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  • 04.07.2014           20      Teilen:   |

Gleichstellung

UN erkennt gleichgeschlechtliche Ehen an

Artikelbild
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat sich persönlich für die Gleichstellung von Homosexuellen eingesetzt (Bild: Ministerie van Buitenlandse Zaken / flickr / cc by-sa 2.0)

Wenn verheiratete Schwule und Lesben für die UN arbeiten, wird ihre Ehe ab sofort genau so anerkannt wie bei Heterosexuellen.

Die Vereinten Nationen haben angekündigt, dass künftig die Ehen oder Lebenspartnerschaften von homosexuellen Mitarbeitern weltweit anerkannt werden. Damit können sie etwa eine Krankenmitversicherung oder andere Leistungen erhalten. Insgesamt beschäftigt die Organisation 44.000 Menschen in aller Welt.

Wie UN-Globe, das schwul-lesbische Netzwerk der UN-Mitarbeiter, am Donnerstag mitteilte, begründet UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die neue Regelung mit dem Gleichheitsgrundsatz, für den die Vereinten Nationen stünden: "Menschenrechte sind das Herz der UN-Mission", sagte der Südkoreaner. "Ich bin stolz, für mehr Gleichstellung für unsere Mitarbeiter zu stehen, und rufe unsere gesamte UN-Familie auf, gemeinsam gegen Homophobie als Diskriminierung vorzugehen, die am Arbeitsplatz nie toleriert werden darf."

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Ehepartner von Lesben und Schwulen bekamen kein Visum

UN-Globe-Sprecher Hyung Hak Nam begrüßte die neue Regelung. Er erklärte, dass es in der Vergangenheit oft Probleme für gleichgeschlechtliche Paare gegeben habe, die für die UN arbeiteten. Beispielsweise hätten die Ehepartner von Schwulen oder Lesben in manchen Ländern kein Visum erhalten. "Diese diskriminierende Praxis ist nun Geschichte", so Hak Nam. Er bedankte sich ausdrücklich beim Generalsekretär für dessen persönliches Engagement, die Diskriminierung von Schwulen und Lesben zu beenden.

Ban Ki-moon hat sich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach für die Gleichstellung von Homosexuellen eingesetzt. So hat er auch für den diesjährigen Aktionstag gegen Homophobie geworben (queer.de berichtete). Im Mai sagte er: "Wir müssen uns alle gegen Homophobie wehren, auch wenn sie als harmloser Spaß oder kulturelle Eigenheit präsentiert wird. Homophobie ist aber kein Spaß, sondern Diskriminierung. Es liegt in unser aller Verantwortung, gegen Homophobie zu kämpfen, um in einer Welt zu leben, in der jeder die gleichen Rechte hat".

Autokratische Staaten wollen Uhr zurückdrehen

Innerhalb der UN ist jedoch ein Kampf über Homo-Rechte ausgebrochen, insbesondere im Menschenrechtsrat. Autokratische Staaten haben im vergangenen Monat in diesem Gremium eine Resolution zum "Schutz der Familie" verabschiedet, mit der sie offenbar das Ziel verfolgen, langfristig gegen LGBT-Rechte vorzugehen (queer.de berichtete).

Zudem hat die UN-Vollversammlung Mitte Juni einen erbitterten Homo-Hasser aus Uganda zu dessen Präsidenten gemacht (queer.de berichtete). Sam Kutesa konnte das Amt übernehmen, weil es in diesem Jahr turnusgemäß an die afrikansichen Staaten ging – und sie sich im Vorfeld auf den ugandischen Außenminister geeinigt hatten, der Homosexualität als "Beleidigung" der afrikanischen Kultur bezeichnet. (dk)

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Tags: vereinte nationen, ban ki-moon, homo-ehe, uno
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Reaktionen zu "UN erkennt gleichgeschlechtliche Ehen an"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
04.07.2014
16:05:08


(+5, 5 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Eine ganz wichtige Sache in unserem "Kampf" für gleiche Rechte, Anerkennung usw.

