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  • 23.07.2014           25      Teilen:   |

Bundesbildungsministerin

Wanka: Keine Meinung zu "sexueller Vielfalt" an Schulen

Artikelbild
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hält sich bedeckt (Bild: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde)

Die christdemokratische Bildungsministerin drückt sich bei der Frage, ob der Bildungsplan in Baden-Württemberg eine gute oder schlechte Sache ist, vor einer Antwort.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) möchte sich nicht dazu äußern, ob an deutschen Schulen "sexuelle Vielfalt" Teil des Unterrichts sein soll, wie es derzeit die baden-württembergische Landesregierung plant. Ihr Bildungsplan sieht vor, das Thema "sexuelle Vielfalt" fächerübergreifend im Unterricht zu behandeln.

Wanke sieht für diese Frage als nicht zuständig, wie die 63-jährige Politikerin aus Niedersachsen in der schriftlichen Antwort auf eine Anfrage der Grünenabgeordneten Kai Gehring und Katja Dörner erklärte. "Die föderale Ordnung erfordert die Wahrung der bildungspolitischen Kompetenzen der Länder. Danach sind für sämtliche Fragen, die die Schulen betreffen, alleine die Länder zuständig", argumentierte Wanka in dem Schreiben.

Freilich hat die Ministerin derartige Berührungsängste nicht bei anderen Themen: So forderte sie trotz der föderalen Aufteilung im April mehrere Bundesländer schroff dazu auf, das Gymnasium von neun auf acht Jahre zu verkürzen. Damals kritisierte die Christdemokratin offenbar die neue rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen, die gerade ins Amt gekommen war und die Schulzeit wieder verlängern wollte. Wanka war vor dem rot-grünen Wahlsieg Bildungsministerin in Niedersachsen gewesen.

Immerhin sieht die Ministerin die "Fördermaßnahmen" zur Steigerung der "gesellschaftlichen Akzeptanz sexueller Vielfalt" als wichtig an. In ihrer Antwort auf die Anfrage wies Wanka etwa darauf hin, dass ihr Ministerium den LSBTI*-Wissenschaftskongress der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld unterstützt habe.

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Kritik am öffentlichen Schweigen

Die Grünen-Parlamentarier Katja Dörner und Kai Gehring zeigten sich von der ausweichenden Antwort der Bildungsministerin zur ausdrücklichen Thematisierung Nicht-Heterosexueller im Unterricht enttäuscht: "Schwule Schüler und Lehrer und lesbische Schülerinnen und Lehrerinnen haben eine deutliche Parteinahme und Unterstützung verdient, um die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen im Bildungssystem zu fördern. Es ist paradox, dass Ministerin Wanka Akzeptanz zwar als wichtig einstuft, dazu aber öffentlich schweigen will". Wanka verstecke sich lediglich hinter dem föderalen System, um einer Antwort auszuweichen.

Grund für Wankas Schweigen könnten ihre Parteifreunde in Baden-Württemberg sein – diese lehnen die im Bildungsplan geforderte Thematisierung von Homosexualität im Unterricht kategorisch ab. Einige CDU-Landes- und Lokalpolitiker unterstützten sogar die homophoben Demonstrationen von christlichen Fundamentalisten in Stuttgart, die bereits vier Mal abgehalten worden sind (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: johanna wanka, baden-württemberg, bildungsplan, sexuelle vielfalt
Schwerpunkte:
 Streit um Bildungsplan in Baden-Württemberg
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Reaktionen zu "Wanka: Keine Meinung zu "sexueller Vielfalt" an Schulen"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
23.07.2014
15:26:20


(+6, 8 Votes)
 
#2
23.07.2014
15:28:46


(+7, 13 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Liegt doch eh im Trend, auch im Homo-Milieu, auf die Gefühle der Menschen Rücksicht zu nehmen, die sich am rechten Mitte-Rand der Gesellschaft tummeln.
Link zu www.queer.de


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#3
23.07.2014
15:32:18


(+8, 12 Votes)

Von myystery


Dass von einer CDU-"Bildungs"ministerin keine Initiative kommen wird, ist wohl zu erwarten.

