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  • 13.08.2014               Teilen:   |

Leibesübungen gegen Ausgrenzung

Sportler gegen Stigma: Über 2.800 Fans

Artikelbild
Jens von den Berlin Bruisers (rechts) kämpft an der Seite des ehemaligen Rugby-Nationalspieler Gareth Thomas gegen Stigmatisierung

Im Kampf gegen die Ausgrenzung von HIV-Positiven betreibt die Initiative "Sportler gegen Stigma" in der Szene Aufklärungsarbeit.

Vor einem Monat wollten die Aktivisten auf dem Paradewagen von "Sportler gegen Stigma" beim Kölner CSD nur eine Message loswerden: Die Problematik der Stigmatisierung von HIV-Positiven in der Öffentlichkeit und in der Community bekannter zu machen. Es wurden unter anderem Aufkleber mit der Aufschrift "Fight Stigma" und Fächer mit der Aufforderung "Versteck dich nicht" an die begeisterten Teilnehmer verteilt.

Dabei mussten einige Mythen aus der Welt geschafft werden, denn unter dem Begriff "Stigma" können sich viele immer noch nichts vorstellen. Das Wort bedeutet, dass Menschen von der Gesellschaft als weniger wertvoll betrachtet werden, weil sie sich von anderen unterscheiden; Stigmatisierungsmerkmale können Arbeitslosigkeit, Drogenabhängigkeit, eine Behinderung oder Homosexualität sein – oder eben eine HIV-Infektion. Hier setzt insbesondere die Angst vieler ein, sich etwa beim Händedruck mit dem Virus anstecken zu können – dieses Gerücht hält sich heute noch, obwohl es bereits in den achtziger Jahren von Ärzten als Blödsinn entlarvt wurde.

Durch derartige Fehlinformationen ziehen sich manche Positive angsterfüllt in die eigenen vier Wände zurück. "Sportler gegen Stigma" will erreichen, dass sie mit Freude am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und mit Freude aktiv sind. Der einfachste Weg führt hier über Sportvereine, denn Sport sei der beste Weg, um Zeichen zu setzen.

Youtube | Interview mit Jens
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Wir stigmatisieren nicht!

Die Website der Initiative hat bereits über 2.800 Fans. Wer sich auf der Seite als Fan registriert, erhält kostenlos ein T-Shirt der Initiative, mit dem man auch in der Öffentlichkeit seine Stimme gegen Stigmatisierung erheben kann. Die Seite eröffnet aber noch weitere Wege, aktiv zu werden: So findet man eine Übersicht über Sportlergruppen, die bei der Initiative mitmachen. Sie zeigen mit ihrer Teilnahme ganz deutlich: Wir stigmatisieren nicht!

Ein weiteres Projekt gegen Stigmatisierung war im Mai das sogenannte "Bash About"-Turnier des schwulen Berliner Rugbyclubs "Bruisers". Der Verein stellte das ganze Event unter das Motto "Sportler gegen Stigma". So konnten sie auch den früheren Nationalspieler Gareth Thomas aus Wales für das Turnier gewinnen. Thomas hatte selbst ein Stigma überwinden müssen: Er hatte sich bereits 2009 als schwul geoutet, als er noch für die Nationalmannschaft spielte (queer.de berichtete).

"Sportler gegen Stigma" ist aus dem Projekt B42 hervorgegangen, das im Jahr 2007 vom Pharmaunternehmen AbbVie (damals noch unter dem Namen Abbott) gemeinsam mit dem Aidsaktivisten Joachim Franz ins Leben gerufen worden war. HIV-positive Menschen konnten sich zu dieser Zeit um einen der zwanzig Plätze bewerben, um an einem Marathon teilzunehmen. Unter professioneller Anleitung trainierten sie ein Jahr lang dafür, diese Höchstleistung zu schaffen. Das Projekt zeigte eindrücklich, dass eine HIV-Infektion kein Hindernis mehr ist, über sich hinauszuwachsen. (cw)

Links zum Thema:
» Sportler gegen Stigma
Mehr zum Thema:
» HIV-Positive in die Sportvereine! (28.05.14)
» HIV im Sport: Bruisers gegen "irrationale Ängste" (23.04.14)
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Tags: sportler gegen stigma
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