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  • 07.08.2014           23      Teilen:   |

"Offen hetero"

Bloß nicht aufs Schwulsein reduziert werden

Artikelbild
Der 17-Jährige Rafe will in keinster Weise auffallen: Das Cover sowohl der englischen Originalausgabe "Openly straight" wie der deutschen Übersetzung zieren fünf knallbunte Köpfe - und ein unscheinbares, schwarzes "Normalgesicht"

In Bill Konigsbergs wunderbarem Roman "Offen hetero" verleugnet ein Schüler seine Homosexualität – obwohl er damit auf keinerlei Probleme stößt.

Von Angelo Algieri

Eine Beobachtung der letzten Zeit ist es, dass sich Jungschwuppen nicht mehr als schwul oder bi kategorisieren wollen. Prominente Beispiele sind – zumindest zu Beginn – der englische Turmspringer-Star Tom Daley oder der Schriftsteller Fabian Hischmann.

Nun ist im Bruno Gmünder Verlag der Roman "Offen hetero" des US-amerikanischen Autors Bill Konigsberg erschienen. Sein schwuler Protagonist Rafe treibt das Nicht-Kategorisierenwollen weiter auf die Spitze, in dem er sein Schwulsein verleugnet – obwohl er von der Familie unterstützt wird und in der Schule auf keine Probleme stößt.

Und schon sind wir inmitten der Story: Rafe lebt mit seinen Eltern in Boulder im US-Bundesstaat Colorado. Ein tolerante, alternative Stadt. Rafes Eltern sind Hippies – weswegen sie auf das Coming-out von Rafe äußerst gelassen reagieren. Mehr noch: Die Mutter lädt sogar die Verwandeten ein, um die Homosexualität des Sohnes in einem Restaurant zu zelebrieren. Für Rafe alles eine Spur zu groß – und peinlich. So gut wie jeder reagiert locker auf sein Coming-out. Rafe engagiert sich sogar aktiv in der Gay-Straight-Alliance, wo er Vorträge in anderen Schulen hält.

Fortsetzung nach Anzeige


Rafes Experiment: Er möchte als Hetero durchgehen

Bill Konigsberg ist laut Pressetext "Vollzeitschriftsteller, Teilzeitsüßigkeitenhersteller, ehemaliger Sportjournalist, ziemlich guter Softballspieler, verletzungsanfälliger Racquetballspieler, verzweifelter Labradoodlebändiger, ganz passabler Karaokeperformer und gelegentlich einfach nur Ehemann"
Bill Konigsberg ist laut Pressetext "Vollzeitschriftsteller, Teilzeitsüßigkeitenhersteller, ehemaliger Sportjournalist, ziemlich guter Softballspieler, verletzungsanfälliger Racquetballspieler, verzweifelter Labradoodlebändiger, ganz passabler Karaokeperformer und gelegentlich einfach nur Ehemann"

Doch eines Morgens schaut er sich im Spiegel an und sieht nur noch den schwulen Jugendlichen. Für ihn eine erschreckende Erkenntnis. Für seine Schulkameraden unter der Dusche, so glaubt er, sei er nur eines: schwul. Sicher ebenso der "tolerante" Nachbar. Wenn Rafe den Müll rausträgt, würde er nur eines sehen: schwul. Er will das nicht mehr und wechselt von seiner High School in ein Jungeninternat, das weit weg von Colorado entfernt liegt. Genauer: in Natick, einem Ort in Neuengland. Dort weiß keiner seiner neuen Mitschüler, dass er schwul ist. Rafe möchte als Hetero durchgehen. Für ihn ist das ein Experiment.

Zunächst läuft alles nach Plan: Rafe ist bei den coolen Sportlern integriert und akzeptiert. Er fühlt sich befreit, nicht als Vorzeige- und Vollzeitschwuler zu gelten. Bis er sich in seiner Sportclique mit Ben anfreundet. Er ist der reflektierte Typ, der sich für philosophische Fragen interessiert. Beide kommen sich näher, Rafe schläft auch mal in Bens Zimmer im Bett nebenan. Ben nennt diese innige Freundschaft Bromance. Und Rafe? Er verliebt sich immer mehr in seinen Mitschüler.

