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  • 12.08.2014           11      Teilen:   |

Interview

Jurassica Parka: Der erste Schritt zur Fernsehshow

Artikelbild
Jurassica Parka, geboren in Berlin-Neukölln, ist DJane, Partyveranstalterin, Moderatorin und Autorin. Stolz trägt sie den Titel "Miss CSD 2014"

Am 16. August startet Mega-Transe Jurassica Parka im Berliner BKA eine Late-Night-Show. Im Interview spricht sie über den Wandel der Drag-Szene, die Abgründe des Partylebens und den Freifahrschein im Fummel.

Interview: Kevin Clarke

In den 1980er Jahren waren Mary und Gordy das Cross-Dressing-Ideal Deutschlands: die Illusion fast perfekter Frauen, die in TV-Unterhaltungsshows auftraten vor heterosexuellem Publikum. Kannst du mit dieser Art von "Eighties Travestie" heute noch etwas anfangen?

Ich bin natürlich als Kind mit Mary und Gordy aufgewachsen und habe sie immer bewundert. Georg Preusse ist ein toller Künstler, ohne Frage. Ich habe aber vor einiger Zeit Marys Weihnachtsshow im Admiralspalast gesehen und war wirklich überrascht, wie blöd ich das alles fand. Der Altersdurchschnitt des Publikums lag bei zirka 60, würde ich sagen. Und die haben sich über die recht flachen "damenhaften" Witzchen vor Lachen gekringelt. Ich fand's eigentlich nur langweilig, teilweise sehr albern. Aber so ist das nun mal – Humor verändert sich von Generation zu Generation. Jedem Künstler seine Zielgruppe.

Die bekannten Drag-Stars der deutschen Hauptstadt sind vor allem überlebensgroße "Megatransen" (wie du dich selbst nennst), die Trash-Outfits mit Bärten und Tattoos kombinieren. Wie würdest du den Unterschied der jetzigen Drag-Szene in Berlin beschreiben im Vergleich zu den Achtzigern?

Genauso wie sich die Gesellschaft verändert verändern sich auch die Figuren, die dieser einen Spiegel vorhalten. Denn genau das macht Travestie ja aus. Ich denke, dass sich in den letzten 25 Jahren einiges verändert hat. Die Akzeptanz von Homosexualität ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, Geschlechterrollen werden mehr und mehr aufgebrochen. Ich denke, dass dies die Travestie aufgreift. Ich bin mir aber sicher, dass es auch schon in den Achtzigern Drag Queens gab, die Bart trugen und nicht an der perfekten Illusion des anderen Geschlechts feilten. Nur da gab es noch kein Internet. Heute ist es so viel einfacher, eine breite Masse zu erreichen und somit Aufmerksamkeit zu generieren. Und das ist der maßgeblichste Unterschied zu den Achtzigern.

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Jurassica Parka mit "Ehemann": Drag Queens hätten es nicht leicht, den "Richtigen" zu finden
Jurassica Parka mit "Ehemann": Drag Queens hätten es nicht leicht, den "Richtigen" zu finden

Sind Drag-Performer dieses Mega-Kalibers anderswo in Deutschland denkbar?

Travestie gibt es überall. Berlin ist und bleibt aber bislang der größte Tummelplatz für Drags. Das liegt ganz sicher daran, dass es hier einfach am meisten zu tun gibt für eine Transe. Die Stadt feiert 24 Stunden und sieben Tage die Woche Partys. Nachtleben und Travestie sind untrennbar. Aber generell ist das Leben als Drag Queen überall möglich, sofern man seine Nische gefunden hat, mit der man das Publikum erreichen kann.

Wie sieht es international aus: Wie würdest du die Drag-Szene anderswo beschreiben, was sind neue Trends, auf die wir uns in Deutschland freuen könnten?

