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Die Abenteuer von Christian (Thore Schölermann, l.) und Oliver (Jo Weil) wurden auch international verfolgt (Bild: ARD Presse)

Homo-Rollen in den öffentlich-rechtlichen Sendern werden noch seltener: Nach 20 Jahren wird die Soap 2015 durch ein Quiz ersetzt.

Die ARD stellt die beliebte ARD-Vorabend-Soap "Verbotene Liebe" ein. Wie der Sender am Freitag mitteilte, soll die Serie, die im Januar 1995 erstmals auf Sendung ging, Anfang des nächsten Jahres eingestellt werden.

Auf dem Platz soll stattdessen das "Quizduell" mit Jörg Pilawa laufen. Bereits in diesem Jahr hatte die Serie der Show drei Wochen lang weichen müssen.

Volker Herres, der Programmdirektor des Ersten, begründete das Ende der Serie mit den Worten: "Irgendwann sind alle Schattierungen des Verbotenen und Glamourösen erzählt. Dann gilt es, den richtigen Zeitpunkt zu finden um aufzuhören." Dann gelte es, "den richtigen Zeitpunkt zu finden aufzuhören", so Herres. "Und der ist unserer Meinung nach jetzt gekommen. So schmerzlich das für die treuen Fans der Serie auch sein mag."


Der Wagen von Verbotene Liebe mit Darsteller Jo Weil beim CSD in Köln 2014 (Bild: Norbert Blech)

Wobei die Frage ist, warum das nicht für Quizze oder christlich angehauchte Serien mit Nonnen oder Priestern gilt, die in großer Menge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen. Sieht man von der "Lindenstraße" ab, scheint es nach dem Wegfall von "Verbotene Liebe" bei ARD und ZDF in der Primetime und am Vorabend keine einzige Serie oder Mini-Serie mehr zu geben, in denen Schwule oder Lesben eine Rolle oder Nebenrolle spielen (falls doch: sachdienliche Hinweise nehmen wir in den Kommentaren entgegen).

In "Verbotene Liebe", das noch vor zwei Wochen samt einigen Darstellern mit einem Wagen beim Christopher Street Day in Köln teilnahm, hatte vor allem die Beziehung von Oliver und Christian für Beachtung in der schwulen Community gesorgt, selbst international wurden von der Serie deswegen Folgen ausgetauscht. 2010 wurde das Paar gar in einer Folge von Dirk Bach getraut (queer.de berichtete). (cw)



#1 WoernmucProfil
  • 18.07.2014, 21:13h München

  • Bin gespannt, ob irgendein Mensch oder Verband an den Rundfunkrat schreibt, dass uns die heteronormative Scheiße zum Hals raus hängt. Jemand Bock, zusammen was zu starten?
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#2 m123Anonym
  • 18.07.2014, 23:32h
  • Auf Soaps, die nicht die Lebensrealität darstellen, können wir alle gerne verzichten.

    Im Übrigen läuft jede Soap immer auf dieselbe Art und Weise ab. Geschichten wiederholen sich ständig, nur mit vielleicht anderen Schauspielern oder neuen Figuren. Jede Soap ist dieselbe 08/15-Scheiße. Langweilig.
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#3 Homonklin44Profil
  • 19.07.2014, 02:53hTauroa Point
  • Ich sehe zwar seit mindestens 10 Jahren nicht mehr fern, weil mir der Qualitätsverfall der Sendungen und die Informationsverflachung zu blöd wurden. Die Serie war meiner Mutti sehr ans Herz gewachsen und sie wird ihr wohl Tränen nachweinen.
    Für die Repräsentation schwul-lesbischen Lebens, oder zumindest dem, was Soap-Schreiber dafür halten, war sie aber ziemlich bekannt.

    Warum ausgerechnet noch eine Quizsendung, und nicht vielleicht ein Dokumentationsformat zum Thema Mensch & Leben? Da wäre vielleicht Platz für uns als auch für alle anderen.