Zu Thanksgiving fahren die beiden gemeinsam nach Boulder. Seinen Eltern und seiner besten Freundin hat Rafe eingetrichtert, bitte ja kein Wort über seine schwule Vergangenheit zu verlieren… Doch dann kommt es zu einem unerwarteten Zwischenfall: Am zweiten Abend küssen sich Rafe und Ben und schmiegen sich im Bett aneinander.

Ben braucht nun eine Pause, weil ihm das zu viel ist. Rafe indes ist komplett verliebt und leidet an Bens Abweisung. Bis sie nach einer Woche doch im Bett landen – was Rafe in ein Dilemma stürzt. Hat diese Beziehung, die auf seiner Hetero-Lüge aufbaut, eine Chance? Was wird aus Rafes Experiment? Wird er sich ein zweites Mal outen? Wird Rafe Ben die Wahrheit sagen? Und wie geht Ben mit seiner neu entdeckten Homosexualität um?

Verstrickungen von Lügen und Unfairness

Bill Konigsberg spielt mit seinem Coming-of-Age-Roman die Möglichkeit durch, wie es wäre, seine überdrüssige homosexuelle Identität anderen gegenüber zu verleugnen. Dass es bei Rafe letztlich nicht klappt, ist abzusehen. Dennoch zeigt dieses Experiment, in welche Verstrickungen von Lügen und Unfairness er sich dabei begibt – vor allem als er sich verliebt. Oder allein über Mädchen oder vermeintliche Ex-Freundinnen spricht.

Doch Rafe will kein Außenseiter, kein uncooler Typ sein. Er will sich nicht bei jeder Berührung – auch beim Mannschaftsduschen – Gedanken darüber machen, ob er den anderen zu nahe tritt oder nicht. Er will nicht nackter sein als die anderen.

Doch genau das ist die Krux bei Rafe: Er glaubt ständig, nur als Schwuler wahrgenommen zu werden und dass wirklich jede Geste auf seine Homosexualität reduziert wird. Das wird im Buch ironisch ad absurdum geführt: Als ein Unbekannter ihn komisch anguckt und er zu ihm hinläuft und fragt, ob er ein Problem mit Schwulen habe, antwortet dieser, dass Rafe einen Essensrest am Mund habe… Die Message ist klar: weniger Nabelschau.

Die Scheinheiligkeit von Anti-Diskriminierungs-Kursen

Die deutsche Übersetzung des Romans ist im Berliner Bruno Gmünder Verlag erschienen
Die deutsche Übersetzung des Romans ist im Berliner Bruno Gmünder Verlag erschienen

Aber Konigsberg schaut auch auf die Scheinheiligkeit von Anti-Diskriminierungs-Kursen und verweist auf deren Kurzsichtigkeit. Der Macker unter den Sportlern setzt sich nach einem Anti-Homophobie-Programm eine Woche lang in der Mensa demonstrativ neben einen Schwulen. Doch als die Fußballmannschaft verliert, lässt der Macker homophobe, demütigende Sprüche los. Homophobie verhält sich weniger plakativ als subtil – und einmalige Anti-Homophobie-Programme bringen da wenig bis gar nichts.

Doch das Thema des Außenseiters und des Fremdseins wird in dem Roman klugerweise breiter betrachtet. Ben beispielsweise kommt aus einer landwirtschaftlich geprägten und religiösen Familie, die weniger liberal ist als er selbst. Die Barriere zwischen Ben und seinen Eltern scheint immer mehr zu wachsen. Auch ist da der ehemalige Zimmergenosse von Ben, der an Depressionen leidet und schwarz ist. Der einzige Schwarze im Internat. Fremdsein auch hier, vor allem weil bei ihm strengere Maßstäbe angelegt werden als bei Weißen. Konigsberg zeigt, wie homosexuelle, rassistische und klassenzugehörige Ausgrenzung unterschwellig funktioniert.