Und wahrlich ich sage Euch: Wir werden "siegen", und das ganz ohne Gewalt, mehr so "hintenrum", denn wir sind überall und erkennen uns selbst mit einem offenbar durchschlagenden Erfolg.

Das führt zu Glaube (an sich selbst), Liebe (in Reinkultur) und Hoffnung, wobei letztere eigentlich ebenso überflüssig ist wie "irgendwas glauben" (in religiösem Sinn). Das Internet sorgt dafür, dass die wahre Liebe zwischen den homos erkennbar, wobei "homo" nicht nur als "Schwuler" zu übersetzen ist, sondern auch als "homo sapiens".


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#2
04.07.2014
16:10:39


(+3, 3 Votes)

Von Oliver43


Ein guter und wichtiger Schritt für die Welt.


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#3
04.07.2014
16:59:27


(+3, 5 Votes)

Von jhgk


Es wird wieder Boden gut gemacht , nach der Entscheidung nur die Mann+Frau -Familie schützen zu wollen. Wobei ich denke, dass es einen zweiten Anlauf geben wird.Das wird nicht so stehen bleiben , dass nur die Mann+Frau -Familie geschützt bleibt durch die U.N.

Damals als es um den Schutz sexueller Minderheiten vor der Todesstrafe ging, gab es auch erst keine Verurteilung der Todesstrafe an sexuellen Minderheiten.
Link zu www.queer.de

Dann aber hat sich innerhalb einiger Monate das Blatt gewendet. Nun verurteilt die U.N. die Todesstrafe.

Die Staaten die sich enthalten haben , bei der letzten Resolution , werden bestimmt noch pro glichgeschl. Familien stimmen. Immerhin glaube ich nicht, dass Argentinien &co (Länder die bereits LGBT's komplett rechtlich gleichgestellt haben und Volladoption+gleichgeschkl.Ehe haben) ,sich weiterhin enthalten werden. Das wäre ja Doppelmoral, auf der einen Seite die gleichgeschl.Ehe und Volladoption usw. haben , aber in der U.N. nur die Mann+Frau -Familie schützen wollen.


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#4
04.07.2014
17:04:37


(+6, 6 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Es ist wichtig und gut, dass sich UN-Generalsekretär Ban Ki-moon für unsere Gleichstellungsrechte aktiv einsetzt.

Menschenrechte sind das Herz der UN-Mission das ist eine gute Botschaft.

Jedoch muss unsere Politik wachsam bleiben gegenüber der Resolution Schutz der Familie innerhalb der UN. Da wollen angeblich Fundamentalisten, eingelullt von Religion, die herkömmliche Familie schützen lassen. Das ist nicht notwendig, denn sie ist und war immer geschützt und wird durch die Gleichstellungsrechte von LGBTT keine Nachteile erleiden.

Neue Lebensformen und Familienkonstellationen brauchen dringend den staatlichen Schutz, den die klassische Ehe schon immer hatte.

Wie lange soll eigentlich die Ungleichheit im Menschenrechtsrat noch diskutiert werden?

Menschenrechte sind universell und daher zu achten. Dafür sollte erst mal die Religion bereit sein, sich vom absolutistischen, faschistoiden Gedankengut zu verabschieden.


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#5
04.07.2014
17:16:20


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das sind hervorragende Neuigkeiten!


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#6
04.07.2014
17:49:43


(+2, 4 Votes)

Von jhgk


Ich üwsste sowieso nicht, weshalb sich eine Mann+Frau -Familie schützen sollte... vor was denn?

