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  • 08.08.2014           32      Teilen:   |

Antikdiskriminierungsbehörde entscheidet

Bären-Bar diskriminierte Drag Queen

Artikelbild
Vito Marzano war mit seinem Kreuzzug gegen die diskriminierende Bar erfolgreich

Entscheidung in Denver: Eine Szenebar für Bären und Lederkerle verhält sich diskriminierend, wenn sie Männer im Fummel an der Tür abweist.

Eine Leder- und Bärenbar in Denver hat das Gleichbehandlungsgesetz des Bundesstaates Colorado gebrochen, weil der Betrieb einer Drag Queen den Eintritt verweigert hatte. Das hat die Antikdiskriminierungsbehörde des Staates am Montag entschieden. Der Vorfall hatte sich bereits am 31. August 2013 ereignet, als die Bar "Wrangler", die sich direkt im Schwulenviertel von Denver befindet, dem Kläger Vito Marzano keinen Eintritt gewähren wollte. Marzano war vorher bei der Benefizveranstaltung eines schwulen Rugbyteams im Fummel aufgetreten, bevor ihm der Türsteher den Eintritt in den "Wrangler" verweigerte.

Die Behörde argumentierte in ihrer Entscheidung, dass die Bar gegen weiblich wirkende Männer diskriminiere. So verbieten die Einlassrichtlinien etwa Perücken, Stöckelschuhe, das Tragen von starken Parfüms, sowie "Schminke, die das Erscheinungsbild verändert". Das sei ein Verstoß gegen die Antidiskriminierungsrichtlinien, die auch Menschen schützen würden, die einen nichtkonformen Ausdruck ihrer Geschlechtlichkeit zeigten. Marzano hatte erklärt, dass die Regeln der Bar "auf Frauenhass und Transphobie" beruhten.

Fortsetzung nach Anzeige


Unverständnis bei "Wrangler"-Besitzer

Die Bar "Wrangler" am Tag
Die Bar "Wrangler" am Tag

Der Besitzer der Bar reagierte mit Unverständnis auf das Urteil. Chris Dawkins behauptete, dass man natürlich auch Frauen und Transgender den Eintritt erlaube. Marzano sei dagegen nicht eingelassen worden, weil nicht sichergestellt werden konnte, dass er das Mindesteintrittsalter von 21 Jahren erreicht hat. Zwar habe er einen Führerschein mitgeführt, allerdings habe das darauf abgebildete Bild dem Mann im Fummel nicht geähnelt. Dawkins wies darauf hin, dass die Bar im Jahr 2012 eine hohe Strafe zahlen musste, weil sie alkoholische Getränke an einen unter 21-Jährigen ausgegeben hatte. Die Bar habe mit der Entscheidung, Marzano den Einlass zu verweigern, lediglich die Jugendschutzrichtlinien umgesetzt. Außerdem beschuldigten Vertreter der Bar Marzano, unhöflich und betrunken gewesen zu sein.

Der Fall war in den vergangenen Monaten ein großes Thema in der Lokalpresse und der Szene von Denver. Marzano startete unter anderem die Website "Boycott the Denver Wrangler", was zu heftigen Auseinandersetzungen in sozialen Netzwerken führte.

Nach der Entscheidung der Antidiskriminierungsbehörde müssen sich Vertreter des Wrangler mit Marzano an einen Tisch setzen, um mit einem Vergleich den Streit beizulegen.

Antidiskriminierungsrichtlinien sind weltweit immer wieder ein Problem für Szenebars, speziell wenn sie sich auf Nischen spezialisieren. In Australien sorgte etwa ein Antidiskriminierungstribunal für Schlagzeilen, als es ein schwuler Pub in Melbourne dazu verurteilte, auch Heterosexuellen Einlass zu gewähren (queer.de berichtete). In Berlin gab es 2010 Aufregung um einen Szene-Club, der beschuldigt wurde, eine rassistische Türpolitik zu betreiben (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Marzano hat dieses Video auf Youtube hochgeladen, um zu zeigen, wie er abgewiesen wurde
Links zum Thema:
» Denver Wrangler
Extra-Umfrage: Sollten Drags Queen Bären- und Lederbars besuchen dürfen? (Ergebnis)

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Tags: diskriminierung, bären, denver, usa
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Reaktionen zu "Bären-Bar diskriminierte Drag Queen"


 32 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
08.08.2014
12:45:30


(+12, 12 Votes)

Von Sebi


Ich möchte nicht wissen, was passieren würde, wenn mal ein Schwuler versucht in eine Lesbenkneipe zu gehen bzw. am Lesbenabend in eine Homokneipe.

Und wenn der dann auch noch dagegen klagen würde...

Ich habe das mal einmal versehentlich gemacht, weil ich damals als neuer in der Kneipe nicht wusste, dass an diesem Tag Lesbentag ist. Dass ich da nicht gelyncht wurde, war alles...


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#2
08.08.2014
13:03:21


(+11, 15 Votes)

Von schwarzerkater
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warum nicht einfach akzeptieren, dass die leder- und bärenbar keine draq queens als kundschaft haben wollen?
von wegen leben und leben lassen - ... was für ein überflüssiger aufwand, um sich den eintritt in eine bar zu erklagen, dessen zielpublikum man gar nicht ist.


