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  • 13.08.2014           12      Teilen:   |

"Brigitte"-Interview

Sofi Oksanen: "Wer Homosexuelle hasst, der hasst auch Frauen"

Sofi Oksanen, Jahrgang 1977, ist eine finnisch-estnische Schriftstellerin und Dramaturgin. Ihr dritter Roman "Fegefeuer" wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet - Quelle: Wiki Commons / Teemu Rajala / CC-BY-3.0
Sofi Oksanen, Jahrgang 1977, ist eine finnisch-estnische Schriftstellerin und Dramaturgin. Ihr dritter Roman "Fegefeuer" wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet (Bild: Wiki Commons / Teemu Rajala / CC-BY-3.0)

Eine Gesellschaft, die Lesben und Schwule diskriminiert, hat auch Probleme mit Frauen, sagt die finnische Bestseller-Autorin Sofi Oksanen, bekannt für ihren Roman "Fegefeuer".

"Wenn man in der Öffentlichkeit nicht über Rechte reden darf, die in irgendeiner Art und Weise Sexualität betreffen, dann kann man auch nicht über Frauenrechte reden", erklärt die 37-jährige Schriftstelllerin im Interview mit der am Mittwoch erschienenen Ausgabe des Frauenmagazins "Brigitte". Das russlandweite Gesetz gegen Homo-"Propaganda" diene vor allem dazu, "sich mit sehr simplen Botschaften eine bestimmte Anhängerschaft zu sichern. Es ist einfach, Hass in einer Gesellschaft zu schüren, die Informationen beschränkt."

Die Schriftstellerin mit estnischen Wurzeln und exzentrischem Aussehen hat in auch in Deutschland erschienenen Zeitungsartikeln schon früh ein entschiedeneres Eingreifen des Westens gegen Russland in der Ukraine-Krise gefordert und vor dem imperialen Machtstreben Russlands gewarnt. In ihren Romanen ist die sowjetische Besatzung Estlands nach dem zweiten Weltkrieg ein wiederkehrendes Thema. Finnland ist in diesem Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse, Sofi Oksanen wird dort ihren neuen Roman "Als die Tauben verschwanden" vorstellen. (cw/ots)

Links zum Thema:
» Homepage von Sofi Oksanen
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Tags: sofi oksanen, russland, fegefeuer
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Reaktionen zu "Sofi Oksanen: "Wer Homosexuelle hasst, der hasst auch Frauen""


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
13.08.2014
13:52:37


(-6, 10 Votes)

Von Oliver43


@Queer-Autor
Bitte "Zweiter Weltkrieg" in Artikeln immer groß schreiben !!!


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#2
13.08.2014
14:09:54


(+5, 7 Votes)
 
#3
13.08.2014
14:28:59


(+7, 9 Votes)
 
#4
13.08.2014
14:52:22


(+4, 10 Votes)

Von sperling


"exzentrisches aussehen"? in jeder finnischen einkaufspassage findet man auf anhieb ein dutzend junge frauen, die wesentlich wilder und bunter aussehen.


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#5
13.08.2014
15:06:00


(+7, 9 Votes)

Von BWLer


" schon früh ein entschiedeneres Eingreifen des Westens gegen Russland in der Ukraine-Krise gefordert und vor einem imperialen Machtstreben Russlands gewarnt."

Am Mittwoch startet die internationale Waffenmesse Oboronexpo 2014 im Moskauer Vorort Schukowski. Trotz westlicher Sanktionen stellen sich 250 russische und ausländische Unternehmen auf der Messe vor.
Firmen aus Algerien, Armenien, Weißrussland, Deutschland, Indien, China, den USA, Frankreich, Tschechien und der Schweiz stellen ihre Produkte vor. Zu der am 17. August endenden Messe werden rund 100 Delegationen aus aller Welt erwartet.

" in der Ukraine-Krise "

"RECHTER SEKTOR BESTÄTIGT
Neonazis bei Kämpfen in der Ostukraine getötet
[...]
Der Rechte Sektor spielte bei den Protesten auf dem Maidan in Kiew, die im Februar zum Sturz des Präsidenten Viktor Janukowitsch führten, eine große Rolle."

Link zu www.handelsblatt.com

" Das Bataillon trägt in seinem Emblem die Wolfsangel, das Symbol der SS-Division, das auch die nationalistische Swoboda-Partei im Kiewer Parlament früher in ihrem Wappen trug. Ein junger Kämpfer, der am Pavillon vorbei läuft, hat auf seinen rasierten Schädel die Worte 100 Prozent Rassist tätowiert.

Die Asow-Männer erzählen, dass ihr Bataillon von erfahrenen Ausbildern aus Schweden, Frankreich, Deutschland und auch Russland trainiert werde. Der junge Kommandeur Danil möchte allerdings keine Journalisten mit den Ausländern sprechen lassen. Medien hatten berichtet, dass Neonazis aus ganz Europa das Bataillon unterstützen. "

Link zu www.faz.net

Zu dieser Gesellschaft:

"Eine Gesellschaft, die Lesben und Schwule diskriminiert, hat auch Probleme mit Frauen, "

Ich habe Probleme mit Frauen, die keine Nazis finden mögen, die "eine große Rolle"(Handelsblatt) spielen: Medienfiguren wie Marieluise Beck, Golineh Atai, Cathrin Kahlweit, Rebecca Harms, u.a.m.


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#6
13.08.2014
17:44:11


(-2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Eine sehr gewagte These!


