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Harry Potter wurde mit dem englischen Schauspieler Daniel Radcliffe in der Hauptrolle verfilmt (Bild: Heyday Films)

Wenn Schüler und Studenten die Romane über Harry Potter lesen, haben sie weniger Probleme mit Ausländern oder Homosexuellen.

Eine neue Studie von italienischen und britischen Wissenschaftlern von vier Universitäten kommt zu dem Ergebnis, dass die Akzeptanz schwuler und lesbischer Lebensweisen unter jungen Leuten höher ist, wenn sie die "Harry Potter"-Buchreihe von Joanne K. Rowling gelesen haben. Die Forscher hatten Schüler ab elf Jahren und junge Studenten in Italien und England nach ihren Einstellungen zu Homosexuellen und ausländischen Flüchtlingen befragt. Dabei verglichen sie, ob die Schüler die Buchreihe gelesen haben und inwieweit sie sich mit der Hauptfigur identifizierten.

Dabei kam heraus, dass sich die jungen Menschen umso toleranter zeigten, je mehr sie Harry Potter als Vorbild bewunderten. Sowohl gegenüber Flüchtlingen als auch gegenüber Homosexuellen zeigten die Potter-Fans weniger Vorurteile.

Romanserie zeigt negative Auswirkungen von Diskriminierung

Die Forscher begründeten das Ergebnis damit, dass die Konzepte von Toleranz und Verständnis für andere Personen wesentlich in den Romanen angelegt seien. So interagieren Harry und seine Freunde mit nichtmenschlichen Figuren wie Elfen oder Kobolden, die unter gesellschaftlicher Benachteiligungen leiden. Harry versuche dabei, diese Personen "zu verstehen, und zeigt Verständnis für ihre Situation", heißt es in der Studie. Gleichzeitig sei Lord Voldemort ein Symbol für das absolute Böse. Dabei seien deutliche Anleihen an den Nationalsozialismus sichtbar, da Voldemort wie die Nazis die Welt in wertvolle reinrassige Personen (Magier) und minderwertige Menschen ("Muggel") einteilt.

Die Studie ist unter dem Titel "The greatest magic of Harry Potter: Reducing prejudice" (Harry Potters größter Zaubertrick: Vorurteile zu reduzieren) im Fachmagazin "Journal of Applied Social Psychology" erschienen.

Homo-Hasser haben bereits in der Vergangenheit mehrfach die Buchreihe als antireligiös kritisiert. In den USA gab es mindestens sieben Buchverbrennungen durch evangelikale Fundamentalisten. Hierzulande erklärte die katholische Aktivistin Gabriele Kuby in einem 2003 erschienenen Buch, Harry Potter sei ein "globales Langzeitprojekt zur Veränderung der Kultur". (dk)



#1 sperlingAnonym
  • 01.08.2014, 17:32h
  • mir scheint, dass hier nicht wirklich untersucht wurde, was ursache und was wirkung ist. dazu hätte man eine zeitübergreifende studie mit zwei vergleichsgruppen anlegen müssen, mit kontrolle vor und nach dem lesen.

    das ist so'n bisschen, als wenn man behauptet, oft nass zu sein, mache die menschen weniger geneigt, regenschirme bei sich zu tragen. mit solcher küchen-statistik wäre das nämlich leicht zu belegen.
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#2 oder soAnonym
  • 01.08.2014, 18:15h
  • Antwort auf #1 von sperling
  • "....Es war einmal ein Dorf in England, das sehr stolz auf sein Bogenschießen war. Vor jedem Haus stand eine Zielscheibe und zeigte das Können seines Besitzers. Auf einem dieser Zielscheiben hat jeder einzelne Pfeil mitten ins Ziel getroffen.

    Ein neugieriger Besucher fragte den Besitzer: wie ist dies möglich? Die Antwort: Einfach, zuerst schoss ich die Pfeile, und dann zeichnete ich Kreise rund um sie....."
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#3 zaubertrickAnonym
#4 RadixAnonym
  • 01.08.2014, 19:39h
  • Zitat aus dem Artikel:

    «So interagieren Harry und seine Freunde mit nichtmenschlichen Figuren wie Elfen oder Kobolden, die unter gesellschaftlicher Benachteiligungen leiden.»

    Sonst werden Elfen und Kobolde zusammen mit dem armen Jesulein ins Pfeffer- und Märchenland gewünscht. Jetzt sind sie plötzlich wieder für etwas gut. Sehr bemerkenswert und gleichzeitig höchst seltsam!
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#5 StretchingmasterProfil
  • 01.08.2014, 19:58hEssen / Holsterhausen
  • Und Gabriele Kuby sieht in Harry Potter eine Bedrohung unserer Jugend. Ist wieder typisch...
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#6 Just meAnonym
  • 01.08.2014, 20:00h
  • Antwort auf #4 von Radix
  • Der Unterschied ist, dass niemand aufgrund des Glaubens an Elfen und Kobolde andere Menschen tötet. Wenn du die Bibel mit harmlosen Fantasy Romanen wie Harry Potter vergleichst, hast du insofern recht, dass sowohl Gott als auch Lord Volemort reine Fiktion sind. Aber an ersteren glauben verrückterweise wirklich Menschen und verbreiten in seinem Namen Gewalt und Schrecken auf der Welt...
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#7 ARLXAnonym
  • 01.08.2014, 20:05h

  • Die höhere Toleranz von lesenden Kindern/Jugendlichen hat wohl weniger mit Harry Potter zu tun, sondern mit der Tatsache das diese Kinder heutzutage überhaupt noch lesen!

    Intelligente Kinder können anscheinend etwas besser differenzieren.
    Obgleich Harry Potter nicht unbedingt förderlich für Intelligenz ist.

    ...
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#8 FelixAnonym
  • 01.08.2014, 20:59h

  • Ich hätte mir nur gewünscht, dass es in den Romanen auch offen schwule oder lesbische Charaktere gegeben hätte. Aber auch an der Schule waren angeblich alle Hetero...

    Nachher hat sie zwar gesagt, Dumbledore sei schwul, aber das ist gerade mal eine von Dutzenden Figuren und in den Büchern selbst findet man nichts davon.
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#9 David77Anonym
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil