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Mit Putin an der Wand gegen Lesben und Schwule: Gianluca Buonanno von der rechtspopulistischen Lega Nord ist Bürgermeister von Borgoseia und neugewähltes Mitglied des Europaparlaments (Bild: Facebook)

Gianluca Buonanno, Gemeindeoberhaupt von Borgoseia in der Region Piemont, will schwul-lesbische Küsse in der Öffentlichkeit mit 500 Euro bestrafen.

Ein Putin-Verehrer sorgt in Italien für Schlagzeilen: Gianluca Buonanno, Bürgermeister der knapp 13.000 Einwohner zählenden Gemeinde Borgoseia in der Region Piemont, will homosexuelle Küsse in der Öffentlichkeit verbieten. Wie die Tagesueitung "Repubblica" berichtet, plant der Politiker der rechtspopulistischen Lega Nord eine Strafe in Höhe von 500 Euro.

"Ich mag es nicht, wenn zwei Menschen des gleichen Geschlechts ihre Zuneigung in der Öffentlichkeit zeigen", erklärte Buonanno, der bis Mai auch Mitglied der italienischen Abgeordnetenkammer war und dann ins Europaparlament wechselte. "Es ist eine Frage des Respekts. Ich bin überzeugt, dass dies für Kinder moralisch schädlich ist."

Wladimir Putin als großes Vorbild

Als Vorbild für das geplante Kuss-Verbot diente ihm das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda", erklärte der homophobe Bürgermeister der "Repubblica". In seinen Büros in Borgoseia und Straßburg hat der 48-Jährige Bilder des russischen Präsidenten Putin aufgehangen.

In Italien ist Gianluca Buonanno schon mehrfach durch ausländerfeindliche und homophobe Äußerungen aufgefallen, zudem sorgt er mit schrillen Auftritten immer wieder für Schlagzeilen. So erschien er zu konstituierenden Sitzung des Europaparlaments in einer Burka. Bei einer Rede in der italienischen Abgeordnetenkammer hatte er im Frühjahr einen Fisch geschwenkt.

Politische Beobachter gehen davon aus, dass ein öffentliches Kuss-Verbot für Homosexuelle mit der italienischen Verfassung nicht vereinbar wäre. Ein von der Partito Democratico gestellter Bürgermeister einer Nachbargemeinde Borgoseias hat Lesben und Schwule unterdessen bereits eingeladen, dort zu knutschen. (cw)



#1 David77Anonym
#2 geht es nochAnonym
  • 11.07.2014, 19:23h
  • Sonst hat der in Italien keine Probleme. Man küßt sich zur Begrüßung sowieso, alle miteinander. Auch die Heten begrüßen sich mit Kuß. Kann er viel Geld in die Gemeindekasse oder seine eigene Tasche spülen, wenn die dann alle zahlen müssen. Aber ganz sicher hat der Typ, der Putin-Verehrer, nicht alle Latten am Zaun.
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#3 hypathiaProfil
  • 11.07.2014, 19:39hBaden
  • Was für ein Vollidiot!!!
    Man sollte ihn nach "Putistan" deportieren, dort passt er hin und ist seinem Idol auch geografisch näher.
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#4 userer
  • 11.07.2014, 20:03h
  • Die Katholiban testen offenbar immer öfter aus, wie weit sie gehen können, ohne vor den Europäpischen Gerichtshof gezerrt zu werden. Das finde ich inzwischen auffällig.
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#5 sperlingAnonym
  • 11.07.2014, 20:03h
  • das zeigt jedenfalls einmal unverhohlen, worum es doch im grunde allen homo-feindlichen organisationen geht, auch wenn sie es nicht ausdrücklich zu sagen wagen: wir sollen wieder unsichtbar werden und verschwinden. wir müssen nicht wirklich darüber diskutieren, ob das menschenrechtswidrig ist.

    aber hand aufs herz: es ist uns immer noch nicht gelungen, das unsichtbarkeitsgebot als ungeschriebene regel wirklich aufzubrechen, nachdem die gesetze es doch seit einigen jahrzehnten nicht mehr festschreiben.

    oder entspricht der anteil sichtbarer schwuler und lesbischer zärtlichkeiten und öffentlicher zugehörigkeitsgesten etwa unserem realen bevölkerungsanteil?

    es liegt an uns, das zu ändern. das wird kein lsvd und keine partei für uns erledigen...
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#6 FinnAnonym
  • 11.07.2014, 20:23h
  • Jetzt sollen also auch noch in der EU russische Zustände eingeführt werden...

    Wir müssen diese Homohasser endlich stoppen!!
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#8 pöpel und möbelAnonym
#9 moralischAnonym
#10 daVinci6667
  • 11.07.2014, 21:09h

  • Hier ein Ausschnitt einer Diskussionssendung aus dem Jahre 2010 am meistgesehensten italienischen TV-Sender (Canale 5, Mediaset von Berlusconi)

    Erschreckend wie bei diesem Thema im Nachbarland die Emotionen immer noch extrem hoch kochen.

    Gianluca Buonanno im Vordergrund dreht sich immer wieder um, lässt einen hinter ihm sitzenden 19 jährigen jungen Schwulen nicht zu Wort kommen und wird von der Moderatorin zurecht gewiesen.

    touch.dailymotion.com/video/xf6686

    PS: nur 54% der Zuschauer begrüssten gemäss Televoto ein Outing von Schwulen und Lesben.
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