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  • 28.07.2014           91      Teilen:   |

Fulda

Katholiken-Kongress: Christliche Neugestaltung statt "perverser" Bildungspläne

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Unter dem Zeichen des Kreuzes will das "Forum Deutscher Katholiken" Rechte für Schwule und Lesben bekämpfen

1.000 Teilnehmer haben bei einem katholischen Treffen in Fulda gefordert, den offenen Umgang mit Homosexualität in Deutschland zurückzudrängen.

Am Wochenende haben 1.000 Teilnehmer der jährlichen Konferenz des "Forums Deutscher Katholiken" in einer Resolution gefordert, dass sich die deutsche Gesetzgebung mehr an der Bibel orientieren müsse, und dabei Mitglieder von CDU/CSU in die Pflicht genommen. In der von der Konferenz unter dem Titel "Freude am Glauben" verabschiedeten Resolution heißt es: "Das Forum Deutscher Katholiken appelliert an die Gesellschaft, sich wieder stärker Gott zuzuwenden und an den Zehn Geboten zu orientieren. Dies muss auch in der Gesetzgebung seinen Niederschlag finden. Vor allem Politiker christlicher Parteien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und ihr Gewissen schärfen, um nicht Etikettenschwindel zu betreiben".

Eines der Hauptthemen war dabei Medienberichten zufolge die LGBT-Politik. Insbesondere der Bildungsplan in Baden-Württemberg wird als Anschlag auf den christlichen Glauben gewertet. Der Plan sieht die fächerübergreifende Thematisierung von sexueller Vielfalt im Unterricht vor. So wandten sich die Katholiken in einer zweiten Resolution ausdrücklich gegen entsprechende Pläne und warfen den Landesregierungen vor, Kinder negativ zu beeinflussen: "Bildungspläne, Gender-Vorgaben und eine bestimmte Form des Sexualkundeunterrichts sollen die Kinder in eine enge, vorgegebene Richtung formen." Freilich protestiert der Verein nicht gegen Bildungspläne wie in Bayern, wo das "christliche Menschenbild" als Grundlage für "Wertorientierung" festgelegt wird.

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Kinder sollen sich nicht in Lage von Homosexuellen versetzen dürfen

Noch homophober äußerten sich Redner, die dabei Worte wie "pervers" und "abartig" verwendeten. So erklärte Michael Hageböck, der Leiter einer christlichen Privatschule in Freiburg. "Es ist doch pervers, wenn Kinder beispielsweise angehalten werden, sich in Rollenspielen in die Situation eines Homosexuellen zu versetzen, und sich vorstellen müssen, sich gegenüber ihren Eltern zu outen", so Hangenböck nach Angaben der Nachrichtenagentur KNA. Er bezeichnete es als Ziel der grün-roten Landesregierung, Schüler mit "abartigen" Formen der Sexualität zu konfrontieren.

"Verunglimpfung von Ehe und Familie"

Der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Werner Münch, hat auf der Veranstaltung Stimmung gegen Schwule und Lesben gemacht
Der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Werner Münch, hat auf der Veranstaltung Stimmung gegen Schwule und Lesben gemacht (Bild: Wiki Commons / Schaack, Lothar / CC-BY-SA-3.0-DE)

Auch der früheren Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Werner Münch, sieht in der Anerkennung von Homosexualität eine Gefahr: "Wir brauchen endlich ein klares Wort gegen die derzeitige Verunglimpfung von Ehe und Familie und den Versuch, alle Unterschiede zwischen Mann und Frau zu verleugnen", sagte Münch, der von 1991 bis 1993 Sachsen-Anhalt für die CDU regiert hatte.

Das Forum Deutscher Katholiken ist ein im Jahr 2000 gegründeter Verband extrem konservativer Gläbiger. Dem Kuratorium gehören erzkonservative (Ex-)Bischöfe wie Joachim Meisner, Heinz Josef Algermissen oder Andreas Laun an. Außerdem sind Aktivisten und Unionspolitiker wie Gabriele Kuby, Bernd Posselt und Norbert Geis vertreten. Das Forum hat auch die homophoben Demonstrationen gegen den Bildungsplan in Stuttgart unterstützt, bei denen Homosexuelle mit Kinderschändern gleichgesetzt wurden.

Bereits in den letzten Jahren gab es homophobe Ausbrüche bei der "Freude am Glauben"-Konferenz. 2008 rief Bischof Heinz Josef Algermissen sogar einen "Kulturkampf" gegen Homosexualität aus (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: katholische kirche, fulda, forum deutscher katholiken
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Reaktionen zu "Katholiken-Kongress: Christliche Neugestaltung statt "perverser" Bildungspläne"


 91 User-Kommentare
« zurück  12345...910  vor »

Die ersten:   
#1
28.07.2014
16:54:09


(+12, 16 Votes)
 
#2
28.07.2014
17:05:26


(-13, 15 Votes)
 
#3
28.07.2014
17:08:59


(+17, 21 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""sich wieder stärker Gott zuzuwenden und an den Zehn Geboten zu orientieren.""..

Aha..
Und wann fangen die Christen damit an die Zehn Gebote zu beherzigen ?

