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Der Aktionsbündnis-CSD war sehr politisch - nur an Spenden mangelte es (Bild: Dominik Dierich)

Der vor wenigen Monaten neugegründete CSD hat Finanzprobleme und ruft zu Unterstützung auf. Bisherige Spenden seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Auf seiner Website hat das "Aktionsbündnis CSD Berlin 2014" am Sonntag erklärt, dass es derzeit eine Finanzierungslücke in Höhe von rund 20.000 Euro gebe. Das Bündnis hatte im Juni als Konkurrenz zum traditionellen CSD erstmals eine Parade veranstaltet (queer.de berichtete).

Vorausgegangen waren interne Streitigkeiten um die Richtung des Ur-CSD-Vereins, dem eine Kommerzialisierung und im Falle der Umbenennung in "Stonewall" eine zu geringe Einbindung der Szene vorgeworfen worden war. Das führte dazu, dass alle großen Parteien sowie der Lesben- und Schwulenverband und die Berliner Aids-Hilfe beim Alternativ-CSD mitfuhren, obgleich dieser mit wenigen tausend Besuchern weit kleiner ausfiel als der Ur-CSD.

"Da wir von Anfang an beschlossen hatten, keine kommerzieller Werbung zuzulassen und auch keine Anmeldegebühren für Wagen zu erheben, was besonders für kleine Organisationen und Vereine immer schwierig ist, sind wir auf Spenden zur Finanzierung der Demonstration und Abschlusskundgebung angewiesen", erklärte nun der Aktionsbündnis-CSD.

Darlehen müssen zurückgezahlt werden

Bisher seien weniger Spenden eingegangen als angekündigt. Auch das Ergebnis der Sammlung von Kleingeldspenden während der Parade sei enttäuschend gewesen. Mehrere Aktivisten hätten daher zinslose Darlehen an das Aktionsbündnis überwiesen – diese sollen nun mit neuen Spenden zurückgezahlt werden.

Da der Aktionsbündnis-CSD allerdings derweil nicht als gemeinnütziger Verein eingetragen ist, können keine Spendenbescheinigungen ausgestellt werden. Damit können Spender ihren Beitrag nicht von der Steuer absetzen.

Die Aktivisten haben auch die nach Posten geordneten Ausgaben veröffentlicht. So habe die Abschlusskundgebung nach Stand vom Sonntag 9.403 Euro gekostet. Auch Einzelposten werden mit Stand Mitte Juni aufgelistet: So hätten alleine die Toiletten 590 Euro verschlungen, die Musikverwertungsgesellschaft GEMA kassierte weitere 322 Euro. Insgesamt betrug die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben demnach am Sonntag 19.582,49 Euro. (dk)

Spendenkonto

PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V.., Das eingerichtete Konto hat die Nr. 3131002, bei der Bank für Sozialwirtschaft BLZ 10020500 (IBAN: DE66100205000003131002, SWIFT/BIC: BFSWDE33BER). Verwendungszweck: "Aktionsbündnis CSD Berlin 2014"


#1 Oliver43Anonym
  • 29.07.2014, 16:38h
  • Das Aktionsbündnis sollte dringend aufgeben und zum regulären CSD an der Siegessäule zurückkehren.

    Wir brauchen keine drei CSDs in Berlin. Was ich doch diese Nabelschau und Selbstverliebtheit der Grosstadtschwulen in Berlin hasse.

    Anstatt sich mit den Zuständen in Osteuropa zu befassen und die Eheöffnung zum Thema zu machen, zerstreiten sich dort unsere Berliner Großstadtmenschen.

    Mittlerweile sind mir die kleinen ländlichen CSDs und Aktionsstände in Osnabrück, in Münster, in Oldenburg oder selbst in Aurich und in Cloppenburg oder in Rostock und in Dresden lieber, weil dort alle Mann zusammenstehen und sich nicht untereinander zerfleischen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.07.2014, 16:56h
  • In Deutschland ist die Spendenbereitschaft schon immer sehr hoch gewesen. Da mache ich mir keine Sorgen!
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#3 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 29.07.2014, 17:28h
  • Antwort auf #1 von Oliver43
  • Jaja, der deutsche Herrenmensch möchte halt lieber alle auf einer Linie, natürlich seiner Linie, der von Oliver43.

