Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22115

"Sogenannte 'Homo-Heiler' sind in Schöneberg nicht willkommen", heißt es in einer LSVD-Pressemitteilung vom Freitag

Der LSVD Berlin-Brandenburg hat die freikirchlich-evangelische Lukas-Gemeinde aufgefordert, ein von Wüstenstrom e.V. konzipiertes Seelsorge-Angebot abzusagen.

"Auf der Internetseite Ihrer Gemeinde wurden wir im Bereich der diakonischen Arbeit auf das Angebot 'Aufbruch Leben' aufmerksam, das durch den Wüstenstrom e.V. konzipiert worden ist", heißt es in einem Offenen Brief (PDF) des Lesben- und Schwulenverbands an die Kirche aus Berlin-Schöneberg. Ziel der Therapieangebote von Wüstenstrom sei die "Umpolung" von homosexuellen Menschen zur Heterosexualität.

Der LSVD bittet die Lukas-Gemeinde, den Kurs nicht mehr zu bewerben und Wüstenstrom e.V. grundsätzlich keine Räume mehr zur Verfügung zu stellen. "Homosexualität ist keine Krankheit und bedarf keiner Heilung", erklärte dazu LSVD-Geschäftsführer Jörg Steinert in einer Pressemitteilung. "Angebote wie die von Wüstenstrom sind eine Zumutung für Lesben und Schwule und zudem gefährlich. Sogenannte 'Homo-Heiler' sind in Schöneberg nicht willkommen." (cw)



#1 Just meAnonym
  • 15.08.2014, 12:02h
  • Super, jetzt weiß ich endlich, wo ich Dampf ablassen kann, wenn ich mal wieder meinen Religioten-Overkill habe. Die werden sich freuen... Danke für den Tipp!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 sperlingAnonym
  • 15.08.2014, 13:18h
  • es ist sehr dankenswert, dass der lsvd auf diese unheilvolle kooperation aufmerksam macht.

    mit einem freundlichen "bitte überlegt es euch noch mal" ist es allerdings nicht getan: diese gefährliche scharlatanerie muss endlich gesetzlich verboten werden.

    ich vermisse in dem offenen brief den deutlichen hinweis auf die schäden, die solche pseudo-therapien bei den betroffenen anrichten können und vielfach schon angerichtet haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SofiaBerlinProfil
  • 15.08.2014, 14:09hBerlin
  • An alle User: Bitte mal alle dort anrufen und mal so richtig ausflippen ;-)))
  • Antworten » | Direktlink »
#4 ollinaieProfil
  • 15.08.2014, 14:48hSeligenstadt
  • Antwort auf #3 von SofiaBerlin
  • Titel: Aufbruch Leben!
    Do., 18. Apr. 2013 19:00 - 22:00

    "Aufbruch Leben" ist ein von Wuestenstrom e.V. konzipiertes Seelsorgekonzept auf Kleingruppenbasis.
    Es kann helfen, zentrale Identitäts- und Beziehungskonflikte zu verstehen und zu überwinden.
    Für weitere Informationen:
    www.lukas-gemeinde.de/gemeinschaft-leben/diakonie/seelsorge.
    html


    Nähe Informationen erhalten Sie von Barbara Hofschulz: b.hofschulz@gmail.com

    Impressum:
    Lukas-Gemeinde e.V.
    Kurfürstenstraße 133 10785 Berlin
    Fon +49·30·263 90 900 Fax +49·30·263 90 920
    buero@lukas-gemeinde.de

    Vertretungsberechtigter Vorstand:
    Volker Ernst (1. Vorsitzender),
    Dr. Sven-Olaf Heckel (2. Vorsitzender),
    Hans-Peter Pache (Pastor)
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Simon HAnonym
  • 15.08.2014, 15:22h

  • Es wird höchste Zeit, dass diese gefährliche Gehirnwäsche endlich verboten wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Just meAnonym
  • 15.08.2014, 16:23h
  • Antwort auf #4 von ollinaie
  • Danke für die Mailadressen. Ich habe der Lukas-Gemeinde die unten stehende Mail geschrieben. Würde mich freuen, wenn es noch andere gibt, die ihnen telefonisch oder per Mail die Hölle heiß macht. Nur so können wir Druck aus der Community aufbauen und ein Umdenken bewirken.

