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  • 31.07.2014           256      Teilen:   |

Nordrhein-Westfalen

Queere Gruppe besorgt über Antisemitismus bei der Linken

Artikelbild
Auf seiner Facebook-Seite stellt der Bundestagsabgeordnete Niema Movassat die Demo in Essen als harmlose Veranstaltung dar (Bild: Facebook Screenshot)

Streit bei der Linkspartei: Der dogmatische NRW-Landesverband macht gemeinsam mit Homo-Hassern Stimmung gegen Juden – dagegen gibt es Proteste der innerparteilichen LGBT-Gruppe.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Die Linke.Queer NRW hat sich am Donnerstag auf ihrer Facebookseite "in tiefer Sorge" über menschenverachtende Tendenzen in der Landespartei geäußert. Hintergrund ist die von der Jugendorganisation der Linkspartei organisierte Demonstration gegen den israelischen Gaza-Einmarsch, bei der am 18. Juli in Essen viele antisemitische Parolen sichtbar waren. Die LAG Die Linke.Queer appellierte an die Parteifreunde, "dass das Engagement für Frieden einhergehen muss mit dem Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus in unserer Gesellschaft".

Auf der Demo wurden auf Transparenten Juden generell mit Nazis gleichgestellt und die Vernichtung des Staates Israel gefordert. Auch Politprominenz der Linken war bei der Demo dabei. So hielt NRW-Parteichef Ralf Michalowsky auf der Veranstaltung eine Rede. Auch der Bundestagsabgeordnete Niema Movassat nahm an der Veranstaltung teil. Über soziale Netzwerke äußerte er sogar Verständnis, dass Menschen, die Angehörige in Gaza verloren hätten, ihre Meinung "deutlicher artikulieren".

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Zusammenarbeit mit homophober Mini-Partei

Kritisiert wurde auch, dass auf der Demo Bilal Wilbert von der BIG-Partei sprechen durfte. Die Migranten-Partei äußere sich nicht nur antisemitisch, sondern sei "mit ihren homofeindlichen Wahlplakaten und Äußerungen zur 'natürlichen Familie'" einer der Gründe, warum schwul-lesbischer Aktivismus noch notwendig sei, so der queere Verband der Linken. Die BIG-Partei hatte etwa vor der Bundestagswahl 2013 mit dem Bild einer Regenbogenfamilie vor der Gleichbehandlung von Homosexuellen gewarnt (queer.de berichtete). Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin war zwei Jahre zuvor sogar ein populistischen Flugblatt mit vielen falschen Behauptungen über die bevorstehende Einführung eines "Schulfachs 'schwul'" verteilt worden (queer.de berichtete).

Die LAG Die Linke.Queer fordert nun eine Aufarbeitung der Vorkommnisse. Die Gruppe kritisiert insbesondere den rauen Umgang mit Parteifreunden, die via sozialer Netzwerke einer regelrechten "Verfolgung" ausgesetzt seien. Auch habe sich die Parteiführung nie von Vowürfen distanziert, dass westliche Schwule und Lesben generell "rassistisch, nationalistisch und kolonialistisch" seien, wenn sie auf die Verfolgung von Homosexuellen in muslimischen Ländern des Nahen Osten hinwiesen.

Gleich nach der Veröffentlichung des Artikels auf Facebook wurde bereits in einem Kommentar das Thema Judenhass relativiert. "In Gaza sterben täglich unschuldige Menschen und man hat kein anderes Problem als ANTISEMITISMUS!" schrieb die Userin.

Auch die Parteiführung in Berlin hatte sich bereits vor einigen Tagen vom als extrem links und dogmatisch geltenden nordrhein-westfälischen Landesverband distanziert. "Gemeinsames Agieren mit Antisemiten, mit Menschen, die 'gegen die Juden' offen oder unterschwellig agitieren oder mit Menschen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellen, kommt für uns nicht in Frage", hatten die Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger sowie Fraktionschef Gregor Gysi in einer gemeinsam verfassten Erklärung appelliert. (dk)

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Tags: die linke, essen, israel, juden, antisemitismus
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Reaktionen zu "Queere Gruppe besorgt über Antisemitismus bei der Linken"


 256 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
31.07.2014
12:24:17
Via Handy


(-3, 29 Votes)

Von ehemaligem User DavidJacob


Hier in Göttingen war vor zwei Wochen auch eine Demo. Die Palästinenser zusammen mit Leuten aus der Antifa. Wirklich erschreckend.