Textlich gesehen ist der Roman spannend und unterhaltsam geschrieben. Eine Lektüre, die unglaublich viel Spaß bereitet – auch weil ironisch und liebevoll auf Rafes Hippie-Eltern geschaut wird. Ebenso schafft Konigsberg, faszinierende Bilder und Vergleiche. Beispiel: Das Spanferkel, das nur aus Tofu besteht, steht auch sinnbildlich für Rafes Versteckspiel.

Ein fulminantes, hintersinniges und humorvolles Romandebüt

Ein Lob gebührt unbedingt der Übersetzung von Andreas Diesel, der sich längst auch bei anderen Büchern bewährt hat. Er versteht es, die Jugendsprache adäquat ins Deutsche zu übertragen, ohne antiquiert oder gar anbiedernd und somit peinlich zu wirken. Keine Selbstverständlichkeit – Chapeau!

Fazit: Autor Konigsberg hat mit "Offen hetero" ein fulminantes, hintersinniges und humorvolles Romandebüt vorgelegt. Der schwule, ehemalige Sportredakteur, Jahrgang 1970, führt die hässliche Fratze der Diskriminierung auf unterschiedlichen Ebenen vor. Bill Konigsberg zeigt in 'Offen hetero', dass ein Mensch nicht nur aus seiner sexuellen Orientierung besteht – man diese aber auch nicht verleugnen sollte. Ein Jugendroman, der unbedingt in die Schulen gehört!

Wie der gebürtige New Yorker und in Arizona lebende Autor auf seinem Blog mitteilt, wird es eine Fortsetzung des Romans geben – diesmal würde Ben im Mittelpunkt stehen. Wir sind jetzt schon gespannt!

  Infos zum Buch
Bill Konigsberg: Offen hetero. Roman. Aus dem Amerikanischen von Andreas Diesel. 352 Seiten. Bruno Gmünder Verlag. Berlin 2014. 15,95 €. ISBN: 978-3-86787-682-7.
Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Buch und Online-Leseprobe bei Amazon
» Homepage von Bill Konigsberg
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Tags: offen hetero, bill konigsberg, openly straight, coming out, bruno gmünder, jugendroman
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Reaktionen zu "Bloß nicht aufs Schwulsein reduziert werden"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
07.08.2014
10:18:15


(+7, 13 Votes)

Von Robin


Was soll an daran "wunderbar" sein, wenn in einem Roman zum tausendsten mal ein Schwuler sich "nicht festlegen oder reduzieren" lassen will und sich deshalb als hetero darstellt?

Das zementiert nur wieder das Klischee: wenn schon schwul, dann wenigstens straight-acting.

Dass man schwul ist, ist ein wichtiger Teil der Persönlichkeit. Das ist eben nicht nur etwas wie die Haarfarbe, die Lieblingsspeise, etc. Es hat sogar mehr Einfluss als Studium, Job, o.ä. weil es viel mehr Bereiche des Lebens viel stärker durchdringt und eben nicht nur zuhause im Bett stattfindet, sondern auch viel von der eigenen Persönlichkeit ausmacht.

Sowas dann zu leugnen, ist dumm. Klar macht einen Menschen noch viel mehr aus und niemand will nur auf seine sexuelle Identität reduziert werden. Aber diese Identität zu verleugnen, nur damit andere einen nicht darauf reduzieren, ist doch sicher auch keine Lösung.

Wenn irgendwer einen anderen darauf reduziert, ist das seine Dummheit und dann muss derjenige an sich arbeiten. Nicht umgekehrt...