Und besonders :
Das achte Gebot :
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

""So wandten sich die Katholiken in einer zweiten Resolution ausdrücklich gegen die Bildungspläne und warfen den Landesregierungen vor, Kinder negativ zu beeinflussen: "Bildungspläne, Gender-Vorgaben und eine bestimmte Form des Sexualkundeunterrichts sollen die Kinder in eine enge, vorgegebene Richtung formen.""

Wo wird da das Achte Gebot geachtet ?

""So erklärte Michael Hageböck, der Leiter einer christlichen Privatschule in Freiburg: "Es ist doch pervers, wenn Kinder beispielsweise angehalten werden, sich in Rollenspielen in die Situation eines Homosexuellen zu versetzen und sich vorstellen müssen, sich gegenüber ihren Eltern zu outen"""..

Wo wird da das Achte Gebot geachtet ?

""Auch der früheren Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Werner Münch, sieht in der Anerkennung von Homosexualität eine Gefahr: "Wir brauchen endlich ein klares Wort gegen die derzeitige Verunglimpfung von Ehe und Familie und den Versuch, alle Unterschiede zwischen Mann und Frau zu verleugnen"""..

WER TUT DAS ?
Und :
Wo wird hier das Achte Gebot geachtet ?

Besonders hübsch :
""Das Forum Deutscher Katholiken ist ein im Jahr 2000 als eine konservativere Konkurrenz zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken gegründeter Verband""..

Äh ?
Konservativer als das bereits konservative Zentralkomitee der deutschen Katholiken ?

Was ist konservativer als Konservativ ?

Der ERZ-Konservative, der alles wieder zurück-entwickeln will, am bestem bis ins Mittelalter, als man noch bereit war in "peinlichen Befragungen" die Menschen zu foltern um das erwünschte Ergebnis zu erzielen, als man noch bereit war heilkundige Frauen als Hexen zu verfolgen, an Händen und Füßen gebunden ins tiefe Wasser zu werfen, und wenn sie wieder auftauchten waren sie mit dem Teufel im Bunde und wurden verbrannt, und wenn sie untergingen galten sie zwar als unschuldig, waren aber trotzdem tod..

""Bereits in den letzten Jahren gab es homophobe Ausbrüche bei der "Freude am Glauben"-Konferenz. 2008 rief Bischof Heinz Josef Algermissen sogar einen "Kulturkampf" gegen Homosexualität aus""..

Es ist tasächlich ein "Kulturkampf"..

Ein Kampf der Kultur des Menschen gegen die UN-Kultur des absolutistischen IRR-Glaubens, Christen seien die "besseren Menschen..

Und da hat das Erz-Konservative seit Jahrzehnten ein Synonym :
FULDA..

Das sagt eigentlich alles..


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#4
28.07.2014
17:15:40


(+15, 17 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Da diese Art von "Gläubigen" ihren Unsinn endlos wiederholen, empfehle ich immer wieder, das Wort "Homosexuelle" durch "Linkshänder" und das Wort "Homosexualität" durch "Linkshändigkeit" zu ersetzen. Dann wird wohl am besten deutlich, wes Geistes Kind diese Katholiken sind.


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#5
28.07.2014
17:22:09


(+13, 15 Votes)

Von Adam


Sekten Faschisten kann man nur noch mit dem Kopf schütteln bei soviel Hass Hetze,Das sowas ungestraft bleibt zeigt allen wer und was grade an der Macht ist....


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#6
28.07.2014
17:22:27


(-21, 25 Votes)

Von Bad Homburg


Immer schmerzhaft zu sehen, wie eine vom Rest der Welt nicht selten gemobbte Minderheit in die Lage einer anderen Minderheit sich versetzen nicht will, aus welchen Gründen auch immer.
Hoffentlich wird auch das in der katholischen Kirche gerade unter dem Papst Franziskus bald Ende nehmen, damit ein guter Dialog endlich beginnen kann: es wurde schon sowieso viel zu viel über einander geredet statt miteinander.


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#7
28.07.2014
17:25:42


(+12, 14 Votes)

Von Fennek


Ist doch klar, dass die fanatischen Fundamentalisten das Rad der Zeit zurückdrängen wollen und demokratische Grundrechte wie Rede- und Versammlungsfreiheit sowie das demokratische Gleichheitsprinzip durch eine Religions-Diktatur ablösen wollen.


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#8
28.07.2014
17:27:44


(+14, 16 Votes)

Von Yannick


Die können ja gerne für sich so leben, wie sie wollen.

Aber die sollen endlich aufhören, anderen diktieren zu wollen, wie sie zu leben haben.

In einer Demokratie herrscht Trennung von Staat und Kirche. Und auch religiöse Menschen stehen nicht über dem Gesetz! Solange sie niemanden diskriminieren, können die so leben, wie sie wollen. Aber das selbe erwarte ich umgekehrt auch.


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#9
28.07.2014
17:28:27


(+16, 18 Votes)

Von Simon H


Wer Bildung als "pervers" bezeichnet, sagt damit schon genug aus...

Die wollen die Menschen dumm halten, damit sie sich leichter manipulieren lassen...


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#10
28.07.2014
17:29:14


(+16, 18 Votes)
 
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