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  • 25.07.2014           2      Teilen:   |

Kurzfilm: Trotz im Angesicht des Hasses



In einem berührenden Video greift eine LGBT-Organisation aus Tiflis die gewaltsamen Ausschreitungen aus dem letzen Jahr auf.

Manchmal braucht man keine Worte, um verstanden zu werden. Das gilt auch für diesen Kurzfilm aus Georgien, den die LGBT-Grupppe "Identoba" vor wenigen Tagen ins Netz gestellt hat. "Das rote Kleid":



Die TV-Bilder im Hintergrund, die den Rahmen für diese Geschichte bilden, haben sich in das Gedächtnis der Nation und erst Recht in das der Szene eingebrannt.

Am 17. Mai 2013 wollte eine kleinere Gruppe von LGBT zum Internationalen Tag gegen Homophobie demonstrieren. Sie wurden von Gegendemonstranten angegriffen und mit Steinen beworfen (queer.de berichtete). Als die überforderte Polizei die Teilnehmer in Bussen evakuierte, stürzte sich ein riesiger, wütender, von orthodoxen Priestern angestachelter Mob auf die Busse. Rund 20 Aktivisten wurden verletzt.



In diesem Jahr haben die Aktivisten auf einen Protest verzichtet. Mehr zur Lage von LGBT in Georgien bietet diese Doku von "Identoba":

Links zum Thema:
» Webseite von Identoba
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Tags: georgien, identoba, homophobie, gewalt
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Reaktionen zu "Kurzfilm: Trotz im Angesicht des Hasses"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
25.07.2014
22:38:21


(+5, 7 Votes)

Von Wembley Park


Die dramatik des aufgehetzten volkes und dessen lynchgeilheit vermittelt dieser film nur ueber die stakkatohafte tv-stimme. Zumindest mir, des georgischen nicht maechtigen. Er beruehrt, ja, er vermittelt auch das gefuehl des ausgesetztseins und eines moments der bedrohung, aber ohne detailliertes vorwissen bleibt das im allgemeinen, im irgendwann, erzaehlen die bilder allein viel staerker von familiaerer beziehung, deuten nur dem vorab informierten zuseher einen bezug zu den ereignissen an.

Wobei ich mir bewusst bin dass es viel kraft und mut gekostet hat diesen film ueberhaupt zu machen und die umstaende alltaeglicher gemeingefaehrlicher anfeindung form und inhalt beeinflusst und begrenzt haben.

Zu den originalaufnahmen von den angriffen, beklemmend und angsteinfloessend: So sieht religion aus, das ist des pudels wahrer kern, ohne die zuckerwatte der theologie und des kinderglaubens, demaskiert, entlarvt.


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#2
26.07.2014
00:14:46


(+8, 10 Votes)

Von maidan
Antwort zu Kommentar #1 von Wembley Park


"So sieht religion aus, das ist des pudels wahrer kern, ohne die zuckerwatte der theologie und des kinderglaubens, demaskiert, entlarvt."

___________________________

Kern und Grundlage - exemplarisch:

2005:

"Die Bush-Regierung hat nicht gezögert, die korrupte Diktatur in Aserbeidschan zu unterstützen...
Nach seinem Tod 2003 übernahm sein Sohn Ilham das Zepter, ein notorischer Playboy, Casinobesitzer und Vizepräsident der staatlichen Ölgesellschaft SOCAR. Nach dem globalen Korruptionsindex Transparency International rangiert Aserbeidschan auf Platz 140 von 146 Ländern.
...
Ein Bericht von Human Rights Watch kritisierte im vergangenen Monat das Nachbarland Georgien, das von Bush gerade als "Leuchtturm der Freiheit" gepriesen worden war, weil es sich weigerte, die Abschaffung von Folter zur Erpressung von Geständnissen bei Häftlingen zuzusagen.
...
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist der Lebensstandard in Aserbeidschan und Georgien eingebrochen, und das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt pro Kopf nur noch 710 bzw. 730 Dollar. Nur wenig Geld von den erwarteten Pipelineeinnahmen wird, wenn überhaupt, für die Beendigung der sozialen Krise in diesen Ländern aufgewendet werden.
...
Für Washington ist der erwartete wirtschaftliche Nutzen aus dem Pipelineprojekt nur Teil eines weiterreichenden Plans. Die BTC ist ein willkommener Hebel für die USA, ihren politischen Einfluss auszudehnen und ihre Militärpräsenz in Zentralasien auf Kosten ihrer Rivalen zu stärken - hauptsächlich Russlands und Chinas. Die Bush-Regierung hat schon ihren "Krieg gegen den Terror" benutzt, um zum ersten Mal Militärbasen in Tadschikistan und Usbekistan zu errichten. Jetzt bietet sich die "Sicherheit der Pipeline" als willkommener Vorwand, militärisch enger mit Georgien und Aserbeidschan zusammenzuarbeiten."

Link zu www.wsws.org

2014?


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