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  • 04.07.2014           32      Teilen:   |

USA

Mehr Sex-Vorwürfe gegen homofeindlichen Erzbischof

Artikelbild
Versuchte Erzbischof John Nienstedt mit extremer Homophobie von seinem eigenen Leben abzulenken?

Er leitet den Kampf der amerikanischen Katholiken gegen Homo-Rechte – doch nun gerät John Nienstedt selbst ins Fadenkreuz.

Die katholische Kirche ermittelt nach einem Bericht des christlichen Laienmagazins "Commonweal" gegen den US-amerikanischen Erzbischof John Nienstedt, weil der 67-Jährige in mehreren Fällen "unangemessenen sexuellen Kontakt mit Seminaristen, Priestern und anderen Männern" gehabt haben soll. Der Geistliche streitet in einer Stellungnahme jedoch alle Vorwürfe ab und behauptet, sie seien die Rache für seine kompromisslose Haltung gegen LGBT-Rechte. Nienstedt gilt als der homofeindlichste Bischof in den USA und kämpft seit Jahren gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Sexverdacht gegen den Erzbischof besteht: Im Dezember 2013 wurde er beschuldigt, einen minderjährigen Jungen unsittlich berührt zu haben (queer.de berichtete). Allerdings führten die Vorwürfe nicht zu einer Anklageerhebung. Die Polizei erklärte im März, es gebe nicht genügend Anhaltspunkte, ein Gerichtsverfahren zu eröffnen.

Im aktuellen Fall soll es sich um Sex mit erwachsenen Männern gehandelt haben, heißt es in den Berichten. Der Bischof soll auch Priester mit Strafen belegt haben, wenn sie seine sexuellen Annäherungsversuche nicht duldeten.

Erst im vergangenen Jahr wurde Nienstedt beschuldigt, sexuellen Missbrauch durch Priester verschleiern zu wollen. Ein Whistleblower, der in der Erzdiözese gearbeitet hatte, hat im Oktober 2013 geheime Kirchendokumente veröffentlicht, die den Erzbischof belasten. So soll Nienstedt beispielsweise nichts unternommen habe, nachdem bei einem Priester Kinderpornografie gefunden worden war.

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Nienstedt: Der Teufel hat die Homo-Ehe gemacht

In den USA bekannt und berüchtigt wurde Nienstedt aber insbesondere durch seinen Kampf gegen Homosexuelle. Eine seiner ersten Amtshandlungen nach seiner Ernennung zum Bischof war 2008 der Verbot eines CSD-Gottesdienstes. Homosexualität bezeichnete er als "Ergebnis eines psychologisches Traumas". Ansonsten kämpfte er insbesondere gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht: 2012 verglich er die Homo-Ehe sogar mit Mord (queer.de berichtete). Letztes Jahr beschuldigte er den Teufel, die Homo-Ehe erfunden zu haben (queer.de berichtete).

Nienstedt nutzt der Geld der Kirche auch für einen politischen Kampf gegen Homo-Rechte: So investierte der Erzbischof vor zwei Jahren einen sechsstelligen Betrag, um für einen Volksentscheid in Minnesota zu werben, der das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Regionalverfassung verankern sollte. Die Homo-Gegner unterlagen im November 2012 jedoch knapp mit 47,4 Prozent der Stimmen. Gegen Nienstedts erbitterten Widerstand öffnete das Parlament von Minnesota wenige Monate später die Ehe (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: katholische kirche, john nienstedt, usa, missbrauch
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Reaktionen zu "Mehr Sex-Vorwürfe gegen homofeindlichen Erzbischof"


 32 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
04.07.2014
13:34:22


(+15, 15 Votes)

Von Roman Bolliger


Erstaunt uns das noch? Kaum!
Die zur Katholischen Kirche gehörende systemische Heuchelei und Bigotterie ist nun wirklich mittlerweile Allgemeinwissen. Je lauter und schriller ein katholischer Würdenträger gegen Homosexualität zetert, umso verdächtiger macht er sich als Vertuscher eigener Homosexualität oder (was nicht dasselbe ist) gar Pädophilie (heterosexuell und homosexuell).

