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Dieses Bild veröffentlichte Chelsea Manning auf ihrem Blog

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat genehmigt, dass die transsexuelle Ex-Soldatin Chelsea Manning geschlechtsanpassende Maßnahmen im Militärgefängnis erhält.

Das berichten amerikanische Medien unter Berufung auf anonyme Quellen im Verteidigungsministerium. Die amerikanische Gefängnisbehörde hatte zugleich einen Antrag der Armee auf eine Verlegung der 26-Jährigen in eine zivile Justizvollzugsanstalt abgelehnt. Die Whistleblowerin sitzt derzeit in einem Militärgefängnis in Fort Leavenworth (Bundesstaat Kansas) eine 35-jährige Haftstrafe ab.

Zunächst erhalte Manning psychologische und psychiatrische Beratung, so die Medienberichte. Außerdem werde ihr erlaubt, Frauenkleidung zu tragen. Bereits im April gab Manning bekannt, dass ihre Vornamensänderung von Bradley zu Chelsea offiziell anerkannt worden sei (queer.de berichtete).

Manning war 2010 verhaftet worden, weil sie hunderttausende geheime Dokumente der Enthüllungsplattform WikiLeaks zugespielt hatte. Diese zeigten unter anderem Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak-Krieg. Sie outete sich im vergangenen Jahr kurz nach ihrer Verurteilung als Transsexuelle. Anwälte haben daraufhin mit einer Klage gedroht, sollte Manning keine Behandlung erhalten. Außerdem argumentierten sie, dass Manning als transsexuelle Insassin in einem Militärgefängnis für Männer Belästigungen ausgesetzt sei.

Unter vielen amerikanischen Konservativen ist die Behandlung von verurteilten transsexuellen Kriminellen umstritten. Insbesondere über Manning, die als Vaterlandsverräterin angesehen wird, gibt es viele transphobe Kommentare. So erklärte etwa der rechtspopulistische Blogger Joseph Wurzelbacher ("Joe The Plumber"): "Bradley hat eine Straftat verübt, als er ein Typ war. Er soll nun die Strafe als Typ absitzen". (dk)