Nun, ich habe den kometenhaften Aufstieg von Conchita Wurst mitverfolgt. Ich kenne sie schon Jahre aus dem Wiener Nachtleben, das im Übrigen auch eine tolle Drag-Kultur hat. Ansonsten habe ich noch nicht viel Erfahrung im Ausland gesammelt. Ich bin ab und an in Kopenhagen gebucht, da gibt es eigentlich gar keine Drags. Eine der wenigen schwulen Partys dort muss sich ihre Drags immer aus Berlin importieren. Interessant, wie ich finde.

Wir leben in Zeiten von Gender-Debatten: Viele Menschen fragen, ob die traditionelle Mann-Frau-Division der Welt mit den entsprechenden klassischen Verhaltensmodellen zeitgemäß sind. Was für Erfahrungen hast du mit solchen Modellen – und ihrer Sprengung – gemacht, privat und auf der Bühne?

Ich bin seit einiger Zeit sehr glücklich mit meinem Mann verheiratet, es war aber ein langer Weg, mit meinem Beruf den "Richtigen" zu finden. Gerade in der schwulen Szene ist es ziemlich schwierig, einen Mann zu finden, der mit dem Beruf der Transe klarkommt. Das fand ich immer bizarr: Im Nachtleben lieben und verehren sie uns über alles, aber bitte nicht als Partner! Da wollen sie dann doch lieber "einen richtigen Mann". Da nicht den Mut zu verlieren und verbittert zu werden, das fällt nicht jedem leicht. Natürlich höre ich immer wieder die gleichen Fragen. Ob ich denn auch im Bett Fummel trage oder ob ich mich wirklich als "Frau" fühle etc. Ich verstehe solche Fragen aber. Gerade wenn du keine Berührungspunkte zur Drag-Szene hast, verwirrt dich ein Mann in Frauenkleidern erst einmal. So soll es ja auch sein. Ich bin diese ganzen Gender-Debatten allerdings auch leid. Ich bin da keine Fachfrau, da sollen andere ihren Senf dazu geben. Ich habe eher aus Spaß an der Freude den Fummel als meine Kunstform gewählt. Dass das auch immer politisch ist, war mir anfangs nicht wirklich bewusst.

Mary, die surreale Traumfrau, war besonders populär beim Hetero-Publikum. Bei wem sind Drag Queens und Megatransen heute populär?

Drag Queens sind nach wie vor sehr bei Schwulen beliebt, danach kommen gleich die heterosexuellen Mädchen. Zumindest kann ich das bei meinem Publikum beobachten. Generell kann ich aber sagen, dass Travestie ganz viele verschiedene Menschen begeistert. Egal ob hetero oder homo oder bi oder trans* oder inter. Heterosexuelle Männer finden einen oft auch sexuell anziehend, das beobachte ich ebenfalls immer wieder. Wahrscheinlich, weil wir Transen so nuttig rumlaufen, wie es ihre Freundinnen zuhause nie machen. (lacht)

Wieso ist die Drag-Szene im deutschen Fernsehen eigentlich so unterrepräsentiert – und könnte man das ändern?

Travestie im deutschen TV … ein weites Feld! Eigentlich gab es da bislang nur Lilo Wanders – das war's! Extrem schade! Ich hatte mittlerweile schon einige Gespräche mit TV-Produktionen und auch direkt mit Sendern, die Interesse zeigten, mir ein Format zu geben. Es haperte aber immer daran, dass alle Angst um ihre Werbezeiten haben und denken, Travestie sei ein Nischenprodukt. Leider. Ich arbeite aber daran, dass sich das endlich ändert. Gerade stecke ich wieder mitten in Gesprächen. Wir werden sehen.

Sind Drag-Persönlichkeiten wie Jurassica Parka auch eine sexuelle Erscheinung/Entscheidung, um mehr oder besseren Sex zu haben als ohne Drag-Outfit?

Jurassica Parka ist eine Kunstfigur und hat mit meinem Sexleben rein gar nichts zu tun. Geflirtet wird natürlich im Nachtleben, das gehört dazu. Aber das war's dann auch.

