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Links die iranische Version, rechts die amerikanische: Aus dem ausgeflippten Cameron macht das Staatsfernsehen der Mullahs eine Durchschnittsfrau aus dem Iran, die natürlich brav mit einem guten Mann verheiratet ist

Der Iran versucht sich an seiner Version von "Modern Family", die aber weit weniger modern rüberkommt.

Die preisgekrönte Mockumentary "Modern Family" zeigt, wie neue Familien in den Vereinigten Staaten von Amerika aussehen. Unter anderem kann man auch das schwule Paar Mitch und Cameron (Jesse Tyler Ferguson und Eric Stonestreet) bewundern, das gemeinsam ein Mädchen aus Vietnam adoptiert. Eigentlich wäre eine Fernsehsendung mit derartigen Themen nichts für die Islamische Republik Iran, denn immerhin steht im Gottesstaat derzeit die Todesstrafe auf homosexuelle Handlungen unter Männern.

Dennoch drehte das staatliche iranische Fernsehen eine heimische Kopie "Haft Sang", die sich teilweise Bild für Bild an der US-Version orientiert. Allerdings handelt es nicht um eine 100-prozentige Kopie, denn alle modernen Teile der Serie sind entfernt worden. Und das hört nicht bei der Innenausstattung auf, sondern sogar die Geschlechter der Figuren werden angepasst: So wird aus dem fröhlich-schwulen Cameron eine stinknormale verheiratete Frau.

Hier ist der direkte Vergleich:

"Haft Sang", das nach einem im Nahen Osten beliebten Ballspiel benannt ist, passt ein paar weitere kleinere Details an lokale Gepflogenheiten an. So dürfen im Iran ein Mann und eine Frau – sofern sie nicht verheiratet sind – nie alleine in einem Raum sein. Auch Hinweise auf vorehelichen Sex von "Modern Family" sind ebenfalls entfernt worden.

Die Kopie fiel zuerst iranischen Fans von "Modern Family" auf, die die US-Serie illegal im Internet heruntergeladen hatten. Einer von ihnen stellte daraufhin das Vergleichsvideo online. (dk)



#1 ThorinAnonym
  • 02.07.2014, 13:13h
  • "So dürfen im Iran ein Mann und eine Frau sofern sie nicht verheiratet sind nie alleine in einem Raum sein."

    Ja, in der Theorie, aber in der Praxis wird das im Iran ignoriert. Genauso wie Alkohol und Marihuana, dass kann problemlos unter der Ladentheke bekommen. Selbst wenn man erwischt wird kann man die Polizei in der Regel bestechen, sodass man davon kommt. Ich war selbst schon mal im Iran und würde schätzen dass etwa 95% der Menschen dort ihre Regierung und Staatsform hassen und die Mullah am liebsten aufknüpfen würden. Man sollte nicht alles glauben was in unseren Lügenmedien über den Iran verbreitet wird.
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#2 UssauranAnonym
  • 02.07.2014, 13:35h
  • Antwort auf #1 von Thorin

  • Wenn es wirklich 95% wären, gäbe es bereits einen Bürgerkrieg der das Regime zu stürzen versuchte.

    Ich glaube das Volk ist noch nicht bereit, jedenfalls gibt es noch zu viele die an die Regierung und die Sharia glauben und viele extrem religiöse Menschen.
    Es ist gut, dass es immer mehr fortschrittliche Menschen im Iran gibt...aber es sind noch zu wenige.

    Warum Lügenmärchen unserer westlichen Medien? Das auch unsere westlichen Medien nicht immer alles so darstellen wie es ist, ist leider wahr.
    Aber manche Sachen sind Fakt.
    Z.B. dass das iranische Fernsehen keine Schwulen zeigt...noch weniger als bei uns. Und das Homosexuelle dort weniger frei leben können als hier, ist auch keine Lüge.
    Die USA war/ ist, wie jeder weiß, prüde, der Iran ist, wie jeder weiß, noch wesentlich prüder.

    Ich verstehe nicht, warum man keinen kritischen Bericht über den Iran oder andere islamisch geprägte Länder bringen kann, ohne das in den Kommentaren wieder relativiert wird.
    Wenn Berichte über Fehler der Kirche, der deutschen Politik oder der westlichen Medien erscheinen, ist es gut dass das bei queer.de aufgegriffen wird, was ja auch nicht selten der Fall ist.
    Aber warum kann man nicht genauso über negative Tatsachen- Erscheinungen aus Ländern wie dem Iran berichten, ohne das als Angriff zu sehen?
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#3 ThorinAnonym
  • 02.07.2014, 14:01h
  • Antwort auf #2 von Ussauran
  • "Wenn es wirklich 95% wären, gäbe es bereits einen Bürgerkrieg der das Regime zu stürzen versuchte."

    Hat man schon versucht, das schlug aber fehl und das Regime konnte seine Macht festigen.

    de.wikipedia.org/wiki/Proteste_nach_den_iranischen_Pr%C3%A4s
    identschaftswahlen_2009


    "Aber manche Sachen sind Fakt. Z.B. dass das iranische Fernsehen keine Schwulen zeigt...noch weniger als bei uns."

    Niemand im Iran schaut eigentlich das Staatsfernsehen. Fast jeder hat Satelitenschüsseln auf dem Dach und schaut iranische Sender aus dem Ausland.

    "Und das Homosexuelle dort weniger frei leben können als hier, ist auch keine Lüge. "

    Die Länder wo man als Schwuler frei leben kann, kannst du an der Hand anzünden. Iran braucht eine andere Staatsform, dann ändert sich auch das.

    "Ich verstehe nicht, warum man keinen kritischen Bericht über den Iran oder andere islamisch geprägte Länder bringen kann, ohne das in den Kommentaren wieder relativiert wird."

    Weil diese "Kritik" eher Manipulation ist, teilweise sogar Hetze, und die Menschen beeinflußen soll. Das sieht man ja auch am Beispiel über die Ukraine, wo man die Menschen regelrecht gegen Russen Aufgehetzt hat unter dem Deckmantel der Kritik und die Nazis, die jetzt dort regieren, als Freiheitskämpfer hochstilisiert hat. Das gibt die ARD sogar zu

    www.youtube.com/watch?v=wZ3UlY1uvFY

    "Aber warum kann man nicht genauso über negative Tatsachen- Erscheinungen aus Ländern wie dem Iran berichten, ohne das als Angriff zu sehen?"

    Weil es einfach unfair ist wenn andauernd NUR negativ über ein Land berichtet wird und keine Gegenargumente zugelassen werden. Die einfachen Menschen im Iran sind extrem nett und freundlich (sicherlich über 90%), aber sowas wird wieder weggelassen und statt dessen irgendwelche gruselig aussehende Mullahs gezeigt.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 m123Anonym
  • 02.07.2014, 18:11h
  • Iran plant auch bereits "Queer as Folk" im Fernsehen zu senden - ohne Homosexuelle.
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#8 LuckeAnonym
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil