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  • 08.08.2014           21      Teilen:   |

Polizei schnappt zwei Verdächtige

Warschau: Regenbogen-Denkmal erneut angezündet

Artikelbild
Der beschädigte Regenbogen am Donnerstag

Der große Blumen-Regenbogen war erst im Mai wiederhergestellt worden.

In Warschau ist am frühen Donnerstagmorgen erneut das "Regenbogen-Denkmal" in der Innenstadt angezündet worden. Der große Bogen aus Blumen, der eine belebten Platz überspannt, wurde dabei teilweise beschädigt. Die Polizei konnte später zwei Männer im Alter von 41 und 47 Jahren festnehmen; beide hatten über zwei Promille Alkohol im Blut.

Das Kunstwerk aus künstlichen Blumen auf dem Platz vor der katholischen Erlöserkirche war bereits mehrmals zerstört worden. Zuletzt wurde es am 1. Mai neu eingeweiht, dem zehnten Jahrestag des EU-Beitritts des Landes (queer.de berichtete).

Zuvor war das Denkmal im November 2013 völlig zerstört worden, als es Nationalisten am Rande von Ausschreitungen zum Unabhängigkeitstag in Brand gesetzt hatten (queer.de berichtete). Wenige Tage später hatten an dem Ort Hunderte Menschen mit einem Kiss-In und mitgebrachten Blumen für Toleranz demonstriert (queer.de berichtete).

Für die Wiedererrichtung hatte die Stadtverwaltung 110.000 Zloty (ca. 26.000 Euro) zur Verfügung gestellt. "Lassen Sie den Regenbogen zu einem Symbol des Widerstands gegen Vandalismus und Rowdytum werden", hatte die Pressesprecherin der Stadtverwaltung, Agnieszka Withers, dazu laut einem Bericht der Zeitung "Gazeta" gesagt.

Der 26 Meter weite und bis zu neun Meter hohe Bogen mit künstlichen Blumen war ursprünglich als allgemeines Zeichen für Toleranz zur EU-Ratspräsidentschaft Polens im Jahr 2011 entstanden, galt seit dem Umzug von Brüssel auf den Erlöserplatz in Warschau allerdings auch als Zeichen für LGBT-Rechte.

Erstellt hatte ihn die Künstlerin Julita Wojcik. Auch wenn Wojcik die Installation als allgemeinen Ausdruck von Toleranz verstanden haben will, äußerte sie sich froh darüber, dass sie als Symbol für LGBT-Rechte angesehen wird und zu Debatten führt. (nb)

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Tags: polen, regenbogen-denkmal, warschau
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Reaktionen zu "Warschau: Regenbogen-Denkmal erneut angezündet"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
08.08.2014
20:26:23


(+6, 6 Votes)

Von m123


Man sollte die Enden des Regenbogens auf Sockel stellen, so dass man da nicht mehr rankommt.

Wenn die Zerstörer des Regenbogens gefasst werden, sollen sie die Wiederherstellung komplett bezahlen.


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#2
08.08.2014
21:29:07


(+7, 7 Votes)

Von Felix


Dann muss das wieder neu aufgebaut werden.

Auf Kosten des Steuerzahlers. Oder wenn man die Täter findet, auf deren Kosten.

Solange bis diese Fanatiker aufgeben...

Wenn man das nicht macht, fühlen die sich im recht und sehen das dann als Motivation, noch viel mehr zu machen...


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#3
08.08.2014
21:40:23


(-1, 9 Votes)

Von Marek


Polen hätte niemals in die EU aufgenommen werden dürfen, bevor es dort nicht erst mal einige rechtliche, politische und gesellschaftliche Änderungen gegeben hätte!


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#4
08.08.2014
21:57:06


(+3, 9 Votes)

Von Raffael


So lange dort die katholische Kinderschänder-Sekte so viel Einfluss hat, wird sich da gar nichts ändern.


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#5
08.08.2014
22:08:48


(+8, 8 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #4 von Raffael


Wobei ich mich schon frage, ob die mal überhaupt nicht nachdenken.

