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  • 13.08.2014           10      Teilen:   |

Blockade geplant

Dortmund: Neo-Nazis planen Demo zeitgleich zum CSD

Artikelbild
Gut 600 Meter vom CSD entfernt wollen Neo-Nazis auf die Straße gehen (Bild: Wiki Commons / Marek Peters / www.marek-peters.com / GFDL-1.2)

Nicht weit vom Dortmunder CSD entfernt soll ein Protest von Neo-Nazis stattfinden – zum Schutz von Schwulen und Lesben wollen Nazi-Gegner die rechte Veranstaltung blockieren.

Am Samstag, den 23. August plant die neonazistische Kleinpartei "Die Rechte" um 15 Uhr eine Demonstration gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofes. Die Rechtsextremisten wollen damit gegen das vor zwei Jahren von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) ausgesprochene Verbot des "Nationalen Widerstandes Dortmund" demonstrieren. Jäger hatte damals erklärt, dass die Organisation mit Gewalt die demokratische Gesellschaftsordnung untergraben wolle. Die Demo von "Die Rechte" ist zeitgleich mit dem CSD angesetzt, der nur wenige hundert Meter entfernt an der Reinholdikirche stattfinden soll.

Die Nazi-Gegner der Gruppe BlockaDO haben angekündigt, die Kundgebung mit einer Blockade verhindern zu wollen. Die Katharinentreppe, auf der die Neonazi-Demo angemeldet ist und die vom Bahnhof in die Innenstadt führt, soll daher bereits ab 13 Uhr besetzt werden, damit die Rechten keinen Zugang erhalten.

Fortsetzung nach Anzeige


Nazi-Demo eine "unerträgliche Provokation"

BlockaDO begründet die Aktion unter anderem mit dem Schutz von Homosexuellen: "Es ist unerträglich, wenn zeitgleich der CSD stattfindet und die Anreise der Teilnehmer durch die Kundgebung massiv behindert wird", erklärte BlockaDO-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke. Man könne die "Provokation" der Rechte nicht unbeantwortet lassen. "Schwule und Lesben wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet. Wir solidarisieren uns mit dem CSD und werden dafür sorgen, dass die Nazi-Hetze kein Gehör findet", so Bernert-Leushacke.

Bereits am 1. Mai störte BlockaDO eine Nazi-Demo, in dem ein Bahnhof blockiert und die Anreise gestört wurde. Drei Wochen späte sorgte der Einzug von "Die Rechte" in den Stadtrat von Dortmund für bundesweite Aufmerksamkeit. Hier kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen: Noch in der Wahlnacht versuchten rund 30 Neonazis, darunter auch der mehrfach vorbestrafte neugewählte Ratsherr Siegfried Borchardt, die Wahlparty im Dortmunder Rathaus zu stürmen. Dabei wurden mehrere Menschen bei Handgreiflichkeiten verletzt.

Bereits 2010 hatte es in Dortmund einen gewalttätigen Übergriff eines Rechtsextremisten gegen CSD-Besucher gegeben: Damals schlug der NPD-Ratsherr Axel Thieme einem Studenten ins Gesicht. Das Opfer erlitt eine leichte Gehirnerschütterung und Hautverletzungen durch Glassplitter. Später wurde der Politiker zu einer Geldstrafe verurteilt (queer.de berichtete).

Das CSD-Straßenfest steht in diesem Jahr unter dem Motto "Für Respekt und Vielfalt". (dk)

Links zum Thema:
» CSD Dortmund
» BlockaDO
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Tags: dortmund, die rechte, neo-nazis, csd
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Reaktionen zu "Dortmund: Neo-Nazis planen Demo zeitgleich zum CSD"


 10 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
13.08.2014
17:30:17


(+6, 6 Votes)

Von jhgk


Sowas gibt es auch nur in Deutschland oder generell in Europa ...in den USA wäre jetzt was los!

Nazis gehören ins Gefängnis! Ja auch Schwule Nazis.

Nazis sind gefährliche Gewaltverbrecher , die Ihre psysischen Störungen nicht ernst nehmen und behandeln lassen. Kein Mitleid!

