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  • 05.07.2014           45      Teilen:   |

Drogenskandal

Stern.de outet Michael Hartmann

Artikelbild
Stern.de über den SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann: "Der Rheinland-Pfälzer ist nicht der Typ, dessen Anblick Gedanken an ausschweifende Drogenpartys hervorruft." (Bild: Bundestag/Lichtblick/Achim Melde)

Wegen angeblicher Crystal-Meth-Käufe ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den SPD-Abgeordneten. Dessen Homosexualität sei in der Partei "kein Geheimnis", schreibt nun das Portal von Gruner+Jahr.

"Über sein Privatleben ist nur wenig bekannt", heißt es auf Stern.de über den Crystal-Meth-Skandal um den SPD-Innenpolitiker Michael Hartmann – um dann sogleich ein paar Enthüllungen nachzuschieben: "Hartmanns Homosexualität war in der SPD kein Geheimnis, auch nicht, dass er mit Edathy befreundet ist". Das Pikante dabei: Auch gegen den schwulen SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy ermittelt die Staatsanwaltschaft. Er steht unter dem Verdacht, sich kinderpornografisches Material beschafft zu haben.

Vor Stern.de hatte nur RP-Online dezent darauf hingewiesen, dass Crystal Meth "besonders weit in Umlauf […] in der zumeist homosexuellen Party-Szene" sei. Auf Bild.de erfährt man unter der Headline "Wer ist der SPD-Mann unter Crystal-Meth-Verdacht?" dagegen nur, dass Hartmann ledig ist, keine Kinder hat und als "etwas verschlossen" gilt.

Fortsetzung nach Anzeige


Bei Wohnungsdurchsuchung keine Drogen gefunden

Der Skandal um Hartmann begann am Mittwoch, als der Bundestag die Immunität des Abgeordneten aufhob. Der 51-Jährige trat daraufhin als innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion zurück, auch seinen Sitz im Parlamentarischen Kontrollgremium gab er auf.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Verdacht habe sich aus Ermittlungen zu einem anderen Fall ergeben, heißt es in übereinstimmenden Presseberichten. Angeblich soll es eine Verbindung zu einem Verfahren am Berliner Landgericht gegen eine 43-Jährige geben, die mit Crystal Meth gehandelt haben soll und derzeit in Untersuchungshaft sitzt. Laut Spiegel Online kaufte Hartmann von ihr mindestens dreimal die Designerdroge. Dabei soll es sich insgesamt um eine vergleichsweise kleine Menge unter fünf Gramm gehandelt haben.

Bereits kurz nach Aufhebung der Immunität wurde die Berliner Wohnung des Abgeordneten durchsucht. Fündig wurden die Ermittler dabei nicht. "Es wurden keine Drogen gefunden", teilte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, mit. Die Ermittlungen dauerten an.

Michael Hartmann nimmt sich eine Auszeit

Michael Hartmann will sich selbst nicht zu den Vorwürfen äußern. Der SPD-Politiker werde im Moment "gegenüber der Öffentlichkeit keine Stellungnahme abgeben", teilte sein Anwalt Johannes Eisenberg mit, man habe zunächst einmal Akteneinsicht beantragt. Bis zur Klärung der Vorwürfe will sich Hartmann eine Auszeit nehmen. Seine Homepage und seine Facebook-Seite nahm er vom Netz. Sein Mandat, heißt es, wolle er behalten.

Mitglied des Deutschen Bundestags ist der im rheinland-pfälzischen Pirmasens geborene Politikwissenschaftler und Soziologe seit 2002, in die SPD trat er 1983 ein. Hartmann bekleidete verschiedene Parteiämter auf Kommunal- und Landesebene. Neben seinem Bundestagsmandat ist er Mitglied im Arbeitskreis Politische Grundfragen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, außerdem sitzt er im Stiftungsrat des Mainzer Doms.

Erst im vergangenen Jahr hatte sich Hartmann auf der Online-Plattform wen-waehlen.de gegen die Forderung ausgesprochen, "weiche Drogen" wie Haschisch und Marihuana zu legalisieren. Offenheit und Toleranz nannte der SPD-Politiker dort als wichtige Werte. Seine eigene Homosexualität hat er jedoch nie öffentlich gemacht, auch nicht zu LGBT-Themen Stellung bezogen.

Auf die Frage des Berliner Stadtmagazins "Zitty", was ihn an der Hauptstadt gefalle, sagte Hartmann kürzlich: "Kultur, Buntheit, Himmel und Hölle in einem." (cw)

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Tags: michael hartmann, crystal meth, stern.de, outing, schwuler politiker
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Reaktionen zu "Stern.de outet Michael Hartmann"


 45 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
05.07.2014
12:51:27


(+10, 16 Votes)

Von Peer


Was für eine Schmutz-Kampagne fährt der Stern denn da?

1. Noch ist der Mann nicht schuldig gesprochen und solange gilt die Unschuldsvermutung. Nicht er muss seine Unschuld beweisen, sondern der Staat muss ihm die Schuld beweisen.

2. Was hat seine Homosexualität damit zu tun? Oder sollen Schwule einfach nur mal wieder generell als gefährliche Junkies hingestellt werden?

