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  • 16.07.2014           43      Teilen:   |

Bundesregierung lehnt Maßnahmen gegen Homo-"Heiler" ab

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Ärzte- und Psychologenverbände sind sich einig: Konvesionstherapien sind nicht nur nutzlos, sondern treiben Schwule und Lesben in die Depression oder sogar in den Selbstmord

Schwarz-Rot verurteilt Homo-"Heilung" zwar auf Schärfste, will aber im Gegensatz zur Opposition keine neuen Gesetze gegen sogenannte Konversionstherapien beschließen.

Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen den Versuch der "Heilung" von Homosexualität verurteilt, sieht aber derzeit kaum Handlungsbedarf bei diesem Thema. Schwarz-Rot verwies dabei auf eine Erklärung des Weltärztebundes aus dem Jahr 2013, in dem Konversionstherapien als Verletzung der Menschenwürde gebrandmarkt worden waren (queer.de berichtete).

Generell versicherte die Bundesregierung, dass man sich gegen Homosexuellenfeindlichkeit einsetze: "Die Bundesregierung verurteilt jede Form von Homo- und Transphobie und wird entschieden darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden", heißt es in der Antwort.

Allerdings will sich die Bundesregierung nicht festlegen, ob "Reparationstherapien" von gemeinnützigen oder religiösen Vereinen durchgeführt werden können. Dies müssten die zuständigen Behörden des Länder entschieden, hieß es lapidar. Auch ein Verbot der Homo-"Heilung" für Jugendliche sei nicht geplant, weil man die "Bewertung von Behandlungsverfahren und -methoden" der "wissenschaftlichen Fachöffentlichkeit" überlassen wolle.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die grüne Bundestagsfraktion Strafen für die versuchte "Heilung" von minderjährigen Homosexuellen gefordert und einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht. Dieser wurde aber von der damaligen schwarz-gelben Koalition als überflüssig abgelehnt (queer.de berichtete).

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"Keine Erkenntnisse"

Die Grünen hatten die Kleine Anfrage zum Thema Homo-"Heilung" gestellt, nachdem der NDR in einer Reportage gezeigt hatte, dass Krankenkassen noch immer für die wissenschaftlich längst widerlegten Therapien bezahlten (queer.de berichtete). Über diese Praxis habe die Bundesregierung jedoch "keine Erkenntnisse".

Die Gesundheits-Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU) kündigte in ihrer Antwort für die Bundesregierung als einzige Initiative an, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im kommenden Jahr eine Broschüre zum Thema "Konversionstherapien" herausgeben werde.

Allerdings ist das für die Opposition nicht ausreichend: "Homo-Heiler sind gefährlich, das muss die Bundesregierung endlich klar machen. Bei den so genannten Homo-Heilern scheint die Bundesregierung blind und taub zu sein. Sie tut so, als hätte es bislang keine Recherchen und Enthüllungen über diese Scharlatane gegeben", kritisierte der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck. Es sei besorgniserregend, dass die Bundesregierung "alle Gefahren durch 'Homo-Heiler' ignoriert und sich nicht einmal dazu durchringen kann, deren Gemeinnützigkeit infrage zu stellen". Beck warf der Bundesregierung vor, nur aus Rücksicht auf "religiöse Fundamentalisten" in den eigenen Reihen nichts zu unternehmen.

Bereits im Mai hatte CDU-Gesundheitsexpertin Ingrid Fischbach auf eine Anfrage der Linken versichert, dass die Bundesregierung Homo-"Heilung" ablehne, aber keine weiteren Schritte angekündigt. Die Linksfraktion bezeichnete die Antwort damals als "ausweichend" (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: ex-gays, homo-heiler
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Reaktionen zu "Bundesregierung lehnt Maßnahmen gegen Homo-"Heiler" ab"


 43 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
16.07.2014
13:37:44


(+18, 24 Votes)

Von Gewalttätern


"Die Bundesregierung verurteilt jede Form von Homo- und Transphobie und wird entschieden darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden"

Diese politischen Verbrecher (siehe u. a. Urteile Bundesverfassungsgericht) sind wirklich nicht mehr zu überbieten mit ihren rotzfrechen, unverschämten und widerlich zynischen Lügen.

Diese Regierung fördert und züchtet Homo- und Transphobie in der BRD und in ganz Europa, indem sie gezielt Menschenwürde und Gleichheitsgrundsatz mit Füßen tritt, gleiche Rechte verwehrt und jeden Fortschritt in der Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt seit Jahren blockiert und sabotiert.