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#2
31.07.2014
12:28:15


(-6, 28 Votes)

Von GeorgG


Kein Land der Welt kann es dulden, wenn seine Bürger aus dem Hinterhalt bzw aus Erdlöchern heraus mit Raketen beschossen werden. Ich habe daher vollstes Verständnis für die Vorgehensweise Israels. Die israelischen Truppen dürfen nicht eher aus Gaza wieder abziehen, bis auch die letzten Raketenstützpunkte vernichtet sind.
Das, was man jetzt von der Linkspartei hört, ist so schlimm, dass die Staatsanwaltschaft prüfen muss, inwieweit hier eine Straftat vorliegt.
Wenn solche Äußerung wieder von deutschem Boden ausgehen, ist das ein Verrat an die von den Nazis getöteten Juden.
Lang lebe Israel!


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#3
31.07.2014
12:32:57


(+7, 35 Votes)

Von Finn


"Der dogmatische NRW-Landesverband macht gemeinsam mit Homo-Hassern Stimmung gegen Juden"

1. Egal um welches Thema es geht, man macht niemals gemeinsame Sache mit Homohassern, Nazis, o.ä.

2. Israel ist dort in der ganzen Region der einzige Ort, wo Schwule und Lesben weitestgehend akzeptiert sind.

3. Das was die israelische Führung macht, ist sicher in weiten Teilen sehr kritikwürdig. Das ist aber kein Grund für Antisemitismus!


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#4
31.07.2014
12:34:00


(0, 34 Votes)

Von XDAS


Tja, die Linke hat ja auch schon Putin verteidigt. Die alten Seilschaften zählen halt doch mehr als das, was man so erzählt...


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#5
31.07.2014
12:35:47


(+4, 32 Votes)

Von Pino


"Auf der Demo wurden auf Transparenten Juden generell mit Nazis gleichgestellt und die Vernichtung des Staates Israel gefordert. Auch Politprominenz der Linken war bei der Demo dabei."

Wer Juden als Nazis bezeichnet, hat nun wirklich null Ahnung.

Okay, jeder hat das Recht, dumm zu sein. Aber solche Leute sollten dann in einer im Bundestag vertretenen Partei nichts zu sagen haben...


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#6
31.07.2014
12:38:21


(+5, 35 Votes)

Von Linksbär


Naja, nachdem die Adressierung von GLBTI-Rechten bei der letzten Wahl nicht den erhofften Stimmenzuwachs brachte, versucht man es jetzt halt bei der Gegenseite.

Egal, wie man zum Palästinenser-Konflikt steht, aber man macht dann niemals gemeinsame Sache mit Antisemiten. Das ist nämlich keine Spur besser als jede andere Art von Hass.

Wenn die Linke jetzt sogar schon Homohassern ein Forum bietet, ist das nicht mehr meine Partei.


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#7
31.07.2014
12:38:22


(0, 32 Votes)

Von Thorin


Ich bin in Hamburg letztens an einer dieser Montagsdemos verbeigelaufen und habe gesehen wie dort linke Anti-Imperialisten, Neo-Nazis und fanatische Islamisten gemeinsam demonstrierten. Da ging es dann darum wie Juden, Schwule und Freimaurer das Volk unterdrücken würde. Echt krank sowas zu sehen.


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#8
31.07.2014
12:41:05


(+2, 34 Votes)

Von Hinnerk


"Auch die Parteiführung in Berlin hatte sich bereits vor einigen Tagen vom als extrem links und dogmatisch geltenden nordrhein-westfälischen Landesverband distanziert. "

Ja, das sind diese Leute, die Dogmen über Vernunft stellen und so in ihrer Ideologie gefangen sind, dass sie gar nicht mehr nachdenken (können).

Das gibt es halt nicht nur bei der Kirche.

Wenn der NRW-Teil der Linken der Partei und uns Schwulen und Lesben laufend so massiv schadet, sollten diese Extremisten und Fanatiker sich vielleicht eine andere Partei suchen.


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#9
31.07.2014
12:42:12


(+1, 31 Votes)

Von Peer


Wieso schließt die Linkspartei solche Leute nicht aus?

Solange die nicht ausgeschlossen werden, muss ich davon ausgehen, dass die Linkspartei deren homophobe und antisemitische Haltung teilt...


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#10
31.07.2014
12:43:04


(+2, 32 Votes)

Von ewhiooh


Der Antisemitismus und die Homophobie scheint Gruppen zu vereinen, die vorher unvereinbar schienen...


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