    Ohne die "Nabelschau und Selbstverliebtheit der Grosstadtschwulen in Berlin" könntest Du heute nicht die Freiheit geniessen, die Du so erbitterst bekämpfst. Traurig, traurig ...
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#4 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 29.07.2014, 18:33h
  • Erst spalten, dann heulen. Ich finde für Parteienwerbung sind die Parteimitglieder selbst verantwortlich, sollen doch CDU und SPD Kohle locker machen. Peinlich für den LSVD und AH Berlin, dass sie sich da vor den Karren von profilsüchtigen Laien, geldgeilen, dazu aber chronisch geizigen Schattenmännern wie dem "Transparenz-Bruno", und der LSBT-Community gegenüber untreuen Parteien haben spannen lassen. Anders gesagt: Selbst schuld. (Und unter einem politischen CSD verstehe ich ohnehin etwas komplett anderes.)
    Pikant an der Angelegenheit: Kurz nach dem CSD-Tag streuten Unterstützer des "Aktionsbündnisses" in heller Schadenfreude, Pleite-Gerüchte über den CSD e.V., die relativ erfolgreich den originalen CSD stemmten.
    Dass sich indes die Vermutung hartnäckig hält, die Spaltung des CSDs sei darauf zurückzuführen, dass die Initiatoren des Aktionsbündnisses "aus Rache" den CSD e.V. finanziell austrocknen wollten, lässt den Schluss zu: Bumerang-Effekt! Ein Sprichwort habe ich auch noch parat: "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein." Und den noch: "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen." Sorry, und überhaupt: Setzten sich große Teile der CDU und auch aus SPD-Kreisen hört man so was immer wieder - für ein Bettelverbot ein?
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#5 Ali YildirimAnonym
#6 timpa354Ehemaliges Profil
#7 franjo kotAnonym
  • 29.07.2014, 20:58h

  • HAHAHA ich lach mich tot diese vollidioten solln doch die parteien spenden für diese peinliche dauerwahlwerbesendung
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#8 sperlingAnonym
  • 29.07.2014, 21:34h
  • keine kommerzielle werbung - gut und schön. die idee gefällt mir.

    dass aber parteien nicht nur eine ideale werbebühne bekommen, sondern sogar als mitorganisatoren ins boot geholt wurden, das erscheint mir persönlich wesentlich verhängnisvoller. zumal wenn es auch noch parteien sind, die eine queerfeindliche politik verantworten.

    robby hat hier ganz recht: wenn die parteien parteiwerbung wollen, dann sollen sie die auch selber bezahlen. ich würde da allerdings dann nicht den stempel "csd" draufdrücken wollen.

    auf der webseite des aktionsbündnisses ist von "einzelpersonen" die rede. mitgliedschaften von parteien oder des lsvd werden nicht einmal erwähnt.

    will ich auf facebook die "resolution des aktionsbündnisses von 2014" lesen, erhalte ich ohne facebook-profil keinen zugang.

    und das nennt sich dann "transparenz"?

    unter "info" finde ich auf facebook zwei sätze darüber, was das bündnis NICHT will, und das war's.

    und das nennt sich dann "politisch"?

    ich habe an sich überhaupt kein problem damit, wenn es in berlin zwei oder drei oder von mir aus zwölf csds gibt. ist doch gut, wenn verschiedenen gruppen verschiedene schwerpunkte formulieren. es gibt verschiedene ziele und verschiedene strömungen, und das kann man ruhig zeigen.

    aber wenn man sich nur entscheiden kann, ob man hinter einem wagen von red bull oder hinter einem der cdu hinterherlatschen will, dann kann man die sache mit dem csd auch gleich ganz sein lassen.
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#9 AntiFantiProfil
  • 29.07.2014, 21:50hBerlin
  • ...da ist doch alles gesagt!

    warum spendet denn die gmünderin nicht? die hats doch!
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#10 Sebastian_BLNProfil
  • 29.07.2014, 21:53hBerlin
  • Finanzlücke? Wie bitte kann das denn sein?

    War es nicht so, dass der sogenannte Problembär Bruno Gmünder sich einen CSD kaufen wollte?

    Jetzt müssen Spendengelder gesammelt werden und Herr Gmünder ist nicht mehr zur Stelle.

    Ausser viel Gerede ist bei dem Mann doch wirklich nichts dahinter, schämen sollte der sich.
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