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  • 18.08.2014           6      Teilen:   |

Rechenschaftsbericht

Hirschfeld-Gelder u.a. für schwule Theologen und Stricherprojekt

Artikelbild
Seit 2011 fast 120.000 Euro für Drittprojekte ausgeschüttet: Stiftungsvorstand Jörg Litwinschuh beim ersten LSBTI*-Wissenschaftskongress im November 2013 in Berlin (Bild: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld/Sabine Hauf)

Im ersten Halbjahr 2014 hat die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld zehn externe Bildungs- und Forschungsprojekte im Gesamtwert von 38.455,25 Euro finanziell unterstützt. Alle geförderten Projekte wurden am Montag auf der Homepage veröffentlicht.

Die Förderbeträge liegen dabei zwischen 1.430 Euro für die Hamburger Stricherhilfe Basis-Projekt ("Vor-Ort-Austausch zwischen deutschen und bulgarischen Sozialarbeiter_innen") und 5.000 Euro für die PrOut@work-Foundation ("Konferenz und Vernetzungstreffen für LGBTIQ-Mitarbeiternetzwerke"). Ebenfalls finanziell unterstützt wurden u.a. Vernetzungstreffen der SHG Trans-Identität Zwickau (3.000 Euro) sowie der AG Schwule Theologie e.V. (2.000 Euro).

Seit ihrer Gründung hat die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld damit insgesamt 43 externe Projekte im Gesamtwert von 118.059,59 Euro gefördert.

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld wurde im Oktober 2011 von der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung errichtet und mit einem Stiftungskapital von zehn Millionen Euro ausgestattet. In diesem Sommer wurde das Vermögen von der Großen Koalition um 1,75 Millionen aufgestockt. Aus den Zinserträgen werden sowohl eigene als auch externe Projekte finanziert.

Zweimal im Jahr können Förderanträge bei der Hirschfeld-Stiftung eingereicht werden; nächster Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2014. (mize)

Links zum Thema:
» Mehr Infos zu den Projektförderungen der Hirschfeld-Stiftung
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Tags: bundesstiftung magnus hirschfeld, förderanträge, projektförderung, jörg litwinschuh, rechenschaftsbericht
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Reaktionen zu "Hirschfeld-Gelder u.a. für schwule Theologen und Stricherprojekt"


 6 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.08.2014
20:19:34


(+4, 4 Votes)

Von Hugo


bei diesem Fördertempo wird die Homophobie in Deutschland bald beseitigt sein. Und wo wandert der Grossteil der Gelder hin ? doch wohl nicht in die Geschäftsführung ? Da spende ich doch lieber direkt an einen Zweck, den ich selbst bestimme.


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#2
19.08.2014
08:50:59


(+2, 4 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von Hugo


man muss mal drauf schauen was so "gefördert wird und was förderungswürdiger erscheint...

3000,00 an eine organisation,die in ihrer eigenwerbung sich als "smart & innovativ" sieht, so den brückenschlag von einer ausbeutungsgesellschaft hin zum ausgebeuteten macht... der völklinger kreis für arbeitnehmer im unteren lohn und leistungssegment.
Nur nicht an die wurzeln der probleme gehn, lieber das problem neu schminken.

"schwule" theologen mit 2000.00 bedacht um deren blick ins ewig männliche zu fördern so ihre eigenwerbung.
Der moderne homotheologe schwadroniert den neuen männlichen mann im stile eines adolf brand herbei, nebenbei der als "weiblich intonierten" queertheorie eins auswischend, denn wenn schon neue theorie, dann doch bitte eine männliche:
"Männlichkeiten, die mit homosexuellen Handlungen verbunden sind,
bilden einen konstitutiven Bestandteil der Theorie der hegemonialen Männ-
lichkeit und nehmen daher einen breiten Raum ein."
>> Das ewig Männliche ... zieht uns hinan <<
so deren lei(T)dmotto.

So schwer nun mit den neuesten, theologisch erhöhten männlichkeitsgefühlen schwanger gehend, auch noch den dichterfürsten als beistand zitierend.
Der hats doch schon früher gewusst...

Bei mir ballt sich da nur die faust in der hosentasche.