Wie integrierst du Jurassica Parka in dein Privatleben?

Meine Eltern sind meine größten Fans, da habe ich großes Glück. Das war allerdings auch ein langer Weg: erst ist der Sohn schwul, dann trägt er auch noch Frauenkleider. Das müssen Eltern erstmal verdauen. Aber mittlerweile sind sie sehr, sehr stolz auf mich und meinen eigenen Weg. In der gemeinsamen Wohnung von mir und meinem Mann gibt es ein ganzes Zimmer, in dem Jurassica "aufbewahrt" wird. Da hängen alle Fummel, Perücken und Schuhe. Dort schminke ich mich und bereite mich auf meine Jobs vor. Von daher ist Jurassica irgendwie immer präsent, schließlich ist das auch ein Teil meiner Persönlichkeit. Es ist aber auch schön, dass man die Tür zu dem Fummel-Zimmer einfach mal zumachen kann.

Youtube | Jurassica Parka: Mein Halbzeit-Coming-out
Jurassica Parka im Party-Einsatz: "Berlin feiert 24 Stunden und sieben Tage die Woche"
Jurassica Parka im Party-Einsatz: "Berlin feiert 24 Stunden und sieben Tage die Woche" (Bild: Christian Graffenberger)

Du wirst am 16. August im BKA am Berliner Mehringdamm auftreten mit deiner ersten Late Night Show. Was kann man da erwarten? Wie wird sich deine Show von "Thekenschlampe" deiner Kollegin Gloria Viagra unterscheiden?

Die Show wird eine ganz klassische Late Night Show werden, wie man sie aus den großen Zeiten von Harald Schmidt kennt. Am Anfang gibt es einen kleinen Stand-Up-Teil, danach begrüße ich zwei prominente Talkgäste (Djamila Rowe und Marcel Schlutt), umrundet wird das Ganze von einem Musik-Act, in diesem Fall der Chansonier Franz Geil. Gloria hat mit ihrem "Thekenschlampe"-Format etwas anderes gemacht, schon deshalb, weil es ohne Publikum und nur fürs Internet produziert wurde. Für mich ist das Ganze ein Sprung ins kalte Wasser, sowas habe ich noch nie vorher gemacht. Deshalb freue ich mich sehr darauf.

In der Ankündigung heißt es, "es wird geschnattert, gelästert, gespielt und natürlich Sektchen getrunken". Kann man als Megatranse besser und ungehemmter lästern?

Wenn Du Fummel trägst, hast Du eigentlich einen Freifahrtsschein für alles! Sofern Du es mit Humor und Anstand machst. Das ist ja das Tolle am Drag-Sein!

Braucht man als Megatranse zwangsläufig Alkohol als Grundausstattung – wie Gloria Viagra, die vor lauter Wodka bei ihrer Thekenschlampen-Show manchmal kaum mehr einen verständlichen Satz herausbringt?

Nein, Alkohol gehört nicht zur Grundausstattung. Warum der Alkoholkonsum irgendwie immer mit dem Drag-Sein verbunden wird, weiß ich nicht. Ich habe mal fast ein dreiviertel Jahr nicht getrunken. In dieser Zeit habe ich meinen Job genauso gut gemacht wie sonst auch. Da die Drag-Szene sehr viel im Nachtleben stattfindet, ist Alkohol nun mal präsent. Das ist aber bei Tresenkräften oder DJs genauso der Fall wie bei Transen. Da muss jeder seinen Weg finden, damit umzugehen. Meine großen Feierzeiten sind vorbei. Ich habe es einige Jahre ordentlich krachen lassen, aber irgendwann verliert das seinen Reiz.

Ein Ziel deiner Late Night Show ist es, das Publikum "mit in den Abgrund zu reißen". Du bist viel in der schwulen Berliner Partyszene unterwegs. Was für Abgründe siehst du da?