Anstatt daher sinnlose "Anfragen" zu stellen, sollten Frau Katja Dörner und Herr Kai Gehring zunächst einmal bei ihrem Parteifreund Herrn Winfried Kretschmann Einfluss nehmen und diesen dazu anhalten, in Zukunft nicht mehr Homoheilern - und Hassern den "roten Teppich" auszurollen, sondern den baden-württembergischen Schülern eine "rosa Rose" in Form eines kompetenten und toleranten Bildungsplans zu schenken.

Es ist ja durchaus sehr richtig, die CDU und diese diskrimminierende Bundesregierung auf ihr bildungspolitisches Versagen aufmerksam zu machen, aber wenn die eigenen Reihen unfähig oder unwillig sind, selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen, dann wird es irgendwie peinlich.


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#4
23.07.2014
15:37:42


(+7, 11 Votes)

Von fachärztlich


Gut, dass sich die Fraktion DIE LINKE in Thüringen nicht gedrückt hat und die Grünen unterstützte.

Link zu www.queer.de


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#5
23.07.2014
15:39:46


(+8, 10 Votes)

Von nirlem


Sie will ja ihren Führerin Fräulein Dr. Adolfina Merkel nicht verärgern, deshalb schweigt sie lieber bevor man auf die Idee kommt, ihr rauszuschmeißén


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#6
23.07.2014
15:40:15


(+7, 9 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #3 von myystery


Politstrategische "Spielchen" auf allen Seiten. Zum Schaden nicht zuletzt der Lesben und Schwulen, die als Lernende oder Lehrkräfte an hiesigen Schulen ein-und ausgehen, aber auch zum Schaden aller, da glaubwürdige Vorbilder ein rares Gut sind.


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#7
23.07.2014
15:57:47


(+10, 10 Votes)

Von m123


Die CDU ist eine Parte für ewiggestrige Frömmler, die ihre negativen Vorurteile gegenüber Minderheiten noch ausleben möchten.

Die CDU wird praktisch nur wegen Merkel gewählt, und kaum wegen ihrer Inhalte. Viele Menschen fallen auf das Image der weißen Weste von Merkel rein und denken, dass Merkel nie etwas falsch macht. Der Grund dafür ist, dass Merkel ja auch kaum etwas tut und daher auch kaum etwas falsch machen kann. Merkel geht einfach keine schwierigen, strukturellen, politischen Reformen an, die notwendig sind und die für Teile der Bevölkerung schmerzhaft sein würden. Stattdessen verschiebt Merkel alle Probleme in die Zukunft. Insbesondere nutzt Merkel die Demographie aus. Sie weiß, dass die meisten Menschen in Deutschland älter sind und viel häufiger religiös und CDU-zugeneigt sind. Merkel stellt ältere Menschen rententechnisch besser und greift dafür mit einem Milliardengriff in die Rentenkasse, was dann zukünftige Generationen noch stärker belasten wird. Die ganzen älteren Rentner jubeln und strömen in Scharen zur Wahlurne um es Merkel mit einem Kreuz bei der CDU zu danken. So kann Merkel dann auch vorgeben den Haushalt ausgeglichen zu haben. Dabei hat sie, um das zu tun, sich einfach nur einen teuren Milliardenkredit aus der Rentenkasse verschafft um die "schwarze Null" hinzubekommen. Merkel nutzt aus, dass man mit Zahlen und Statistiken wunderbar die strukturellen Probleme überdecken und den Anschein erwecken kann als wären Probleme strukturell gelöst worden, obwohl die Probleme nur aufgeschoben und damit strukturell verschlimmer wurden. Eigentlich müsste Merkel eine Führungskraft sein, aber Merkel ist in Wahrheit eine Abwartekraft. Merkel äußert sich freiwillig auch nur zu wenigen Themen in der Öffentlichkeit, und wenn, dann nur zu einem Thema und mit der Meinung, die auch die große Mehrheit der Bevölkerung teilen. Wenn überhaupt, dann werden kritische Themen nur von Merkels treuedoofen Dienern angesprochen. So rasiert Merkel all ihre politische Konkurrenz weg. Weil Merkel generell vermeidet kritische Themen anzusprechen, versucht Merkel beispielsweise auch das Thema gleiche Rechte für homosexuelle Paare nie anzusprechen. Nur wenn sie gezwungen wird dazu etwas zu sagen, dann sagt sie was, aber dann tut sie es in einer Art und Weise, die zum Ziel hat Teile der Bevölkerung glauben zu lassen sie hätte nichts gegen homosexuelle Menschen und deren gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Das erste was sie sagt ist dann immer, dass sie gegen jede Form von Diskriminierung sei. Dann aber lehnt sie gleiche Rechte ab, verpackt das aber so geschickt, dass viele Leute tatsächlich glauben, dass das legitim und keine Diskriminierung sei. Wobei die eine Hälfte der Zuhörer, bevor Merkel zum Punkt kommt, ohnehin nach unzähligen Schachtelsätzen eingeschläfert wurde. Ohne Merkel wäre die Union bei unter 30% der Stimmen.