1.430,00 euro an hilfbedürftige stricher, für zahlenblinde: eintausendvierhundertdreißig...
eine astronomische summe!

Was wird da "finanziert.. der jahresbedarf an klopapier, oder die kaffekasse? ) Deren lebensituation bestimmt nicht dadurch besser wird wenn ihre lebensumstände nur dem neuen theologisch fundierten männlichkeitsbild ausgesetzt wird.
Schließlich die kids ohnehin diese männerideologie macho-produzierend als schild jener heteronormen normalität vor sich hertragen, wenn sie ihren arsch verkaufen...

Aber hauptsache, dass äussere bild vom mann männlichen stimmt!

Aber worüber werden sozialarbeiter länderübergreifend dann reden, wenn sie sich der lebenssituation zuwenden unter denen kulturbedingt-materiell ihre klientel leidet?

vieleicht über eine der leitthemen unserer homotheologen..
"»Der physische Sinn
der Männlichkeit (...) beinhaltet Größe und Form, habitualisierte Haltungen
und Bewegungen, die Aneignung besonderer physischer Fähigkeiten und die
Abwesenheit von anderen, das Bild vom eigenen Körper, dessen Präsentation gegenüber anderen und die Art und Weise, wie diese auf ihn reagieren,
die Weise, wie er bei der Arbeit und in sexuellen Beziehungen agiert.«
Erworben wird dieser physische Sinn der Männlichkeit typischerweise in Wett-
kampfspielen, die wie etwa Rugby, Football oder Fußball eine Kombina-
tion aus Kraft und Körpertechniken erfordern << ..."

so gesehen kann dann der mann-männliche theologe gemeinsam mit dem sozialarbeiter/innen dem stricher seine kapitalistisch basierende situation gesund reden.

Btw. jetzt weiß ich auch woher unser mann-männlicher homotheologe berger seine "männeranalysen" hernimmt.

Mein rat: da solche vergabe auf eigenanträge beruht, sind endlich wissenschaftliche allgemeingesellschaftliche basen zu schaffen, die sich mit homosexualität im kapitalismus und einer religionskritischen aufarbeitung von homosexualität und religionen beschäftigt..

Da wäre das geld förderungswürdig-vernünftig vergeben!

Es erweist sich zunehmend als tatsache, dass mit der vereinnahme der stiftung durch den staat und parteien, die gewollte restaurative ideologie sich durchsetzt.
Hinter dem schleier der sozialen projekte, deren restaurativ-reaktionären zielsetzung im antragsverfahren schon in der vorstellung der ziele gefügig gemacht werden, sind mit teil des stiftungskonzeptes.

Das kirche über ihre u-boote, sprich arbeitskreise-ev. sich in die schwule emanzipationsbewegung eingeschlichen hat, sollte hier unsere besondere aufmerksamkeit erhalten.

Link zu www.westh.de

1. Die Schaffung einer von allen christlichen LSBT-Gruppen gemeinsam getragenen Koordination, einschließlich der Klärung ihrer organisatorischen Struktur und ihrer demokratischen Legitimation.

2. Gruppenübergreifende Erarbeitung von Materialien, Konzepten und Arbeitsplänen zu den folgenden Themen:

a) Erarbeitung eines Konzepts für die Erstellung von religionspädagogischen Materialien zum Thema "LSBTI und Kirche", die im Religionsunterricht oder im Konfirmationsunterricht eingesetzt werden können.

b) Erarbeitung eines neuen Flugblatts zum Thema "Bibel und Homosexualität", das Argumentationshilfen für die Auseinandersetzung mit homophob gedeuteten Bibelstellen bereitstellt.

c)Strategien für einen effektiven Dialog mit homophoben Priestern.

3. Workshops/Foren zu Öffentlichkeitsarbeit, Gleichstellung von Regenbogenfamilien etc.

Nun wird hier "verarbeitet", was angeblich die HUK seit jahren ja auch längst in arbeit hat...
was ist denn da draus geworden.. schließlich werden die auch ständig aus irgendeinem öffentlichen säckel heraus finanziert.

Keines der angeführten arbeitspunkte ist wirklich neu, sondern in seiner verschwommenen ausdeutung immer ein stolperstein schwuler emanzipation auf dem weg weg von den sekten gewesen.

