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  • 29.07.2014           29      Teilen:   |

Rätselhafte PR-Termine

Planschen und Fummeln mit Wladimir

Bizarre Bilder aus Russland: Der schwule Rechtsextremist Wladimir Schirinowski lebt seine erotischen Musterungs-Phantasien vor der Kamera aus.


Schirinowski nimmt gerne junge Männer an die Hand, um sie in die Geheimnisse der Banja einzuführen


Die bekannte Rubrik "No Comment" von Euronews hat im russischen Fernsehen ein geradezu surreales Pendant gefunden: Wladimir Schirinowski, mehrfach als schwul geouteter rechtsextremer Duma-Abgeordneter und lauter Anpeitscher von Homophobie, ist mal wieder mit Jungs saunieren und baden gegangen.



Peter Kern hätte die Szenen nicht besser inszenieren können, die "Russia 24", die Nachrichtenschwester des staatlichen Haupt- und Propaganda-Senders "Russia 1" (Rossija 1), bereits vor einigen Tagen verbreitete.

Auch andere Sender berichteten über den Politiker-Ausflug in die "Warschau-Bäder" in Moskau, zeigten gar eine Auspeitschung und die Rumfummelei Schirinowskis:



Bereits im Vorjahr gab es entsprechende Szenen, als der 68-Jährige mit einem Kandidaten für das Amt des Moskauer Bürgermeisters die Sauna besuchte:



Ist das sein Einsatz für die Volksgesundheit? Was genau Schirinowski bei den Jungs noch so alles in der Sauna untersuchte und vor allem das Warum wurde von russischen Medien nie großartig erläutert; es gibt nur allgemeine Sätze, wonach sich der Politiker für öffentliche Bäder und die Banja-Kultur einsetze. Der Hinweis, die Kamera sei irgendwann abgeschaltet worden, fehlte hingegen nie.

Dass das ganze irgendwie schwul wirken könnte, und das bei einem Homophoben: Einen solchen Gedanken auszusprechen, Doppelmoral kritisch aufzuzeigen oder sich zumindest lustig zu machen, wenn es sich derart anbietet: Das würden sich russische Staatsmedien bei Politikern nicht trauen, sie kommen wohl nicht mal auf den Gedanken. (Es sei denn, es ist von oben erwünscht; dass ein Outing von der Bevölkerung nicht ernst genommen wird, ist wohl auch eine Reaktion auf etliche Diffamierungen von politischen Gegnern in der Vergangenheit.)

Das Internet hingegen ist natürlich voll mit entsprechenden Berichten über Schirinowski – und Bilderstrecken.



Der Chef der verharmlosend "Liberal-Demokratische Partei Russlands" genannten Rechsextremisten-Vereinigung war in der Vergangenheit bereits mehrfach von Gegnern wie von LGBT-Aktivisten geoutet worden – praktisch folgenlos. Dabei hat er selbst ein sensationell gespaltenes Verhältnis zum Thema LGBT-Rechte. Einerseits tingelte er vor Jahren im Wahlkampf auch gezielt durch Moskauer Schwulenclubs, zudem stimmte seine Fraktion größtenteils gegen das Gesetz gegen "Homo-Propaganda" (wenngleich das Schirinowskis Parteikollege Oleg Nilow damit begründete, dass durch das Gesetz aus "Schuften und Mistkerlen Opfer" gemacht würden).

Andererseits hatte er vor Jahren noch die Todesstrafe für Homosexuelle gefordert oder nach dem Sieg von Conchita Wurst das "Ende Europas" beschworen, verbunden mit dem Hinweis, man hätte die Besetzung von Österreich nicht beenden sollen. Extremst populistische Thesen sind nichts ungewöhnliches für ihn. In Deutschland wird man Schirinowski vor allem noch aus den Neunzigern kennen: Berichte über seine Ausfälle in der Duma machten fast wöchentlich die Runde, von heute-journal bis zu Spiegel TV.



Schirinoswki lebt Gerüchten zufolge inzwischen von seiner Ehefrau getrennt. Vielleicht ist das auch besser so: Ehefrauen bzw. Witwen von rechten Schwulen neigen ja dazu, Redaktionen wie dieser das Verbreiten vermeintlicher "Gerüchte" über die sexuelle Orientierung des Gatten gerichtlich zu verbieten, öffentliche Lebensmenschdramen hin oder her.