Diese Regierung hat unzählige schwule, lesbische, trans- und intersexuelle Opfer von staatlich geförderter Gewalt und Diskriminierung auf dem Gewissen!


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#2
16.07.2014
13:56:50


(+17, 17 Votes)

Von jhgk


Da sind selbst die USA weiter! Selbst in den USA ,ist in vielen Staaten Umpolung gesetzlich verboten! Armes Deutschland.


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#3
16.07.2014
14:32:56
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(-14, 20 Votes)

Von Marc


Macht doch nicht aus jedem Scheiss so ein Theater. Wer aufgeklärt durch die Welt rennt, weiss, das man schwul sein nicht heilen kann. Punkt.


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#4
16.07.2014
14:35:57


(+10, 14 Votes)

Von JonaLi


Vielleicht sollten wir mal die Heten-Kids der Entscheider in eine Konversionstherapie stecken. Könnte ja sein, dass die Verletzung der Menschenwürde dann auch in deren verkrusteten Hirnen wahrnehmbar wird...

Unfassbar, dass darüber überhaupt noch nachgedacht werden muss.


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#5
16.07.2014
14:40:35
Via Handy


(+10, 14 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


War ja klar. das sich die Homo-Hasser-Partei CDU/CSU und die Wählerverräter der SPD letzten Endes wieder mal auf die Seite der perversen Homo-Heiler schlagen und feig den Schwanz einziehen, wenn es um ein Verbot dieser perversen 'Heiler' sprich Scharlatane geht! Nie wieder eine EINZIGE STIMME für diese Verräter-Partei!


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#6
16.07.2014
14:58:12


(+13, 15 Votes)

Von tobiasV
Antwort zu Kommentar #3 von Marc


nun man muss Kinder/Jugendliche vor solchen Praktiken schützen.
Die können sich nicht immer gegen so etwas wehren wenn sie in einer Religiös verblendeten Familie aufwachsen müssen.


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#7
16.07.2014
14:59:29


(+5, 23 Votes)

Von Raudgrani
Antwort zu Kommentar #3 von Marc


Das Problem mit den Homoheilern ist nicht daß man als erwachsener Mann sich ihrer nicht erwehren könnte, sondern daß Kinder und Jugendliche die in ihrer Pubertät entdecken daß sie schwul sind zum Teil von ihren eigenen Eltern - gegen deren Entscheidungen sie sich nicht wehren können - solchen Schweinepriestern hilf- und wehrlos ausgeliefert werden. In einer Lebensphase in der ein solcher junger Mensch psychisch und emotional äußerst verletzlich ist. So eine Homotherapie ist eine Art intensives küchenpsychologisch geschickt aufgezogenes Mobbing. Suizide sind die Folge.

Aufgeklärt sein ist leider keine Grundvoraussetzung für Elternschaft. Ficken reicht dazu, und Ficken können Blöde auch.


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#8
16.07.2014
15:00:51


(+10, 14 Votes)

Von Pfennig
Antwort zu Kommentar #3 von Marc


@Marc
>> Macht doch nicht aus jedem Scheiss so ein Theater.

---> sagst du das auch den kindern und jugendlichen ins gesicht, die von ihren eltern zu solchen scharlatanen geschleift werden?


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#9
16.07.2014
16:34:47


(+10, 12 Votes)

Von fritzrth
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von jhgk


Leider nicht in vielen, doch nur in zwei oder drei Staaten ist diese Scheußlichkeit verboten.

Auch hier benötigen wir bundesweite Bescheide, statt alle den Einzelstaaten zu überlassen.


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#10
16.07.2014
17:32:09


(+12, 20 Votes)

Von Homo-Vernichtung
Antwort zu Kommentar #7 von Raudgrani


(auch versuchte bzw. Anstachelung dazu) ist IMMER ein - in der Tradition des Faschismus stehendes - Verbrechen.

Völlig unabhängig vom Alter der Opfer.

Auch volljährige Menschen können in Folge allgegenwärtiger Diskriminierung und Gewalt schnell in eine Situation geraten, in der sie anfällig sind für solche Vernichtungsfantasien und -experimente. Die immer wieder bis hin zum Mord gehen.

Dass diese Vernichtungspraktiken nicht glasklar als solche benannt und auch von den verlogenen Grünen, die solche Homo-Auslöscher in BaWü sogar ins Staatsministerium einladen und anschließend Bildungspläne kippen, inzwischen nur noch als "Ordnungswidrigkeit" verkauft werden, ist ein an Zynismus nicht zu überbietender Skandal und unerträglich für jeden aufrechten Demokraten.


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