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  • 24.07.2014           62      Teilen:   |

Neues Urteil

Saudi-Arabien: Peitschenhiebe und Haft wegen Homosexualität

Artikelbild
In Saudi-Arabien steht auf Homosexualität maximal die Todesstrafe

Im saudi-arabischen Medina hatte die Religionspolizei einen schwulen Mann eine Falle gestellt – jetzt muss das Opfer eine mehrjährige Folterhaft überstehen.

Ein Strafgericht in Medina hat einen 24-jährigen Mann zu drei Jahren Gefängnis und 450 Peitschenhieben verurteilt, weil er sich via Twitter mit einem anderen Mann zum Sex treffen wollte. Das berichtet die saudi-arabische Zeitung "Al-Watan". Der Mann sei schuldig, "weil er Werbung für das Laster und die Praxis der Homosexualität" gemacht habe.

Dem Bericht zufolge hatte die islamische Religionspolizei, das so genannte "Komitee für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern", mit einer Undercoveraktion den Mann festgesetzt. Ein Beamter hatte sich mit dem Mann online verabredet, ihn dann sofort verhaftet und sein Handy konfisziert. Auf dem Mobiltelefon seien "Beweise für seine pro-homosexuelle Abnormalität" und "pornografische Bilder" gefunden worden.

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Verstoß gegen internationale Verträge

Ein Sprecher der Gruppe "Gay, Lesbian, Bisexual and Transexual Human Rights in the UAE" aus Abu Dhabi erklärte, es mache ihn wütend, "dass ein Land, das Mitglied des UN-Menschenrechtsrats sein kann, so arrogant die Mindeststandards für Menschenrechte" brechen dürfe. Die Verfolgung Homosexueller verstoße gegen mehrere internationale Verträge, so der Aktivist, der aus Sicherheitsgründen nur seinen Vornamen Abdulla angibt. Er befürchtet, dass der Verurteilte – sollte dieser die Folterhaft überstehen – nach seiner Entlassung "ein Außenseiter in der Gesellschaft sein wird und weiter um sein Leben fürchten muss".

In Saudi-Arabien wird "unzüchtiges Verhalten", insbesondere Homosexualität, scharf verfolgt. Als selbst ernannter Gottesstaat hat das Land eine extremistische Auslegung der Scharia in der Landesverfassung verankert. Auf Homosexualität steht daher im Höchstfall die Todesstrafe, meist durchgeführt durch öffentliche Enthauptung. Die saudische Regierung hat in der Vergangenheit erklärt, dass gewöhnlich nur "Kinderschänder" hingerichtet werden würden. Da es keine freie Presse im Land gibt, in nicht bekannt, wie häufig Homosexuelle exekutiert worden sind. (dk)

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Tags: saudi-arabien, folter, medina
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Reaktionen zu "Saudi-Arabien: Peitschenhiebe und Haft wegen Homosexualität"


 62 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
24.07.2014
18:07:48


(+12, 22 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


Danke Frau Merkel dass Sie so eifrig mithelfen!

"Bei den Genehmigungen für die Ausfuhr von Kleinwaffen sticht das Unrechtsregime in Saudi-Arabien hervor, das allein in 2013 18.201 Gewehre und rund 96.000 Bestandteile für Gewehre sowie 80.000 Teile für Maschinenpistolen und 20 Maschinenpistolen im Gesamtwert von rund 34,8 Millionen erhalten hat."

"Durch eine Schriftliche Frage von Jan van Aken, Fraktion Die Linke im Bundestag, ist bekannt geworden, dass die Genehmigungen für Rüstungsexporte an die Staaten des Golf-Kooperationsrats von 2011 auf 2012 nahezu verdoppelt wurden, nämlich auf rund 1,4 Milliarden Euro. Dem reaktionären Königreich Saudi-Arabien wurden Lieferungen in Höhe von 1,2 Milliarden bewilligt."

Quelle: waffenexporte.org/


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#2
24.07.2014
18:11:20


(+9, 15 Votes)

Von royals


Link zu www.theguardian.com

The next day, Saudi Arabia and the arms company BAE Systems announced they had finalized their multi-billion-pounds weapons deal. Just last month, Prince Andrew was promoting BAE's jets to Saudi ally Bahrain.

Link zu www.queer.de


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#3
24.07.2014
18:25:00


(+10, 14 Votes)

Von Farringdon


Genau so wuerde es uns hier ergehen. Denn: Religion ist toleranz, sie vermittelt den menschen guete, werte und ethische grundlagen nach denen sie ihr leben so ausrichten koennen dass sie alle in harmonie und mitmenschlichkeit ein dem miteinander gewidmetes leben in der gnade des herrn erfahren duerfen. Und auf erden fried', dem menschen ein wohlgefallen.

Zumindest sagen die religionen das, solange ihre faehigkeit auf das leben der menschen faktisch durchsetzbar einzuwirken so eng wie moeglich eingeschraenkt wird. Wo immer ihnen erlaubt wird ihre eigene agenda umzusetzen vermitteln sie die werte des hasses und der unmenschlichkeit. Sie erziehen die menschen zu brutalitaet, angst, einfalt, infantilitaet und unselbstaendigkeit und hetzen sie gegen "das andere" auf.

q.e.d.

Es ist dabei voellig unmassgeblich um welche religion es sich handelt und mit welchen verrenkungen sie sich in einen fetzen scheinbarer moderne zu huellen versuchen, oder wie diese saudischen salafisten in das gewand urspruenglicher reinheit.


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#4
24.07.2014
18:28:17


(+6, 12 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Strafen wie im Mittelalter!


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#5
24.07.2014
18:43:33


(+7, 15 Votes)

Von all inclusive


Zur Zeit fließt bezahltes kurdisches Öl aus dem Nordirak durch Pipelines, die das "Kalifat" (ISIS) beherrscht, in türkische Häfen zu den Schiffen der Kunden. U.a. Israel. Das wird nicht beschnitten.

Link zu www.welt.de


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#6
24.07.2014
18:46:54


(+7, 11 Votes)

Von Uwe Drohnenfried
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


Töten und verletzen ohne Prozeß?


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#7
24.07.2014
19:08:35


(+5, 11 Votes)

Von Betty Mahmoody
Antwort zu Kommentar #5 von all inclusive


Nicht ohne Klitoris

Link:
i100.independent.co.uk/article/no-the-islamic-stat
e-has-not-ordered-all-women-to-undergo-fgm--lyuebS
A6Wl


Link zu www.spiegel.de

Eigentlich schade. So 2004 rum hätte die Weltpresse nicht so schnell reagiert.


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#8
24.07.2014
19:17:12


(+3, 13 Votes)

Von üpoi


Wer macht mit diesem Schurkenstaat die besten Geschäfte? DIE DEUTSCHEN!


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#9
24.07.2014
19:18:09


(+7, 7 Votes)

Von Adam


einfach nur Tiere obwohl nicht mal die sowas tun ....Widerlich


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#10
24.07.2014
19:49:37


(-2, 12 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Defragmentierung


dein erster satz: "Danke Frau Merkel dass Sie so eifrig mithelfen!"
immer diese peinliche (kleingeistige) parteipolitik in den kommentaren, anstatt auf den eigentlichen artikel einzugehen.


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