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Justizminister Helmut Markov sieht Homophobie als gesamtgesellschaftliches Problem an

Der brandenburgische Justizminister Helmuth Markov (Die Linke) hat am Donnerstag einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an ein Geschichtsprojekt des Vereins "Faires Brandenburg" übergeben. Damit soll die Verfolgung von Homosexuellen in Brandenburg aufgearbeitet werden. Das Geld stammt aus Lotto-Einnahmen.

Bei der Übergabe in Potsdam betonte Markov: "Auch wenn homosexuelle Männer heute keiner staatlichen Repression aufgrund des Paragrafen 175 mehr ausgesetzt sind, ist Homophobie noch immer ein gesamtgesellschaftliches Problem." Homophobie sei ein Angriff auf die Grundwerte der Gesellschaft. "Die Freiheit des Einzelnen und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung müssen in einer demokratischen Gesellschaft allen zustehen", so Markov.

Der Minister lobte das Projekt, das Einzelschicksale von Menschen recherchiert und die Geschichte der Betroffenen für die heutige Generation sichtbar macht. "Es wäre fahrlässig, das Leid zu unterschätzen, das Schwule erleben mussten. Was zählt, ist das Erlebte jedes Einzelnen, und daraus kann man nur lernen, wenn man mit den Betroffenen spricht", erklärte Markov. Er verwies darauf, dass die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben noch ausstehe. Gegner der Gleichbehandlung würden "noch immer einen Geist der 50er Jahre" kultivieren. (pm/dk)