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#2
07.08.2014
10:27:00


(+5, 11 Votes)

Von XDAS


"Eine Beobachtung der letzten Zeit ist es, dass sich Jungschwuppen nicht mehr als schwul oder bi kategorisieren wollen. Prominente Beispiele sind zumindest zu Beginn der englische Turmspringer-Star Tom Daley oder der Schriftsteller Fabian Hischmann."

1.
Ich frage mich, woher diese Erkenntnis kommt? Gibt es dazu eine empirische Studie oder ist das nur das Gefühl des Autors?

Wenn man so generalisierende Aussagen macht, sollte man die auch auf irgendeine empirische Basis stellen können.

2.
Wie da schon richtig steht "zumindest zu Beginn". Dass man vielleicht in der Pubertät oder auch noch eine begrenzte Zeit danach nicht genau weiß, wo man sich einzuordnen hat, ist normal. (Ist aber auch eine Folge der Gesellschaft, die diese Probleme darum macht.)

Aber irgendwann weiß man ja schon, was man ist oder auch nicht. Und auch der erwähnte Tom Daley hat ja letztlich erkannt, dass er schwul ist. Nicht bi, nicht bi-curious oder sonstwas, sondern schwul.

3.
Ich finde diese Darstellung, dass man sich nicht festlegen soll, sehr gefährlich. Viele junge Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle sind eh schon verwirrt genug. Da muss man denen nicht auch noch einimpfen, dass es modern sei, sich auf nichts festzulegen.

Natürlich mag es Leute geben, die ihr Leben lang alles ausprobieren und sich auf gar nichts festlegen lassen. Aber genauso okay ist es, wenn man irgendwann weiß, dass man gesichert schwul, lesbisch, transsexuell, transgender, bi oder was auch immer ist.

4.
Für mich ist die Botschaft dieses Artikels "Bloß nicht zu sich selbst stehen und immer schön undefinierbar wie eine Sphinx sein." Das mag die Leitlinie vieler verklemmter Fußballer sein, aber für die meisten Psychen ist das einfach nur schädlich...


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#3
07.08.2014
10:54:49


(+3, 13 Votes)

Von Yannick


Dieses Buch (und auch dieser Artikel) zementieren wieder mal die alte Leier, dass es okay sei, sich selbst zu verleugnen und eine Schmierenkomödie vorzuspielen.

Oder dass das sogar sinnvoll sei "um sich nicht auf etwas reduzieren zu lassen", so als würde man sich selbst auf seine Sexualität reduzieren, wenn man offen schwul oder lesbisch ist. Nach dem Motto "Wenn ihr darauf reduziert werdet, ist das nicht schuld der Heteros, sondern alleine Eure Schuld."

In der fiktiven Welt eines Romans mag man sich ja vieles aus den Fingern saugen können, aber in der realen Welt hat sowas schwere psychische Folgen. Von den Folgen für die anderen, die sich nicht verstecken können oder wollen, ganz zu schweigen, denn die werden auch diskriminiert, weil die Gesellschaft nicht weiß, wie viele und wie vielfältig wir wirklich sind. Und weil es dann heißt: "Andere verstecken sich doch auch. Wieso Du nicht?"

Jahrzehntelange Arbeit von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, engagierten Schwulen und Lesben, psychologischer und soziologischer Forschung, etc. wird hier einfach mal ignoriert oder sogar als falsch dargestellt und zunichte gemacht. Dass das Buch das macht, ist schon schlimm genug, aber dann muss queer.de das nicht auch noch loben...

Ich bin gegen Zensur, aber wir müssen das Buch ja nicht kaufen. Und vor allem sollte man in einer Rezension auch deutliche Kritik an solchen reaktionären Ideen üben.


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#4
07.08.2014
10:57:50


(+5, 7 Votes)

Von Peer


Nur weil jemand offen homo, bi, trans oder inter ist, reduziert er sich noch lange nicht darauf.

Wenn irgendwelche Schwachmaten einen dann darauf reduzieren ist das DEREN Dummheit, Arroganz und Ignoranz.

Wieso soll man dann, damit diese Schwachmaten das nicht machen, sich selbst verleugnen und verstellen?

