get the same equal rights that we do when we have a civil partnership. Heterosexual people get married. We can have civil partnerships."
- elton john, 2008

john war damals einer derjenigen schwulen, die so gern von den gegner_innen unserer rechte zitiert wurden, wenn es hieß: "ich kenne einige schwule, die sagen selber...."

an sich ist es ja nicht unerfreulich, wenn sich menschen wie john für gleiche rechte aussprechen. ich habe aber nicht vergessen, dass er mit diesem statement noch vor wenigen jahren das hehre ziel, für das er heute zu brennen vorgibt, ohne jede not öffentlich torpediert hat.


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#4
01.07.2014
13:43:30


(-9, 13 Votes)

Von niccinicci


prima Einstellung, die auch alle meiner gläubigen schwulen freunde haben. mit welcher Arroganz hier einige Atheisten kommentieren, bringt mich nur zum schmunzeln. wie dumm und engstirnig. Respekt vor glauben und anderen Einstellungen sucht man hier am meisten.
mit seinem besuch bei putin ist elton John aber sehr naiv. ob der ihn überhaupt empfangen wird? auf alle fälle hat dieser künstler mehr für die schwule Emanzipation getan wie die meisten schwulen, die in ihrer kleinen engen welt leben und kaum über den tellerrand hinausschauen.


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#5
01.07.2014
13:56:32


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User Jane_


Wenn die Kirchen die Worte Jesu wirklich ernstnehmen würden, müssten sie sich ganz entschieden für die volle Gleichberechtigung homosexueller Menschen einsetzen. Diese Meinung teile ich mit Elton John.


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#6
01.07.2014
14:40:09


(+5, 15 Votes)

Von splattergay


Das typische Argument eines Egomanen. Da er ja die Ehe eingehen will, muss Jesus natürlich begeistert sein.

Wer die Zustimmung eines seit 2000 Jahren Toten braucht, ist potentiell Nekrophil.


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#7
01.07.2014
15:47:24


(+9, 9 Votes)

Von Reto77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wir LSBTTIQ-Menschen sollten vorsichtig sein, wenn wir die Bibel zu unseren Gunsten auslegen wollen. Vielmehr sollten wir dafür eintreten, die Gedankenwelt von Leuten hinter uns lassen, die seit zwei- bis dreitausend Jahren tot sind. Besser ist es, mit der modernen Wissenschaft und mit den Menschenrechten zu argumentieren, wenn wir für unsere Gleichberechtigung kämpfen.


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#8
01.07.2014
16:01:09


(-9, 11 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #2 von Thorin


Jesus hätte eher Norbert Geis und Konsorten und Volker Beck den Mund verboten!


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#9
01.07.2014
16:45:10


(+5, 7 Votes)

Von FuZZZyness
Antwort zu Kommentar #8 von FoXXXyness


sind die beiden getauft?


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#10
01.07.2014
16:48:08


(-5, 9 Votes)

Von maaartin
Antwort zu Kommentar #1 von Linu86


er will damit die kirchen überzeugen. und man überzeugt menschen eher weniger wenn man ihnen irgendwas sagt wie "ihr klerikalfaschistischen kackfressen habt die menschheit und homos im besonderen jahrtausende unterdrückt und ausgenutzt, fallt sofort um und verfault bei lebendigem leibe."
oder wie versucht du leute von etwas zu überzeugen?


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