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Im Libanon ist Homosexualität als "widernatürlicher Sex" indirekt verboten. Trotzdem zählt das Land zu den liberaleren Staaten in der Region (Bild: eusebius / flickr / by 2.0)

Trotz eines ausdrücklichen Verbots soll der Libanon weiterhin Anal-Tests durchführen, um die Homosexualität von Verdächtigen festzustellen – Menschenrechtsaktivisten bezeichnen das als Folter.
Im Libanon führt mindestens ein Arzt auf Anweisung der Polizei weiterhin Anal-Zwangsuntersuchungen an Männern durch, um deren Homosexualität zu "beweisen". Das berichtete die libanesische Zeitung "Daily Star". Demnach habe ein namentlich nicht genannter Gerichtsmediziner im Auftrag der Moral-Polizei derartige Tests an fünf Männern durchgeführt, denen vorgeworfen wurde, "widernatürlichen Sex" gehabt zu haben. Das wird im Land mit bis zu einem Jahr Haft bestraft.

Die Männer haben sich nach Angaben der Nichtregierungsorganisation "The Legal Agenda" nichts zuschulden kommen lassen. Die Bürgerrechtler wollen den Arzt, dessen Identität geheim ist, nun wegen "standeswidrigem Verhalten" verklagen. Sie verlangen außerdem eine polizeiliche Untersuchung, da nicht auszuschließen sei, dass auch andere Ärzte derartige Zwangsuntersuchungen durchgeführt hätten.

Internationale Aufregung vor zwei Jahren

Die Zwangsuntersuchungen sorgten bereits 2012 für Aufregung. Damals waren 36 Männer in einem schwulen Pornokino verhaftet und anschließend untersucht worden, was zu einem internationalen Aufschrei geführt hatte. Daraufhin hatte der Ärzteverband in einem Rundbrief erklärt, dass derartige Praktiken ohne Einverständnis des Patienten nicht mehr durchgeführt werden dürften (queer.de berichtete).

Bei dem Test, der noch vor wenigen Jahren oft angewendet sein soll, wird unter anderem ein Metallobjekt in Eierform in den Enddarm eingeführt. Der Arzt soll so feststellen können, ob der Patient Analsex gehabt hat. Ärzteverbände halten den Test für nutzlos, Menschenrechtsaktivisten erklärten außerdem, dass die Untersuchung eine Form der Vergewaltigung sei, die unter anderem gegen die UN-Antifolterkonvention verstoße. (dk)



#1 stand da malAnonym
#2 Anus mundiAnonym
  • 16.07.2014, 16:14h
  • Ja, geht's noch! Was in arabischen Ländern nicht alles aus Verklemmtheit heraus gemacht wird! So kann wenigstens ein verklemmter Arzt oder Polizist oder Politiker sich mit dem Anus eines Mannes beschäftigen ohne in irgendeinen Verdacht zu kommen.
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#3 julchen watchAnonym
#4 KurtAnonym
#5 m123Anonym
#6 DefragmentierungEhemaliges Profil
#7 DefragmentierungEhemaliges Profil
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 Homonklin44Profil
  • 17.07.2014, 04:19hTauroa Point
  • Die sind da von einer vernünftigen Betrachtungsweise anscheinend noch Lichtjahre entfernt.

    Oder der Arzt ist selber schwul und hat einen komischen Fetisch.

    Oder koprophil? Keine Ahnung, aber deren Auffassung von Anstand ist jedenfalls auch nicht gerade salonfähig. Was sich Menschen alles an Idiotien einfallen lassen, um andere zu demütigen...
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#10 panzernashorn