Leute ich sage Euch die Lage wird bedrohlich!
Mit selbstverleugnung und Kopf einziehen , kommt man in Europa nicht mehr weiter. Erst am 30.07.14 hat das EGMR wiedermals geurteilt , dass es in Europa kein Recht auf Homo-Ehe gibt und das eingtr.Partnerschaften für homosexuelle Paare ausreichen würden. Außerdem gäbe es keine Mehrheit für die Homo-Ehe in Europa.

In Ungarn herrscht Führer Orban und die Jobbik, in Österreich bald die FPÖ, in Frankreich wird Marine le Pen bald Präsidenten (FrontNational), in Deutschland ist eine AfD und NPD am Werk, in Osteuropa geht es genauso so schlimm zu und UKIP in England hat auch schon einiges von sich gegeben ...

Es wird Zeit für Rainbow Nation , einem Staat der nur für LGBT's aus aller Welt ist , aber womöglich auf einem Staatsgebiet integriert liegt z.B. Israel , USA, Kanada oder Island...

Es wird Zeit ernste Gespröche mit Regierungen zu führen , die daran Interesse hätten.

Allen voran die US-Regierung oder Kanada , Niederlande, Schweden, Belgien, Argentinien könnte auch Hilfe benötigen , wegen der Staatspleite , da wäre Rainbow Nation für das Image Argentiniens nicht gerade unförderlich.

In Europa kann man sich nicht mehr sicher fühlen ! Denn die Masse die LGBT-Rechte angeblich unterstützt schweigt verwunderlich, das gilt in Deutschland vor allen Dingen für die SPD /CDU.

Teilweise galube ich sogar ,dass die SPD absichtliche Hartmann , Edathy und vor kurzem auch Kahrs eines auswischen wollte , damit Sie nicht so stark in der Kritik wegen des Verrtas an der Homo-Ehe steht , so nachdem Motto: " Falls die Kritik am Verrat der Homo-Ehe uns als SPD schädigt , so beugen wir schon mal vor und sorgen dafür , dass die Öffentlichkeit ach etwas darüber erfährt was manche LGBT's so treiben und das sogar in unserer eigenen Partei , also wie kann man homosexuellen politikern nach Wowereit , Hartmann, Edathy, Kahrs,Beck etc überhaupt noch ins Amt lassen.

In Deutschland versucht man homosexuelle Politiker in den Dekadenz, Pädophilie, Jugendgefährdend Ruf zu bringen !

Es wird Zeit für Rainbow Nation!
Und wartet mal ab , wenn das wirklich so sein sollte und die heiße Luft bekommen , die Politiker! Dann kommt blitzschnell eine Meldung , angeblich ganz zufällig von der WHO die besagt , dass LGBT's doch krank sind und unter den Augen von Heteros betreut werden müssen ! So schnell kanns gehen .

Man glaubt an keinen Zufall mehr was momentan hier in Europa passiert!


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#2
13.08.2014
17:40:21


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Es ist schon eine Schande, daß die Neonazipartei "Die Rechte" einen Abgeordneten im Stadtrat von Dortmund hat!


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#3
13.08.2014
19:28:21


(+5, 5 Votes)

Von Just me
Antwort zu Kommentar #1 von jhgk


" Es wird Zeit für Rainbow Nation , einem Staat der nur für LGBT's aus aller Welt ist , aber womöglich auf einem Staatsgebiet integriert liegt z.B. Israel , USA, Kanada oder Island"

Die Idee ist nicht neu. Bislang ließ sie sich aber nicht umsetzen:
Link:
de.gayhomeland.org/


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#4
13.08.2014
22:38:48
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von Schallrauch


Sollen die Nazis demonstrieren, das sind nie so viele wie die Gegendemonstranten. In einem demokratischen System muss man solche Demonstrationen aushalten. Es sind ja auch pro- islamistische Demonstrationen erlaubt die ISIS bejubeln.

Die demonstrieren in Dortmund zwar zeitgleich zum CSD, aber nicht wegen des CSD und werden uns nichts tun. Die greifen keine großen Gruppen wie einen CSD an ( ich hoffe ja mal das Dortmund und Umgebung mehr Homosexuelle mobilisieren kann als Nazis) und wollen als Partei auch keinen schlechten Eindruck machen.
Gewalt schreckt die neue rechte Bewegung ab, die Neurechte agiert jetzt pseudointellektuell.