    Meine Mail:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wie auf Ihrer Internetseite zu lesen ist, bieten Sie Kurse vom evangelikalen Verein 'Wüstenstrom' an, die nach außen hin damit werben, "zentrale Identitäts- und Beziehungskonflikte zu verstehen und zu überwinden". Tatsächlich steckt jedoch der Gedanke dahinter, die sexuelle Orientierung von Menschen zu verändern, was inzwischen längst als wissenschaftlich überholt und sogar gefährlich für die Betroffenen erkannt worden ist. Der Weltärzteverband und die deutsche Bundesregierung kritisieren derartige Angebote scharf und warnen vor den gravierenden Folgen. Zum einen erkennen Sie damit an, dass Homosexualität etwas ist, das behandlungsbedürftig ist, und tragen auf diese Weise dazu bei, dass es Menschen in ihrer Selbstfindungsphase noch schwerer gemacht wird, sich in ihrem Sosein akzeptieren zu lernen. Bestimmt wird es Menschen geben, die aufgrund ihrer Sozialisation große Schwierigkeiten haben, sich anzunehmen wie sie sind. Daraus entstehen irrationale Ängste und bei dem ein oder anderen wird es auch den Wunsch danach geben, nicht mehr homosexuell zu sein. In Wirklichkeit geht es hier aber vielmehr darum, dass sie diesselbe Liebe, denselben Respekt, diesselbe Selbstverständlichkeit in ihrem Sosein erfahren wollen, wie heterosexuelle Menschen auch. Leider suggerieren Angebote wie Ihres, dass dies dadurch erreicht werden kann, indem diese Personen heterosexuell werden. Dies ist jedoch ein katastrophaler Trugschluss. Die sexuelle Orientierung ist nicht veränderbar und wird die Betroffenen ihr gesamtes Leben lang weiter begleiten. Sie können vielleicht Bisexuelle dazu bringen, den schwulen/lesbischen Anteil ihrer Persönlichkeit zu unterdrücken, doch niemals aus Homosexuellen Heterosexuelle machen. Würden Sie solche Angebote ebenso bewerben, wenn ein heterosexueller Mensch aus irgendwelchen Gründen schwul oder lesbisch werden will? Oder weil seine gleichgeschlechtlichen Eltern ihr Kind in seiner Heterosexualität nicht akzeptieren?
    Behandlungsangebote stellen den Betroffenen eine Veränderung in Aussicht, die unerreichbar ist und es den Hilfesuchenden unmöglich macht, sich einfach anzunehmen. Auch ist inzwischen wohl jedem klar, dass Heterosexualität nicht als ultimativer Weg zum Glücklichsein angesehen werden kann. Hier herrscht häufig verbale oder sogar physische Gewalt in Beziehungen, trostloses nebeneinander Herleben, Sprachlosigkeit und Lieblosigkeit unter den Partnern, hohe Scheidungsraten, Kindesmissbrauch etc. Ein Blick in die Zeitung oder den Fernseher genügt. Die Illusion der Heterosexualität als Heilsbringer hat sich längst überholt.
    Außerdem wertet die Ansicht, Homosexualität sei behandelbar, diese gegenüber Heterosexualität ab. Vielleicht sollte man Ihnen klarmachen, dass wir hier nicht einfach von leeren Konzepten sprechen. Es geht um reale Menschen, deren Beziehungsform als minderwertig und behandelbar klassifiziert wird. Versuche Homosexualität zu verändern, reihen sich in unmittelbare Tradition der Nationalsozialisten und ihrer Erben während der frühen Bundesrepublik. Männern, deren Karrieren grundlos zerstört wurden. Männer, die ihre Familien verloren, weil diese sie als widernatürlich und krank ansahen. Männer, die gegen ihren Willen zwangskastriert oder am Gehirn operiert wurden. Männer, die unfreiwillig mit Elektroschocks behandelt wurden. Männer, die sich wegen ihrer Art zu lieben und dem daraus resultierenden Hass ihrer Umwelt das Leben nahmen und dies teilweise immer noch tun. Anstatt solche Personen in ihrem Sosein zu unterstützen, suggerieren Ihre 'Angebote', dass tatsächlich etwas mit ihnen verkehrt ist. So ungern Sie das wohl hören wollen, aber indem Sie derartige Kurse anbieten, machen Sie sich mitschuldig an derartigen Schicksalen. Wollen Sie sich wirklich sagen müssen: 'An unseren Händen klebt Blut'?
    Es ist mehr als erschreckend, dass Sie - nicht weit entfernt vom Schöneberger Schwulenkiez - derartige Angebote unterstützen. Auf diese Weise tragen Sie nicht dazu bei, dass das Ansehen der evangelischen Kirche in Berlin zunimmt, im Gegenteil. Diejenigen meiner Bekannten, die davon erfahren haben, haben sich durch ihr Verhalten nun endgültig entschlossen, aus der evangelischen Kirche auszutreten. Machen Sie sich eins klar: Homo- und Transphobie stehen auf einer Stufe mit anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, wozu auch Antisemitismus und Rassismus gehören. Ihre Angebote treten die Würde homosexueller Menschen mit Füßen und verkennen ihre Form zu lieben und zu leben. Ich empfinde das Wüsentrom-Angebot als eine Verletzung der Menschenwürde und fordere Sie auf, das entsprechende Angebot einzustellen und sich bei den Betroffenen zu entschuldigen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    XXX
  • Antworten » | Direktlink »
#7 daVinci6667
  • 15.08.2014, 18:35h
  • Antwort auf #6 von Just me

  • Super, Danke Dir!

    Da ist alles drin. Man spürt wie wichtig es dem Schreibenden ist, hat einen emotionalen Touch, bleibt dabei trotzdem sachlich, ist bestimmt aber nicht frech. Gefällt mir!

    Deshalb habe ich mir dein Brief, wenn du gestattest, als Vorlage abgespeichert. So ähnliches passiert leider immer wieder. So kann man mit wenigen Änderungen schnell auf ähnlich üble, neue "Herausforderungen" reagieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Robby69
  • 15.08.2014, 19:35h
  • Mal sehen, wie lange unser TimmJohannes alias Oliver43 diesmal braucht, um die hier in dem Artikel genannten Fakten als "Lügen" zu diffamieren, weil es ihm nicht in den Kram passt, dass seine angeblich so "waaaahnsinnig" tolerante und schwulenfreundliche EK sich als offene Homo-Hasser outet.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 sperlingAnonym
#10 Just meAnonym
  • 15.08.2014, 20:29h
  • Antwort auf #7 von daVinci6667
  • Gern geschehen
    Natürlich kannst du - und alle anderen, die es möchten - die Mail als Vorlage nutzen. Wichtig ist, dass möglichst viele reagieren und der Lukas-Gemeinde klarmachen, dass wir sowas in Schöneberg nicht dulden werden.
  • Antworten » | Direktlink »