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  • 18.08.2014           9      Teilen:   |

Konzern in Erklärungsnot

Aufregung um Facebook-Spende an homofeindlichen Politiker

Artikelbild
Sean Reyes sieht es derzeit als seine Hauptaufgabe an, Homosexuellen das Eherecht vorzuenthalten - und wird trotzdem von Facebook mit Geld überschüttet (Bild: Utah AG Office)

Facebook hat sich in den letzten Jahren das Image eines LGBT-freundlichen Konzerns erarbeitet, doch jetzt unterstützt die Firma einen homofeindlichen Republikaner im Mormonenstaat Utah.

Facebook unterstützt einen republikanischen Politiker, der in den letzten Monaten zur Symbolfigur für den Kampf gegen Homo-Rechte geworden ist: In der vergangenen Woche meldeten US-Medien, dass das Unternehmen mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien im Mai diesen Jahres 10.000 US-Dollar an Sean Reyes, den Justizminister von Utah, gespendet hatte. Das Geld ist für seinen Vorwahlkampf bestimmt.

Reyes hatte im letzten Jahr noch angekündigt, "so viel Geld wie nötig" auszugeben, um die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht zu stoppen. Derzeit führt der 43-Jährige ein Widerspruchsverfahren gegen die von einem Gericht angeordnete Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben im Bundesstaat Utah durch. Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Dollar werden von vielen Kommentatoren als Geldverschwendung beschrieben, da die Erfolgsaussichten äußerst gering seien.

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Facebook lobt Reyes wegen Einsatzes für offenes Internet

Ein Facebook-Sprecher erklärte gegenüber der "Huffington Post", dass die Firma nach wie vor für die Gleichbehandlung von Homosexuellen eintrete, aber auch andere Themen in seine Spendenpolitik einbeziehe: "Wir treffen Entscheidungen, welchen Kandidaten wir unterstützen, auf der Basis von mehreren Themen, die wichtig für unser Geschäft sind", so der Sprecher. "Eine Spende an einen Kandidaten heißt nicht, dass wir in allen seinen Positionen mit ihm einer Meinung sind". Reyes habe Geld erhalten, weil er sich für Technologie-Innovationen und ein offenes Internet eingesetzt habe.

Inzwischen haben LGBT-Aktivisten eine Online-Petition gegen Facebook gestartet, in der der Konzern aufgefordert wird, seine Unterstützung für Reyes öffentlich zu bereuen. "Natürlich kann Facebook die Spende nicht zurücknehmen, aber wir verlangen von Facebook, derartigen Fanatismus zu verurteilen", heißt es in der Petition. Außerdem solle der Konzern Reyes' Gegner im Wahlkampf – einem ausgesprochenen Befürworter der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben – die gleiche Summe zukommen lassen. (dk)

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Tags: facebook, utah, homo-ehe, ehe-öffnung, sean reyes
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Reaktionen zu "Aufregung um Facebook-Spende an homofeindlichen Politiker"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
18.08.2014
15:54:58


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Petition eben unterzeichnet!


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#2
18.08.2014
17:12:58
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Alex


"Facebook hat sich in den letzten Jahren das Image eines LGBT-freund­lichen Konzerns erarbeitet"

Wo das denn? Facebook hat doch schon oft genug Profile gesperrt, nur weil im Namen das Wort gay vorkam oder auf dem Profilbild ein Mann mit nacktem Oberkörper zu sehen war. Sogar Seiten von Aids-Hilfen und andere Aufklärungs-Seiten wurden schon gesperrt, weil sie angeblich gegen Nutzungsbedingungen verstoßen. Und das wird nur in Einzelfällen rückgängig gemacht, wenn der mediale Druck und der Image-Schaden zu groß werden.

Wenn Homohasser sich beschweren, ist Facebook sehr schnell dabei zu zensieren und prüft auch nicht, ob das berechtigt ist. Aber das Verbreiten von Hass gilt dann als Religionsfreiheit und wird nicht belangt.

Facebook ist halt ein typisch prüder, scheinheiliger US-Konzern. Da passen Spenden für Homohasser sehr gut ins Bild.


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#3
18.08.2014
18:16:09


(+6, 6 Votes)

Von Hugo
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Ich auch.
Sobald ich den Link gesehen habe draufgeklickt und unterschrieben.


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#4
18.08.2014
20:43:28


(+5, 5 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Hugo


Ich ebenfalls. Hoffentlich machen noch viele mit...


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#5
18.08.2014
20:47:08


(+1, 5 Votes)

Von olfwob


Wenigstens sind die bei Facebook so ehrlich zuzugeben, dass LGBT Rechte egal sind sobald die Interessen von Facebook tangiert sind. Der Typ ist homophob? Egal, dafür nutzt er uns beim Thema offenes Internet... FB muss da halt Prioritäten setzen


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#6
19.08.2014
09:44:40
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von olfwob


Prioritäten in DEM Sinne, dass FB rechte Homo-Hasser wichtiger sind als das Leben und die Rechte von LGBTIs. - Das sieht man ja deutlich an ihrer Firmenpolitik.


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#7
19.08.2014
10:44:35


(-1, 3 Votes)

Von Martin28a
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Robby69


Das ist hauptsächlich eine Petition für die USA, ich sehe keinen Grund das zu unterzeichnen.
Wer sich jetzt wundert, sollte mal den Ehevertrag von Zuckerberg lesen, da wird einem ganz anders...

Aber wir nutzen ja alle Facebook, wieso eig. ?
Ich nutze Facebook schon ewig nicht mehr und komme gut ohne Facebook aus.
Wenn sich Unternehmen in die Politik einmischen, vor allen Dingen in Gesellschaftspolitik wäre mir das eh zuwider.
Wiher hat Facebook soviel Geld ? Richtig von uns allen, denn ohne Geld, könnte es garnicht Homohasser unterstützen oder ?
Und dann bräcuhten wir jetzt keine Petition unterzeichnen, die sich dafür stark macht, dass Facebook nun auch für den anderen spendet...
Sorry Leute auf mich wirkt das alles lächerlich


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#8
19.08.2014
11:39:37
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Martin28a


War ja wohl von vorn herein klar, dass ein selbstverleugnender, erzkatholischer Typ wie Du - der noch dazu bei einer Diskussion mit dem Titel 'ich hasse Schwule' gepostet hat - sicher nicht eine Petition GEGEN HOMOPHOBIE unterschreiben wird... Von daher kann man Deinen geistigen Dünnpfiff sowieso nicht ernst nehmen.


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#9
19.08.2014
15:26:24
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Simon H


Ich verstehe eh nicht, wie jemand bei dieser Stasi 2.0 freiwillig Mitglied sein kann.


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