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#3
08.08.2014
13:07:58


(-1, 9 Votes)

Von Arne


Von welchen Lesbenkneipen schreibst du? Also ich bin als Schwuler schon in einigen Lesbenkneipen gewesen und wurde nie schräg angeguckt. Wenn überhaupt, dann haben sich Fetisch-Schwulenbars daneben benommen, wenn Frauen kamen - das kam aber auch nur sehr selten vor. Meistens sind auch hier alle willkommen!


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#4
08.08.2014
13:18:09


(-2, 10 Votes)

Von Gingermel


"Der Besitzer der Bar reagierte mit Unverständnis auf das Urteil. Chris Dawkins behauptete, dass man natürlich auch Frauen und Transgender den Eintritt erlaube. Marzano sei dagegen nicht eingelassen worden, weil nicht sichergestellt werden konnte, dass er das Mindesteintrittsalter von 21 Jahren erreicht hat. "

die müssen sich gar nicht rechtfertigen.
ich sehe kein problem wenn sich schwule clubs entscheiden unter sich sein zu wollen. frauen und drag queens mit ihrem "ich bin unwiederstehlich" gehabe, müssen akzeptieren dass sie in solche läden passen wie ein fisch aufs fahrrad.

es ist auch kein argument zu sagen, dann müssten homos nicht in heterokneipen akzeptiert werden, denn schwule haben ihre eigenen schutzräume die ihnen in der masse an heteroclubs nicht immer gegeben sind.
transen sind nicht auf ausgerechnet bären clubs angewiesen.

davon abgesehen, in schwulen clubs geht es auch viel um sex, mehr als in gewöhlichen heterokneipen...ich gehe als schwuler auch nicht in einen puff...auch nicht um mich an der bar mit den anderen männern zu unterhalten.

kleiner exkurs:
hetero- und homoerotik wird nämlich durch den faktor der erotik getrennt. während es in heteropuffs sogar etagen mit transen gibt ( was zeigt dass hetero- und bisexuelle männer die kunden dieser sind, findet der schwule, also mann-männliche prostitutionsbereich, woanders statt. zudem kommt, dass es frauen (außer anschaffenden) nicht erlaubt ist rotlicht- sperrstraßen zu betreten), so sollten sich auch schwule das recht rausnemen dürfen in ihren räumlichkeiten zu bestimmen wer rein kommt und zum beispiel frauen und transen den eintritt verwehren dürfen. aber in den usa sind die gesetze evtl anders als hier.
das mit der prostitution ist natürlich ein bischen ein anderes thema, aber ist unfair dass schwule clubs mit darkrooms nicht entscheiden sollen dürfen wen sie reinlassen, während frauen zu recht keine sperrstraßen betreten dürfen... auch nicht um an der bar zu trinken und feiern...
( bevor wieder das argument kommt, dass frauen ausschließlich nur in darkrooms nicht reingehören, in heteropuffs der sperrbezirke dürfen frauen wie gesagt auch nicht in den bar- bereich...genauso sollte es in schwulen clubs auch gehandhabt werden dürfen.


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#5
08.08.2014
13:25:22


(+7, 7 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Arne


"Von welchen Lesbenkneipen schreibst du?"
hallo arne, diese lesbenkneipen kenne ich auch ... willst du jetzt namen, oder beweise mit foto, uhrzeit und und und?

"Wenn überhaupt, dann haben sich Fetisch-Schwulenbars daneben benommen, wenn Frauen kamen ..."
ich stehe dazu, dass ich mich gerade in diesen bars nicht mehr wohlfühle, wenn frauen anwesend sind. das ist der hauptgrund, warum ich diese fetisch-lokalitäten aufsuche, ansonsten würde ich definitiv woanders hingehen.


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#6
08.08.2014
13:30:57


(+1, 7 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam
Antwort zu Kommentar #1 von Sebi


Passiert nichts. Im Gegenteil, es ist lustig die Lesben zu beobachten. Die balzen untereinander extrem aggressiv. Schau es Dir mal an. Die haben überhaupt keine Zeit für Dich.


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#7
08.08.2014
13:58:25


(-7, 13 Votes)

Von SaveDiversity


Das habt ihr nun von eurer Gleichmacherei. Bald lassen die auch Neo-Nazis in den Gay-Club, weil sie nur mal "gucken wollen".


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#8
08.08.2014
14:25:15


(-7, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Da hatte die Dragqueen wohl den Dresscode nicht beachtet!


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#9
08.08.2014
16:32:38


(+6, 10 Votes)

Von Fred i BKK


...ich weis nicht ob es hier in Bangkok solche Leder oder Baerenbar-Orte gibt....aber wenn
koennte ich mir vorstellen, dass das "Maedel"
mit klatschen und lautem Beifall begruesst wuerde ..und Alle haetten ihren Spass ....


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#10
08.08.2014
16:35:13
Via Handy


(-2, 8 Votes)

Von Jesusmaria
Antwort zu Kommentar #7 von SaveDiversity


Es gibt ja auch schwule Neonazis.

Die dürfen aber nur mit Leine in Begleitung eines zurechnungsfähigen Erwachsenen mit rein.

Das ist wie mit Kampfhunden, für deren Haltung braucht man mittlerweile auch ein Führungszeugnis.


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