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  • 21.07.2014               Teilen:   |

"Und wir nehmen uns unser Recht!"

Felix-Rexhausen-Preis 2014 für Radio-Feature über Lesbenfilm

Der schwule Journalist und Schriftsteller Felix Rexhausen (1932-1992) ist Namensgeber für die Auszeichnung
Der schwule Journalist und Schriftsteller Felix Rexhausen (1932-1992) ist Namensgeber für die Auszeichnung

Eine WDR-Radiosendung über den Beginn der Lesbenbewegung in Deutschland hat den prestigeträchtigen Preis des "Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen" erhalten.

Der diesjährigen Felix-Rexhausen-Preis wurde am Sonntag im Rahmen des Frankfurter CSDs an die Journalistin Monika Mengel übergeben, die in der WDR5-Sendung "Neugier genügt" an die Erstausstrahlung des Films "Und wir nehmen uns unser Recht!" vor 40 Jahren erinnerte. Damit liefere sie einen Beitrag, "der mit der gebotenen Sachlichkeit und in der wünschenswerten Breite und Tiefe die Geschichte der neuen deutschen Lesbenbewegung" in den Blick nehme, erklärte der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) in einer Pressemitteilung.

"Der Beitrag darüber ist unterhaltsam und informativ zugleich", lobte Juror Arnd Riekmann. Zurecht weise Mengel darauf hin, dass die Ausstrahlung des Films der Beginn einer lesbischen Zeitrechnung war. Anders als der schwule Praunheim-Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" ist "Neugier genügt" heute weitgehend vergessen. Arnd Riekmann: "Umso wichtiger, dass die Autorin ihn für uns in Erinnerung ruft."

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Kritik wegen des Namens "Rexhausen"

Von lesbischen Aktivistinnen gab es auch Kritik an dem Preis: So erklärte die Kommunikationswissenschaftlerin Elke Amberg via Facebook, dass zwar erstmals "ein explizit lesbenpolitisches Thema und eine lesbische Journalistin" ausgezeichnet wurde. Allerdings kritisierte sie, dass der Preis nach dem 1992 verstorbenen schwulen Journalisten Felix Rexhausen benannt ist, der "authentisch deklarierte Berichte über Sex mit Minderjährigen veröffentlichte". Sie spielt damit auf einen satirischen Romane aus den 60er Jahren an, in denen es auch um sexuelle Beziehungen zwischen unter 18-Jährigen oder minderjährige Stricher ging.

In den letzten Monaten hatte es im BLSJ einen heftigen Streit gegeben, ob der Preis seinen Namen behalten könne. Einige Mitglieder bewerteten den unter Pseudonym verfassten Roman als "pädokriminell", andere nicht. In Folge des Streits war es zu Rücktritten im Vorstand des Vereins gekommen. Bei einer Tagung am Samstag wurden mit Axel Bach und Michael Lohse zwei neue Vorstände gewählt.

Die weiteren Plätze

Auf Platz zwei des diesjährigen Rexhausen-Preises landete die Print-Reportage "Verliebt, niemals verlobt", der in der letztjährigen CSD-Ausgabe der "taz", der "homo-taz" erschienen ist; die beiden besten Freunde, der eine hetero, der andere schwul, schildern aus ihrer jeweiligen Perspektive ihre Beziehung zueinander.

Den dritten Platz belegte die Reportage "Am Ende des Regenbogens" von Johannes Voswinkel im "Amnesty Journal". Der Autor beschreibt anhand der Schicksale der Lesbe Marina und des Schwulen Grigorij auf anschauliche und eindringliche Weise die gesellschaftliche Diskriminierung von Homosexuellen in Russland.

"Diese Beiträge möchten wir allen Menschen zum Lesen und Nachhören ans Herz legen. Und für Journalisten und Redaktionen sind sie ein gutes Vorbild für die eigene Berichterstattung über lesbische und schwule Themen", so Jury-Mitglied Riekmann.

Mit einem undotierten Sonderpreis zeichnete die Jury in diesem Jahr Thomas Pfaff aus. Sein Radio-Beitrag aus der Reihe "ZeitZeichen" befasst sich mit dem Namenspatron des Felix-Rexhausen-Preises. Das Satire-"HomoHeft" der Kölner Bewegung "Homostörung" erhielt zudem eine "lobende Erwähnung".

Der mit 1.000 Euro dotierte Rexhausen-Preis würdigt "besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle". Er wird bereits seit 1998 vergeben. (pm/cw)

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Tags: felix-rexhausen-preis, wdr, blsj
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