Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22156

Senatorin Luz Elena Sanín glaubt, dass LGBT-Gruppen den Staat ruinieren

Eine Politikerin der konservativen Regierungspartei hat den Grund für das hohe Haushaltsdefizit ausgemacht: "Subventionen" für Schwule und Lesben.

Spanien hat letzte Woche die Marke von einer Billion Euro Staatsschulden überschritten – und Senatorin Luz Elena Sanín weiß warum: Die frühere sozialistische Regierung unter Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero, die von 2004 bis 2011 regierte, habe durch "Subventionen von Nichtregierungsorganisationen" das hohe Haushaltsdefizit verursacht und das Land in den "Ruin" geführt, erklärte sie auf einer Pressekonferenz.

Als Hauptnutznießer dieser verschwenderischen Politik nannte sie LGBT-Organisationen, aber auch Wirtschaftshilfe für afrikanische und südamerikanische Staaten. "Ansonsten hätten wir nicht diese Probleme", behauptete Sanín, die im Senat die nordafrikanische Enklave Ceuta vertritt.

Die Aussage stieß auf scharfe Kritik, sogar innerhalb ihrer eigenen Partei. "Ich glaube kaum, dass Zapateros klägliche Ausgabenpolitik durch Subventionen für schwule, lesbische und transsexuelle Organisationen verursacht wurde", sagte der Parlamentsabgeordnete Francisco Márquez. Diese würden für "gerechte und legitime Ziele" eintreten.

"Von Homophobie geleitet"

Die sozialistische Partei und LGBT-Gruppen werfen Sanín vor, die homosexuellenfeindliche Stimmung im Land zu verstärken. "Die Aussage zeigt, dass die Senatorin der Konservativen von Homophobie geleitet wird", sagte die sozialistische Abgeordnete Patricia Hernández gegenüber der Tageszeitung "El Plural". Mehrere sozialistische Politiker forderten Sanín zum Rücktritt auf.

Ein Sprecher der Organisation FELGTB erklärte, er befürchte nun, dass die Aussagen der Politikerin die Abneigung gegenüber Homosexuellen unter manchen Konservativen verstärken könnte. Die Gruppe verwies auch auf Zahlen, wonach fast die Hälfte der Hassverbrechen in Spanien gegen LGBT verübt werde (queer.de berichtete).

In Spanien hatte die sozialistische Regierung 2005 gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche und der oppositionellen Konservativen die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Die Konservativen zogen daraufhin in den Wahlkampf mit dem Versprechen, Homosexuellen das Recht auf Eheschließung wieder zu entziehen (queer.de berichtete). Als die Partei schließlich 2011 an die Macht kam, war die Wirtschaftskrise das alles bestimmende Thema und die gleichgeschlechtliche Ehe schon so etabliert, dass eine Abschaffung nicht mehr zur Debatte stand. Schließlich wurde die Ehe-Öffnung 2012 auch vom Verfassungsgericht bestätigt (queer.de berichtete). (dk)



#1 BlödinchenAnonym
#2 m123Anonym
  • 21.08.2014, 17:00h
  • Jaja, Homos sind an allem Schuld, an Kriegen, Naturkatastrophen und abgebrochenen Fingernägeln, und neuerdings auch an Staatsschulden...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 gatopardo
  • 21.08.2014, 17:19h
  • Hab´ich hier gar nicht mitgekriegt. Ist auch nicht nötig, denn solche albernen Behauptungen kann man ja gar nicht mehr kommentieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stephan
  • 21.08.2014, 18:01h
  • Warum landen immer mehr Verwirrte und psychisch Kranke, die auch in den einfachsten Fällen zu einer Analyse der Kausalität nicht in der Lage sind, sondern ihren Verfolgungswahn kultivieren und zelebrieren, in allen möglichen Parlamenten, Senaten, Regierungen ...?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Robby69Ehemaliges Profil
  • 21.08.2014, 18:13h
  • Die hat ja einen an der Klatsche! Also allmählich werden die Verleumdungen von uns LGBTIs und für was wir angeblich alles verantwortlich sein sollen - Hurricans, Hungersnöte, Ebola und jetzt Staatsschulden etc. - immer durchgeknallter und abstruser. Nimmt diese Tussi eigentlich überhaupt noch einer ihrer "Kollegen/Kolleginnen" ernst?! Kann ich mir nicht vorstellen...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 J-eyeAnonym
  • 21.08.2014, 18:34h

  • Ich nehme mal an, in Spanien gibt es ein Äquivalent zum Tatbestand der Volksverhetzung. Wäre sie deutsche Politikerin hätte ich sie glatt angezeigt. Jaja, wie war das vor 70-80 Jahren? "Der Jude ist Schuld! Und der Ausländer erst!" Sieht da jemand die Parallelen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Robby69Ehemaliges Profil
  • 21.08.2014, 18:47h
  • Antwort auf #6 von J-eye
  • Ich sehe die Parallelen so wie Du ja anscheinend auch. Früher hatten sie die Juden, denen sie alles Übel und jedes Verbrechen unterstellt haben - heute sind es die Schwulen. Teilweise auch ganz allgemein die LGBTIs, aber meistens müssen wir Schwulen als "Sündenbock" herhalten. -
    Und was mir besonders seit dem letzten Jahr auffällt, ist, dass ziemlich viele Homo-Hasser eben auch eine extrem rechte Gesinnung/Ideologie haben. Ich denke, das kann kein Zufall sein. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele Schwule damals von den Nazis in den KZs umgebracht wurden...
    Juden haben inzwischen eine bessere "Lobby" als damals im Dritten Reich, genau wie Ausländer auch (siehe das Thema "Migrationshintergrund" etc.)- also lenken die Ewiggestrigen ihren Hass gezielt auf uns. Denn dann können diese Homo-Hasser ja gleich so "ganz nebenbei" die Amtskirchen für ihre perversen Homo-Hetz-Spielchen miteinbinden.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 timpa354Ehemaliges Profil
  • 21.08.2014, 20:19h
  • Die Frau säuft doch seit mindestens 20 Jahren, das Gehirn ist dabei leider auf der Strecke geblieben, wie man sieht.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 KokolemleProfil
  • 21.08.2014, 20:28hHerschweiler
  • Das ist das dümmste Argument, das ich je gehört habe. Bald sind wir auch noch schuld daran, das die Sonne in 5 Milliarden Jahren zum Roten Riesen wird und diese Erde verbrennen wird. Dümmer geht es nicht. So eine Person gehört aus dem Politikerberuf ausgeschlossen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 KokolemleProfil
  • 21.08.2014, 20:39hHerschweiler
  • Antwort auf #6 von J-eye
  • Ja natürlich. Solche fehlgeleiteten und fehlerzogenen Politiker würden uns gerne in einen KZ sehen. Wehred den Anfängen. Es ist eben auch hier nicht genug und gründlich entnatifiziert worden.
  • Antworten » | Direktlink »