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  • 11.08.2014           51      Teilen:   |

Großbritannien

Boxsport: Homophober Macho outet sich als transsexuell

Artikelbild
Als sie noch in der Öffentlichkeit als Mann auftrat, profilierte sich Maloney mit homosexuellenfeindlichen Aussagen - jetzt fordert sie Toleranz ein

In der Macho-Sportart Boxen war Frank Maloney der Manager von Lennox Louis und trat als homophober Rechtsaußen-Kandidat bei Wahlen in England an – jetzt erklärte Maloney, eine Frau zu sein.

Im Alter von 61 Jahren hat sich die britische Box-Legende Frank Maloney als transsexuell geoutet. Maloney gab am Wochenende in der britischen Zeitung "Sunday Mirror" bekannt, dass sie sich einer Geschlechtsanpassung unterziehe und in Zukunft den Vornamen Kellie tragen werde. "Ich wurde im falschen Körper geboren und wusste immer, dass ich eine Frau bin", sagte Maloney dem gemäßigt linken Boulevardblatt. "Ich habe ein weibliches Gehirn. Ich wusste vom Zeitpunkt, als ich mich mit anderen vergleichen konnte, dass ich anders war". Als Junge habe Maloney nie "Jungs-Spiele" spielen wollen, "aber ich habe das doch getan, um sicherzustellen, dass ich nicht als andersartig angesehen werde".

Maloney wuchs in London auf und wurde zunächst Boxer, schließlich ein Boxtrainer. Den größten Erfolg hatte Maloney, als ihr Schützling Lennox Lewis 1992 Box-Weltmeister wurde. Jetzt erklärte sie, dass sie während dieser Zeit sehr unglücklich gewesen sei: "Ich wusste, dass ich entweder weitermache und Erfolg habe, oder mich von einer Brücke stürze und meinem Verlangen nachgebe und damit zur Witzfigur werde". Im Boxsport habe sie nie jemandem von ihrer Transsexualität erzählt, weil dies niemals akzeptiert worden wäre.

Inzwischen hat sich Maloney vom Boxsport zurückgezogen und vor zwei Jahren eine Hormontherapie begonnen. Außerdem lasse sie dem Bericht zufolge Körperhaare entfernen und habe eine Stimmbildung begonnen. Sie appellierte an die Öffentlichkeit, ihrer Geschlechtsanpassung "mit Toleranz" zu begegnen.

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"Ich will um Schwule herum keinen Wahlkampf machen"

Maloney hatte nach der Jahrtausendwende auch eine politische Karriere begonnen, in der sie sich selbst wenig tolerant gab. Sie trat für die rechtspopulistische UK Independence Party (UKIP) für den Londoner Bürgermeisterposten und das Unterhaus an. Während der Bürgermeisterwahl im Jahr 2004 gab sie sich als extrem homophober Kandidat. Damals sagte sie nach Angaben der BBC: "Ich will um Schwule herum keinen Wahlkampf machen. Ich denke, die tun wenig für die Gesellschaft". Sie kritisierte auch, dass Schwule nur "meckern" und dass Polizisten in der Öffentlichkeit ihre Homosexualität nicht mehr verheimlichten. Das sei das Anzeichen für einen Werteverfall. Maloney wurde außerdem wiederholt Rassismus vorgeworfen.

Eine frühere Europaabgeordnete der UKIP-Partei hatte sich bereits 2013 als transsexuell geoutet (queer.de berichtete). Nikki Sinclaire war bereits zuvor aus der Partei ausgeschlossen worden. (dk)

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Tags: transsexualität, großbritannien, frank maloney, kellie maloney, ukip
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Reaktionen zu "Boxsport: Homophober Macho outet sich als transsexuell"


 51 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
11.08.2014
13:15:01


(-4, 6 Votes)

Von m123


Es heißt transident und nicht transsexuell.


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#2
11.08.2014
13:36:45


(+2, 6 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #1 von m123


ach ja?

na, da bin ich gespannt, was die betreffenden menschen selbst dazu sagen... ich glaube nicht, dass alle von deiner idee so begeistert sind.


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#3
11.08.2014
14:14:33


(+6, 6 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


Jetzt könnte man mutmaßen, das die gute so wenig eins mit sich selbst war, das sie aus Selbstverleugnung gegen die Queere Comunity gewettert hat.

Oder einfach feststellen, das es auch Queere Arschlöcher gibt.

Das sieht mensch unter anderem auch bei Queer.de, wo einige wohlbekannte User sich erblöden Dauerwerbesendungen für Parteien und/oder Glaubensgemeinschaften zu machen, die alles daran setzen Ottilie-Normal-LGBT* das leben so schwer wie irgend möglich zu machen!


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#4
11.08.2014
14:24:52


(+1, 5 Votes)

Von Kentish Town
Antwort zu Kommentar #3 von ollinaie


Sicher hat das leben in der verheimlichung des eigenen wesens kraft gekostet und angst gemacht. Schoen dass sie das jetzt hinter sich hat und nun offen zu ihrer identitaet steht. Und in anerkennung und wuerdigung ihres bisherigen auftretens, ihrer mitgliedschaft bei dem Farage-verein und ihrer aussagen zu lgbt wuerde ich vorschlagen sie weiterhin konsequent als 'Frank', 'er' und 'Mr. Maloney' anzusprechen.

Aus, ein schoenes deutsches wort dass ich von meiner lieben oma gelernt habe, nickelichkeit.