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#7
13.08.2014
19:18:22


(+6, 6 Votes)

Von Margot aus Estla


Sofi Oksanen ist etwas naiv. Wer Homosexuelle hasst, der hasst nicht nur Frauen, sondern auch die Männer. Oder nicht? Die Oksanen muss man hinterfragen. Sie hat in einem Interview in Estland auch behauptet, west-europäer kennen Kommunismus nicht. Die Finnland-Estin hat zwar Thema kommunistische Diktatur in Estland aufgegriffen, doch ihre Erzählungen sind großteils Ihre (oder Omas) Phantasien, haben oft mit Realität nichts zu tun. Wer ihre andere Bücher gelesen hat, kann vermuten, dass ihr Leben in finnischen Kleinstadt mit einen Fremdgänger, Alkoholiker-Vater nicht einfach war. Sie schreibt u.a., dass ihre Mutter für Papa in Estland gleich eine Kiste Bier gekauft hatte, um den Mann ruhig zu stellen. So hatte Sofi auch Essstörungen und hat irgendwann angefangen zu schreiben. Sogar gut, doch ihr allgemeines Wissen (vor allem Geschichte) ist bedürftig.


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#8
13.08.2014
20:07:19


(+5, 7 Votes)
 
#9
14.08.2014
00:05:58


(-2, 4 Votes)

Von Margot a Estland
Antwort zu Kommentar #8 von schnaps


Hallo, sehr einfach gemacht! Wie auch Oksanen.

Link zu www.das-osteuropa-forum.de
Leider ist ganze Text nicht mehr vorhanden.
Kennen Sie überhaupt estnische bwz. finnische Geschichte? Hitler-Stalin Pakt? Geheime Protokolle? Kennen Sie Wolfgang Leonhard?
Was hätten Ihre Meinung nach die baltische Staaten und Finnland tun müssen? Wer hat in der Roten Armee und wer in Waffen SS gedient? Haben die Russen gar nicht in Waffen SS gedient? Das ist gerade das Problem. Keine kennt die Geschichte, auch die deutsche Journalisten nicht, aber alle reden mit. Können aber keine vernünftige Fragen stellen. Oksanen hat Problem mit ihren Indendität. Estnische Medien haben ihr lesbische, aber auch bisexuelle Beziehungen unterstellt. Sie war böse. Wie auch Alice Schwazer. Wenn jemand zu eigene sexuelle Identität nicht steht, geht etwas verloren. Bei Oksanen ist auch so. Geschichtliche müssen wir noch klären. Esten waren keine Nazis, oder haben Sie etwa Beweismateriali? Russische oder extremlinken Quellen zählen nicht.


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#10
14.08.2014
08:14:44


(+6, 8 Votes)

Von gilt das
Antwort zu Kommentar #9 von Margot a Estland


In Estland, dem kleinsten der baltischen Staaten, lebten vor dem Zweiten Weltkrieg etwa 4.500 Juden, von ihnen etwa die Hälfte in der Hauptstadt Tallin. 1940 übernahm die Sowjetunion in Folge des Ribbentrop-Molotow-Pakts die Kontrolle über Estland, doch im Juli 1941 wurde Estland von den Deutschen erobert und viele Juden flohen in das Innere der Sowjetunion.

Diejenigen, die es nicht schafften zu fliehen, wurden unter ein hartes Regime von Beschränkungen gestellt: sie wurden gezwungen, den gelben Stern zu tragen und ihr Besitz wurde enteignet. Mit dem Eintreffen der Einsatzgruppen in Estland, begann die Vernichtung der Juden, unter Beihilfe lokaler rechter Milizen.

Bis Oktober 1941 wurde der Großteil der jüdischen Männer über 16 Jahre ermordet. Auf der Wannseekonferenz wurde den Anwesenden berichtet, dass Estland bereits judenrein sei.

Link zu www.yadvashem.org

Wo war Wolfgang Leonhard zu diesem Zeitpunkt? Hatte er schon Zugang zu diesen Dokumenten?

"Im Rechenschaftsbericht an den 18. Parteitag der KPdSU führte Stalin am 10. März 1938 aus: In der Politik der Nichteinmischung macht sich das Bestreben geltend, die Aggressoren bei der Ausführung ihres dunklen Werkes nicht zu hindern, ...zum Beispiel Deutschland nicht zu hindern, ...sich in einen Krieg gegen die Sowjetunion einzulassen, alle Kriegsteilnehmer tief in den Morast des Krieges versinken zu lassen, sie im stillen dazu anzuspornen, dazu zu bringen, dass sie einander schwächen und erschöpfen, dann aber, wenn sie genügend geschwächt sind, mit frischen Kräften auf dem Schauplatz zu erscheinen und, natürlich im Interesse des Friedens aufzutreten, um den geschwächten Kriegsteilnehmern ihre Bedingungen zu diktieren. (J. Stalin, Fragen des Leninismus. Moskau 1947, S. 687 f.)

Hitler sprach in seiner Rede vor den Oberbefehlshabern am 22. August 1939 einen Tag vor dem Abschluss des Nichtangriffspaktes mit der Sowjetunion -, nur aus, worüber sich seine Zuhörer ohnehin klar waren, wenn er sagte: Nun bestand bei den Westmächten die Hoffnung auf das Mitmachen von Russland. ...Der Entschluss, Blut einzusetzen, ist schwer. Man fragt dann leicht: Warum gerade ich? So richtete sich die Hoffnung Englands auf Russland. Aber nur ein blinder Optimist konnte glauben, Stalin würde so wahnsinnig sein, den Gedanken Englands nicht zu durchschauen: nämlich wie im Weltkrieg im Westen eine Art Stellungskrieg zu führen und im Osten Russland die Blutlast des Krieges tragen zu lassen. (38)
(38) Reinhard Kühnl, Der deutsche Faschismus in Quellen und Dokumenten, Köln 1975, S. 296"

Youtube-Video:


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