Ach herrje, du legst aber auch jedes Wort auf die Goldwaage (lacht). Ich habe im Nachtleben schon alles gesehen, auch viele Dinge, die ich lieber nicht gesehen hätte. Aber das macht das Nachtleben aus! Einfach mal den Alltag draußen lassen, darum geht es doch den meisten. Und das ist auch gut so. Jeder soll machen, was er will, solange es niemand anderen beeinträchtigt.

An großen Berliner Bühnen – wie der Komischen Oper – treten derzeit Cross-Dressing-Performer in Star-Rollen auf. Hast du mal mit Barrie Kosky oder den Bossen des Tipi-Zelts gesprochen wegen "Kinky Boots" oder "La Cage"?

Ich kann überhaupt nicht singen! Gerade habe ich einen Film abgedreht, in dem ich in meiner Rolle auch Tanzszenen habe. Es war das erste Mal, dass ich in einem Tanzstudio mit einer Choreografin proben musste. Es ist mir recht schwer gefallen, muss ich gestehen; aber es hat Spaß gemacht. Meine Stärken liegen im gesprochenen Wort, ich kann witzig und spontan sein – Singen und Tanzen sollen andere.

Was würdest du gern als nächstes machen, als Karriereschritt nach der Late Night Show?

Mein immerwährendes Ziel ist die große Samstag-Abend-Show im deutschen Fernsehen. Noch ein langer Weg, aber man muss ja Träume haben. Fernsehen ist jedenfalls das, wo ich hin will. Ich liebe das Fernsehen, und die Kamera liebt mich. Mein Mann sagt immer, wenn eine Kamera an ist, dann funktioniere ich wie eine Maschine, und das stimmt.

Youtube | Jurassica Parka beim diesjährigen "into paradise"-Festival in der Lüneburger Heide
Links zum Thema:
» Mehr Infos zur Late Night Show im BKA
» Homepage von Jurassica Parka
» Fanpage auf Facebook
» Jurassica Parka auf Twitter
» Youtube-Kanal von Jurassica Parka
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Tags: jurassica parka, bka, late night show, tunte, transe, drag queen, gloira viagra
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Reaktionen zu "Jurassica Parka: Der erste Schritt zur Fernsehshow"


 11 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
12.08.2014
17:21:25


(0, 4 Votes)

Von Janosz


ICH bin da raus, ich hab nämlich dem Trash abgeschworen.


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#2
12.08.2014
18:23:52


(+1, 3 Votes)

Von Robby69
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Jurassica ist echt klasse!


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#3
12.08.2014
21:49:50
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von Skeptiker


Hier gibt es öfter Themen zu Drag Queens und "Transen", als über Transsexuelle und Intersexuelle.
Wie Frauen oder Überfrauen aufgestylte Männer haben mehr Publicity als echte Trans- oder Intersexuelle ohne Klimbim.

Ich kann verstehen dass ein Internetpotal von Schwulen hauptsächlich schwule Themen behandelt.
Da aber längst nicht alle, eher eine Minderheit, mit Drag und Co was anfangen kann, wundert es mich dass es im Vergleich zu anderen Themen so einen fast schon führenden Stellenwert in der Lgbti Community einnimmt.
Der Schwerpunkt auf Schwule hier ist ok, schon weil der Mainstream eher Frauenerotik zeigt und auch Lesben was fürs Auge bietet, ist es neben politischen und gesellschaftlichen Themen verständlich dass es hier oft hübsche Männer zu sehen gibt.

Aber das Interesse an Drag verschließt sich mir. Ist für euch echt interessanter Drag Queens und Quotentransen beim rumblödeln zu sehen, als zb persönliche Berichte über die Thematik Trans- und Intersexualität?
Ich glaube das nach außen getragene Bild über Transsexuelle entspricht der einer als Frau zurechtgemachten Mannes. Wahlweise wird es auch als schwul gesehen, selbst dann wenn diese Showtransen mit Frauen zusammen sind.
Es werden also sowohl Schwule als auch Transsexuelle durch Drag Queens und Showtransen als Einheit betrachtet oder durcheinander gebracht.
Bei allem Verständnis, wird Drag Queens zuviel mediale Aufmerksamkeit entgegengebracht, aber Klamauk zieht bekanntlich an...leider auch substanzloser Klamauk. Damit will ich nicht sagen das ausnahmslos jede Drag Queen nur auf Klamauk aus ist, aber eben sehr viele.