Wieder gibt es einundwievielauchimmer tausende versuche der leugnung solcher belegbaren bibeltatsachen..
ergo die suche nach "Strategien für einen effektiven Dialog mit homophoben Priestern" werden andauern wie die vorhersage vom kommenden armageddon.

"Erarbeitung eines neuen Flugblatts zum Thema "Bibel und Homosexualität", das Argumentationshilfen für die Auseinandersetzung mit homophob gedeuteten Bibelstellen bereitstellt."

Wie etwas suchen das nicht zu finden ist..;
deutungen sind auslegungen die jeweils den eigenen interessenslagen unterliegen.
Verzichtet religion auf deutung , ist sie in ihrer gänze hinterfragbar. Das nicht fassbare ("gott") "theologisch ausgedeutet", darauf basiert religion..
Aber "deutung" als kern der religion zuzulassen bedeutet auch viele deutungsmöglichkeiten sich zu erhalten.
Die "suche" von vornherein nutzlos sein wird, noch gibt es beispiele, die die homophobie der bibel basierend auf der ihr innewohnenden heteronormierten fixierung wiederlegen.

Wohl auch deshalb solche veranstaltungen eher der gegenseitigen tröstung im selbstkreierten leid dient, denn wirklicher fortschritte.
Aber dafür 2000.oo locker machen...??

Für diese schmale erkenntnis hätten die mir nun auch 2000,00 flocken rüberreichen können, liefere ich ihnen ja nun kostenlos ein endergebniss ihrer strategischen bemühungen...
kopfschüttel!


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#3
19.08.2014
12:45:07
Via Handy


(+2, 6 Votes)

Von Maxis
Antwort zu Kommentar #2 von stromboli


In Stricherprojekte müsste viel mehr Geld investiert werden und die Projekte müssten umstrukturiert werden, dass sie lebensnaher werden.
Es kann nicht sein, dass Prostitution wenn in der Politik besprochen, grundsätzlich nur der Schutz von Frauen z.B. vor Ausbeutung zählt.
Selbst bei Soldaten ist man seitens vieler Politiker peinlichst darauf bedacht von "Soldatinnen und Soldaten" zu sprechen, obwohl das Geschlächterverhältnis dort noch viel mehr zu Gunsten eines Gschlechts liegt.
Woher diese völlige Blindheit gegenüber männlicher Prostituierter, dass sie nicht einmal ansatzweise bedacht werden wenn es um öffentliche Hilfsgelder geht die dem Schutz von Frauen dienen sollen?
Ganz vergessen tun die anscheinend dass nicht "nur" manch schwule Männer Prostitution in Anspruch nehmen, sondern auch und vor allem ungeoutete Bisexuelle, die sich regelmäßig oder zwischendurch einen Stricher "gönnen"?
Vielleicht ist den Politikern das Thema zu unangenehm ( weil teils selbst betroffen?) oder aber die wissen der Ruf nach "Schutz der Frauen" zieht besser als wenn man weibliche UND männliche Sexarbeiter anerkennt.
Der Mann/ der männliche Jugendliche als nicht nur sexuelles Wesen, sondern auch als sexuelles Objekt...das ist für viele Heteros dermaßen unvorstellbar, dass sie es am liebsten tabuisieren möchten.
Dabei ist homosexuelle Prostitution genauso ein Teil unserer Gesellschaft wie weibliche, zwar seltener, aber auch deswegen unsichtbarer da mehr im Verborgenen stattfindend und weniger prahlend wie heterosexuelle mit roter Leuchtreklame. Ein Tabuthema.
Männliche Prostituierte werden doppelt stigmatisiert, einmal weil sie eben Prostituierte sind und dass gesellschaftlich immer noch als unterste Schublade gilt, zweitens weil sie obwohl männlich, in die "Objektrolle" verfallen und sexuell käuflich sind...eine Rolle die im Verständnis vieler Heteros nur zu Frauen gehört.

Deswegen gehört männlicher Prostitution besonderes Augenmerk und Stricherprojekten besondere Förderung. Denn auf Projekte die sich vornehmlich um Prostitution allgemein kümmern, kann man sich nicht darauf verlassen dass sie neben den anschaffenden Frauen, auch dem Stricher der ein paar Straßen weiter abseits steht, zu Gute kommt.