Wanka wurde von Merkel angewiesen zum Thema sexueller Vielfalt nichts zu sagen. Merkel will das Thema aus der Bundespolitik möglichst fernhalten. Und wenn sie dann doch irgendwann dazu gezwungen wird sich zu äußern, dann wird sie Wanka sagen lassen, dass die CDU dagegen sei. Und dann wird Wanka den ganzen Shitstorm abbekommen und Merkel wird so tun als hätte sie damit nichts zu tun.

Solange die Menschen nicht kapieren, was für einen Schrott sie mit der CDU wählen, und solange die Menschen nicht kapieren, dass sie mit einem Kreuz bei der CDU nicht Merkel wählen, sondern eine inhaltsleere Partei, solange wird Deutschland auch weiterhin von Merkel regiert bzw. nicht regiert werden. Und solange werden wir weiterhin diskriminiert werden.


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#8
23.07.2014
19:07:57


(-8, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wanka wankt beim homophilen Bildungsplan und endlich mal KEINE Anfrage von Volker Beck! Der hat mal schön Frau Dörner und Herrn Kai Gehring vorgeschickt!


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#9
23.07.2014
21:12:52


(-6, 10 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Wenn man sich ein bisschen mit politischen Vorgängen auskennt, wird man die Äußerung von Frau Wanka als homofreundlich einordnen. Normal wäre es, wenn sie ihren Parteifreunden in BaWü beigesprungen wäre. Dass die Grünen das absichtlich falsch interpretieren, ist natürlich ihr Job als Oppositionspartei, wie das TheDad einordnet ist auch klar, aber von der Presse kann man mehr erwarten


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#10
23.07.2014
22:16:49


(+4, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von Dont_talk_about


Kann mich gar nicht erinnern zu diesem Artikel schon etwas geschrieben zu haben..

Gibt es eine andere Möglichkeit der Interpretation, als die absichtliche ?

""Normal wäre es, wenn sie ihren Parteifreunden in BaWü beigesprungen wäre.""..

NORMAL wäre es, wenn sich ein Bundesministerin an Gesetze hält..
Die bestehen einerseits aus der Bildungshoheit der Länder, was ihr damit klar macht, sie hat sich aus BaWü herauszuhalten..
Andererseits aus der Tatsache das die Bundesregierung die UNO-Kenvention zur Inklusion unterschrieben hat, was ihr den Auftrag erteilt, die Bildungspolitik der Länder zu kontrollieren, und internationalen EU-Standards durch durchsetzung zu verhelfen..

Ob damit inbegriffen sei, sich um Vielfalt in der Schule zu kümmern, ist nicht ganz sicher..

Sicher ist nach dem aktuellen Bildungsbericht aber, das überall dort wo Schulen sich der Vielfalt verschrieben haben und Projekte gegen Homophobie und Rassismus an Schulen stattfinden, die Bildungsabschlüsse deutlich besser ausfallen, als an "traditionellen" Schulen..

Die zu ziehenden Schlüsse ergeben sich damit von selbst..


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