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Im Castro District wie auch in anderen "Gayborhoods" ziehen immer mehr Heten ein (Bild: gazeronly / flickr / by-nd 2.0)

Ein Nebenaspekt der zunehmenden Gleichbehandlung: In Boystown, Castro District und Co. leben immer weniger Schwule und Lesben.

Eine neue Studie der Universität von British Columbia im kanadischen Vancouver kommt zu dem Ergebnis, dass sich die gewachsenen schwul-lesbischen Viertel in den USA langsam auflösen. Demnach hat sich die Zahl von Homosexuellen in traditionellen "Gayborhoods" in den letzten Jahren deutlich reduziert: bei Schwulen um acht Prozent, bei Lesben sogar um 13 Prozent. Demgegenüber ziehen viele Heterosexuelle in diese Viertel. Untersucht wurden unter anderem Boystown in Chicago, der Castro District in San Francisco und Greenwich Village in New York City.

Studienleiter Amin Ghaziani nennt mehrere Gründe für die Veränderung der Bevölkerung: Dazu gehöre die natürliche Gentrifizierung, also die Verdrängung von ärmeren Bewohnern durch reichere – ein Trend, der in den letzten Jahrzehnten insbesondere in schwarzen Vierteln zu beobachten war. Außerdem spiele die größere Akzeptanz von Homosexuellen und gleichgeschlechtlichen Paaren eine Rolle. Insbesondere lesbische Paare mit Kindern würden daher in von Heterosexuellen dominierte Viertel ziehen, da sie mit ihren Nachbarn mehr gemein hätten als mit denen in "Gayborhoods". So legten sie etwa Wert auf einen guten Schulbezirk.

Negative Folgen der "Enthomosexualisierung"

Der Soziologe begrüßt zwar die Entwicklung als Konsequenz der zunehmenden Einbeziehung von Schwulen und Lesben in die Allgemeinbevölkerung, warnt aber vor eine "Enthomosexualisierung" der traditionellen Viertel. "Schwul-lesbische Gegenden waren sehr wichtig im Kampf für die Freiheit und haben der Welt viel gegeben, von Politik über Lyrik bis zu Fashion", so Ghanziani. "Es ist sehr wichtig, dass wir Wege finden, diese kulturell wichtigen Räume zu erhalten."

Die Ergebnisse der Untersuchung werden im 360-seitigen Buch "There Goes the Gayborhood?" ausführlich dargestellt. Es wird am 10. August als gedruckte Ausgabe und E-Book erscheinen. (dk)



#1 GeorgGAnonym
  • 30.07.2014, 16:30h
  • Eine gute Nachricht! Wem sollen auch solche schwulen Disneylands nutzen? Mit Emanzipation haben die schon lange nichts mehr zu tun, eher mit Selbstisolierung.
    Schwule Ghettos brauchen wir im Jahre 2014 genau so wenig wie schummrige Homo-Bars mit Klingel, Plüsch und roter Beleuchtung.
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#2 wohngemeinschaftAnonym
#3 FelixAnonym
  • 30.07.2014, 16:54h
  • Einerseits ist das natürlich sehr schön, dass Heteros kein Problem mehr damit haben, in "Homo-Vierteln" zu leben und umgekehrt GLBTI sich überall wohlfühlen und nicht mehr den Schutz eines von uns dominierten Stadtviertels nötig haben.

    Aber umgekehrt ist es auch ein wenig schade, denn da geht auch ganz viel Geschichte und Kultur verloren.

    Ich hoffe schon, dass diese Viertel immer ein Stück weit "queerer" sein werden als andere Viertel.
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#4 So WhatAnonym
  • 30.07.2014, 17:12h
  • Antwort auf #1 von GeorgG

  • Sagt derjenige, der vermutlich niemals in einem solchen Viertel war...

    Da geht ein ganzes Stück Kultur verloren, geh doch z.B. mal im Kaufhof etc. eine schwule Hochzeitskarte suchen.

    Ich finde es sehr bedauerlich, was sich da entwickelt. Aber im Schrank isses auch schön, gell?
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 GeorgGAnonym
  • 30.07.2014, 18:18h
  • Antwort auf #4 von So What
  • " Aber im Schrank isses auch schön, gell?"

    Bist du so naiv zu glauben, dass man "aus dem Schrank" ist, wenn man ein solches Schwulenghetto besucht?
    "Aus dem Schrank" ist man, wenn man solche Ghettos NICHT besucht und in gemischten Vierteln verkehrt, wo man zu seiner Sexualität stehen muss!

    Übrigens: Ich habe mir öfter solche Gay-Ghettos angesehen. Es war schokierend, wenn man z.B. im Castrodistrikt in San Francisco die völlige Narrenfreiheit hatte, aber 200 m außerhalb dieses Viertel von Macho-Jugendlichen aus Lateinamerika dumm angemacht wurde.
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#8 Robby69
  • 30.07.2014, 18:56h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • Schon klar, Du als überangepasster biederer Vorzeigeschwule - der in der Öffentlichkeit am liebsten als "straight" durchgehen will, um nur JA NICHT aufzufallen - mußt ja natürlich gegen die OFFENE Schwulenszene und gegen SCHWULEN-Viertel sein. Zum Glück sind ja nicht alle so verhuschte "Hetero-Imitatoren" wie Du. - Es gibt schließlich auch noch verdammt viele offen lebende Schwulen, die verdammt GERNE in Szene-Bars gehen - und auch in Schwulen-Vierteln leben wollen. -
    Nur leider können wir uns diesen "Luxus" - im wahrsten Sinne des Wortes - dank der beschissenen "Raus-Sanierungs-Politik" gewisser geldgeiler und geldgieriger HETEN nicht mehr leisten, Herzchen!
    Möchte mal wissen, was DU denn dazu sagst, wenn Dir von Deinem Vermieter gekündigt wird - weil die das Haus "nobel"-sanieren - und Du plötzlich auf der Straße stehst, weil irgendwelche idiotischen Schickimicki-Hetero-Pärchen (kreischende, affektierte neureiche Tussi samt arrogantem Stecher) in Dein "bisheriges" Heim einziehen...
    Ich wette, dann hälst auch DU mal die Klappe und wirst ganz klein mit Hut...
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#9 Robby69
  • 30.07.2014, 19:01h
  • Antwort auf #7 von GeorgG
  • DU und aus dem Schrank???? Da kann ich nur lachen, Schätzchen! - Im GEGENTEIL: DU bist doch derjenige, der sich noch immer tiefer in seinem Schrank versteckt und ganz unten - ganz hinten - zwischen lauter kuscheligen Decken und und Pullis etc. lautstark kreischt, wie WAAAHNSINNIG emanzipiert er doch wäre...
    Wenn Du Deinen Quatsch selbst glaubst, dann mußt Du aber echt VERDAMMT NAIV sein!
    Wann willst Du Dich denn als schwul geoutet haben, Märchenerzähler???? Etwa am 30.07.2014 um 18:18:32 Uhr??? Ach ja?? Nach wievielen Drinks/bzw. Flaschen Wodka???
    Uiuiuiui! SOOO viele? Na dann schlaf erst mal Deinen Rauch aus, Schätzchen... Und poste am besten erst wieder, wenn Du nüchtern bist. Grins...
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#10 Robby69
  • 30.07.2014, 19:03h
  • Das ist leider nicht nur in den USA so, sondern auch in Deutschland. - Auch hier werden ganze Szene-Viertel "nobel"-saniert - die alten LGBTI-Mieter raussaniert und neureiche Heten-Schnösel samt ihren eingebildeten Kreische-Tussis ziehen ein...
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