Und wieso muss ein Buch das glorifizieren? Und wieso muss queer.de das so unkritisch hinnehmen und sogar noch loben?


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#5
07.08.2014
11:03:24


(+4, 8 Votes)

Von Timon


"Bill Konigsberg ist laut Pressetext 'Vollzeitschriftsteller, Teilzeitsüßigkeitenhersteller, ehemaliger Sportjournalist, ziemlich guter Softballspieler, verletzungsanfälliger Racquetballspieler, verzweifelter Labradoodlebändiger, ganz passabler Karaokeperformer und gelegentlich einfach nur Ehemann' "
(Ende Zitat)

Und ab und zu macht es ihm auch einfach nur Spaß, jahrzehntelange schwul-lesbische Emanzipierung zunichte zu machen und mal eben so die Identität Millionen Schwuler infrage zu stellen und ihnen unterschwellig zu empfehlen, sich zu verleugnen, damit man nur ja nicht von irgendwem diskriminiert wird.

So ein Geschreibsel braucht kein Mensch.


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#6
07.08.2014
11:07:53


(+4, 8 Votes)

Von Pascal
Antwort zu Kommentar #3 von Yannick


Volle Zustimmung!

Hier wird gerade jungen Schwulen ein völlig verzerrtes Selbstbild vermittelt, dass sie weiterhin ihre Unterdrückung widerstandslos ertragen lässt und dafür sorgt, dass sie sich diesem perversen System auch noch bereitwillig fügen.

Und wenn diese Leute dann weiterhin schwerste psychische Schäden davon tragen oder sich gar das Leben nehmen, so hat auch die immer wieder neue Repetierung solcher Strukturen z.B. auch durch solche Bücher daran Mitschuld.

Ich weiß nicht, ob der Autor das bewusst wollte oder ob dem einfach nur der Durchblick fehlt um das alles abzusehen. Aber das ist letztlich auch egal. Dieses Buch dann aber auch noch hier zu loben, wo wir doch alle für solche Themen sensibilisiert sind und genug Erfahrungen gemacht haben, grenzt schon an Vorsatz!


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#7
07.08.2014
11:12:19


(+5, 7 Votes)

Von Julian S


Erst mal seine Sexualität selbst zu akzeptieren, ist ein wichtiger Schritt zu einer gesunden Psyche und einem glücklichen Leben.

So ein Buch ist dabei sicher niemandem hilfreich. Außer vielleicht irgendwelchen Leuten, die eine Rechtfertigung für ihr Versteckspiel suchen.

Es ist eben nicht nur sexuelle Orientierung, sondern sexuelle Identität und damit ein wichtiger Teil des eigenen Selbst, den man nicht verleugnen, verstecken oder sonstwas sollte.


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#8
07.08.2014
11:20:48


(+4, 6 Votes)

Von Tonito


"Die Scheinheiligkeit von Anti-Diskriminierungs-Kursen"

Anti-Diskriminierung ist nicht scheinheilig! Dass sie vielleicht noch nicht bei jedem so gut wirkt, ist klar. Der Weg ist halt lang. Aber dafür solche Bestrebungen komplett lächerlich zu machen, ist eine Frechheit. Gerade gegenüber jenen, die sich Tag für Tag einsetzen und kämpfen, um Diskriminierung abzubauen und uns rechtlich und gesellschaftlich gleichzustellen!


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#9
07.08.2014
11:21:33


(-1, 7 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Peer


Es wundert mich nicht, dass Gmünder ein Werk herausbringt, in dem der soziale Roll-back propagiert wird, schließlich werkeln dort Religioten wie D. Berger.

Es wundert mich jedoch sehr, dass queer.de so ein Werk als "wunderbar" bejubeln lässt.


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#10
07.08.2014
11:27:50


(+5, 7 Votes)

Von Felix


Es ist besser, für das, was man ist, gehasst, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.

André Gide


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