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#5
11.08.2014
14:29:31
Via Handy


(+3, 7 Votes)

Von Junimond


Schwul ist sie ja nicht.
Deswegen wird sie sich jetzt "rausreden" sie habe keine Doppelmoral gezeigt, denn als transsexuelle Frau ist sie ja heterosexuell, wenn sie auf Männer steht.

Und sollte sie eine von den transsexuellen Lesben sein, sind ihr Männer vielleicht generell zu wider und Schwule insbesondere weil diese nichts mit weiblichen Körpern und Trans anfangen können und sie bei Sexdates abgelehnt haben, sobald sie sich als trans outete.

Oder sie hasste ihren eigenen, männlichen Körper und war auf alle Schwule sauer weil die ihr vorgelebt haben wie glücklich man sein kann wenn man als Mann Männer liebt und sie es als Trans ungleich schwerer hat.

Irgendeine dieser Ausreden wird sie sich einfallen lassen um ihre Homophobie im Nachhinein zu rechtfertigen und sie wird Verständnis fordern...Heuchlerin!

Aber das gibt es leider nicht selten, homophobe Transsexuelle.
Es gibt auch transphobe Homosexuelle.
Minderheiten die Minderheiten diskriminieren sind nichts neues.
Nicht vergessen aber, die meisten Homophoben und Transphoben sind heterosexuell!


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#6
11.08.2014
14:42:11
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Junimond
Antwort zu Kommentar #5 von Junimond


"Und sollte sie eine von den transsexuellen Lesben sein, sind ihr Männer vielleicht generell zu wider und Schwule insbesondere weil diese nichts mit weiblichen Körpern und Trans anfangen können und sie bei Sexdates abgelehnt haben, sobald sie sich als trans outete. "

Natürlich so gemeint:

Und sollte sie eine von den transsexuellen Lesben sein, sind ihr Männer vielleicht generell zu wider und Schwule insbesondere weil diese keine Weiblichkeit verherrlichen.

Und wenn sie hetero ist, sind ihr Schwule zuwider, da diese nichts mit weiblichen Körpern und Trans anfangen können und sie bei Sexdates abgelehnt haben, sobald sie sich als trans outete.


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#7
11.08.2014
14:47:06


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Es heißt Transperson.


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#8
11.08.2014
14:48:27


(+4, 4 Votes)

Von agneta
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Es ist ja nicht neu, dass Menschen sich selbst verleugnen. Das machen Leute teilweise über viele Jahrzehnte und werden immer aggressiver, gegen die, die das nicht tun.
Das ist oft auch ein Grund für böse Blicke auf Transmenschen : "Der oder die lebt wie er / sie möchte und ich bin jeden Tag im Hamsterrad !"
Übrigens: Wenn sich Transmenschen so kleiden und benehmen wie es für ihr Wunschgeschlecht die sog. Norm ist, haben sie wenig Probleme mit "Normalos". Nach vielen Jahren in der Öffentlichkeit wage ich zu behaupten, dass händchenhaltende Männer deutlich weniger freundlich behandelt und angeschaut werden als ich. Ich will das nicht werten und kann es auch statistisch nicht belegen. Aber die Ansicht, dass es "Transen" ( wie wir auch hier gerne bezeichnet werden ) generell schwerer als Schwule haben, halte ich aus langer Erfahrung für falsch.


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#9
11.08.2014
14:50:50


(+1, 3 Votes)

Von m123
Antwort zu Kommentar #2 von sperling


Oh ja!

"Transsexualität" ist ein hochgradig in die Irre führender Begriff, der verantwortlich dafür ist, dass viele Menschen denken, dass es eine sexuelle Orientierung sei und etwas mit Sexualität zu tun hätte.

Richtig ist jedoch, dass es etwas mit der Geschlechtsidentität zu tun hat. Daher ist der Begriff "Transidentität" konsequent und kann nicht in die Irre führen.

Viele Menschen haben wenig Ahnung über Homosexualität und Transidentität. Nur weil ihr selbst viel darüber wisst, heißt das noch lange nicht, dass die Leute, die euch auf der Straße begegnen, viel darüber wissen. Man muss sich immer wieder bewusst machen, dass viele Menschen noch nichtmals die grundlegenden Fakten über Homosexualität und Transidentität kennen.

Ich kritisiere daher die Verwendung von Begriffen, die in die Irre führen und dafür sorgen, dass diese Begriffe die wahren Fakten verschleiern. Die Verwendung irreführender Begriffe wie "Transsexualität" oder "Homo-Ehe" ist in meinen Augen mitverantwortlich für die Unaufgeklärtheit der Menschen. In den Medien hat sich der irreführende Begriff "Homo-Ehe" durchgesetzt, mit der Konsequenz, dass viele heterosexuelle Menschen verwirrt sind. Wenn sie andauend den Begriff "Homo-Ehe" hören und in dem Zusammenhang den Ausdruck "Gleichstellung der Homo-Ehe", dann werden sie spätestens dann verwirrt sein, wenn von der "Öffnung der Ehe" die Rede ist. Viele Menschen denken, dass gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland schon längst heiraten dürften, obwohl das nicht so ist.

Die Verwendung irreführender Begriffe hat negative Konsequenzen und reduziert das Verständnis.


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Anm. d. Red.: Die Begrifflichkeit ist auch unter Trans-Gruppen umstritten. Es gibt bislang keine unumstrittenen Worte, die allgemein anerkannt sind. Daher benutzen wir nach Rücksprache mit verschiedenen Gruppen die gebräuchlichsten Begriffe.

 
#10
11.08.2014
14:53:56


(-2, 4 Votes)

Von Reverser


Nrn. 5 und 6:

Bei diesem Thema kann man schon mal durcheinander kommen.


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