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  • 16.08.2014           12      Teilen:   |

23. August

Dortmunder CSD stellt sich Rechtsextremen entgegen

Artikelbild
"Keine Toleranz für die, die Hass und Gewalt schüren", fordert der Dortmunder CSD. (Bild: Denis Bocquet / flickr / cc by 2.0)

Nachdem Neonazis einen Protest zeitgleich zum CSD anmeldeten, geht dieser in die Offensive.

Der Dortmunder CSD ruft gemeinsam mit dem lokalen Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus zu einer "Demo für Respekt und Vielfalt beim CSD" auf. Hintergrund ist ein für den CSD-Samstag am 23. August angemeldeter Protest von Rechtsextremen.

Am nächsten Wochenende findet der 18. CSD unter dem Motto "Queer im Revier – für Vielfalt und Respekt" statt, tausende Besucher werden zu dem Straßenfest an der Reinoldikirche in der Dortmunder Innenstadt erwartet. Für Unruhe sorgte allerdings vor ein paar Tagen die Ankündigung, dass Rechtsradikale am selben Tag einen Protest abhalten wollen – nicht weit entfernt an der Katharinentreppe, die den Hauptbahnhof mit der Innenstadt verbindet (queer.de berichtete).

Nachdem ein antifaschistisches Bündnis bereits dazu aufgerufen hat, den "Naziaufmarsch zu blockieren", ruft nun auch der Veranstalter des CSD, der Verein SLADO, sowie der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus zu einem Protest auf.

Treffpunkt ist zunächst um 14 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz, wo das CSD-Straßenfest eröffnet wird. Um 14.30 Uhr will man über den Wall bis hin zur Katharinentreppe demonstrieren, wo man um 15 Uhr eine Kundgebung in der Nähe des Versammlungsortes der Neonazis abhalten will.

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NS-Zeit nicht vergessen

Lange vor Bekanntwerden des Neonazi-Protests hatte sich der CSD das Motto "Für Respekt und Vielfalt" gegeben
Lange vor Bekanntwerden des Neonazi-Protests hatte sich der CSD das Motto "Für Respekt und Vielfalt" gegeben

Die Neonazis wollten "schon wieder ihr menschenfeindliches Gedankengut verbreiten", heißt es in dem Demo-Aufruf der CSD-Veranstalter auf Facebook. "Der Hass der Rechtsextremen richtet sich gegen Migrant/innen, gegen Obdachlose und Andersdenkende. Er richtet sich aber auch immer wieder gegen Lesben, Schwule und Transidente", so die Erklärung. "Wir haben nicht vergessen, dass in der NS-Zeit homosexuelle Menschen verfolgt und ermordet wurden. Das ist ein Vermächtnis."

Die Demonstration angemeldet hatte die Kleinpartei "Die Rechte". Die Rechtsextremisten wollen damit gegen das vor zwei Jahren von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) ausgesprochene Verbot des "Nationalen Widerstandes Dortmund" demonstrieren. Der CSD sieht in der Partei einen Nachfolger der verbotenen Gruppe: "Es sind ja auch dieselben Leute mit denselben abscheulichen Methoden". Im Mai war ein Mitglied der Partei in den Stadtrat eingezogen, in der Nacht hatten Rechtsradikale vor dem Rathaus randaliert.

Wie Antisemitismus und Rassismus gehöre "Homophobie zum rechtsextremen Weltbild", so der Dortmunder CSD. "Wir fordern ein Verbot der Partei 'Die Rechte'. Keine Toleranz für die, die Hass und Gewalt schüren und die Demokratie ausnutzen, um sie abzuschaffen." Mit dem Gegenprotest wolle man ein Signal setzen "für eine solidarische, friedliche und tolerante Gesellschaft". (nb)

Links zum Thema:
» Homepage des CSD Dortmund
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Tags: dortmund, die rechte, neo-nazis, csd
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Reaktionen zu "Dortmunder CSD stellt sich Rechtsextremen entgegen"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
16.08.2014
11:07:22
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von Alex


Faschismus muss man immer und überall bekämpfen.


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#2
16.08.2014
11:40:58


(+10, 10 Votes)

Von tver
Antwort zu Kommentar #1 von Alex


Sollte man meinen. Sollte man machen. Wobei die aller jüngste Zeitgeschichte zeigt....


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#3
16.08.2014
11:51:28


(+8, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Daumen hoch!


