Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 06.08.2014           125      Teilen:   |

"Haltet den Mund"

Gaza-Konflikt: Dana International kritisiert Europäer

Artikelbild
Dana International verteidigt ihr Heimatland gegen Angriffe aus Europa

Die Eurovisionslegende ist sauer auf den alten Kontinent: Europäer hätten in der Vergangenheit die halbe Welt "vergewaltigt", deshalb sollten sie beim Gaza-Konflikt mit ihrer Kritik an Israel aufhören.

Dana International hat Europäer in einem Interview in den Niederlanden aufgefordert, nicht mehr den Militäreinsatz Israels gegen die Hamas zu verdammen. "Ihr müsst euren Mund halten, ihr habt Abermillionen Menschen durch die gesamte Geschichte hindurch ermordet", sagte die 45-jährige Sängerin in einem Gespräch im Hause des israelischen Botschafters in den Niederlanden, Haim Divon. Wie die Zeitung "Haaretz" berichtet, war der Botschafter gefragt worden, ob Israel Kriegsverbrechen begangen habe. Daraufhin zeigte sich Dana International (bürgerlich: Sharon Cohen) über die Frage sichtlich aufgebracht und antwortete neben einem sichtlich überraschten Botschafter.

Die Sängerin kritisierte die ihrer Meinung nach einseitigen und unfairen Ansichten über Israel in Westeuropa. "Ihr habt die halbe Welt erobert. Ihr habt Afrika vergewaltigt, ihr habt die halbe Welt vergewaltigt. Bringt Afrikas Geld zurück!" Die Sängerin verwies auf die Eroberung des Kongo durch den belgischen König Leopold II. "Wenn irgendein Belgier irgendetwas über Israel sagt, müssen wir Herrn Leopold fragen, woher der belgische Reichtum stammt".

Nach Ansicht von Dana International lernen Israelis und Palästinenser derzeit "die ersten Schritte einer normalen Zivilisation, einer normalen Kultur. Israel hat eine andere Mentalität als Europa". Sie verwies darauf, dass Europa viele Kriege angezettelt habe, sich aber trotzdem als Ansammlung von Kulturnationen verstehe. "Jetzt sind wir an der Reihe, kultureller zu werden", so Dana trotzig.

Youtube | Danas Sieg beim Eurovision 1998 in Birmingham
Fortsetzung nach Anzeige


"Sagt kein schlimmes Wort mehr über Israel"

Die Sängerin forderte Europäer auf, nicht mit einer vorgefertigten Meinung Israel zu kritisieren: "Es gibt keine Nation in Europa, die Israel kritisiert und selbst frei von Schuld ist. Haltet den Mund, ihr Niederländer! Haltet den Mund, ihr Belgier! Haltet den Mund, ihr Briten! Gebt Afrika sein Geld zurück. Sagt kein schlimmes Wort mehr über Israel."

Dana International hatte 1998 als erste transsexuelle Sängerin den Eurovision Song Contest für Israel gewonnen. Ihr Titel "Diva" wurde zum Standardrepertoire in der LGBT-Szene. Sie widmete den Sieg der Community und machte auf einer CSD-Tour durch Europa Werbung für die Gleichbehandlung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen. 2011 trat sie beim Eurovision in Düsseldorf erneut für Israel an, scheiterte mit ihrem Song "Ding Dong" aber im Semifinale.

Teilnehmer beim CSD in Jerusalem
Teilnehmer beim CSD in Jerusalem (Bild: Wiki Commons / OHAYON AVI / CC-BY-SA-3.0)

Der Gaza-Konflikt hat bereits in der deutschen LGBT-Szene zu Verwerfungen geführt. So kritisierte die Landesarbeitsgemeinschaft Die Linke.Queer NRW hochrangige Parteifreunde, die eine antiisraelischen Demo mitorganisiert haben, bei denen auch antisemitische Parolen gefallen waren und einem homofeindlichen Politiker eine Plattform geboten wurde (queer.de berichtete). Wenige Tage nach der Kritik traten auf Bundes- und Landesebene mehrere Sprecher der queeren Arbeitsgruppen der Partei wegen des Streits zurück (queer.de berichtete).

