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Insbesondere in Europa sind Filme erfolgreich, bei denen die Kondomfreiheit bereits im Titel aufgeführt wird (Bild: Raw Reality)

Das Bareback-Verbot führt zu einem Einbruch in der größten Pornoindustrie der Welt, was zu einem möglichen Exodus – auch von schwulen Labels – aus der Stadt der Engel führen könnte.

In Los Angeles sind seit Inkrafttreten der Kondom-Pflicht 90 Prozent weniger Drehgenehmigungen für pornografische Filme erteilt worden. Das hat die Interessengruppe FilmL.A. Inc. bekannt gegeben, die Drehgenehmigungen für die Filmindustrie koordiniert.

Die große Mehrheit der amerikanischen Porno-Filme – homo oder hetero – wurde in den letzten Jahren im San Fernando Valley im Nordwesten von Los Angeles gedreht. Nun befürchtet die Gruppe, dass in der Pornofilmindustrie beschäftigte Kameraleute, Lichttechniker und andere Angestellte in der Metropole keinen Job mehr finden könnten. Außerdem würden viele Pornodrehs nun einfach illegal ohne Genehmigung durchgeführt.

FilmL.A. Inc. erklärte, dass viele Pornoproduzenten in andere US-Staaten ausgewichen seien, seitdem Los Angeles im Jahr 2012 beschlossen hatte, dass alle Pornodarsteller aus Gründen des Gesundheitsschutzes safer Sex betreiben müssen. Bei einem Volksentscheid im November des Jahres hatten 56 Prozent der Wahlberechtigten für diesen Antrag gestimmt. Inzwischen denkt auch der Bundesstaat Kalifornien über ein Bareback-Verbot nach – im Repräsentantenhaus gab es im Mai bereits eine deutliche Mehrheit für die Regulierung (queer.de berichtete). Das Thema war in den letzten Jahren immer wieder von einigen Aids-Organisationen auf die Tagesordnung gesetzt worden, weil sich immer wieder Darsteller mit dem HI-Virus infiziert hatten.

Wird Los Angeles von Las Vegas abgelöst?

Steven Hirsh von der Produktionsfirma Vivid Entertainment, die auch mit schwulen Filmen erfolgreich ist, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die Firma bald in einem anderen Staat produzieren werde: "Es gibt einige Orte, die wir uns gerade anschauen. Einige unserer Filme werden bereits in Nevada gedreht, und dieser Trend wird sich wohl verstärken". Inbesondere das relativ unregulierte Las Vegas gilt als neues Traumziel vieler Pornoproduzenten.

Die Kondom-Pflicht trifft die Hetero-Branche mehr als die etablierte schwule Erotikindustrie, weil Bareback dort bereits jetzt verpönt ist. Beispielsweise werden bei den jährlich vergebenen GayVN-Awards Filme automatisch disqualifiziert, bei denen keine Kondome verwendet werden. Allerdings produzieren gerade kleine Pornofirmen gerne Bareback-Filme, da insbesondere in Europa eine große Nachfrage nach diesen Filmen besteht. So ist kein einziger Film, der ausschließlich Safer Sex enthält, in der Top-Ten des niederländischen Versanddienstes Homoactive vertreten. (dk)



#1 GerhardAnonym
#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 08.08.2014, 14:02h
  • Dürften US-Porno-Darsteller eigentlich vor der Kamera rauchen und sind Sprüche ähnlich wie "geile Sau" nicht schon Hate-Speech?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 m123Anonym
  • 08.08.2014, 15:48h
  • Wer als Pornodarsteller ohne Kondom vögelt, entscheidet das ja selbst. Niemand zwingt ihn ohne Kondom zu vögeln.

    Ich halte es für mehr als dumm ohne Kondom zu vögeln, denn ich glaube kaum, dass die Pornodarsteller vorher auf ALLE möglichen Infektionenskrankheiten untersucht werden. Vielleicht ein HIV-Schnelltest, aber was ist mit allen anderen Infektionskrankheiten???
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#5 MeineFresseAnonym
  • 08.08.2014, 15:52h
  • Man könnte doch Kondome im Nachhinein digital bearbeiten und unsichtbar machen, wenn das so super wichtig für die Zuschauer ist.
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#6 festzuhaltenAnonym
  • 08.08.2014, 16:17h
  • "Die Kondom-Pflicht trifft die Hetero-Branche mehr als die etablierte schwule Erotikindustrie"
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#7 Robby69
  • 08.08.2014, 16:17h
  • Antwort auf #4 von m123
  • "Vielleicht ein HIV-Schnelltest, aber was ist mit allen anderen Infektionskrankheite n???"
    Wird - soweit ich in der aktualisierten Autobiographie des Pornostars Aiden Shaw gelesen habe - ebenfalls gemacht. Eben zum Schutz der Darsteller.
    Das wurde übrigens in L.A. schon in den 90ern gemacht. Kannst Du in der Autobiographie "Wolff - ein Pornostar packt aus" von Holger Zill nachlesen. Der hat unter anderem mit Chi Chi LaRue gedreht.

    Ohne Gummi zu ficken ist meiner Meinung nach wirklich nur dann zu vertreten, wenn beide Partner HIV-positiv sind. - Das ist übrigens laut Aiden Shaw unter Pornodarstellern anscheinend nicht so selten. - Allerdings wissen da auch alle "Beteiligten" Bescheid, WER jetzt HIV-positiv und WER negativ ist. -

    Ansonsten kann ich nur jedem raten:
    Ficken nur mit Kondom - und beim Blasen kein Sperma schlucken.
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#8 Robby69
#9 DressierterAnonym
  • 08.08.2014, 17:42h
  • Antwort auf #8 von Robby69
  • Diese widerwärtige Äußerung, die mich wütend und traurig, upset and traumatized macht, zeigt nur Dein mangelndes Bewußtsein: "g. S." ist eine Herabwürdigung unserer schweinischen MitbürgerInnEn***, denen mit dieser beleidigenden Bemerkung unterstellt wird, permanent paarungswillig zu sein.

    Nähere Informationen zu diesem Thema erhältst Du bei Aktivistengruppen (z.B. "Vier Oinks"), den einschlägigen Parteien oder einer bereits erfolgreich umgeschalteten Universität.
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#10 Dont_talk_aboutProfil
  • 09.08.2014, 00:02hFrankfurt
  • Wieso muss man überhaupt noch Pornos drehen ? Irgendwann müsste doch jede Szene schonmal dagewesen sein
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