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Die 100-Rubel-Note (links mit Vergrößerung des "Propaganda"-Griechen)

Ist die nackte griechische Statue auf der 100-Rubel-Note Homo-"Propaganda"? Ein nationalistischer Duma-Abgeordneter sorgt sich um die Kinder und fordert eine Neugestaltung des Scheins.

Der russische Parlamentsabgeordnete Roman Iwanowitsch Hudjakow hat erklärt, dass die 100-Rubel-Banknote gegen das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" verstoßen könnte. Der nationalistische Politiker sagte am Dienstag nach Angaben der Zeitung "Iswestija", dass die Darstellung einer Statue des nackten Appolo eine Gefahr für Kinder sei und nur noch über 18-Jährigen zugänglich gemacht werden sollte. "Man kann klar erkennen, dass Apollo nackt ist. Man kann seine Genitalien sehen", so der 37-Jährige. Er habe daher im Parlament angefragt, ob es sich dabei um einen Verstoß gegen das 2013 in Kraft getretene Gesetz handelt, das verbietet, in der Öffentlichkeit positiv über sexuelle Minderheiten zu sprechen.

Auf dem Geldschein, der umgerechnet 2,20 Euro wert ist, wird eine Statue abgebildet, die vor dem Bolschoi-Theater in Moskau aufgebaut ist. Mit der Lupe ist ein kleiner Penis zu erkennen. Die echte Statue wurde allerdings bereits 2011 auf eine Weise zensiert, wie sie bereis seit Jahrhunderten angewandt wird: Die Genitalien wurden mit einem Feigenblatt überdeckt.

"Information pornografischer Natur"


Der Abgeordnete Roman Hudjakow will heterosexuellere 100-Rubel-Scheine

Nach Ansicht von russischen Rechtsexperten könnte die Beschwerde erfolgreich sein. So erklärte Spitzen-Anwalt Pawel Iwtschjenkow, dass der Druck nach enger Gesetzesauslegung eine "Information pornografischer Natur" sein könne, obgleich der Penis nicht erigiert ist. Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass die russische Zentralbank die Noten sofort austauscht, da dies mit erheblichen Kosten verbunden sei. Mikhail Kuschnarjow von der Moskauer Anwaltsvereinigung erklärte, wenn dieser Geldschein für illegal befunden werde, würden voraussichtlich auch alle Biologie-Schulbücher gegen das Gesetz verstoßen.

Der Politiker Hudjakow gehört nicht der Putin-Partei "Einiges Russland" an, sondern der "Liberaldemokratischen Partei Russlands" von Wladimir Schirinowski. Trotz des Namens gilt die Partei, die bei den letzten Parlamentswahlen zwölf Prozent der Stimmen erhalten hatte, als rechtspopulistisch bis rechtsextrem. Sie unterstützt bei Abstimmungen oft die Regierungspartei. Schirnowski hatte sich in der Vergangenheit für die Todesstrafe für Schwule ausgesprochen (queer.de berichtete). Er war zugleich mehrfach selbst als schwul geoutet worden. (dk)



#1 Julek89
  • 10.07.2014, 14:32h
  • Ich hab diese 100-Rubel-Note selbst noch hier ... und muss sagen, dass man da schon echt genau hinschauen muss, um das zu erkennen... also... warum weisen solche Leute, die so allergisch bzgl. dieses Themas sind, auf sowas hin, was vielen wohl nie aufgefallen wäre? Spätestens jetzt ist man doch an einem Punkt angelangt, an dem die russische Politik nicht nur abartig, sondern auch absolut lächerlich ist... Viel mehr Wert, als die umgerechneten ca. 2,50 ist das Ganze nicht...
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#2 JadugharProfil
  • 10.07.2014, 14:49hHamburg
  • Das Ganze nimmt in Rußland immer mehr bizarrerer Formen an. Demnächst werden alle männlichen Mitglieder in Rußland verboten, da sie Träger eines Penis sind, der Kindern schaden könne! Um in die Badewanne zu steigen, darf dieser Vorgang nur noch in Klamotten oder Umhang geschehen, damit man bestimmte Körperteile nicht mehr zu Gesicht bekommt. Das erinnert an das viktorianische Zeitalter, wo derartige Sexualfeindlichkeit zu schweren Neurosen führte. Das Ganze wird natürlich von der Kirche gefördert, da man laut Bibel und auch Koran eine Blöße zu bedecken habe.
    Ein schwerer Fall von Religiotie, wo Politiker mit negativen Intelligenzquotienten (wahrscheinlich -860) versuchen zu regieren!
    Negative Intelligenzquotienten kommen durch massive Punktabzüge bei Intelligenztests zustande, wenn der Getestete nur Stuß von sich gibt!
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#3 da PunkaAnonym
#5 tobiasProfil
#6 K LauerAnonym
#7 Foxie
  • 10.07.2014, 15:22h

  • Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Das große faszinierende Rußland läßt sich von solch lächerlichen, religionsverblendeten und beschränkten Figuren beherrschen.
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#8 RWTHAnonym
#9 Aramis
  • 10.07.2014, 15:36h
  • Ich frage mich, ob Roman Hudjakow seinen Schwanz nur mit der Grillzange anfasst... immerhin ist der ja auch "Information pornografischer Natur"... selbst in nicht erigiertem Zustand...
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