Ich, seit Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten, hab Nichts dagegen, wenn die öffentliche Katholische Selbstdemontage durch Päpste, Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe, subalternes Personal und hirnlose Schäfchen (Religion ist wirklich wie Opium) weitergeführt wird.


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#2
04.07.2014
13:44:53
Via Handy


(+15, 15 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Letztes Jahr beschuldigte er den Teufel, die Homo-Ehe erfunden zu haben"

Immer dasselbe mit diesen Religioten! Wer freiwillig angeblich "zölibatär" lebt will immer was verstecken!

Selber Jugendliche missbrauchen, Kindsmissbrauch decken, gegen Schwule und Lesben hetzen:

Der einzige Satan den ich hier sehe ist er selber: wahrlich ein teuflischer, perverser zutiefst verlogener "Mensch"!


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#3
04.07.2014
13:54:34


(+3, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mal sehen, welcher Soutanenträger eigentlich noch aus dem Schoß der KATHOLISCHEN KIRCHE kommt und noch sonst Leichen im Keller hat!


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#4
04.07.2014
13:56:42


(+5, 9 Votes)

Von KiKa
Antwort zu Kommentar #1 von Roman Bolliger


Es ist eine Generationenfrage - das Erstaunen.

Heute in der Presse mit großen Huchs und Achs:

Ermittlungen des Generalbundesanwalts
BND-Mitarbeiter soll für die USA spioniert haben

Link zu www.spiegel.de

Pränatal

Die Organisation Gehlen war ein im Juni 1946 von US-amerikanischen Besatzungsbehörden in der Amerikanische Besatzungszone aus deutschem Personal, bestehend aus Resten der 12. Abteilung des Generalstabs des Heeres, der Abteilung Fremde Heere Ost, gebildeter Nachrichtendienst. Sie war die Vorläuferorganisation des Bundesnachrichtendienstes (BND).

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Organisation_Gehlen


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#5
04.07.2014
14:02:47


(+8, 10 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


Der Mann ist Funktionär auf Führungsebene in der verbrecherischsten und mörderischsten kriminellen Vereinigung der gesamten menschlichen Geschichte. Grausamkeit und Homophobie ist bei solchen Monstern nur eine unter vielen ekelerregenden Eigenschaften. Unerträglich ist der Gedanke, dass die blutgierigen Klerikalfaschisten für all das von ihnen produzierte Elend alleine nur aus unseren Steuern jährlich an die 20 Milliarden (!) Euro in die ehedem schon vor Zahngold überquellenden Taschen gestopft bekommen.
Dieses Geld finanziert u.a. auch Kampagnen für die neuen Vernichtungsgesetze in Afrika und deren Akzeptanz bei der UNO, oder die massive Lobbyarbeit, die benötigt wird um den rituellen Kannibalen ihren Einfluss in Schulen, Universitäten und öffentlichen Rundfunk zu sichern.


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#6
04.07.2014
14:09:39


(+1, 5 Votes)

Von CARE
Antwort zu Kommentar #4 von KiKa


Finde ich gut, dass sich der Kleine ganz ohne Verfassungsmütter und -väter so prächtig entwickelt hat .
Die Amerikaner hatten schon immer ein Herz für Kinder.


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#7
04.07.2014
14:10:31


(-1, 13 Votes)

Von Esimel


langsam geht mir das auf die nerven, die herangehensweise der medien. womit ich mich nicht auf queer.de beziehe, eher allgemein gefasst auf die darstellung von geschehnissen.

man sollte meinen, ältere jugendliche und junge erwachsene unterscheiden sich was den eigenen willen betrifft nun nicht soo sehr voneinander.

anders die beurteilung in den medien, die zu merkwürdigen schlüssen kommt, u.a. dass man das ranmachen an den 16 oder 17 jährigen messdiener als kindesmissbrauch einstuft und das ranmachen an den 19 jährigen jungpriesterseminaristen als schwule handlung.

