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Teilnehmer beim CSD Sofia (Bild: Sofia Pride)

Wegen heftiger Proteste von Nationalisten musste der CSD Sofia am Samstag umgeleitet werden und konnte nicht beim zentralen Wassil-Lewski- Unabhängigkeitsdenkmal vorbeimarschieren.

Insgesamt nahmen ungefähr 100 LGBT-Aktivisten an der Parade in der bulgarischen Hauptstadt teil. Sie wurden von mehreren hundert Polizisten geschützt, weil bereits im Vorfeld Rechtsextreme und die Kirchen mit Aktionen gegen die homosexuellen Teilnehmer gedroht hatten. Die bulgarisch-orthodoxe Kirche hatte die Parade als "Marsch der stolzen Sünde" bezeichnet.

Vor dem Unabhängigkeitsdenkmal blockierten Anhänger der Ataka-Partei den Weg, woraufhin die Polizei die Parade-Teilnehmer über eine Alternativroute führte. Ataka hatte bereits in den letzten Jahren CSD-Teilnehmern mit Gewalt gedroht. Im vergangenen Jahr musste der CSD wegen derlei Drohungen abgesagt werden, da die Behörden nicht für die Sicherheit der LGBT-Akivisten garantieren wollten (queer.de berichtete).

Die CSD-Organisatoren beklagten, dass sie auch in diesem Jahr nur sehr wenig Unterstützung aus der Politik erhielten. Lediglich ein Politiker einer liberalen Partei trat bei einer CSD-Veranstaltung auf. Unterstützung erhielten die Veranstalter dagegen von elf ausländischen Botschaftern, die in einem offenen Brief ein Ende der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung forderten. Der Brief wurde auch von der amerikanischen Botschafterin Marcie Ries und vom deutschen Botschafter Matthias Höpfner unterzeichnet.

Der CSD in Sofia war bereits für den 21. Juni geplant, wurde aber aus Respekt gegenüber den Opfern der Flutkatastrophe in Bulgarien verlegt. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.07.2014, 13:36h
  • Statt die Parade umzuleiten, hätte die Polizei mal besser den rechtsextremen Pöbel vom zentralen Wassil-Levski-Unabhängigkeitsdenkmal fortjagen sollen - notfalls auch mit Gewalt!
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#2 ReverserAnonym
  • 07.07.2014, 14:42h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Mangels Unterstützung aus der Politik nicht vorstellbar. Der Polizeichef hängt bestimmt an seinem Posten.

    Im Vergleich zum Vorjahr aber doch eine Verbesserung, da die von der Kirche als "Marsch der stolzen Sünde" bezeichnete Parade wegen Drohungen noch abgesagt werden musste und nun immerhin von Polizisten geschützt wurde.
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#3 FelixAnonym
  • 07.07.2014, 15:55h

  • Und so ein Staat ist in der EU...

    Es kann doch nicht sein, dass dort Faschisten das Sagen haben und der Staat sich dem beugt. Polizei, Justiz und Politik haben dafür zu sorgen, dass der CSD ohne Einschränkungen oder Behinderungen stattfinden kann.
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#4 AlexAnonym
  • 07.07.2014, 15:58h

  • "weil bereits im Vorfeld Rechtsextremisten und die Kirchen mit Aktionen gegen die homosexuellen Teilnehmer gedroht hatten."

    Interessant, dass die Kirchen sich wieder mal mit den Rechtsextremen verbünden um mit ihnen gemeinsame Sache zu machen und Hass und Schrecken zu verbreiten.
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#5 TimonAnonym
  • 07.07.2014, 16:08h

  • Wie lange will die EU noch tatenlos zusehen, wie in diesen vorschnell und ohne festgeschriebene Grundrechte aufgenommenen Staaten, demokratische Prinzipien und Grundrechte wie Rede- und Versammlungsfreiheit, mit Füßen getreten werden?!
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#6 PetterAnonym
  • 07.07.2014, 16:11h
  • Antwort auf #4 von Alex

  • Ja, da sieht man wieder mal, dass die Kirchen für ihre Ziele über Leichen gehen...

    Diese fundamentalistischen Fanatiker machen sogar gemeinsame Sache mit Nazis und anderen Extremisten.
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#7 PetterAnonym
  • 07.07.2014, 16:19h
  • Antwort auf #5 von Timon

  • Volle Zustimmung!

    Die EU soll solange Sanktionen gegen solche Staaten verhängen, ehe die sich endlich an EU-Grundrechte halten.

    Die EU hat diese Staaten viel zu schnell und viel zu leichtgläubig aufgenommen (was uns alle viel Geld kostet, denn die bekommen massig Fördergelder und profitieren von der EU ohne dann auch EU-Recht zu achten), dann soll die EU jetzt auch dafür sorgen, dass dort Grundrechte geachtet werden.

    Und wenn die EU das nicht kann, ist das ein Konstruktionsfehler. Dann kann die EU in dieser Form nicht überleben und hat das dann auch nicht verdient...
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#8 timpa354Ehemaliges Profil
#9 Simon HAnonym
  • 07.07.2014, 17:32h

  • Es ist wirklich ein Armutszeugnis für die EU, dass in einem ihrer Mitgliedstaaten offenbar Faschisten das Sagen haben und bestimmen, was passiert.

    Die Politik und andere Staatsorgane sehen weg - wahrscheinlich sogar absichtlich.

    Und auch die EU sieht tatenlos zu.
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#10 HugoAnonym
  • 07.07.2014, 19:07h
  • Bei CSD's in homophoben Länder müßen alle Würdenträger aller Länder teilnehmen.
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