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Wegen Auftritt beim CSD

Demi Lovato erzürnt Putins Russland


Demi Lovato und ihre Backgroundtänzer heizen beim CSD in New York ein

In Russland wird ein Auftrittsverbot der US-Sängerin gefordert, weil sie mit kreativen Mitteln gegen die Homo-Politik Putins protestierte.

In sozialen Netzwerken in Russland wird der Auftritt von Demi Lovato beim CSD in New York City vom vergangenen Sonntag heftig kritisiert. Unter dem Hashtag #DemiHurtsRussianLovatics ("Lovatics" ist der Name von fanatischen Anhängern der Sängerin) kritisierten tausende Fans die "respektlosen" und "inakzeptablen" Aktionen der 21-Jährigen. Stein des Anstoßes waren zwei männliche Background-Tänzer, die sich auf der Bühne küssten. Einer der beiden war nackt und bedeckte seine Genitalien nur mit einem Foto Präsident Putins.

Auch unter #StayStrongPutin erklärten viele LGBT-feindliche Russen, dass sie von der Sängerin enttäuscht seien. Viele forderten sogar ein Auftrittsverbot in Russland, da sie "Propaganda" für Homosexuelle betreibe. Auch im russischen Facebook-Klon "Vkontakte" war die Empörung groß. Es gab nur wenige unterstützende Mitteilungen für die Amerikanerin.

"Mein Jesus liebt alle"

Zu der Empörung beigetragen dürfte auch das Musikvideo zu Lovatos Song "Really Don't Care", das vergangene Woche veröffentlicht worden war. Dort werden Szenen gezeigt, die auf dem CSD in Los Angeles Anfang Juni aufgenommen wurden. Lovato war Schirmfrau des Events. In dem Lied wirbt die Sängerin für Toleranz. Am Anfang des Videos wird Lovato auf einer Bühne gezeigt, als sie sagt: "Du musst nicht hassen, weil mein Jesus alle liebt".

Die Sängerin hat bereits via Twitter auf die Kritik reagiert. Sie wandte sich gegen Vorwürfe, dass sie Wladimir Putin unflätig beschimpft habe: "Ich haben niemanden ein Stück Scheiße genannt. Aber ich habe Putin in einem Regenbogen-Tanga auftreten lassen. Checkt eure Fakten, Bitches!"

Lovato, die auch als Schauspielerin in Gastrollen bei Serien wie "Prison Break", "Grey's Anatomy" oder in "Glee" mitspielte, veröffentlichte vier erfolgreiche Alben, die es alle in die Top-4 der US-Charts schafften. "Here We Go Again" erreichte sogar Platz eins der Charts. Die gläubige Christin setzt sich bereits seit längerem für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ein. Im vergangenen Monat erzählte sie erstmals stolz über ihren inzwischen verstorbenen Großvater, der mutig genug gewesen sei, sich in den 1960er Jahren als schwul zu outen. Er habe ihr die Inspiration gegeben, sich für die Gleichstellung zu engagieren. (dk)



#1 KurtAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.07.2014, 17:13h
  • Eine mutige und tolle Frau! Wann kommt sie mit der Knutschnummer nach Good Old Germany?
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#3 HeinerAnonym
#4 Mr KlausAnonym
#5 joerg NeubauerAnonym
  • 05.07.2014, 18:24h
  • Putin geschminkt als Transvestit oder Tunte - Putin auf Männerunterwäsche. Ich frage mich, ob man Homophobie tatsächlich bekämpft, wenn die Gegner mit solchen Bildern lächerlich gemacht oder herabgesetzt werden sollen. Denn leider sind es genau die Bilder, mit denen Schwule selbst diffamiert werden. Im Reigen fehlt noch ein Putin, der von einem Mann in den Arsch gefickt wird. Sicher gut gemeint - aber leider voll dumm und daneben.
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#6 Mr KlausAnonym
#7 joerg neubauerAnonym
  • 11.07.2014, 10:36h
  • @Mr. Klaus: Genau. Vor über 40 Jahren - da war der Gebrauch des negativ konnotierten Wortes "schwul" tatsächlich provokativ, richtig und wichtig. Ist aber wohl kein Naturgesetz, sonst hätten sich andere Schwule andernorts nicht als "gay" bezeichnet. Und warum ist das Wort "queer" populär geworden? Tja, die Frage der Kreativität ist tatsächlich berechtigt. Die Übernahme und Bestätigung diskriminierender Stereotype von der "Mehrheit" ist kein Automatismus.
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