Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22154

Premierminister David Cameron zeigt, dass die Gleichstellung von Schwulen und Lesben auch ein Anliegen der politischen Rechten sein kann (Bild: Department for Business, Innovation and Skills / flickr / by-nd 2.0)

In der Europa- oder Einwanderungspolitik ist der Premierminister ein konservativer Haudegen, beim Thema Homo-Rechte bringt er allerdings viele Parteifreunde gegen sich auf.

Der britische Regierungschef David Cameron hat am Montag bei einem Vortrag vor einer Ärztevereinigung in London die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben und die Gleichbehandlung im Adoptionsrecht verteidigt. "Es gibt Kinder, die eine liebevolle Familie brauchen und es gibt gleichgeschlechtliche Paare, die so viel Liebe geben können. Wir sollten nicht wegen unserer Vorurteile einen Fortschritt für unsere Kinder und die ganze Gesellschaft verhindern", sagte Cameron in der Rede über die Familienpolitik seiner konservativ-liberalen Koalitionsregierung. Die homofreundliche Politik würde eine "deutliche Botschaft" an die Welt senden und zeigen, dass Großbritannien ein modernes Land sei.

In der Rede erklärte er auch, es sei wichtig, dass es im Land eine "Ehe für alle Menschen" gebe. "Damit zeigen wir, dass Großbritannien das Bekenntnis zu einer anderen Person anerkennt und wertschätzt. Das ist wichtig, egal ob das Bekenntnis zwischen einem Mann und einer Frau, einem Mann und einem Mann oder einer Frau und einer Frau ausgesprochen wird", so Cameron.

Basis ist "an der Belastungsgrenze"

Innerhalb der konservativen Partei führt die LGBT-freundliche Politik des Premierministers zu Irritationen. Als die Öffnung der Ehe im Unterhaus beschlossen wurde, stimmte fast die halbe Tory-Fraktion gegen den Gesetzentwurf der Regierung (queer.de berichtete). Insbesondere an der Basis gibt es Kritik. So erklärte etwa Ben Harris-Quinney von der Parteigruppe "Conservative Grassroots", dass die Basis "mit dem meisten, was im Parlament passiert ist, unzufrieden ist". Als Beispiele nannte er neben der Ehe-Öffnung die Aufstockung der Entwicklungshilfe. Diese Themen würden die kleinen Parteimitglieder "bis an die Belastungsgrenze" bringen.

Obgleich Cameron seine Partei zu Hause auf homofreundlichen Kurs getrimmt hat, arbeiten die Torys auf europäischer Ebene mit erbitterten Homo-Gegnern zusammen. So bilden die britischen Konservativen im Europaparlament eine gemeinsame Fraktion mit der polnischen Partei "Recht und Gerechtigkeit" von Homo-Hasser Jaroslaw Kaczynski, der orthodox-calvinistischen ChristenUnie aus den Niederlanden und der deutschen Rechtsaußenpartei AfD.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass zwischem dem 29. März, dem Tag der Ehe-Öffnung in England und Wales, und dem 30. Juni 1.409 gleichgeschlechtliche Paare geheiratet haben. 56 Prozent der Ehen wurde zwischen zwei Frauen geschlossen. In gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften ("civil unions") leben derzeit rund 120.000 Briten; sie können diese erst ab Dezember in eine Ehe umwandeln lassen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 BaksisProfil
#4 Robby69
#5 seb1983
  • 21.08.2014, 20:06h
  • Camerons Politik gegenüber Schwulen verdient Respekt.
    Was er allerdings in der Schul- Wirtschafts- und Europapolitik betreibt finde ich trotzdem bedenklich.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FinnAnonym
#7 keyjahn
  • 22.08.2014, 01:47h
  • ich frage mich gerade, wenn man in UK eine Civil Union hat, dann in den USA geheiratet hat, gilt dann in den UK noch die CU oder ist es bereits eine Ehe?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Tobi CologneAnonym
  • 22.08.2014, 12:55h
  • Seine restliche Politik ist nicht mein Fall, aber wie sehr er sich für Homorechte einsetzt verdient Respekt. Das machen nur wenige...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 MariposaAnonym
  • 22.08.2014, 13:03h
  • Antwort auf #8 von Tobi Cologne
  • Allerdings - da könnte sich die werte CDU/CSU eine Scheibe davon abscneiden. Immerhin ist die gleichgeschlechtliche Ehe eher etwas Konservatives und war bei der politischen Linken lange Zeit verpönt. Man wollte diese Institution schon komplett abschaffen
  • Antworten » | Direktlink »