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#4
16.08.2014
13:19:04


(+8, 12 Votes)

Von schwatzgrün
Antwort zu Kommentar #2 von tver


"muss man immer und überall bekämpfen"

Link zu www.focus.de


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#5
16.08.2014
19:01:30


(+8, 8 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sehr gut! Diese braune Brut darf nicht nochmal an die Macht kommen und wieder Millionen Menschen ausrotten!


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#6
17.08.2014
09:59:58


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User Monster_Baby


Ein dickes Plus für den Dortmunder-CSD. Das nenne ich mal einen politischen CSD. Sich der braunen Brut entgegenzustellen ist ein sehr wichtiges Zeichen. Leider erlebt das braune Gedankengut gerade wieder eine Renaissance. Hoffentlich sind die LGBTI*s überall so mutig wie in Dortmund.


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#7
17.08.2014
10:09:38


(+2, 6 Votes)

Von Vermächtnis


"Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!

Lasst uns die Warnungen erneuern,
und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind":

Link zu www.martin-niemoeller-stiftung.de


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#8
18.08.2014
03:47:29


(-3, 3 Votes)

Von m123


Wir brauchen eine rein politische Massendemo für die Öffnung der Ehe, und zwar genau so einen Equality March, wie es die Amis mit mehr als 100.000 Demonstranten vorgemacht haben!

Youtube-Video:


Wenn wir das nicht hinbekommen, dann werden wir noch viele weitere Jahre Merkel und ihren Helfern diskriminiert werden.


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#9
18.08.2014
13:57:08


(+4, 4 Votes)

Von Underdog
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 18.08.2014


Keine Nazikundgebung am Christopher Street Day!

Die Nazipartei "Die Rechte" mobilisiert für eine Kundgebung am 23. August an den Katharinentreppen. Zeitgleich findet an diesem Tag an der Reinoldikirche der Christopher Street Day statt. Eine Nazikundgebung parallel zum Christopher Street Day (CSD) ist angesichts der Morde an und Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus eine unglaubliche Provokation. Außerdem stellt eine solche Kundgebung eine potentielle Gefahr für Besucher_innen des Christopher Street Day dar. Im August 2009 attackierte NPD-Ratsherr Axel Thieme einen CSD-Besucher am Hauptbahnhof. Heute bildet Thieme mit Dennis Giemsch, dem Anführer der Partei "Die Rechte", eine Gruppe im Rat der Stadt Dortmund.

"Die Rechte" will mit der Kundgebung an das Verbot ihrer Vorgängerorganisation "Nationaler Widerstand Dortmund" (NWDO) vor genau zwei Jahren erinnern. Der NWDO und weitere Naziorganisationen aus Hamm und Aachen wurden am 23. August 2012 verboten, weil sie den Nationalsozialismus verherrlichen. Seit dem Verbot des NWDO arbeiten dieselben Nazis als Partei "Die Rechte" mit dem gleichen Personal weiter und sind als Rats- bzw. Bezirksvertereter in einzelnen Städten in die Stadträte eingezogen. Am Wahlabend versuchte eine Gruppe von Nazis, gewaltsam das Dortmunder Rathaus zu stürmen und verletzte mehrere Nazigegner_innen. Mit dem Bezug auf das Verbot machen die Nazis selbst deutlich, in welcher Tradition sie sich sehen, und dass sich außer dem Label nichts geändert hat.

Für den 23. August ruft das BlockaDO-Bündnis zu Gegenaktionen auf. Kommt an diesem Tag um 13:00Uhr zur Katherinentreppe. Achtet bitte auf unsere aktuellen Mitteilungen auf unserer Webseite, auf Twitter und Facebook. Gemeinsam wollen wir diese Provokation verhindern. Der CSD ist ein fröhlicher, bunter, schriller, chilliger und lauter Tag, entsprechendes Outfit ist angesagt.

Bunt, schrill, noch mehr bunt, fahnenlos und entschlossen.

Link:
www.blockado.info


twitter.com/blocka_do

Link:
de-de.facebook.com/blockadogemeinsam


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#10
18.08.2014
14:02:41
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Hughes
Antwort zu Kommentar #9 von Underdog


Wie soll man denn zeitgleich auf dem CSD und auf der Gegendemo des Nazitreffens sein, wenn diese nicht am unmittelbar gleichen Platz stattfinden?


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 Ort: Willy-Brandt-Platz


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