Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?21944

"Jede Menge Erklärungsbedarf"

LSVD hat ein Date mit Bischof Ackermann


Bischof Stephan Ackermann gilt als eher moderat, auch wenn er die Gleichbehandlung von Homosexuellen mit religiösen Argumenten ablehnt (Bild: Bistum Trier)

Premiere in Saarbrücken: Der Trierer Bischof trifft sich in einer öffentlichen Veranstaltung mit LGBT-Aktivisten, um über das Thema Homosexualität zu diskutieren.

Bischof Stephan Ackermann ist der Einladung des Lesben- und Schwulenverbands im Saarland gefolgt und stellt sich am Mittwoch öffentlich den Fragen. Die Veranstaltung, die den Titel "Date mit dem Bischof" trägt, findet ab 19 Uhr in der Congresshalle Saarbrücken statt.

"Es wird keinesfalls ein Kreuzverhör, bestenfalls eine Annäherung geben, die womöglich zu einem besseren Verständnis auf beiden Seiten führt", beschreibt LSVD-Sprecher Hasso Müller-Kittnau die Erwartungen an die Begegnung. Allerdings gebe es aus Sicht homo-, bi- und transsexueller Menschen "jede Menge Erklärungsbedarf" seitens der katholischen Kirche.

Allen voran kritisiert der LSVD, dass die Kirche als Arbeitgeber regelmäßig Homosexuelle nur wegen ihrer sexuellen Orientierung feuert: "Wenn Menschen aus unserer Community ihre Identität aus Angst, den Arbeitsplatz in der Kirche zu verlieren, verstecken müssen, dann handelt es sich aus unserer Sicht schlicht um Diskriminierung." Besonders kritisiert der LSVD Entlassungen von Kindergärtnerinnen und Krankenhausbeschäftigten, nur weil sie eine Eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen sind. Ein Kindergarten hatte sogar eine Putzfrau entlassen, weil sie sich mit ihrer Freundin verpartnert hatte (queer.de berichtete).

Kirche diskriminiert mit Steuergeldern

Diese Kritik wird von anderen LGBT-Gruppen und dem Humanistischen Verband Deutschlands (HVD), einer Interessengruppe für Konfessionslose, geteilt. HVD-Präsident Frieder Otto Wolf erklärte, dass durch das kirchliche Arbeitsrecht neben Homosexuellen auch Konfessionslose und Nichtgläubige "von einem erheblichen Teil des Arbeitsmarktes in der Bundesrepublik ausgeschlossen" werden würden, obgleich diese Arbeitsplätze fast ausschließlich durch die Steuerzahler und nicht durch die Kirchen finanziert werden. Das sei ein "unerhörter Skandal".

Bereits in der Vergangenheit hatte sich der 2009 zum Trierer Bischof ernannte Ackermann gegenüber LGBT-Aktivisten offen gezeigt. So besuchte er 2012 spontan das schwul-lesbische Zentrum SCHMIT-Z (queer.de berichtete). Im Februar diesen Jahres rief er die Kirche dazu auf, den Ton gegenüber Schwulen und Lesben zu mäßigen (queer.de berichtete). Allerdings lehnt auch er die gesetzliche Gleichbehandlung von Homo-Paaren vehement ab.

Aufgrund des erwarteten hohen Besucherandrangs hat sich der LSVD Saar entschieden, einen Ticketvorverkauf einzurichten. Die Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von je fünf Euro zu erwerben. Das Geld wird für Hallenmiete und Technik verwendet. Der LSVD Saar sammelt im Vorfeld der Veranstaltung Fragen an den Bischof, bei Twitter (#BischofLSVD) und auf seiner Facebook-Seite. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Projekt "Toleranz Fördern – Kompetenz stärken" der Landeshauptstadt Saarbrücken und des Bundesfamilienministeriums. (dk)

Date mit dem Bischof

Dr. Stephan Ackermann im öffentlichen Gespräch mit dem LSVD Saar, Mittwoch, 16. Juli, 19 Uhr – Congresshalle Saarbrücken (Hafenstraße 12). Karten ab sofort im Vorverkauf bei allen Vorverkaufsstellen von ticket regional sowie beim LSVD-Checkpoint (Mainzer Str. 44, 66121 Saarbrücken)


