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  • 24.08.2014               Teilen:   |

Debütalbum

Vom Straßenmusiker zum Star: Georg auf Lieder

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Mit seiner Gitarre und einem Verstärker spielte er zwei Jahre lang auf dem Alexanderplatz in Berlin. Nun ist sein erstes Album erschienen

Seine erste CD "Alexanderplatz" hat der Hamburger Sänger und Songwriter nach dem Ort benannt, an dem er zuerst öffentlich musizierte.

Berlin, Alexanderplatz. Immer schon war das hyperaktive Pflaster im Epizentrum der Hauptstadt magischer Anziehungspunkt für die unterschiedlichsten Schichten.

Für Skater, Punks, Alkis, Touristen aus aller Herren Länder und Bratwurstverkäufer genauso, wie für hektische Geschäftsleute, Obdachlose und nicht zuletzt unzählige Überlebenskünstler, Kleinkunstschaffende und Straßenmusiker, die das Bild bzw. die Multikulti-Klangkulisse des Alex mit den verschiedenartigsten Sounds prägen.

Ein Ort des Abschieds und des Neuanfangs, an dem viele Hoffnungen zerplatzen, aber auch Träume wahr werden können. So wie das moderne Großstadtmärchen des Hamburger Singer/Songwriters Georg Auf Lieder, der nun mit "Alexanderplatz" sein Debütalbum veröffentlicht.

Gut zwei Jahre lang performte der heute 26-jährige Ausnahmekünstler als Straßenmusiker auf dem Alexanderplatz. Unterm Fernsehturm. Zwischen Einkaufszentren und Schnellrestaurants, dem Berliner Dom und dem omnipräsenten Bimmeln der Tram. Schon bald war Georg Auf Lieder mit seinen berührenden Songs kaum mehr von dort wegzudenken.

Als Freund der Underdogs, entschleunigender Ruhepol für gestresste Anzugträger und beliebter Alleinunterhalter nur mit seiner Gitarre, einem kleinen Verstärker, seinem Gitarrenkoffer fürs Kleingeld und einer Hand voll selbst gebrannter CDs. Schnell erspielte sich der Hamburger mit ausschließlich selbst komponierten Songs eine immer anwachsende Fanbase, war nach ein paar in Eigenregie veröffentlichten YouTube-Singles kürzlich sogar im Vorprogramm von Rea Garvey oder den Stranglers zu erleben und hat mit Schauspieler/Musiker Jan Josef Liefers einen prominenten Online-Fürsprecher gefunden.

Unter Aufsicht von Selig-Gitarrist und Producer Christian Neander und Michael Tibes, die bereits Größen wie Niels Frevert oder Pohlmann zu gutem Klang verholfen haben, hat Georg Auf Lieder in Kreuzberg mit "Alexanderplatz" im vergangenen Frühjahr sein Albumdebüt eingespielt.

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Mal sensibel, romantisch und auch übersprudelnd

Das Debütalbum "Alexanderplatz" von Georg auf Lieder ist am 22. August 2014 erschienen
Das Debütalbum "Alexanderplatz" von Georg auf Lieder ist am 22. August 2014 erschienen

"Alexanderplatz" ist ebenso vielschichtig, facettenreich und spannend, wie der Ort selbst, der den Albumtitel inspiriert hat. Wahre Worte, irgendwo zwischen eindringlichem Singer-/Songwritertum und Liedermacher-Tradition erzählt Georg Auf Lieder mit viel Gefühl und Witz von den Unsicherheiten des Lebens, seinen mal mehr, mal weniger gefräßigen Dämonen und davon, niemals die Hoffnung zu verlieren.

Und um Georg Auf Lieder zu verstehen, bedarf es eines kurzen Rückblicks in seine Vergangenheit: "Wenn ich an meine frühesten Kindheitserinnerungen mit Musik denke, sehe ich meine Mutter, wie sie beim Staubsaugen spanische Musik singt. Bei uns lief den ganzen Tag diese romantische Latino-Musik." Als der Sohn einer bolivianischen Mutter und eines deutschen Vaters 2001 seine südamerikanische Familie besucht, entdeckt er das Gitarrenspiel. Zurück im heimischen Hamburg bricht er mit 17 die Schule ab, um sich ganz auf seine Musik zu konzentrieren. Alles andere ist plötzlich nur noch Nebensache.

Nach diversen musikalischen Rückschlägen zieht es ihn 2011 schließlich nach Berlin. Ohne Job oder Bleibe, als einziges Gepäckstück nur seine Gitarre. Eine "dringend nötige Horizonterweiterung", wie er selbst diesen Schritt rückblickend nennt. "Die Straßenmusik hat mich selbstbewusster gemacht – und auch dankbar. Man schätzt das Leben viel mehr. Vor Wildfremden zu spielen, ist eine harte Schule. Freunde schmeicheln gern, weil sie einen nicht verletzen wollen, doch irgendwelche Passanten müssen ja nicht lügen. Wenn man gut ist, bekommt man das sehr deutlich zu spüren. Und auch, wenn man nicht so gut ist…"

Der harte Weg, den man den Songs auf "Alexanderplatz" deutlich anhört: Authentisch, ehrlich, handgemacht. Georg Auf Lieder verbindet in seinen Stücken klassische Singer-/ Songwriter-Elemente mit einem modernen, frischen Sound. Ob auf dem nachdenklichen "Marine", dem melancholisch-introspektiven "Möwen" oder auf kraftvoll-mitreißenden Uptempo-Songs wie "Sommer" und dem augenzwinkernden "Tarzan und Jane". "Alexanderplatz" ist mal sensibel, dann wieder romantisch und auch übersprudelnd vor unbändiger Energie bisweilen.

"Alexanderplatz" – Georg Auf Lieders Master im Fach "Leben". Bestanden mit Bestnote. (cw/pm)

Youtube | Georg auf Lieder live auf dem Alexanderplatz mit dem Song "Marine"
Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Offizielle Facebookseite des Sängers
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Tags: alexanderplatz, georg auf lieder, debütalbum
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