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#5
13.08.2014
23:53:13


(+4, 4 Votes)

Von GayJosh
Aus Münster (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.08.2014
Antwort zu Kommentar #3 von Just me


Ich finde die Idee richtig gut, ich würde dann auch wohl da leben wollen

Aber das ist richtig teuer und schwer umzusetzen

Und dieser Staat bräuchte Schutz vor Ländern wie dem Iran oder Russland

Naja egal, ich fände es geil, aber es wird sehr schwierig

Also bis dann meine "Gay"en Landsleute


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#6
14.08.2014
09:55:02


(0, 4 Votes)

Von Just me
Antwort zu Kommentar #5 von GayJosh


Vermutlich sind es nicht nur Finanzierungsprobleme. Viel mehr scheitert die Idee wohl schon an der Basis. Ich nehme an, dass sich die wenigsten Schwulen und Lesben tatsächlich als ein eigenes Volk begreifen. Sie bleiben weiterhin Deutsche, Franzosen, Amerikaner etc.
In Zeiten, in denen wir nach gesellschaftlicher Anerkennung durch den heteronormativen Mainstream lechzen, in denen wir uns nur noch als Abziehbild der Hetero-Gesellschaft begreifen, in denen wir jeden Gedanken an Eigenständigkeit zugunsten des 'Ankommens in der Mitte' opfern, scheint queerer Separatismus zudem eine ziemlich anachronistische Idee zu sein. Wenn sich - wie neulich bei queer.de zu lesen war - schon die traditionellen Schwulenviertel auflösen, kann es mit dem Wunsch nach Eigenständigkeit nicht sonderlich weit her sein; von einem eigenen Staat mal ganz zu schweigen.


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#7
14.08.2014
11:33:59


(+2, 2 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wie kann eine Stadtverwaltung nur auf den absurden Gedanken verfallen, diese beiden Demonstrationen zeitgleich in direkter räumlicher Nähe zu genehmigen? Insbesondere, da die rechtsradikalen Übergriffe von 2010 der Verwaltung bekannt sind.

Lässt sich recherchieren, welche der beiden Veranstaltungen zuerst genhmigt wurde, der CSD oder der Naziaufmarsch?

Wenn der CSD zuerst angemeldet war, würde mich die politische Gesinnung der Beamtin/Angestellten interessieren, die den Nazis durch ihre Genehmigung ermöglicht, direkt neben dem CSD aufzumarschieren.


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#8
14.08.2014
15:45:49


(+3, 3 Votes)

Von Waders
Aus Werne/Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 08.05.2008


Verstehe überhaupt nicht das die Nazis 2 Wochen zufrüh auffahren. Die hatten doch die Demo immer am ersten Septembersamstag.


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#9
14.08.2014
23:11:45


(-1, 3 Votes)

Von bedenklich
Antwort zu Kommentar #1 von jhgk


Grundsätzlich gilt:

Bürgerrechte (Demonstrationsfreiheit) stehen jedem Staatsbürger unteilbar zu.

Die Attitüde, wie hier einige Antifanten und Sympathisanten andere um ihre Grund- und Bürgerrechte bringen wollen, sind eine Kriegserklärung an jegliche rechtsstaatlichen Prinzipien und der Aufruf zur Blockade einer genehmigten Kundgebung ist eine Straftat.

Und das hat nichts mit der politischen Position zu tun, dem Gesetz gilt es Durchsetzung zu verschaffen. Ohne wenn und aber.

Was hier teilweise unzensiert veröffentlicht wird, grenzt an Aufruf zu Terrorismus.


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#10
15.08.2014
01:11:27


(0, 6 Votes)

Von Jungle King


Wenn sich selbst ein antifaschistischer Blog wie Indymedia sorgen über "Die Linke" macht, sollte das zu denken geben.

"Die Linkspartei Oberberg arbeitet mit "Die Rechte Oberberg" zusammen."

Link:
linksunten.indymedia.org/de/node/120311


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