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  • 21.08.2014           12      Teilen:   |

Rechtspopulismus in der Schweiz

Homophober Politiker schreibt Hass-Brief an LGBT-Gruppe

Artikelbild
Der SVP-Politiker Toni Bortoluzzi wirft Homosexuellen vor, "fehlgeleitet" zu sein (Bild: Nationalrat)

Ein Schweizer Abgeordneter glaubt, dass Homosexuelle einen Schaden im Gehirn haben – in einem Brief an LGBT-Aktivisten erklärt er sogar, dass diese Analyse noch "zurückhaltend" sei.

Nationalrat Toni Bortoluzzi von der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP) hat seine Angriffe gegen Homosexuelle verschärft. Der 67-Jährige aus dem Kanton Zürich war im Juni in die Schlagzeilen geraten, weil er Schwule und Lesben generell als "Fehlgeleitete" mit einem "unnatürlichen Verhalten" beschrieb und ihnen vorwarf, an einem Hirnschaden zu leiden – sie hätten einen "Hirnlappen, der verkehrt läuft", so Bortoluzzi (queer.de berichtete).

In einem auf Briefpapier des Parlaments verfassten Schreiben an den LGBT-Verband Pink Cross erklärte der Politiker nun, dass die Aussage mit dem verkehrten Hirnlappen "nicht zur zutreffend, sondern eher zu zurückhaltend ausgefallen" sei.

Pink Cross hatte vor kurzem Bertoluzzi zum "Ehrenmitglied" ernannt, weil der Rechtspopulist gezeigt habe, "wie stark ein Antidiskriminierungsgesetz für homosexuelle Menschen in der Schweiz fehlt". Der Verband beklagt, dass in der Schweiz Ausdrücke wie "Sauschwuchtel" oder "verdammter Drecksschwuler" vollkommen legal seien. Bislang werden nur andere Gruppen – etwa aufgrund der Merkmale Rasse, Ethnie, Religion, Geschlecht, Alter oder Sprache – vor Diskriminierung geschützt, nicht aber Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität.

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Pink Cross: Bortoluzzi ist "unverbesserlich"

Bastian Baumann von Pink Cross erklärte in der Zeitung "20 Minuten", es sei schade, dass Bortoluzzi die Gelegenheit nicht wahrgenommen habe, "sich vertieft mit der Thematik zu befassen – zumal er ja das ganze Volk vertreten sollte". Man müsse einsehen, dass seine Haltung "unverbesserlich" sei. "Es ist nun an der SVP und den Wählern zu entscheiden, ob Bortoluzzi mit seiner rückständigen Haltung als Politiker tragbar ist", so Baumann.

Die SVP ist gegenwärtig mit einem Viertel der Sitze die stärkste Partei im Nationalrat und sorgte in den letzten Jahren insbesondere durch Initiativen gegen Ausländer und die Europäische Union für Schlagzeilen. Aus der Partei kommen auch immer wieder homophobe Ausbrüche: So sagte etwa der Walliser Lokalpolitiker Jörg Meichtry im Februar: "Kriminelle, Grabschänder, Homosexuelle und Kinderschänder haben aus unserer Gesellschaft einen Haufen gemacht, für den man sich schämen muss". Die Parteispitze kommentiert in der Regel die Homophobie ihrer Mandatsträger nicht. (dk)

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Tags: schweiz, homophobie
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Reaktionen zu "Homophober Politiker schreibt Hass-Brief an LGBT-Gruppe"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
21.08.2014
16:35:25


(+3, 5 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Gegen Dummheit ist noch kein Kraut gewachsen!


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#2
21.08.2014
16:44:04


(+7, 7 Votes)

Von UweBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 20.06.2010
Antwort zu Kommentar #1 von Sabelmann


Kann man so auch nicht sagen:

Bei dem ist nur das Resthirn in diesen kleinen Knubbel auf der Backe gerutscht. Einmal zum Durch-Spanken ins Domina Studio - in der Hoffnung, dass es hilft.
Intellektuell ohnehin leider NICHTS mehr zu machen.
Ein hoffnungsloser Fall.


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#3
21.08.2014
17:16:34


(+6, 8 Votes)

Von Hugo


"....für den man sich schämen muss"

Für was für welche Leute die Menschheit sich schämen muß ich nicht sagen, das wissen wir alle.
Der muß sofort angeklagt werden wegen Hetze und für zehn Jahre ohne Bewehrung hinter Gitter. Dannach muß er sich psychologisch behandeln lassen.


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#4
21.08.2014
18:03:23


(+6, 8 Votes)

Von uwekrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.07.2013


... man sollte es sich wirklich mal überlegen, all`die Leute, welche in der Öffentlichkeit stehen, anzuzeigen,
wenn sie derartigen "Unsinn" von sich geben...

-denn das Ganze hat rein gar nichts mehr mit "freier Meinungsäußerung" zu tun -


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#5
21.08.2014
18:18:46


(+5, 7 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Homo-Hetze zieht immer weitere Kreise. Das finde ich ziemlich bedenklich.


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#6
21.08.2014
20:45:45
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von myystery
Antwort zu Kommentar #5 von Robby69


Wir sind nicht "fehlgeleitet", des Tonis kleiner Geist steckt nur seit Jahrzehnten in der intellektuellen Sackgasse fest.


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#7
21.08.2014
21:35:03


(+4, 4 Votes)

Von Finn


Solche ungebildeten Fanatiker kann man doch nicht ernst nehmen.

Die wollen einfach hetzen, weil sie nie im Leben Liebe erfahren haben.


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#8
21.08.2014
23:40:22


(+3, 3 Votes)

Von Roman Bolliger


Ist er irgendwie mit der spanischen Senatorin im vorigen Artikel verwandt? Da muss es irgend eine Verbindung geben, eine Gemeinsamkeit geben, aber welche? Vielleicht das natürliche Lächeln?


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#9
22.08.2014
01:05:35


(+4, 4 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Seine eigenen Hirnlappen - sofern er jemals welche hatte - sind sicherlich restlos vertrocknet und wahrscheinlich im Rahmen einer starken Diarrhoe ausgeschieden.

Noch einer, der dem Zufall dankbar sein muss, dass Dummheit nicht weh tut - sein Geschrei würde ansonsten jeden Düsenjet übertönen und wäre weltweit zu hören.

Dass sich solcherlei eklatante Kotzbrocken immer derart in Szene setzen müssen - da dürften aber einige Hirnwindungen mehr als schief gewickelt sein!

Ein vorheriger Blick in den Spiegel hätte ihn vielleicht auf den Boden der Realität bringen können:
"Si tacuisses philosophus mansisses."


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#10
22.08.2014
07:46:26


(+4, 4 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Nach solch einer homophoben Aussage hetzt dieser Bertoluzzi sicher auch gegen Menschen mit Behinderung. Er lässt seinem sadistischen Hass freien Lauf.

Neben dem Antidiskriminierungsgesetz braucht Europa dringend den Schutz auf sexuelle Identität/sexuelle Orientierung in der Verfassung, damit sich Volksverhetzung nicht weiter entwickelt.

Der Nationalrat der SVP stinkt in der Schweiz schon zum Himmel und ich finde die rückständige Haltung dieses Politikers wirklich untragbar.


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