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#4
13.08.2014
12:48:38


(+2, 4 Votes)

Von Horst_in_Berlin


Ob Miss Parka den geschliffenen Witz von Harald Schmidt hinbekommt, wird sich ja wohl noch zeigen müssen. Die Videoclips sehen alle eher nach Trash-TV aus, ohne besonderen Tiefgang. Aber vielleicht wird die neue Late Night Show ja ein Wendepunkt, nach dem alles anders wird? Die Liste der Gäste deutet allerdings nicht unbedingt darauf hin. (Leider.)


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#5
13.08.2014
18:59:42


(0, 2 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Skeptiker


" Hier gibt es öfter Themen zu Drag Queens und "Transen", als über Transsexuelle und Intersexuelle."
In Bezug auf Intersexuelle stimmt das - was Transsexuelle betrifft nicht. - Was ist z.B. mit dem Artikel auf queer.de "Boxsport: Homophober Macho outet sich als transsexuell" (vom 11.08.2014)??? Ist das etwas KEIN Artikel über Transsexualität?!
Auf queer.de gibt's zu diesem Thema immer wieder mal Artikel. Du brauchst sie nur zu lesen.

"Da aber längst nicht alle, eher eine Minderheit, mit Drag und Co was anfangen kann, wundert es mich dass es im Vergleich zu anderen Themen so einen fast schon führenden Stellenwert in der Lgbti Community einnimmt."
Stimmt ebenfalls nicht. Nur weil DU damit nichts anfangen kannst, heißt das nicht, dass ALLE anderen Schwulen damit auch nichts anfangen können. - Klar gibt es immer Schwule, die Tunten nicht so mögen - aber auch verdammt viele, die sie mögen. - Und noch was, Schätzchen: Du "vergisst" wieder mal ganz bewußt, WER '69 die 'Stonewall riots' angezettelt hat - WER da für unsere Rechte als Schwule gekämpft hat. TUNTEN, Schätzchen! Aber das willst Du bei Deinem abwertenden, abfälligen 'igitt-Geschwafel natürlich nicht wahr haben. Schon klar... Wenn sie damals nicht gewesen wären, Schätzchen, dann könntest Du Dich jetzt auch nicht bequem in Deinem Sessel zurücklehnen und ablästern; dann könntest Du jetzt auch nicht "einfach so" Deinen Freund auf der Straße küssen oder auch nur Händchenhaltend gehen.

"Der Schwerpunkt auf Schwule hier ist ok, schon weil der Mainstream eher Frauenerotik zeigt und auch Lesben was fürs Auge bietet, ist es neben politischen und gesellschaftlichen Themen verständlich dass es hier oft hübsche Männer zu sehen gibt."
Schätzchen, schon mal auf die Idee gekommen, dass Du Dir mal die User-Profile ansiehst?! Oder auch "nur" die Kommentare?! Nein? Dann mach das mal. - Du wirst feststellen, dass die MEISTEN User hier bei queer.de Männer sind und diese Männer hauptsächlich schwul sind. - Na?! Geht Dir JETZT ein Kronleuchter auf, warum hier vielfach "schwule" Themen abgehandelt werden?!
Und nochwas: Der ganze Mainstream-Mist und was DA abgehandelt wird, ist uns scheißegal! Was interessiert mich z.B. was die auf irgendeiner Seite von "Brigitte" (oder wie die auch immer heißen) durchgekaut wird!