die fälle der rkk die unter kindesmissbrauchsfälle laufen, reichen nämlich vom 8 jährigen knaben/ mädchen bis zum 17 jährigen jugendlichen.
auf der anderen seite gibt es die fälle, in denen sich priester als heimlich schwule entpuppen die sich an junge, aber erwachsene priester, seminaristen etc heranmachen.

der priester der einen 17 jährigen betatscht ist also pädophil und der sich an den 19 jährigen ranmacht schwul?

das wir danach in unserer gesellschaft zwischen gut ( schwul/ hetero) und böse ( pädophil) beurteilen, zeigt wie pauschal wir mit einteilungen und bewertungen bezüglich sexueller orientierungen umgehen.

um was es gehen muss ist die frage der einvernehmlichkeit, abhängigkeit.
ein kind ist immer abhäbgig, ein jugendlicher bedingt und ein erwachsener unter manchen umständen auch.

mir ist ein ephebophiler schwuler der eine envernehmliche beziehung mit einem 17 jährigen jungen hat, zu dem er nicht in einem abhängigkeitsverhältnis steht, lieber, als ein bigotter, sich selbst verleugnender schwuler, der gegen schwule hetzt und sich heimlich an zu ihm im abhängigkeitsverhälnis stehende junge erwachsene heranmacht.

nun scheint es in diesem fall jemanden zu treffen, der sich, stimmen die vorwürfe, an jungs und männer verschiedener altersklassen ranmacht...einer, der alles mitnimmt, einer der dazu homophob und bigott ist.
ein schwules arschloch. kein pädophiles.
ja, auch das gibt es.


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#8
04.07.2014
16:31:17


(+10, 10 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012
Antwort zu Kommentar #7 von Esimel


Hier gibt es nichts zu relativieren. Dieser Hetzer im Bischofsornat ist einer der übelsten Heuchler, die die RKK aktuell zu bieten hat, vielleicht noch gleichzusetzen mit dem Bischof von Pittsburgh.

Ob nun ein Priester sich an kleine Jungs heranmacht, Seminaristen und junge Priester angräbt oder ein Verhältnis hat mit einem gleichaltrigen Mann, es ist angewandte Heuchelei.

Und zwar widerwärtigsten Grades, grad in diesem Fall. Dieser Pfaffe - wenn sich die ja anscheinend sehr detaillierten Vorwürfe bewahrheiten - gehört mit Prügeln aus der Stadt getrieben.

Aber vermutlich wird er dann mit einer anderen Aufgabe in der Weltkirche betraut, vielleicht ja in Limburg?

Da würde sich ja selbst der Satan (so es ihn gäbe) mit Ekel abwenden bzw. seinen Stuhl für ihn freimachen.


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#9
04.07.2014
17:09:19


(+7, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Esimel


""ein schwules arschloch. kein pädophiles.
ja, auch das gibt es.""..

Sehr treffend beschrieben..

Die mangelhafte Fähigkeit vieler einen Unterschied zwischen Kindern und Jugendlichen zu sehen, oder zwischen Einvernahme und Vergewaltigung, ist immer wieder mehr als offensichtlich..

Aber ""es trifft"" hier niemanden..

Im Artikel steht etwas unzureichend formuliert :
""in mehreren Fällen "unangemessenen sexuellen Kontakt mit Seminaristen, Priestern und anderen Männern" gehabt haben soll.""..

Als Bischof im Zölibat lebend ist JEDER sexueller Kontakt zu jedem anderem Menschen "unangemessen", und dies zumal sich dieser Herr ganz offensichtlich anmaßt ein Urteil über die Lebensweise anderer Menschen bilden zu können und zu dürfen..

Wäre der Mann "nur" ein einfacher Lehrer an einer HIgh-School, er stünde längst auf der Liste der Sexualstraftäter, weil er sich an seine Schüler herangemacht haben soll..

Der Aufreger der Woche ist das natürlich nicht, aber die ständige Doppelmoral, anderen Menschen vorschreiben zu wollen wie sie zu leben haben, und selber diesen Standards nicht gerecht werden zu wollen oder zu können, macht es zu einem Aufreger..


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#10
04.07.2014
17:17:30


(+7, 7 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Schwul-religiöse Heuchelei - was bedarf es der Worte mehr?!



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