Natürlich fehlen meist auch die Beweise, gerade die Bilder. Dass Schirinowski einem die "Homo-Propaganda" kostenlos liefert, ist da schon fast ein Glücksfall. So widerlich die Bilder auch sein mögen: Es gibt nicht wenige Homophobe, die sich genauso aufführen. Nur weniger öffentlich. (nb)

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Tags: russland, wladimir schirinowski
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Reaktionen zu "Planschen und Fummeln mit Wladimir"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
29.07.2014
20:59:23


(+1, 5 Votes)

Von Münchner


Ja, das sieht schon recht schwul aus. Es mag auch sein, dass er insgeheim (oder weniger insgeheim) schwul ist, das sieht man ja auch gelegentlich bei US-Senatoren der Republikaner. Aber man sollte wissen, dass es in einer russischen Banja üblich ist, einander gegenseitig mit Birkenruten zu betätscheln. Das setzt die ätherischen Öle der Birken frei und fördert die Durchblutung. "Auspeitschen" ist das aber weniger... gibt auch unter Hetero-Männern. ;-)


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#2
29.07.2014
21:35:05


(+4, 4 Votes)

Von UweBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 20.06.2010


Das alte Ferkel - am liebsten würd der doch die Zunge reinschieben.

Eklige Doppelmoral.


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#3
29.07.2014
21:43:02


(+1, 5 Votes)

Von Berliner
Antwort zu Kommentar #1 von Münchner


"Ja, das sieht schon recht schwul aus."
Mmmh, ich find eigentlich, dass der nicht besonders gut aussieht. Eher wie eine 08/15-Bollerhete kurz nach dem heimlichen Besuch im Puff. Aber Geschmäcker unterscheiden sich halt.


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#4
29.07.2014
22:23:42


(+5, 5 Votes)

Von Lars3110
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich find das echt widerlich.


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#5
30.07.2014
00:31:12


(-1, 9 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Das mit der Doppelmoral ist so eine Sache, ob man die pietistische Doppelmoral des "Westens" auf die Moralvorstellung der "Slawen" 1:1 übertragen kann, bezweifle ich: MSM-Kontakte sind dort, ähnlich wie im Orient, geläufiger als bei uns, darüber laut reden, es als Lebensform zu propagieren, wird verpönt, auch von Männern, die nicht bi- sondern homosexuell sind. Und er hat ja noch Anfang 2013 gesagt: "Homosexualität sei weder eine selbst gewählter Lebensstil noch eine Krankheit, sondern von der Natur vorgegeben und habe immer existiert. Auch eine Zustimmung zu einer Homo-Ehe schloss er nicht aus: Das läge vor allem am Wähler".
Link zu www.queer.de


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#6
30.07.2014
00:42:36


(+3, 7 Votes)

Von f-times


"Extremst populistische Thesen sind nichts ungewöhnliches für ihn."

Dann läuft er zur Höchstform auf:

One person close to Mr Putin said the Yukos ruling was insignificant in light of the bigger geopolitical stand-off over Ukraine. There is a war coming in Europe, he said. Do you really think this matters?

Link zu www.ft.com


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#7
30.07.2014
00:57:27
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Gausener
Antwort zu Kommentar #5 von reiserobby


Du redest dir den widerlichen Typen schön...


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#8
30.07.2014
01:16:38


(+4, 10 Votes)
 
#9
30.07.2014
07:37:53


(-1, 3 Votes)

Von Smartakus
Aus Möhnesee (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.01.2014


Die Ansichten und politischen Machenschaften Schirinowkis mögen widerlich sein. Auch dass er sich mit Jungs, vermutlich Strichern filmen lässt, ist nicht die feine Art. Aber was ist an den Bildern widerlich? Ist es jetzt Pflicht als Schwuler jung, hübsch und schlank zu sein? Machen wir jetzt auch ein bisschen Rassismus?


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#10
30.07.2014
08:14:01


(+5, 7 Votes)

Von Robin


Wie immer:
Wer am lautesten quietscht, will geölt werden...


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