" Ist für euch echt interessanter Drag Queens und Quotentransen beim rumblödeln zu sehen, als zb persönliche Berichte über die Thematik Trans- und Intersexualität?"
Als ob DU beurteilen könntest, was uns wichtig oder unwichtig ist?! Du kennst schließlich keinen einzigen von uns persönlich. Dein "Statement" ist lediglich Deine GANZ PERSÖNLICHE Meinung zu diesem Punkt und hat mit der Realität absolut nichts zu tun, Schätzchen.

" Ich glaube das nach außen getragene Bild über Transsexuelle entspricht der einer als Frau zurechtgemachten Mannes. Wahlweise wird es auch als schwul gesehen, selbst dann wenn diese Showtransen mit Frauen zusammen sind. Es werden also sowohl Schwule als auch Transsexuelle durch Drag Queens und Showtransen als Einheit betrachtet oder durcheinander gebracht."
Das sind DEINE Ansichten, Deine Vorstellungen der "schönen schwulen Welt". Nicht die von uns anderen. Nicht mehr, nicht weniger.
(Und diesmal schaffst Du's ja sogar, sie als "Deine" Ansichten zu kennzeichnen. Na also, geht doch.)

". Bei allem Verständnis, wird Drag Queens zuviel mediale Aufmerksamkeit entgegengebracht, aber Klamauk zieht bekanntlich an."
Das ist Deine Ansicht, Schätzchen. Wieso siehst Du Dir dann Drag Queens in den Medien an, liest über sie Berichte - wenn Du sie angeblich ja so "grauenhaft" findest?! Schon sehr, sehr bezeichnend...

"...leider auch substanzloser Klamauk."
höchstens DAS, was DU höchstpersönlich als "substanzlos" bezeichnest... Das hat nichts mit einer OBJEKTIVEN Tatsache zu tun - sondern ist lediglich Deine SUBJEKTIVE Sichtweise dazu. -
Apropo: Kannst Du überhaupt beurteilen, was substanzlos ist??? Ich glaube nicht. - Jedenfalls macht Dein Geschwurbel hier nicht den Eindruck als könntest Du es. - Ein Geläster über Tunten, ein in den Schmutz ziehen der Tunten nach dem nächsten. - Soll DAS etwas "Substanz" haben?! Glaubst Du doch wohl nicht im Ernst, oder?!

"Damit will ich nicht sagen das ausnahmslos jede Drag Queen nur auf Klamauk aus ist, aber eben sehr viele."
Stimmt ebenfalls nicht. - Aber Du kennst ja auch nur DIEJENIGEN, die Du kennen "willst", damit Du über Drag-Queens herziehen und sie schlechtmachen kannst.

Von Toleranz hast Du in Deinem ganzen Leben noch nichts gehört. - Und das wird sich auch nicht mehr ändern. - Das kennen wir ja schon von Dir...


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#6
14.08.2014
13:06:19


(-1, 3 Votes)

Von LoreleyTV
Antwort zu Kommentar #5 von Robby69


ist doch klar,die meisten Schwulen sehen sich lieber Männerattrappen an wie Village People,die Schauspieler aus dem Film Broke Mountain,Bilder von Tom aus Finnland oder Michael Kühnen und seine Männer,Tunten und Drag Queens werden von vielen Schwulen gehaßt, bei diesen Personen sieht man ja gleich daß sie schwul sind, und als Sexpartner kommen sie nicht in Frage.Wo nehmen sich eigentlich Tunten das Recht her,so weibisch zu sein,da viele Schwule sich so große Mühe geben um die vorgeschriebene Gesellschaftsnorm des Mannes in der Öffentlichkeit zu kopieren?Tunten zerstören das Bild vom angepaßten Schwulen und daher sind sie für viele Schwulen verachtenswert.Weiß ich aus eigener Erfahrung.


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#7
14.08.2014
19:16:28


(+1, 1 Vote)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von LoreleyTV


Hallo "LoreleyTV"!