    Ein TV-Gerät werde ich mir trotzdem nicht mehr anschaffen. Keine Zeit dafür.
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#4 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 19.07.2014, 08:50h
  • Kein Problem. Wie es so schön heißt, Schwule und Lesben "in der Mitte der Gesellschaft angekommen". Ich sehe keine Notwendigkeit, das noch besonders hervorzuheben. Zumindest nicht in Soaps. Man nimmts irgendwie zur Kenntniss, fertig. Ausserdem eine Chance für Jo Weil, mit anderen Rollen, wie die des gägigen, blutarmen Olli zu glänzen. Ich befürchte allerdings, das tritt nie ein. Die langweilige"Schönling-Rolle" wird wohl bleiben. Selbst beim Tatort hat es nur bis zum Callboy gereicht. Aber immerhin, alle Möglichkeiten sind offen. Muß ja nicht gleich eine Kopie von Tom Hanks werden. Aber etwas Anspruch würden seinen Rollen gut tun.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.07.2014, 09:00h
  • Das mußte ja irgendwann kommen! Die chronisch schwachen Einschaltquoten haben der Daily Soap das Genick gebrochen.
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#6 Oliver43Anonym
  • 19.07.2014, 12:26h
  • Damit ist dann auch die letzte tägliche Fernsehsoap aus den öffentlich-rechtlichen Sendern verschwunden. Nach den Fernsehserien "Marienhof", "Forsthaus Falkenau" und "Der Landarz" trifft es nunmehr die Fernsehsoap "Verbotene Liebe".

    Dann gibt es nur noch die einmal wöchentliche Fernsehsoap "Lindenstraße" sowie die Fernsehserien "Das Traumschiff" (mehr für Rentner) und die von der Katholischen Kirche gesponserte Fernsehserie "Um Himmels Willen" mit Fritz Wepper.

    Wer Fernsehsoaps schauen will, der muss wohl die privaten Fernsehsender schauen; bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ist da nichts mehr vorhanden.

    Die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehsender sind sowieso nur noch gut in den Themenfeldern "Nachrichten/Politik", "Sport", Talkshows und Krimiserien; und in den Sparten- und Regionalsendern von ARD und ZFD finden sich gute Geschichts-/Info-Verbraucherschutzdokumentationen/-sendungen sowie regionale Heimatnachrichten sowie Kochsendungen.

    Die tägliche Soap bei ARD/ZDF und öffentlich-rechtlichen Regionalsendern aber stirbt aus. Diese Sparte haben die öffentlich-rechtlichen Sender den privaten Sendern überlassen.
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#7 PipilattaAnonym
  • 19.07.2014, 12:40h
  • Antwort auf #4 von LangsamLangsam
  • Irgendwie kann man es uns Schwulen und Lesben aber auch nicht rechtmachen. Zum einen greinen wir herum, dass wir angeblich nicht genügend in den Medien repräsentiert würden (was sicherlich stimmt) - aber wenn wir dann, wie in "Verbotene Liebe", tatsächlich in epischer Breite vorkommen (sogar mit Liebesszenen im Bett), dann ist es auch wieder nicht recht.

    Weil: das sei ja gar nicht das "wahre" schwullesbische Leben. Wobei man sich die Frage stellen muss: Was bitte ist denn das "wahre" Leben? Jeder lebt ein anderes - und von einem schwulen Soapcharakter zu verlangen, er müsse alles gleichzeitig abdecken (von der linksalternativen Bewegungsschwester hin zum "angepassten" bürgerlichen ELP-Schwulen), ist dann doch zuviel verlangt.

    Zumal der Darsteller des "Olli" in Verbotene Liebe schauspielerisch nicht wirklich Potential hat. Was Du hier ankreidest (dass er nur "blutarm und gäckig" sei), entspricht leider auch seinen Fähigkeiten. Er kann leider nicht viel anderes.

    Ansonsten: Die "Verbotene Liebe" hat ziemlich viel an schwulem Leben thematisiert in den letzten Jahren. Schwule Liebe, lesbische Liebe, bisexuelle Liebe. Fernbeziehungen, "Fremdgehen" etc. pp.

    Von daher schade, dass das aufhört. Aber heute wird eben alles dem Quotendruck unterworfen. VL hatte in der Tat viele schlechte Schauspieler (wie andere Soaps auch), aber auch einige wirklich hervorragende. Für die tut mir das Aus der Serie besonders leid ...
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#8 ThorinAnonym
  • 19.07.2014, 13:08h
  • Antwort auf #1 von Woernmuc
  • Ich bin im schriftlichen Kontakt mit denen im Moment, aber wegen der GEZ Abzocke hauptsächlich. Die wollen 300 Euro von mir und ich seh das nich ein für diesen Scheiß zu bezahlen, vor allem da ich keinen Vertrag mit denen habe oder so
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#10 WadersProfil
  • 19.07.2014, 14:07hWerne/Dortmund
  • Das war doch nur noch eine Frage der Zeit, bei den schwachen Drehbüchern und absolut schlechten Dialogen.
    Die gute alte ARD hätte mal Geld in die Hand nehmen sollen, um gute Drehbuchautoren zu verpflichten. Dann wäre den Fans das AUS vielleicht erspart geblieben.
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