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  • 12.07.2014           10      Teilen:   |

Ukraine

CSD-Absage in Kiew: Kahrs kritisiert Klitschko

Artikelbild
Johannes Kahrs ist Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen (Bild: SPD)

Nach der Absage des "Marschs für Gleichheit" in der ukrainischen Hauptstadt hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs heftige Kritik an Bürgermeister Witali Klitschko geübt.

Die Veranstalter des CSD hatten die Demonstration für die Rechte von Homo- und Transsexuellen am vergangenen Wochenende kurzfristig wegen "Sicherheitbedenken" der Polizei abgesagt (queer.de berichtete). Der Ex-Boxweltmeister Klitschko, der Ende März 2014 mit absoluter Mehrheit zum Bürgermeister von Kiew gewählt wurde, hatte dazu erklärt, es sei nicht die Zeit für "Unterhaltungsveranstaltungen".

Klitschko scheine den Ernst der Lage für Homosexuelle in der Ukraine zu verkennen, kritisierte nun Kahrs: "CSDs sind in erster Linie Demonstrationen. Die Einforderung von Menschenrechten – in welcher Form auch immer – ist keine Spaßveranstaltung", so der Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen in einer Pressemitteilung. "Gerade mit Hinblick auf die gewalttätigen Übergriffe auf Schwulentreffpunkte am vergangenen Wochenende rate ich Herrn Klitschko, sich lieber um die Sicherheit von LGBT in Kiew zu kümmern, anstatt sie als Karnevallisten zu diskreditieren!"

Die Gay Community der Stadt hatte statt der CSD-Demonstration einen kleinen, unangekündigten Flashmob abgehalten, der am Denkmal der Völkerfreundschaft zwischen Russland und der Ukraine friedlich bliebt. Allerdings wurde am CSD Wochenende ein Gay-Club gleich zweimal von mutmaßlich rechten Jugendlichen überfallen (queer.de berichtete).

Dennoch kann Johannes Kahrs die Sicherheitsbedenken, die zur Absage des "Kyiv Pride" führten, nicht nachvollziehen: "Vor einem Jahr, zum ersten LGBT-Protestzug des Landes, gab es nur wenige Störversuche von Ultrakonservativen. Unruhen im Osten der Ukraine hin oder her, die Hauptstadt ist davon nicht mehr betroffen." (cw)

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Tags: ukraine, kiew, kiev, kyivpride, olena schevchenko, vitali klitschko, johannes kahrs, marsch für gleichheit
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Reaktionen zu "CSD-Absage in Kiew: Kahrs kritisiert Klitschko"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
12.07.2014
10:24:52


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Sicherheit und Gesundheit gehen vor!


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#2
12.07.2014
10:59:14


(+3, 7 Votes)

Von tobias
Aus bremerhaven (Bremen)
Mitglied seit 25.03.2012


spassveranstaltung? :o

stimmt, is voll spassig das leben als schwuler....


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#3
12.07.2014
11:38:06


(+5, 9 Votes)

Von konsequent


es wäre schön, wenn Kahrs genauso entschlossen gegen seine verräterische SPD vorgehen würde.


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#4
12.07.2014
12:37:07
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von janx


Hier bin ich unentschlossen. Unterhaltungsveranstaltung ist sicherlich ein Fehlgriff. Falls das Wort in originalsprache mit gleicher bedeutung gefallen ist. Momentan geht es aber da ja wirklich drunter und drüber. Mittendrin ein csd kann durchaus kontraproduktiv sein. Wenns da tote und verletzte gibt ist keinem geholfen. Nächstes jahr muss er dann allerdings farbe bekennen - keine frage. Und die spd sollte mal lieber vor der eigenen Tür kehren...


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#5
12.07.2014
13:37:42


(+6, 10 Votes)

Von SPBläh


Wäre Klitschko Mitglied der SPD, fände Kahrs sein Verhalten absolut in Ordnung


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#6
12.07.2014
14:02:46


(0, 6 Votes)

Von Yannick


Die SPD hat zwar nach ihrem Wahlbetrug und dem Verhindern von Gleichstellungs-Fortschritten nicht das Recht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, aber in der Sache stimmt das natürlich:

wenn Herr Klitschko eine Demonstration für Homorechte als "Unterhalungsveranstaltung" abtut, zeigt das nur, dass sich auch unter den neuen Führern in der Ukraine bezüglich Homorechten nichts ändern wird...


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#7
12.07.2014
20:47:36


(+6, 6 Votes)

Von Jan Balka


Herr Kahrs sollte mit dem Stinkefinger nicht auf die Ukraine zeigen, sondern erst einmal dafür sorgen, dass seine Partei Wahlversprechen einhält. Lächerlich!


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#8
12.07.2014
22:12:44


(+6, 6 Votes)

Von Woernmuc
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 12.01.2013


Find das sehr amüsant, dass einer aus der SPD sich aufführt - mit 100 % Gleichstellung und so. Von denen hab ich auf nicht ganz ungefährlichen Pride-Marches noch niemand rumlaufen sehen. Die Kritik mag ja auf den ersten Blick nicht ganz falsch sein. Ja ein CSD ist keine Spaßveranstaltung und schon gar nicht in Kiew. Aber wäre er nach Kiew mitgeflogen, um sich vor Ort kundig zu machen? Hätte er sich - selbst mit einer Armee von Sondereinsatzkräften - da hin gestellt? Also ich war mit einer Gruppe vor Ort und ich finde es toll, was sie machen. Aber ich hab keinen SPDler gesehen. Wäre doch mal was, dabei zu sein und sowas Klitschko ins Gesicht zu sagen. Dann würde wenigstens ein Dialog entstehen und Taten wären glaubwürdiger als nur Reden zu schwingen.


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#9
13.07.2014
13:50:51


(+4, 4 Votes)

Von Robin


Da hat wohl jemand zu viel Schläge auf den Kopf bekommen. Ich wusste ja immer schon, dass Boxen nicht gesund sein kann.

CSDs sind politische Demos für gleiche Rechte und keine spaßigen Unterhaltungs-Events. Gerade auch in diesen Ländern, wo der Kampf noch viel mehr am Anfang steht als hierzulande.


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#10
13.07.2014
14:59:38


(+2, 4 Votes)

Von Just me
Antwort zu Kommentar #9 von Robin


Ja, ein durch Boxen verursachter Denk-K.o. Vielleicht sollte man diesen Trottel lieber Klatschko, statt Klitschko nennen, wo er doch offensichtlich einen an der Klatsche hat...


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