3. Und dann wird ihm auch noch eine "Freundschaft zu Edathy" nachgesagt, um auch noch so zu tun, als hätte er vielleicht sogar noch was mit Kinderpornos zu tun. Dass man mit Kollegen befreundet ist, muss doch nicht heißen, dass man von deren Kinderpornos weiß...

Ich bin kein Freund der SPD und auch Herr Hartmann hat aus reiner Machtgeilheit mit zur weiteren Diskriminierung von Schwulen und Lesben beigetragen. Aber das was der Stern hier abzieht ist eine Schmutz-Kampagne, die ganz nebenbei auch noch Schwule und Lesben insgesamt schaden soll.


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#2
05.07.2014
12:52:05


(+3, 7 Votes)
 
#3
05.07.2014
12:56:23


(-2, 8 Votes)

Von XDAS
Antwort zu Kommentar #2 von *user*


Na, der ist ja ganz tief drin im Katholen-Sumpf...

Würde mich nicht wundern, wenn der Drogen bräuchte, um seine Selbstverleugnung zu vergessen...


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#4
05.07.2014
12:59:59


(+5, 9 Votes)

Von Tonito


Da der die weitere Diskriminierung von Homo-, Bi- und Transsexuellen unterstützt, hält sich mein Mitleid in Grenzen. Das gehört eher den Leuten, die weiterhin gemobbt werden, Opfer von Gewalt werden oder das sogar nicht überleben.

Aber dennoch ist das natürlich eine Kampagne, die der Stern da durchzieht. Und die RP macht fleißig mit und tut gleich mal so, als sei es normal dass Schwule im Drogensumpf landen.


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#5
05.07.2014
13:02:54


(+7, 9 Votes)
 
#6
05.07.2014
13:10:57


(-8, 14 Votes)

Von Nuru
Antwort zu Kommentar #1 von Peer


"Was hat seine Homosexualität damit zu tun? Oder sollen Schwule einfach nur mal wieder generell als gefährliche Junkies hingestellt werden?"

auch bei heteropolitikern wird bei skandalen und auch einfach so auf deren privatleben eingegangen. so steht auch dann ob sie single sind, geschieden sind, wieviele kinder sie haben und das sie eine lebensgefährtin oder ehefrau haben. die erwähnung das er schwul ist, finde ich daher jetzt nicht schlimm.
Es aus dem grund wichtig, dass sich politiker der mitte und links parteien öffentlich outen, da schwule und lesben mehr mitstreiter in der politik brauchen, die sich für homorechte einsetzen.

ich finde es eh merkwürdig, dass es noch ungeoutete gibt, selbst in der cdu und afd gibt es mittlerweile geutete homosexuelle...da sollte man von spd´lern erst recht offenheit erwarten.


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#7
05.07.2014
13:17:52


(+9, 13 Votes)

Von Sven89
Antwort zu Kommentar #5 von Wi-Fi


nsu-auschuss, nsa-ausschuss,......


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#8
05.07.2014
13:18:10


(-7, 13 Votes)

Von Heiko T


"Seine Homepage und seine Facebook-Seite nahm er vom Netz. Sein Mandat, heißt es, wolle er behalten. "

Sorry, aber so geht das nicht.

Als Mitglied des Bundestags hat man den Bürgern auch Rede und Antwort zu stehen. Er ist schließlich VolksVERTRETER, er vertritt nur das Volk, das ihn gewählt hat.

Man kann nicht nur zur Sicherung der Rentenansprüche sein Mandat behalten und sich ansonsten aus der Verantwortung stehlen...

Wenn er sich nichts vorzuwerfen hat, gibt es keinen Grund sich zu verstecken. Und falls es anders ist, muss er eben mit der Konsequenz leben, da bringt es nichts, sich zu verstecken, aber dann aus rein finanziellen Gründen sein Mandat zu behalten.

Das Parlament ist doch kein Selbstbedieungsladen. Entweder macht er seinen Job richtig oder gar nicht! Das ist seine Entscheidung, aber nur zum Abzocken der Steuerzahler ohne seinen Job wahrzunehmen, braucht der nicht im Bundestag zu bleiben...


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#9
05.07.2014
13:21:34


(+10, 12 Votes)

Von Marek
Antwort zu Kommentar #6 von Nuru


Ja, aber das macht es doch nicht richtiger...

Ist die Frage, ob jemand schwul oder hetero ist, geschieden oder verheiratet ist, eine Affäre hat oder nicht, etc. für die Arbeit als Politiker relevant? Oder macht das irgendein Fehlverhalten schlimmer, wenn Schwule oder Geschiedene das machen oder wenn verheiratete Familienväter das machen?


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#10
05.07.2014
13:22:54


(-2, 8 Votes)

Von m123


Crystal Meth ist eine extrem gefährliche Droge, die den Körper regelrecht kaputtmacht, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich, insbesondere schädigt diese Droge das Gehirn.

Wer Crystal Meth nimmt, der sieht schon bald aus wie ein Zombie.

Bild-Link:
4075537_web.jpg?1366376576


Bild-Link:
faces-of-meth-2005.jpg


Bild-Link:
crystal_meth2.png


Bild-Link:
jd20140417_drogen15d_image_512x288_3.jpg


Bild-Link:
plaster-woman_1512114i.jpg


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