"Tunten und Drag Queens werden von vielen Schwulen gehaßt, bei diesen Personen sieht man ja gleich daß sie schwul sind, und als Sexpartner kommen sie nicht in Frage."
Das sehe ich komplett anders als Du es hier schreibst. Ich mag Tunten genauso gern wie Schwulen in Jeans und T-Shirt oder Lederkerle. - Egal ob nur als "guter Freund" oder als Lover oder Sexpartner. Für mich spielt es keine Rolle, ob jemand - wie Du schreibst - "weibisch" ist - oder von mir als schwuler Macho rüberkommt, weil nur wichtig ist, wie der Betreffende einfach als "Mensch" so ist. -
Ich gebe gern zu, dass ich auf die Sachen von Tom-of-Finland stehe - wie viele Schwule, die auf große Schwänze stehen. Grins.. Aber ich mag eine Tunte, die einfach so glücklich ist, wie sie ist - und das auch rüber kommt, genauso gern. Und ja, ich habe auch durchaus Tunten als Sexpartner - und hatte auch mal eine Beziehung mit einer Tunte. Klar, wird man da ab und zu mal blöd angeschaut - aber was soll's?! Fuck off! Geht schließlich andere nichts an.
Für mich bei einem anderen Mann - egal ob Tunte, Bär, Jeans-Typ oder Lederkerl - einfach nur wichtig, ob er mit sich selbst und mit seiner Sexualität im Reinen ist. Alles andere ist zweitrangig. - Das gilt sowohl bei ONS, als auch bei einer Beziehung. -
Was ich allerdings nicht auf die Reihe kriegen würde, wäre, eine Beziehung mit einer Klemmschwester zu führen. Das würde zwangsläufig von vorn herein schief gehen, weil ich jetzt nicht gerade ein Typ bin, der sein Schwulsein versteckt. Grins...

Ich weiß, vor allem für die überangepassten Schwulen sind Tunten ein Grund, loszukreischen; eben weil Tunten halt in gewisser Weise das Hetero-Klischee eines Schwulen erfüllen. Aber sind es diese überangepassten Schwulen wirklich wert, mit ihren Anmassungen und ihrem "Moral"-Getue von uns wirklich ernst genommen zu werden? Ich denke eher nicht.

Viele Grüße

Robby


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#8
15.08.2014
15:53:23


(-2, 2 Votes)

Von Jack
Antwort zu Kommentar #7 von Robby69


Was ist eigentlich in deinem Leben schief gelaufen, ich schäme mich jedes mal für deine dummen Kommentare.
Des Weiteren bezeichnest du jeden als intolerant, wer eine andere Meinung als deine vertritt. Da solltest du dir vielleicht selbst mal Gedanken über deine Toleranz machen und erst mal ein paar aussagekräftige Argumente suchen, bevor du hier was veröffentlichst.

Denn für dich ist jeder, der nicht in und mit der Szene lebt gleich eine "Klemmschwester". Nur solltest du dir mal überlegen, dass manche Typen einfach nicht so affektiert sind und man ihnen deshalb ihre Homosexualität nicht anmerkt. Das hat dann nichts damit zu tun, dass sie diese verstecken.


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#9
15.08.2014
19:06:57


(+1, 1 Vote)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Jack


DENKEN - DANN posten. - Ein weiteres Eingehen auf diesen geistigen Dünnpfiff wäre totale Zeitverschwendung...


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#10
15.08.2014
23:10:03


(+2, 2 Votes)

Von Just me
Antwort zu Kommentar #8 von Jack


" Nur solltest du dir mal überlegen, dass manche Typen einfach nicht so affektiert sind und man ihnen deshalb ihre Homosexualität nicht anmerkt."

Wo hat Robby denn geschrieben, dass er etwas gegen Männer hat, denen man 'ihre Homosexualität nicht anmerkt'? Er hat bloß geschrieben, dass er Klemmschwestern nicht mag, die ihre Homosexualität absichtlich verbergen und einen auf Hete machen. Das ist meiner Meinung nach ein großer Unterschied.


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