Irgendwann muss man doch mal kapieren, dass die katholische Kirche eine faschistische Sekte ist, der es nur um Geld und Macht geht und die das genaue Gegenteil von christlich ist.


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#6
09.08.2014
00:25:15
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von dresden


Woher kommt solcher Hass? Ist es nicht ein Zeichen von fehlenden Selbstbewusstsein der Täter? Wenn die eigene Männlichkeit auf wackeligen Füßen steht, das ein Denkmal diese ins wanken bringt, dann haben die Täter eigentlich ein großes Problem. Ich denke das diese Täter selber schwule Gefühle haben und diese verbergen müssen.


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#7
09.08.2014
08:49:24


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #2 von Felix


"Dann muss das wieder neu aufgebaut werden."

Genau, und zwar von denen, die das Monument abgefackelt haben!


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#8
09.08.2014
09:07:54


(+7, 7 Votes)

Von Thorben
Antwort zu Kommentar #6 von dresden


Ja, natürlich ist Homophobie letztlich ein Ausdruck schwerer persönlicher Probleme. Das sind Menschen, die es irgendwie nicht schaffen im Leben und die dann einen Sündenbock für ihr eigenes Versagen suchen.

Aber das macht es ja auch nicht besser. Demjenigen, der von einem Homohasser verprügelt wurde, ist es wohl wenig Trost, dass der Täter aufgrund seiner Probleme so wahnsinnig war. Und den Angehörigen von Todesopfern aufgrund von Homohass (seien es Gewaltopfer oder Suizid in folge von Mobbing) wird das wohl auch wenig Trost sein.

Und wenn man sich mal ansieht, welche Meinung gerade in Polen und anderen ehemaligen "Ostblock"-Staaten die Mehrheit der Menschen bei Umfragen über Homosexualität hat, dann ist das schon ein strukturelles Problem, das endlich bekämpft werden muss. Die EU hätte die Chance dazu gehabt, wenn das vor der Aufnahme geklärt worden wäre, hat das aber leider versäumt, weil es ihr entweder egal war oder sie so blauäugig war, zu denken, das käme nach der EU-Aufnahme von alleine.

Aber so oder so ist eines klar:
es muss sich endlich was ändern in Hass-Staaten wie Polen & Co.


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#9
09.08.2014
09:09:22


(+6, 6 Votes)

Von Moorgate
Antwort zu Kommentar #6 von dresden


Ich denke eher haben die taeter einen minderwertigkeitskomplex. Den verarbeiten sie indem sie in wort und gedanken jemand anderen als noch minderwertiger, schwaecher, erklaeren. Enthemmt durch alkohol setzen sie ihre ansichten in die tat um und koennen sich einmal als ganz gross und stark empfinden. Einmal werden sie nicht herumgeschoben sondern steuern aktiv das geschehen, bemaechtigen sich der situation. Wenn sie danach zur verantwortung gezogen werden haben sie gute chancen sich fuer sich selbst und ihr umfeld als arme von den finsteren maechten der homos verfolgte wehrlose opfer darzustellen.


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#10
09.08.2014
09:11:49


(+6, 6 Votes)

Von Timm Ehlers
Antwort zu Kommentar #7 von FoXXXyness


Aber wenn man die nicht findet?

Soll man dann den Homohassern nachgeben und die damit noch motivieren, weiter so zu machen?

Natürlich: wenn man den oder die Täter findet, müssen sie natürlich den Wiederaufbau zahlen. Aber wenn nicht, muss das genauso immer wieder neu aufgebaut werden! Dann muss das eben der polnische (!) Steuerzahler zahlen!

Vielleicht ist das dann Motivation für die polnische Gesellschaft, ihr Verhältnis zu Homosexualität neu zu überdenken und solche Taten zu ächten. Denn wenn es ans eigene Geld geht, ist das meistens ein sehr gutes Mittel, um die Meinung zu ändern.


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