Israel-Gegner in der queeren Community werfen dem Staat dagegen vor, sogenanntes "Pinkwashing" zu betreiben. Queer-Theoretikerin Jasbir Puar spricht etwa von einem "homosexuellen Propagandakrieg Israels". Sie kritisiert den jüdischen Staat, weil er sich nur LGBT-freundlich gebe, um sich von Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser reinzuwaschen. Israelische Aktivisten verweisen dagegen darauf, dass man als einziger homofreundlicher Staat der Region auch schwule und lesbische Palästinenser aufnehme, denen in ihrer homophoben Heimat Folter und Tod drohten. Israel sei schließlich der einzige Staat im Nahen Osten, in dem Homosexuelle die vollen Bürgerrechte erhielten. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 125 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 354             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: israel, niederlande, dana international, eurovision
Schwerpunkte:
 Israel
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Gaza-Konflikt: Dana International kritisiert Europäer"


 125 User-Kommentare
« zurück  12345...1213  vor »

Die ersten:   
#1
06.08.2014
13:17:05


(-14, 36 Votes)

Von Oliver43


Dana International hat vollkommen Recht mit der überzogenen Kritik an Israel.

Hintergrund dieser Kritik in Europa ist aber eine Islamistenszene in Deutschland oder in Frankreich, die auf die Strassen rennt und hier Judenhetze betreibt.

Vielleicht kann man den Juden in Israel vermitteln, das es überwiegend nur eingewanderte Menschen mit islamischen Kulturhintergrund sind, die hier bei uns auf den Strassen für Randale sorgen und Hetze betreiben.

Schlimm ist nur das einige linke Idioten aus der Linkspartei bei uns, sich dieser Hetze auf den Strassen anschliessen. Aber auf die Linksinterlektuellen war bekanntlich noch nie richtig Verlass, da lobe ich mir lieber die Vertreter aus den Reihen der Grünen/Bündnis 90 oder der CDU und CSU, die klar auf proisraelitischen Kundgebungen mitmarschierten.

Schlimm in welchem Islamistensumpf die Linkspartei und einige linke Interlektuelle hineingeraten sind.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
06.08.2014
13:27:05


(-11, 29 Votes)

Von international


"Der Islam gehört zu Deutschland", befand Kurzzeit-Bundespräsident Christian Wulff einst. Laut einer Umfrage teilt eine Mehrheit der Deutschen diese Meinung nicht.

Link zu www.spiegel.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
06.08.2014
13:29:47


(+13, 23 Votes)

Von history channel


"Ihr habt die halbe Welt erobert. Ihr habt Afrika vergewaltigt, ihr habt die halbe Welt vergewaltigt. Bringt Afrikas Geld zurück!"

1899 gründete Herzl in London den Jewish Colonial Trust, dessen Aufgabe die Beschaffung und Bereitstellung von Geld zum Ankauf von Land in Palästina war, das damals noch Teil des Osmanischen Reiches war. Am 27. Februar 1902 wurde von Herzl und Zalman David Levontin als Zweigunternehmen die Anglo-Palestine Company (APC) gegründet, aus der später die Bank Leumi hervorging. Beiden Organisationen gehörte Herzls Freund und Gefolgsmann Jacob Moser an, der zu den wichtigsten finanziellen Unterstützern des frühen Zionismus zählte. Von Seiten Großbritanniens (genauer: vom britischen Kolonialminister Joseph Chamberlain) wurde Herzl, als dem Vertreter der Zionistischen Weltorganisation, ein Gebiet in Ostafrika angeboten. Das Uganda-Programm scheiterte aber zum einen daran, dass die meisten Zionisten nur Palästina als mögliches jüdisches Siedlungsgebiet ansahen; zum anderen war das Gebiet mangelhaft geeignet.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Herzl


