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In Großbritannien muss die Serie "Glee" wegen eines Copyright-Verstoßes ihren Namen ändern. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Das "High Court of England and Wales" hat am Freitag in erster Instanz entschieden, dass die Namensrechte für das Wort "Glee" bei einem Comedy-Club liegen, der bereits 1999 – zehn Jahre vor dem Start der amerikanischen Serie – den Namen "The Glee Club" schützen ließ. "The Glee Club" hat Standorte in Birmingham, Nottingham, Oxford und Cardiff. Besitzer Mark Tughan argumentierte, dass die Fernsehserie seinem Geschäft schade, da Kunden glaubten, er betreibe eine Art Fanclub für die Serie.

Richter Roger Wyand hat angeordnet, dass Twentieth Century Fox den Namen der Serie in Großbritannien ändern müsse. Außerdem soll die Firma 100.000 Pfund (125.000 Euro) an den Kläger überweisen. Allerdings haben die "Glee"-Macher bereits angekündigt, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen. So lange kann der alte Name weiterverwendet werden. Die Zeit könnte auf der Seite der Serie liegen: Sie wird 2015 nach sechs Jahren eingestellt.

Die Musical-Comedyserie "Glee" war 2009 im US-Network Fox gestartet und entwickelte sich schnell zum Überraschungserfolg. Sie handelt von Schülern, die in einem Schulchor aktuelle oder erfolgreiche Hits gemeinsam singen. Die Mitglieder sind dabei meist Außenseiter, darunter viele LGBT-Rollen. In der Serie werden oft Themen wie Mobbing oder Diskriminierung behandelt. Zuletzt zeigten sich die Kritiker aber darüber enttäuscht, dass die Drehbücher in der Serie an Qualität verloren hätten. Außerdem schwächeln inzwischen den Quoten: Während die ersten beiden Staffeln in den USA durchschnittlich zehn Millionen Zuschauer hatten, waren es in der letzten Staffel weniger als fünf Millionen. In Deutschland läuft die Serie bei magerer Zuschauerbeteiligung auf Super RTL. (dk)



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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 RobinAnonym
  • 21.07.2014, 19:34h
  • Ich mag die Serie Glee zwar überhaupt nicht, aber das finde ich echt bescheuert.

    1. Glee ist ein allgemeiner, generischer Ausdruck für Gesangsclubs an Schulen. Wenn jemand seinen Club danach benennt, darf man sich nicht wundern, wenn andere das genauso machen.

    Man kann sich nicht beschweren, wenn man einen allgemeinen Ausdruck als Namen wählt und andere dann verklagen, dass sie das auch tun. Das wäre so, als würde hier ein Supermarkt sich Supermarkt nennen und sich dann beschweren, dass andere auch Supermarkt heißen.

    2. Der will doch wohl niemandem sagen, dass Gäste meinen, sein Comedy-Club sei ein Fanclub für eine Fernsehserie. Da besteht doch wohl keine Verwechslungsgefahr.

    3. Es geht dem Kläger wohl nur um die 125.000 Euro.
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