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  • 05.07.2014           10      Teilen:   |

Ukraine

CSD-Demo in Kiew aus Sicherheitsgründen abgesagt

Artikelbild
Auf einer Pressekonferenz in Kiew informieren die CSD-Organisatoren über die Absage. Auf dem linken Banner steht "Minderheitenrechte sind Menschenrechte" (Bild: Munich Kiev Queer)

Auf Druck der Polizei wurde der für das Wochenende geplante Pride-Marsch durch die ukrainische Hauptstadt Kiew abgesagt.

"Es ist Krieg in der Ukraine und die Sicherheitskräfte haben offenbar nicht genügend Leute in Kiew", heißt es zur Absage im deutschsprachigen Prideblog von Munich Kiev Queer. "Es war klar, dass eine Demo von Lesben, Schwulen und Transgendern in diesen Tagen ein gefundenes Fressen für gewaltbereite Kräfte wäre, die nur darauf warten, ihren ganz Hass an denen auszulassen, die nicht in ihr Weltbild einer weißen, heterosexuellen, traditionellen Familienwerten verpflichteten Ukraine passen. Es ist eine radikale Minderheit, um die es hier geht, aber sie ist zum Einsatz bereit. Die Staatsgewalt hat diesen Leuten nichts entgegenzusetzen."

Olena Schevchenko, Co-Vorsitzende des KyivPride, wird mit den Worten zitiert: "Es ist für uns immer die falsche Zeit, auf die Straße zu gehen. 2012 waren unsere Gegner zu gewalttätig, 2013 hieß es, die Gesellschaft sei noch nicht bereit für GayPrides, in diesem Jahr ist Krieg. Wir aber sagen, es ist immer Zeit, für Menschenrechte zu kämpfen."

Er wisse, dass es undemokratisch sei, Menschen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit zu verwehren, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko laut Prideblog. Er habe jedoch Verständnis für die Sicherheitsbedenken der Polizei. (cw)

Links zum Thema:
» Homepage von Munich Kiev Queer mit Prideblog
» Homepage des KyivPride
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Tags: ukraine, kiew, kiev, kyivpride, olena schevchenko, vitali klitschko
Schwerpunkte:
 Ukraine
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Reaktionen zu "CSD-Demo in Kiew aus Sicherheitsgründen abgesagt"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
05.07.2014
14:12:45
Via Handy


(-2, 4 Votes)

Von torby


Ich denke das es ersteinmal wichtiger ist das die Ukraine stabilisiert wird. Danach solllte man sich Gedanken um die Politik Homosexueller macjen. Momentan gil, die Pro-Russischen Milizen aus der Ostukraine zu verdrängen. Das hat höchste Priorität.


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#2
05.07.2014
15:10:30


(+5, 7 Votes)

Von Porokusi
Antwort zu Kommentar #1 von torby


Im Endeffekt macht es für LGBTI in der Ukraine kein Unterschied, ob pro europäische oder pro russische klerikalfaschisten das Sagen haben. Aber wenn ich noch einmal höre, dass der maidan europäische Werte vertritt muss ich kotzen.


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#3
05.07.2014
15:17:02


(+5, 7 Votes)

Von dragan
Aus Dresden (Sachsen)
Mitglied seit 25.06.2010
Antwort zu Kommentar #2 von Porokusi


Mein Tip:

Bild-Link:
1071691985_925999.jpg


"Von der Heinrich-Böll-Stiftung war zu hören, es dürfe "einen 'pazifistischen Sonderweg' ... nicht geben"; Deutschland müsse endlich "raus aus der Komfortzone". In einem Reader der Böll-Stiftung heißt es, man müsse es "akzeptieren, dass ein Agieren außerhalb des bestehenden völkerrechtlichen Rahmens vonnöten sein kann". Weiter wird in der Broschüre gefordert, im Bundeskanzleramt ein "Nationales Sicherheitsbüro" nach dem Vorbild des US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsrats einzurichten und die "Ausstattung der deutschen Geheimdienste" erheblich zu "verbessern". Beschlüsse über Auslandseinsätze der Bundeswehr sollten, heißt es, strukturell erleichtert werden.

Es müsse endlich einen "öffentlichen Diskurs über weiche und harte Faktoren der Sicherheitspolitik" geben, forderte der Leiter der Abteilung Politik im Berliner Verteidigungsministerium am Montag auf einer Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung."


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#4
05.07.2014
16:16:27


(+1, 7 Votes)

Von eb6e6
Antwort zu Kommentar #3 von dragan


Islamismusversteher: Der Terror der NATO

Link:
feynsinn.org/?p=1352


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#5
05.07.2014
18:10:48


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von torby


Das die Freiheitsrechte der Ukrainer, die sich gegen die Okkupation der Krim wehren, und gegen einen übermäßigen Einfluß Russlands auf ihr Land, auch und gerade etwas mit dne Freiheitsrechten ALLER zu tun hat, erschließt sich Dir so nicht ?

Wie kommt man bloß zu der Auffassung, das Eine sei hier "wichtiger" als das Andere ?


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#6
05.07.2014
18:15:53


(+2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Schade!


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#7
05.07.2014
23:09:13


(+3, 3 Votes)

Von Finn


"Auf Druck der Polizei wurde die für das Wochenende geplante Pride-Marsch durch die ukrainische Hauptstadt Kiew abgesagt."

Statt Druck gegen den CSD zu machen, sollte die Polizei lieber ihre Aufgabe erledigen und den CSD schützen und für einen ordnungsgemäßen Ablauf sorgen.


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#8
06.07.2014
08:43:16


(+3, 3 Votes)

Von Raffael


Es ist nicht Aufgabe der Polizei und Justiz, sich von Faschisten einschüchtern zu lassen, sondern die Demokratie, ihre Rechte und friedliche Bürger zu schützen...


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#9
06.07.2014
09:39:42


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam


Die aktuelle Sicherheitslage, macht eine CSD-Parade sicher problematisch. Auf der anderen Seite hat sich Herr Klitschko, letzten Herbst und noch als Oppossitionspolitiker eindeutig als Schwulen und Lesben-Hasser enttarnt. Zwei seiner Aussagen waren:
"Ich war schon immer lesbisch",
"Trotzdem verstehe er die sexuellen Minderheiten nicht, wo doch überall so schöne Frauen herumlaufen.

Link zu www.munichkievqueer.org


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#10
07.07.2014
09:08:09


(+3, 3 Votes)

Von asdf


Wenn die Ukraine näher an Europa will, muss sich da aber noch einiges ändern...


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