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#4
19.08.2014
13:04:53


(+2, 2 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #3 von Maxis


völlig deiner meinung..
wenn dann noch .../Innen sich der betreuung männlicher prostituierter annehmen, machts den bock ()zum gärtner.


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#5
19.08.2014
20:39:34
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von Maxis
Antwort zu Kommentar #4 von stromboli


Lach. Die Betreuung gibt es meistens von männlichen Sozialarbeitern, wobei es mindestens ein Projekt gibt welches die freue Wahl lässt. Oft wählen die schwulen Prostituierten Männer und die heterosexuellen MSM Prostituierten Frauen als Sozialarbeit, denen sie sich anvertrauen.

Was aber Gelder und Spendengelder und Unterstützung betrifft, ist es ja voll egal ob diese von einer Frau kommt oder von einem Mann...oder nicht? Es kommt somit auch den anschaffenden Jungs und Männern zu gute und nicht nur den weiblichen Prostituierten...

Auch was Gesetzte und Politik betrifft; Man kann ich nicht nur von Lebensrealitäten von weiblichen Prostituierten sprechen und die männlichen immer Ausklammern...die Lebensrealitäten von Huren und Steichern unterscheiden sich teilweise...aber die Gesetze werden für Alle erlassen! Das wirkt dann obskur, wenn in der Politik immer NUR von Frauen die Rede ist.

Oder habe ich deinen 2. Satz falsch verstanden?


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#6
20.08.2014
12:58:59


(0, 2 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #5 von Maxis


Oft wählen die schwulen Prostituierten Männer und die heterosexuellen MSM Prostituierten Frauen als Sozialarbeit, denen sie sich anvertrauen."

höchst interessant!
DAs erinnert mich an schulpsychologen die jeweils dem anderen geschlecht ratschläge vergibt, wie es seine in unordnung geratene pupertätspsyche wieder in ordnung bringt.. incl. dem schwulen coming out.

MSM prostituierter sucht rat...
bedarfs der frau als therapeutischen angelpunkt um sich in der ökonomischen krise wenigstens die eigene heterosexualität bestätigen zu lassen...
zumindest könnte dies im hintergrund /unbewussten stehen, wenn männer den objekt-warencharakter hin zu anderen männern nicht erklären wollen.

Das man "objekt " ist, weiß frau, sie lebt in dieser konstruktion. Macht es sie so feinfühliger für den männlichen prostituierten?
Das mann ebenfalls materiell-käufliches objekt sein kann bedarf eines emotional-gedanklichen notankers der den mann nicht ins bodenlose kapitalistischen mehrwertes fallen lässt...
die bestätigung seiner heterosexualität, mutter aller normalität, durch eine frau...

Das wirft wiederum die frage auf: kann der heterosexuelle MSM stricher mit männern nicht über den warenhauscharakter seines körpers reden. Wenn ja, warum?

Kaufen nur männer sich objekte ihrer begierden?
Gut, wir wissen das mittlerweile auch frauen sich männer leisten.
Trotzdem bleibt in der wahrnehmung gesellschaftlich gedulteter grenzsituationen, die der "ware frau" als sanktioniert und kontrolliert.
Ex & hopp.

Obig beschrieben wird der verkauf der ware körper zu einer, der frau geläufigen angelegenheit.. somit wird aber auch die diskussoion um die gesellschaftliche realtät der verkauflichkeit der selben im "alltag" hinten an gestellt.
Man müsste über die versorgungskonstrukte sprechen die ehe verspricht, die alimentierung bei scheidung, witwengeld etc.- usw.

Zurück zu der lebenssituation männlicher stricher: Der schwule strich ist ein minderheitsproblem innerhalb der minderheit..
so verstanden vom gesetzgeber.
Er vermischt sich mit treber und obdachlosenproblematiken.

Über die organisierte struktur von kinder-jugendlichen die auf den strich geschickt werden, gibt es nicht viel zu lesen.
Keine gedanken darüber was deren entwurzelung aus geborgenen umfeld für auswirkungen auf sie selbst hat.
Und wenn gedanken, dann in "familienintegration"

na ja, ein weites , interessantes feld...
ps. 2ten satz nicht falsch verstanden, aber weiter interpretierbar.


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