#1 Fred i BKKAnonym
  • 15.07.2014, 13:54h
  • ...ja,ja wir lieben Euch ALLE ....bla-bla-bla
    aber Gleichstellung und Menschenrechte fuer Euch..

    auf garkeinen Fall .....

    mal sehen wie er versucht uns eine Mogelpackung anzudrehen....

    wir brauchen einen saekularen Staat und sonst garnichts...

    die koennen in ihren "Tempeln" machen und sagen was sie wollen ...aber nur in Ihren Tempel und massgebend fuer ihre Sektenmietglieder ....

    und sonst nix.....
  • Antworten » | Direktlink »
#2 userer
  • 15.07.2014, 14:10h
  • Wie liest sich folgende Meldung?:
    "Der Trierer Bischof trifft sich in einer öffentlichen Veranstaltung mit Aktivisten, um über das Thema
    Hautfarbe
    zu diskutieren."

    Mit Menschenrechtsverletzern spricht man nicht!

    Es muss endlich öffentlich deutlich werden, dass diese verdummbibelten Pappnasen vom LSVD mitnichten die Gesamtheit der Schwulen vertreten. Und natürlich wird es zu keinem "Kreuzverhör" kommen, denn dazu sind diese LSVDler intellektuell zu schwach auf der Brust.

    Herr Ackermann wird die Veranstaltung wie damals Woelki in Berlin nur dazu nutzen, sich damit zu brüsten, dass er ja auch mit den Igittigitt-Schwulen spricht - sogar mit diesen Schmuddelkindern und verlorenen Seelen.

    Wenn ich das nächste Mal ein LSVD-Mitglied treffe, werde ich ihm direkt ins Gesicht kotzen.
    www.youtube.com/watch?v=qxRmzq3Azs4
  • Antworten » | Direktlink »
#3 m123Anonym
  • 15.07.2014, 14:19h
  • Da gibt es nichts zu diskutieren.

    Ich kann einfach nur jedem raten aus der Kirche auszutreten und Kirchensteuer zu sparen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AufrufAnonym
#5 stell dir vorAnonym
  • 15.07.2014, 14:29h
  • Antwort auf #4 von Aufruf
  • ein paar kleinbürger und anbiederer, die zufällig schwul oder lesbisch sind, bieten kirchlich-religiöser vernebelung und verblödung als zentralem produkt und instrument von ausbeutung und unterdrückung eine plattform - und niemand geht hin.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 online dateAnonym
#7 sperlingAnonym
  • 15.07.2014, 14:35h
  • >"... rief er die Kirche dazu auf, den Ton gegenüber Schwulen und Lesben zu mäßigen. Allerdings lehnt auch er die gesetzliche Gleichbehandlung von Homo-Paaren vehement ab."

    mit "kreidefressen" ist diese taktik wohl verharmlost. der trend in der rkk geht in richtung einer knallharten diskriminierung, die aber so leise und selbstverständlich vonstatten geht, dass sie möglichst wenigen menschen auffällt.

    ob solche "gesprächsangebote" diese taktik wirklich durchkreuzen, wage ich zu bezweifeln. das "kreuzverhör", das der lsvd hier ausschließt, wäre nämlich die einzig sinnvolle antwort auf diese perfide strategie.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 status quoAnonym
  • 15.07.2014, 14:38h
  • Mit Boykott erreicht man eher das Gegenteil. Ideologische Debatten sind wenig hilfreich.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 15.07.2014, 14:58h
  • Super. Wieso ist die NPD nicht eingeladen? Oder die Westboro Baptist Church?

    Anstatt die Kräfte zu bekämpfen, die Homosexuelle seit Jahrhunderten verfolgen und ermorden, adelt sie der LSVD durch gesellschaftliche Anerkennung.
    Dieser Klerikalfaschist Ackermann gehört zu der entmenschten Führungsebene einer kriminellen, homophoben, rassistischen und faschistischen Vereinigung, die noch vor wenigen Jahrzehnten an der industriellen Massenvernichtung von LGBTs in ganz Europa beteiligt war. Der rechte Rollback nimmt richtig Fahrt auf, aber ohne mich! Vom mir NIE WIEDER wieder einen Cent für den LSVD und ich werde jedem raten, es mir gleich zu tun!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 SprecherAnonym