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
06.08.2014
13:35:52


(+17, 33 Votes)

Von dragan
Aus Dresden (Sachsen)
Mitglied seit 25.06.2010
Antwort zu Kommentar #1 von Oliver43


Sie verbreiten hier in Qualität und Quantität falsche Behauptungen, die den gossensprachlichen Begriff Dreckschleuder für Sie vollumfänglich greifen lassen. Ihr Linken- und Islamhass treibt Sie seit Jahren zu den krudesten Lügenkonstrukten, den abenteuerlichsten Wahlempfehlunen und zu einer entlarvenden Nick-Praxis.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
06.08.2014
13:37:21


(-21, 31 Votes)

Von Oliver43


Mir fällt sowieso nebenbeibemerkt immer mehr auf, dass die Grünen auf Bundesbene in der Aussenpolitik viel besser zur CDU/CSU passen.

Ob die aussenpolitische Haltung zu Israel, wo Grüne und CDU/CSU klar und uneingeschränkt das Existenzrecht Israels verteidigen und sich gegen jede Form von Judenhetze wehren.

Oder bei den Sanktionen gegen Putin und die klare Verurteilung der russischen Regierung Putins, wo Grüne und CDU/CSU scharfe Kante gegen Russlands Aussenpolitik zeigen und nicht wie SPD-Altkanzler Schröder oder Schmidt sich mit Putin zur Party oder zum Kaffeekränzchen treffen.

Oder in der Finanzpolitik der EU, wo auch Grüne-Finanzpolitiker mittlerweile begriffen haben, das in den anderen EU-Staaten kein Weg an einer Sparpolitik in den öffentlichen Haushalten vorbeigeht; und wo Grüne und CDU/CSU klar am Euro festhalten.

Daher gerade in der Aussen- und EU-Politik zeigt sich, wie gut Grüne und CDU/CSU 2017 gemeinsam regieren könnten.

Die Grünen sollten unbedingt 2017 einen Wahlkampf ohne feste Regierungszusage machen, damit sie dann bei entsprechender Mehrheit mit der CDU/CSU regieren können, das wäre die beste Lösung für Deutschland derzeit.

Und nicht so eine beschisssene Grosse-Koalition oder noch schlimmer eine Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei.

Und da es auch 2107 nicht für eine Koalition aus SPD und Grünen reichen wird, sollten die Grünen endlich begreifen, dass Opposition Mist ist und sie im Verbund mit der CDU/CSU mehr erreichen können.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
06.08.2014
13:46:04


(-4, 22 Votes)

Von GeorgG


" Israel sei schließlich der einzige Staat im Nahen Osten, in dem Homosexuelle die vollen Bürgerrechte erhielten. "

Lang lebe Israel!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
06.08.2014
13:50:41


(-10, 26 Votes)

Von Reverser
Antwort zu Kommentar #2 von international


Vermutlich eine der wenigen Umfragen, die das Meinungsbild richtig wiedergibt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
06.08.2014
13:52:53


(+11, 17 Votes)

Von tv channel
Antwort zu Kommentar #3 von history channel


"Jewish Colonial Trust"

Diesen Begriff aus der Geschichte des Zionismus mied Herr Wolffsohn, als er bei Frau Anne Will auf Herzl verwies, nachdem Herr Todenhöfer bemerkte, dass viele Araber Israel als eine Art europäisches Kolonialprojekt begreifen.
Todenhöfer sprach von der Schuld Hitlers und der Deutschen.

Herr Wolffsohn mußte natürlich auf die oben bemerkten Siedlungspläne aus dem vorletzten Jahrhundert hinweisen und erwidern, da sonst ein Subtext entstanden wäre, der Ahmadineschads These, die Palästinenser zahlen für Hitler, sehr nahe gekommen wäre.