Folgende Gedankenspiele gehen mir da durch den Kopf:

a)Ist die Mann+Frau -Familie von Natur aus ,nicht stark genug , um sich zu schützen...? Aber weshalb wird Sie dann als Allmächtig und natürlich gewollt interpretiert.

b)Wer will denn der Mann+Frau-Familie was zu leiden tun? Niemand. Denn durch die gleichgeschl.Ehe wird der Mann+Frau-Familie nichts genommen und durch die gleichstellung von gleichgeschl.Partnerschaften auf allen Gebieten , auch nix. Den einzigsten dem man immer was nehmen will/genommen hat , sind LGBT's und andere Familienformen.

c)Eine Familie ist nicht wichtiger, mehr wert , als eine andere Familie.Wichtg ist , dass Menschen sich irgendwo zuhörig fühlen und sich unterstützt fühlen , Ihre Familie ,egal wie aufgestellt geschützt werden kann ,im rechtl.Rahmen.

d)Heutzutage muss man es jungen Menschen ,so leicht wie möglich machen , eine Familie zu gründen. Jede Familie zählt heutzutage und für die Zukunft.

d)Für mich ist eine Familie , auch schon eine Partnerschaft ohne Kinder. Heutzutage ist es nicht selbstverständlich einen Partner zu haben, egal ob bei hetero,bi,homo etc...
Dadurch das neue sexuelle Freiheiten erzielt wurden , gibt es mehr Auswahl an Lebenswegen , eine Partnerschaft auch sexuell zu gestalten. Natürlich wollen dann viele auch keine traditionelle Partnerschaft mehr , deshalb sollten auch Partnerschaften als Familie anerkannt werden. Denn mit einer Parnerschaft , fängt vieles erst an ...z.B. der Weg zu einer Familie mit Kinder und das betrifft hetero,bi und homosexuelle.

Es muss auch imemr wieder betont werden , dass Schwule /Bisexuelle nicht als Belastung von Heterosexuellen existieren ,sondern als Entlastung für heterosexuelle Mann+Frau+Kind -Familien dienen können.

Eine Freundin von mir , wollte meinen Partner und mich , als Haushaltsgehilfen . Kochen, Putzen, Gärtnern, Kinder aufpassen, Beraten, Einkaufen gehen usw...

leider wollte Ihr Freund das nicht . Könnte ja der Eindruck entstehen , die Mann+Frau -Familie wirkt schwach und der Herr im Haus ,bekommt mit seine Frau und die Kinder nicht unter Kontrolle ,geregelt, dass da 2 Schwulis helfen kommen ...geht ja gar nicht... aber dann auf hoch tolerant machen.


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#7
04.07.2014
18:13:18


(+2, 4 Votes)

Von Finn


Da die UN Homohasser zu Vorsitzenden von Menschenrechtsausschüssen macht, ist das zwar nur ein schwacher Trost, aber besser als gar nichts.


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#8
04.07.2014
18:33:10


(+5, 5 Votes)

Von Hugo


"Autokratische Staaten wollen Uhr zurückdrehen"

Nach dem Motto: den Bock zum Gärtner machen.

Ich kann's nicht verstehen, das diktaturen in der UNO was zu berstimmen haben.


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#9
04.07.2014
18:36:54
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich bin sehr, sehr froh über diesen Entscheid, wird er vermutlich doch auch einen gewissen Einfluss auf unsere nationale Politik haben. Gleich nach New York ist Genf nämlich der wichtigste Sitz der UNO.

Irgendwann, vermutlich nächstes Jahr werden wir Schweizer, sollte die Initiative der CVP (Schweizer CDU) nicht doch noch zurückgezogen werden, darüber befinden müssen, ob wir in der Verfassung die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau definieren wollen.

Eigentlich hätte diese Initiative keinen Hauch einer Chance, würde sie perverserweise nicht gleichzeitig sowohl Verheirateten als auch eingetragenen Partnern tiefere Steuern bescheren!

Daher gibts sogar Schwule die dafür sind. Auf solche Hinterlistigkeiten kann nur die katholische Kirche und deren Vasallen, die CVP kommen.

Im Abstimmungskampf könne also durchaus dieser Entscheid der UNO eine gewisse Rolle spielen.


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#10
04.07.2014
19:26:04


(+4, 6 Votes)

Von Hinnerk


Das wurde aber auch höchste Zeit...

Die sollten jetzt auch endlich mal für die weltweite Anerkennung von Homo-, Bi- und Transsexuellen kämpfen und sie vor allem auch vor Verfolgung schützen.


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