Diesen Kniff gegen Todenhöfer verkniff sich Wolffsohn. Wolffsohn weis natürlich, welche Afghanen Todenhöfer in den 80ern unterstütze.

(ZDF, Mediathek)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
06.08.2014
13:54:02


(-13, 27 Votes)

Von Oliver43
Antwort zu Kommentar #2 von international


@International
""Der Islam gehört zu Deutschland", befand Kurzzeit-Bundespräsi dent Christian Wulff einst. Laut einer Umfrage teilt eine Mehrheit der Deutschen diese Meinung nicht. "

--> Vollkommen richtig erkannt. Die große Mehrheit der Deutschen sieht den Islam genauso wie den Hinduismus oder den Buddhismus nicht als Teil Deutschlands an.

Der aktuelle Bundespräsident Gauck hat hierzu die richtigen Worte gefunden und die Worte von Christian Wulff entsprechend richtig korrigiert.

Der Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" ist und bleibt falsch. Richtig aber ist es, das die zu uns eingwanderten islamischen Menschen ein Teil der Bevölkerung sind.

Immer wieder kann hier nur auf die christlich-jüdische Tradition und Geschichte in unserem Lande hingewiesen werden, zu der dann mit Nietsche und Co eine atheistisch/agnostische Weltsicht seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hinzugekommen ist.

Islamisches Gedankengut und islamische Menschen hingegen sind erst ab den 1960er zu uns eingewandert; zuvor war Deutschland ein christlich/jüdisches Kulturland mit agnostisch/atheistischen Beeinflussungen.

Und ich bin der Meinung, dass Bundespräsident Gauck sehr gut dies Thema formuliert hat, während Ex-Bundespräsident Wulff hier die falschen Worte verwendet hat.

-------------------
Und noch viel viel schlimmer finde ich, dass nun Islamisten bei uns auf der Strassen rumschreien und Judenhetze betreiben. Und zu allem Überfluss meinen auch noch einige deutsche Linksinterlektuelle sie müßten sich mit den Palästinensern soldidarisieren und auch Judenhetze betreiben.

Wer da derzeit auf den Strassen in Deutschland gegen Israels Selbstverteidigungsrecht demonstriert, der sollte schleunigst noch einmal ein KZ in Deutschland besuchen und sich mit der Geschichte Deutschlands beschäftigen und das wir gerade als Deutsche eine historische Verantwortung für Israel tragen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
06.08.2014
13:57:03


(-10, 14 Votes)

Von Christian Schrod


Er schaut recht gut aus - gestehe ich. Aber wenn ich schon im Text lese... "Ich habe einen Freund" und dazu "ist Pornodarsteller". Das ist das Problem bei uns Schwulen. Warum sich irgendwo auch nur ein wenig zusammenreißen. Viele Konservative kristisieren (aus meiner Sicht zu Unrecht), dass die Aktzeptanz von Homos zum Werteverfall führe; die Familien auseinander brechen würden. Ich glaube eher, dass solche oder ähnliche Lebensstile/Einstellungen (ich vögle für alle vor der Kamera - und dazu hab ich einen Freund, der das vielleicht sogar noch toll findet) zum Werteverfall führt. Früher nannte man sowas Hurerei, Betrug, Unzucht oder noch anders.

Ich ärgere mich nicht darüber, dass queer.de berichtet, sondern über den Inhalt - also so gesehen über diesen Fußballer. Queer.de macht guten Journalismus in meinen Augen. Ich lese das Blatt täglich.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345...1213  vor »


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Jetzt unterschreiben: Kein Schmusekurs mit Homo-Hassern in Bayern! Landtagsdebatte in Sachsen-Anhalt: Die AfD sagt der "Normabweichung" Homosexualität den Kampf an Volker Beck: Nicht vor Homophobie von Muslimen zurückweichen Gericht: Schwule Flüchtlinge aus Marokko haben Anrecht auf Asyl
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt